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päpstlichen Stuhle nickt »ehr annebmen wolle.

Local» Notiz.

Diebstahls; Verth.: Großh. Hofger.-Advocat Dr. Muhl.

der evangelischen Gemeinde zu Gießen.

Am 5. Januar.

24. December.

den

Beerdigte.

Gottesdienft.

( Morgen-: Pfarr Assistent Walz.

\ Nachmittags: Mitprediger Freiensehner.

Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 6. bis 12. Januar 1873 besorgt Pfarrer Dr. Seel.

Italien.

Rom. 2. Jan. Da-Giornale di Stoma" glaubt zu wissen, daß Cor­in Folge seiner Unterredung mit Antonelli den Botschafterposten beim

Katholische Gemeinde.

Getaufte.

December. Dem Bürger zu Kladrau und Braumeister in Gedern, eine Tochter, Susanne Christiane, geboren den 19. November.

December. Ein unehelicher Sohn, Adam Friedrich Joseph, geboren,

Den 22. Anton Tobner, Den 26.

einmal au-zuznchnen."

Bonn Eine sogenannte Wanderversammlung de« Verein- deutscher Katho­liken fand am 29. December v. I. in der Beethovenhalle zu Bonn statt. Cs hatten sich sehr zahlreich Landleute au- der Umgtgtno eingefunden, welche den Reden der von au-wärt- verschriebenen £men Metzger Falk au« Mainz u. s. w. lauschten. Die Versammlung hat sich nicht entblödet, demneuen Denedetti" m Rom für dieselbe Allocution, welche unseren Kaiser in so schamloser Weise beleidigte, eine Dankadresse zu votiren. Die clericaleDeutsche Reichs- zritung" ttzettt dieses wunderbare Zeugnis de- deutschen Patriotismus unserer Ultramontanen, wie folgt, mit:Cardinal Antonelli, Rom. Die Versammlung de tscher Kathcliken, die heile in Zahl von mehreren Tausenden in Bonn tagt, bittet Cw. Eminenz die Gefühle der tiefsten Ehrfurcht und Dankbarkeit zur Kennt­nis des heiligen Vater- zn bringen, von welcher die Katholiken Deutschlands durch die Worte der Allocution vom 23. Deccmber ergriffen worden find. Felix Frhr. v. Loö. Karl Frhr. v. Böselagcr. Graf v. Howplsch.

Oesterreich.

Wien, 30. Decbr. Das Malfattt'sche Knabeniustitut in Innsbruck. Wenn eS nicht gar so traurig wäre, daß 131 Knaben im Alter zwischen 12 und 16 Jahren unter dem Vorwande erziehlicher Zwecke »ou ihren geistlichen Lrhreru zur Verübung der gröblichsten Unzucht gemißbraucht worden, man konnte Schaden­freude empfinden über diese mattherzige Stremayr'sche Wirthschast, die sich zu einem magischen Vorgehen gegen die schwarzen Gesellen Rom- nicht erraffen kann. Allein c- hieße, jenen Knaben imitiren, welcher seine erfrorenen Finger den Eltern entgegenstreckend auSrief:Es ist Euch schon recht, warum ba^t Ihr mir keine Handschuhe gekauft 1" wollten wir die Sache nicht von ihrer blutig- ernsten Seite auffaffen. Da- als» ist Rom- Anspruch auf die Herzen der katho- lischen Jugend, das der sittliche Werth (einer Herrschaft! Im Helldunkel eine- Erziehung-institut- erfrechen sich sogenannteSchulbrüder" die ihnen anvertraute köstlichste Gabe argloser Eltern zur^Beute ihrer ekelhaften Sinnlichkeit herabzuwür­digen.' Wenn jetzt unseren Concordat-frcnndru nicht die blöden Augen geöffnet worden, dann ist'- vorbei mit menschlicher Einsicht, vorbei mit jeglichem Gefühl für Anstand, Gitte und Gerechtigkeit. Da- Matfntti'sche (nomen et omen!) Knabeuinstitut in Innsbruck, diesem obscnrste, aller Jesutteunester, iS der Schau­platz der niedrigsten, gemeinsten verbrechen gewesen und die sie verübten, waren Diener Rom-, Werkzeuge der nämlichen Kirche, in deren Rame» der Greis von St. Peter den ganzen Erdball zu verfiucheu dic Anmaßung hat. Da- Institut ist geschloffen worden und über die Vorgänge, welche Die Regierung zu diesem Schritte veranlaßte, ist schauerliche Klarheit verbreitet; zwei von den sauberen Brüdern" sind entwischt, ein dritter wurde in Folge des abgelegten Gestand- nlfscS in Ha>t gebracht. Weiteres werden die Gericht-Verhandlungen ergeben. Wieviel mag in majorem Dei gloriam schon auf ähnliche Weise gesündigt wor-

die-mal kein unschuldige-. Sine schwer wiegende Folge der Gramont schen Un- klugheit kommt un- zu Gute. Wie man auch über Oesterreich- Herrscher und Staatsmänner denken möge, welche- immer auch ihre wahre Gesinnung gegen Dentschland sein mag: von geheimen diplomatischen Verständigungen mit frauzo- " *' fischen Politikern find sie wohl für immer geheilt.

Berlin, 3. Jan. DerEpen. Ztg." wird mitgetheilt, daß der Kaiser drm Fürsten Bi-marck bei Gelegenheit de- Rücktritt- desselben vom praßtium »es Staat-Ministerium- den schwarzen Ldlerorden mit Brillanten verliehen hat.

Der in Wie-baden erscheinendeRh. Kar." schreibt:Die Diener find in der Regel eifriger wie die Herren, da- ist eine alte Geschichte. Die päpstliche Allocution vom 23. Dec. ist ein zur Zeitgeschichte gehöriges «ckenstück, das eine Zeitung ihren Lesern gar nicht vorenthalten kann. So hat e- auch das aus- gesprochene Organ de- Ministerium,, »ieRordd. Allg. Ztg.", gedacht, welche znerst von allen deutschen Blättern eine Urbersetzung brachte, nach welcher wir z B. gleichfalls die päpstliche Rede mittheilten. Auf einmal fällt eg Onkel Spener ein, den deutschen Text verbrecherisch zu finden, und die Polizei-Präfidenten von Frankfurt, Posen und Königsberg verbieten schleunigst den dortigen Blättern amtlich, die Allocution mitzutheilen, widrigenfalls sie confi-cirt würden. Die Franks. Ztg." ist auch wirklich mit Beschlag belegt worden. Sieht man denn

nicht, baß mit solchen Maßregeln der preußische Staat vor der ganzen Welt lächerlich gemacht wirb? Wa- der Papst von Deutschland sagt, verhältniß- mäßig unbedeutend im vergleich? zu den Donnerkeilen, die er gegen Italien schleudert. Und diese- zunächst betroffene Italien lächelt ruhig dazu, läßt den Papst fluch:», ff4) selbst aber in seinem Werke nicht stören. In ganz Italien rührt sich keine Hand gegen denRäuber" gescholtenen König und seine Regierung. I» Preußen aber ergreift die Polizei mit Wonne die Gelegenheit, sich wieder

Gießen, 4. Januar. Vor dem Schwurgericht der Provinz Oberhessen vom ersten Quartal I. I., dessen Sitzungen nur von sehr kurzer Dauer sem werden, werden fol­gende Anklaaesachen zur Verhandlung bezw. Aburtbeilung kommen:

Den 6. Januar, Vormittags 9 Uhr, gegen Sebastian Müller von Ilbeshausen, wegen Urkundenfälschung: Verth.: Großh. Hofger -Advocat Dr Gutfleisch

Denselben, Nachmittags 2 Uhr, gegen Johann Karl Lang von Lang - Göns, wegen gleichen Verbrechens; Verth.: Großh. Hofger.-Advocat Baift

Den 7. Januar, Vormittags 9 Uhr, gegen Jacob Hermann von Rodenbach, wegen gleichen Verbrechens; Vertb.: Großh Hofger.-Advocat Dr. Reatz.

Denselben, Nachmittags 2 Uhr, gegen Heinrich Scbäfer's Ehefrau von da, wegen gleichen Verbrechens; Verth.: Großh- Hofger.-Advocat Weidig.

Den 8. Januar, Vormittags 9 Uhr, gegen Conrad Becker von Butzbach, wegen

Auszug aub ötn Kirchenbüchern der Stadt Gichen.

Evangelische Gemeinde.

K o r> u i r l t e.

Den 29. December. Georg Adam Möbus, Dienstmann dahier und heimaths- berechtigt in Borsdorf, Kreis Nidda, des verstorbenen dasigen Ortsbürgers, Heinrich MöbuS, ehelicher Sohn; und Marie Katharine Repp, des Ortsbürgers und Nagel­schmieds in Eichelsdorf, Johannes Andreas Repp, eheliche Tochter.

Getaufte.

Den 29. December. Dem Heizer an der Cöln - Gießener Bahn dahier, Wilhelm Reichmann aus Dillenburg, ein Sohn, Karl Wilhelm Emil, geboren den 23. November-

Denselben- Dem Bürger in Groß-Linden und Geschäftsgehülfen bei Maurer Größer dahier, Johannes Dern III-, eine Tochter, ^Narie Johanne Christiane Georgme Elisabeth, geborer den 6. December.

Denselben. Dem Bürger in Grünberg und Spengler dahier, Gustav Rühl, ein Sohn, Heinrich Theodor, geboren den 24. November-

D en selben. Dem Bürger, Schuhmachermeister und Schutzmann, Friedrich Wilhelm Beil, eine Tochter, Helene Wilhelmine, geboren den 14. November.

Dense lben. Dem Burger und Kaufmann, Ferdinand Hoffmann, eine Tochter, Karoline Henriette, geboren den 22. October.

D enselben. Dem Heizer an der Oberhessischen Bahn dahier, Philipp Babel aus Romrod, ein Sohn, Wilhelm, geboren den 14. November.

1 8 7 3.

Den 1. Januar. Dem Bürger in Braunfels und Instrumentenmacher dabier, Jakob Schellcnberg, eine Tochter, Karoline Johanne Clara Christiane Luise Georgine, geboren den 1. December. o

Denselben. Dem Müller dahier, Adam Weller aus Oberlemp bet Wetzlar, ein Sohn, Karl Heinrich Emil,'geboren den 23 November-

Denselben-. Dem pensionirten Hautboisten dahier, Georg Volk aus Offenbach, eine Tochter, Auguste Bernhardine, geboren den 9. December.

Denselben. Dem Bürger und Kaufmann, Friedrich Emil Loos, ein Sohn, Heinrich Wilhelm, geboren den 22. October.

Beerdigte.

Den 27. December- Karoline Marie Schmandt, de? Bürgers zu Groß- Linden und Gastwirths dahier, Johann Karl Schmandt, eheliche Tochter, alt 3 M., gestorben den 26. December. ,

Denselben. Wilhelm Heinrich Schmidt aus Groß-Buseck, alt 30 I., gestorben den 24- December. , ,

Den 29. December. Eine todtgeborne Tochter des Bürgers in Haiger und Arbeiters an der Cöln-Gießener Bahn dahier, Heinrich Wilhelm Stiehl, geboren den 27. December. ,

Den 31. December. Katharine Neurath aus Watzenborn, alt 30 I., ge­storben den 29. December.

Denselben.^ Katharine Prediger, geborne Launspach, des vormaligen Gefangen­wärters, Johann Heinrich Prediger dahier, Wittwe, alt 70 I. 9 M. 24 T., gestorben den 28. December.

1 8 7 3.

Den 1- Januar. Wilhelm Burk, des Bürgers und Kaufmanns, Ferdinand Burk, ehelicher Sohn, alt 4 I. 4 M. 3 T-. gestorben den 31. December.

Den 2. Januar- Georg Linker, Bürger in Hochelheim, Kreis Wetzlar, und Küier dahier, alt 37 I- 6 M- 21 T-, gestorben den 31. December.

Den 3. Januar. Christian Karl Hahn, des Bürgers und Hetzers an der Oberhessischen Bahn dahier, Wilhelm Hahn, ehelicher Sohn, alt 3 M- 6 T-, gestorben dm 2. Januar. __ . a . _ , r ,

Den 4. Januar. Georg Wilhelm Jager, des Bürgers in Holzheim und Schlossers an der Oberhessischen Bahn dahier, Adam Jäger, ehelicher Sohn, alt 7 M. 21 T., gestorben den 2. Januar.

Im Jahre 1872 wurden in der evangelischen Gemeinde Gießen 357 Kinder geboren, 180 Knaben und 177 Mädchen, darunter 20 uneheliche Kinder. Kopulirt wurden 75 Paare. Die Zahl der Gestorbenen beträgt 321, unter welchen sich 73 Ortsfremde befinden-

Den 14. December. Marie Äreuter, eheliche Tochter des Großh. MajorS- a. D-, Franz Kreuter, alt 17 I- 5 M- 2 T , gestorben den 12. Decembn. ,

den (ein.

DerPresse" wird au- Innsbruck vom 27. Decbr. gemeldet:Auf Befehl de- llnterrichl;mtntsterium» muffen die Jesuiten ihre Ansiedelung zu Trawin räu­men und ihr klösterliches Zusammenleben ti Eppan aefgebe»." Au- Botzen vom 28. Decbr. wird derDeutschen Zeitung" berichtet:Infolge eine» Er- lasse- der Statthalterei an den Meraner Magistrat dürfen die Schulkinder dic Ptcbigten Peter Karl'- nicht »ehr anhören; ste werden also von nun an bet Beginn der Predigt au- der Kirche wcggeführt." granfreicb»

Aus Frankreich liegen bewerkenswerthe neue Nachrichten nicht vor. Der osficielle Empfang bei dem Präsidenten der Republik hat, wie telegraphisch berichtet wird,ohne irgend welchen Zwischenfall" am 1. stattgefunden. Eine eigentliche Rede, wie Napoleon III. an diesem Tage zu halten pflegte, scheint ntcht von Herrn Thier- gehalttn worden zu sein, und über die wenigen ,sympathischen Worte", welche der greise Staatsmann mit den Mitgliedern de- diplomatischen Corps gewechselt, verlautet leider nicht- Nähere-. Don Wichtigkeit wäre nur die Meldung derTime-", daß auch Frankreich seine diplomatische Beziehung zum päpstlichen Stuhle ändern zu wollen scheine. Während der preußische Ge­schäftsträger, Legationsserretär Stumm, auf höhere Weisung einenunbestimmten Urlaub genommen, ist allerdings der neue französische Gesandte, Herr de Corcelle-, in Rom eingetroffen, aber seine Vollmacht,n sollen auf solche Angelegenheiten beschränkt werden, welche sich ausschließlich auf die gegenwärtige Stellung und * . ulullj .......... ______ ö-,-----------

Sage des Papstes bezögen. Da- Wieweit dieser Beschränkung bleibt abzuwarten , ' Den 13. December. Jakob König aus Over-Mörlen, Kreis Fnedberg, alt

.st nebenb.. bte W.nbunzL.-n »uMic«, ».!«. f-"n 54 3-, 9^6«. bmll ®ecember gricbrid, Röhn-r, sicher S°hn beS

CtUBim al«brusquement parti v-rj-ichn-t. äBanttrbor, istt Vorgänge auch - ® ^ Schuhmachers, Zmius Röhner, alt 5 Dl. 7 T, g-storden den 21. December.

Worten gang etgrne Bedeutung leihen können. Seit der berühmten Beuedettt «chen^ u ^en 28. December. Joseph Karl Rörig, eheltcher Sohn deS Bremsers bet Weisung hat dasbrusquer undbrusquenaent einen ganz eigenthümliches Köln - Gießener Bahn, Wilhelm Rörig, alt 1 I. 8 M. 19 T., gestorben bett Kiang für deutsche Ohren. 261 December.