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Amerika.

Washington, 31. Mai. Der Kriegsminister Belknap hat die mexika-

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den Kaiser: verloren . .

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. . . Nur Einer That möchte ich noch gedenken, weil sie des Marschalls männlichste That war und bei keinem seiner Kameraden Nachahmung fand. Nach der Niederlage bei Wörth griff Mac Mahon zur Feder und berichtete an

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feine Verdienste seien noch in Aller Erinnerung Jetzt aber habe ein gebieteri­sches ^Bcdürfniß nach Sicherheit die Rechte veranlaßt, sich um den Verwundeten von Sedan zu schaaren, dessen Muth und Loyalität Jedermann Vertrauen ein­flößen. Mac Mahon will dem Vernehmen nach alle constitutionellen Fragen bis nach Räumung des Gebiets vertagt haben.

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Wien, 1. Juni. Der Kaiser von Rußland, der Großfürst-Thronfolger und Gemahlin und Großfürst Wladimir trafen um 2i/2 Uhr auf dem No'rd-

Spanien.

Die amtliche Zeitung veröffentlicht ein Detret, wonach in Zukunft keine Adelstitel mehr verliehen werden sollen und der Gebrauch derselben in den Civilstands-Registern und öffentlichen Documenten, wenn auch nicht im Privat­leben, verboten wird. Auch werden die Adeligen der Verpflichtung enthoben, die Genehmigung des Staatsoberhauptes zur Verehelichung einzuholen. Dem Vernehmen nach hat der Finanz-Minister die Absicht, welche den frühern Erklärungen der Regierung zuwider laufen würde, den Zinsfuß der öffent­lichen Schuld durch Einführung einer Steuer zu vermindern, bis die Besserung der Finanzlage .deren Aufhebung ermögliche. Mit Hülfe solcher Mittel soll Tutau den Cortes ein ausgeglichenes Budget vorzulegen gedenken. Ferner heißt es, die Regierung werde die Bank ermächtigen, 1500 M,klonen Realen in Pa­piergeld mit Zwangscours auszugeben.

Dorregaray marschirt auf Logrono zu. Die republikanischen Truppen sammeln sich, um ihn anzugreifen. Der Carlisten-General Elio ist mit seinen Schaaren in die Provinz Biscaya eingcrückt, so daß man in Bilbao Verthei- digungsmaßregeln ergreift.

Aus Barcelona Dom, 28. v. M. wird berichtet, daß die Carlistenführer Cucala und Quico in Joffedembara bei Tarragona eingedrungen sind, wo sie die Freiwilligen entwaffneten und eine Contribution von 10,000 Duros erho­ben. In Barcelona wurden 40 carlistische Gefangene eingebracht, welche die Soldaten gegen die Wuth des Volkes beschützen mußten, das ihren Tod verlangte.

Auf zwei vor Cartagena ankernden Kriegsschiffen sind Meutereien ausge­brochen, jedoch bald erstickt worden.

Ottilien.

Die Partei der Ordnung, die Vertheidiger des Rechtes, die Freunde des heiligen Vaters, die getreuen Söhne der Kirche können mit Befriedigung und Dank gegen Gott auf diewunderbare Wendung" blicken, die sich soeben in Frankreich vollzogen hat, endlich zu einer erlösenden That sich ermannt und, den entscheidendsten Schritt auf dem Wege zum Siege des katholisch-monarchi­schen Princips gethan hat.

Wir werden nun bald die Krone sprechen hören. Die in's Herz ge­troffene Partei der Revolution wird alsbald in Frankreich sich erheben wollen, um definitiv niedergeworfen zu werden und dem legitimen Königthum Platz zu machen. In Italien wird sie jenen traurigen König Victor Emanuel Hinweg­fegen, und dann von Frankreich gebändigt und auf's Haupt geschlagen zu wer­den und einer neuen Ordnung die Bahn frei zu machen. Die Revolution wird sich nicht auf Frankreich und Italien allein beschränken. Die Pforten der Hölle werden sich überall öffnen, aber den Fels, der da ist die katholische Kirche, werden sie nicht überwältigen.

Wir stehen am Vorabend großer gewaltiger Ereignisse am Ufer eines Meeres von Tbränen und Blut. Aber jenseits erwartet' uns ein Eiland des Friedens, der Triumph der Kirche und der Gerechtigkeit."

Straßburg, 1. Juni. Eine Verfügung des Oberpräsidenten verbietet für Elsaß-Lothringen die Verbreitung des in Speyer erscheinenden Sonntaas- blattesDer christliche Pilger."

Dcfteivcidj.

die Reichstagssession sich noch lange Wochen (des Fürsten Bismarck hierhin zielenden gestrigen Worten lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen) hinziehen werde, rechtzeitig dem Reichstage eine Regierungsvorlage zustellen zu können, welche den gleichzeitigen Abschluß des Münzgefetzes und der Papiergeldfrage ermöglichen soll.

Berlin, 2. Juni. Heute Mittag findet die Vorstellung des diplomati­schen Corps bei dem Schah von Persien statt.

Berlin, 3. Juni. Nachdem es constatirt ist, daß die asiatische Cholera durch Holzflösser nach Schnlitz und Schillno eingeschleppt wurde, sind in Gum­binnen, Schulitz und Graudenz Revisionsstationen eingerichtet und in Schillno fünftägige Quarantäne angeordnet worden.

Potsdam, 2. Juni. Der Schah ist mit 14 der vornehmsten Herren seines Gefolges gestern Mittag unerwartet in Potsdam angekommen. Er machte einen Besuch bei der Königin-Wittwe, dem Kronprinzen und den Prinzen Karl und Friedrich Karl. Im Garten von Sanssouci besichtigte er die neuen Oran­geriegebäude und kehrte am Nachmittag nach Berlin zurück.

München, 31. Mai. Der bereits kurz erwähnte Artikel des ultra­montanenVaterland" lautet:

Der populärste General Frankreichs, derUliramontane", Mac Mahon, 'dessen Frau erst vor wenigen Monaten eine Procession von 100,000 Theilneh- mein nach Lourdes geführt, um die Hülfe der heiligen Jungfrau für Frank­reich und den heiligen Vater zu erbitten, Präsident der französischen Republik fürwahr: welch wunderbare Wendung durch Gottes Fügung!

Und Bismarck? Nun, wir begreifen, daß der bereits wiederseine Ner­ven" hat und sein Varzin aussucht, um sich zu erholen von diesem Schlage, der auch ihn und seine Pläne getroffen hat.

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Nom, 2 Juni. Der neuernannte deutsche Gesandte, Hr. v. Keudell, ist Hierselbst eingetroffen. Die Deputirtenkammer genehmigte den Gesetzent­wurf über bie Einführung von Postkarten zum Preise von 10 Centimes.

Turin, 2. Juni. Dem Herzog Amadeus von Aosta ist eine Bürger­überreicht worden.

JlußCanÖ.

Petersburg, 3. Juni. Das amtliche Blatt w'ist auf die von russi­schen Flüchtlingen gemachten Versuche, die in Zürich studirenden russischen Frauen in revolutionäre Umtriebenetze zu ziehen, hin.

Türkei.

Konstantinopel, 1. Juni. Der englische Gesandte hat, wie die Agence Havas-Reuter" meldet, der Pforte gestern officiell angezeigt, daß Eng­land mit den vorgeschlagenen ägyptischen Gerichtsreformen einverstanden sei. Seit vier Tagen haben sechs mehr ober weniger große Feuersbrünste statt­gefunden.

. _ Parts, 30. Mai. Heute wurde der von de Rainneville im Namen der

Sire! ich schlug mich bis 5 Uhr Abends und habe die Schlacht Commi,sioii, die mit der Prüfung der Handlungen der Regierung der nationa- ' So begann der militärisch stramm gehaltene Rapport. Kein len Vertheidigung betraut ist, verfaßte Bericht vertheilt. Dieser Bericht findet französischer General hat nach Mac Mahon denselben Ton der Aufrichtigkeit daß das Kaiserreich Krieg geführt habe, ohne militärisch oder diplomatisch dar­angeschlagen, zu dem muthigeu Geständniß so rückhaltlos sich aufgeschwungeii. auf vorbereitet gewesen zu sein, daß die Männer vom 4. September nicht ver- Dies war die Sprache eines ehrlichen Soldaten und verdiente zu jener Zeit standen, besser zu handeln als das Kaiserreich, und schließt mit der Ansicht daß allgemeiner Verlogenheit in der That den Ehrensäbel, für welchen Villemessant Frankreich seine Hoffnung auf eine f * .. w;wi ...

die Subscription eröffnete. der europäischen Politik und auf den' Sieg "der Ideen" und der PUncipieu des

... Ich weiß nicht, welcher Mann von Geist die Ehrlichkeit einen glück- Übergewichtes setzen müsse, welcher den Frieden zwischen den verschiedenen lichen Zufall nannte. Beruhigend ist es jedenfalls für die schwerbedrängte Racen und den verschiedenen Stämmen Herstellen könne. Rainneville bildet sich Republik, daß Mac Mahon, der Freund des Zufalls, auch hierin dessen Gunst also ein, daß Frankreich jetzt Alles in's Werk setzen soll, damit es seine vor­genießt. An dieser Stelle haben wir nicht zu untersuchen, ob ehrlich zu sein herrschende Rolle wieder einnehme. Naiv ist es aber, dieses in erklären wäh- dem neuen Präsidenten der französischen Republik genügt, um der verzweifelten rend derFeind" noch wichtige Stellungen im Lande besetzt hält. Napoleon I. Situation die Stirne zu bieten und dem Drängen der Monarchisten zu wider- hätte, wenn die von ihm Besiegten officiell eine solche Sprache geführt sofort stehen. Auch ein ehrlicher Monk ist denkbar, und ehrlicherweise kann man glau- wieder zum Schwerte gegriffen.

ben, die Zügel zu führen, da man nur das fünfte Rad am Wagen ist. Wider Paris, 3. Juni. Eine Proclamation Mac Mahon's an die Armee Willen ein Spielzeug zu werden in der Hand der rücksichtslosesten Verschwörer- sagt:Indem die Nationalversammlung unter Euch den Präsidenten der Repu- bande, das wäre ein trauriges Ende für eine im Grunde ruhmreiche (Saniere, blik erwählte, hat sie Euch das Vertrauen bezeugt, welches sie in Euere Loya- Dem guten Rufe des Soldaten, den Thiers als modernen Bayard pries, wäre lität, Eueren Patriotismus und Euere Entschlossenheit, die Ordnung und Ach- ber Leichensteiii gesetzt . . . Leidenschaftslos, trotzdem die Aufregung des Mo- tung gegen das Gesetz aufrechtzuhalten, setzt. Der Marschall kündigt sodann mentes auch den fernstehenden Zuschauer ergreift, haben wir den Lebensgang die Ernennung des Generals Ladmirault zum Oberbefehlshaber der Armee von des neuen Präsidenten überblickt, das Gute mehr betonend, als das Schlechte. Versailles an und schließt:Ihr werdet Die bleiben, als welche ich Euch immer Der Nachfolger Thiers' zu sein das gilt uns heute als sein größter Fehler, gekannt habe, treu der Devise, welche die Tapfersten unter Euch auf der Brust ___________________ tragen: Ehre, Vaterland, Tapferkeit, Disciplin."

Der Minister des Innern fordert in einem Rundschreiben die Prä- Deu(fcf)fani). fecten auf, sich an die Spitze aller ehrlichen Leute ohne Unterschied der Par-

m n . c toten gu stellen und verpflichtet sie zu gewissenhafter peinlichster Beobachtung

Berlin, 30. Mai. In der gestrigen Reichstagssitzung dementirte der der Gesetze. - General Leflü behält den Borschafterposten in Petersburg Präsident des Reichskanzleramts, Staatsmiuister Delbrück, auf das bestimmteste General Ladmirault, der zum Obercommandirenden der Armee von Versailles das in verschiedenen Zeitungen stehende Gerücht, als sei das Münzgesetz für ernannt ist, behält zugleich den Pariser Gouverneurposteit. Ein Bericht des diese Session in Frage gestellt. Im Gegentheil lege der Bundesrath den größ- Centralvorstaudes der Industrie- und Handelskammern constatirt einen erhebli-

ten Werth darauf, daß das Gesetz zu Staude komme. Ueber den schwerwie chen Geschäftsaufschwung seit Mac Mahon's Ernennung zum Präsidenten der

genden § 18 des Gesetzes (Papiergeldfrage) ständen die Negierungen so eben Republik. - Prinz Napoleon hat bei deni französischen Consul in Mailand in Verhandlung. Aus den Vorschlägen und Gegenvorschlägen werde sich Hof- um einen Paß nach Frankreich nachgesucht. Die Negierung ermächtigte den fentlich ein Ergebniß Herausstellen, welches als besonderer Gesetzentwurf über Consul zur Ausstellung des Passus. Der Prinz beabsichtigt gutem Vernehmen die Papiergeldfrage dem Reichstag, wenn auch noch nicht in nächster Woche nach, die Rückkehr nach Frankreich indessen nicht, sondern wollte nur sein Recht zugehen werde. Das Dementi geht, wie uns dünkt, auf weitem Umwege; zur Rückkehr constatirt sehen. Der Prinz von Joinville sagte in einer Rede bei denn es leugnet nicht die aus dem Reichstagsbeschlusse fließende Verzögerung der Bezirksausstellung m Laugres, Thiers sei Frankreichs Hauptstütze gewesen des Zustandekommens dieses Gesetzes, sondern hofft nur, weil wider Erwarten seine Verdienste seien noch in Aller Erinnerung Jetzt aber habe ein aebieteri-

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uno wemaytin mw Grotzsnrst Wladimir tra en um 2y2 Uhr auf dem Nord- uische Negierung benachrichtigt, daß er die Verfolgung der Viehdiebe auf mexi- bahnhofe hlerselbst ein, begleitet von dem Kaiser von Oesterreich, der den russi-kanifchem Gebiete durch General Mackenzie billige General Sheridan ist scheu Herrschaften bis Gänserndorf cntgegengefahren war. Von der Kaiserin'bereit, in's Feld zu ziehen gegen die Kickapoo- und' Lipan-Jndianer.

und allen Erzherzogen und Erzherzoginnen am Bahnhöfe empfangen, fuhren! - Im Staate Louisiana sind einem auf der Versammlung der histori- beide Kaller zilsaminen nach Schonbriinn , der Großfurst-Thronfolger nebst ©e-ifeben Gesellschaft zu New-Orleans gehaltenen Vorträge zufolge in diesem Jahre mablin, sowie der Großfürst Wladinur ui die Hofburg. 'eine Million Acres Landes weniger, als im Jahre 1860 angebaut. Die weiße