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seiner Art Haffen, f»

jsmi« vierteljährig 1 fl. 12 ft. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl- 29 fr.

Unsere Leser ersehen aus dem Vorstehenden, daß der Kampf des Papstes der weltlichen Obrigkeit um die Herrschaft nicht neuern Datums ist.

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Charakters entkleiden werden, muß zur Zeit uoch sehr in Zweifel gezogen werden.

-vorzüglich erhalten wird, ist nun aufgehoben.

Religiöse Lehrer sind abgedank't und an ihren Platz Verführer der Ju­gend auf die Lehrstühle gesetzt worden."

Zum Schlüsse kommend, sagt der Papst:Da nun Gott (!) fordert, daß Wir jo vielen schrecklichen Nebeln mit aller Macht steuern, so baben Wir Uns entschlossen, dies apostolische Schreiben an Dich ergehen zu lassen. Wir hoffen demnach nicht ebne Grund, gelicbtester Sohn, in Christo, Du werdest diese Unsere väterlichen Ermahnungen Dir an's Herz dringen lassen und nicht dul- deii, daß die katholische Kirche unter der Last der Verfolgungen schmachte. Wo nicht, so werden Wir unfehlbar zum Besten der katholischen Religion mit) zum Heil der Uns anvertrauten Seelen nach dem Beispiel Unserer Vorfahren andere Rettungsmittel ergreifen, um Unsere Amts- und Berufspflicht zu erfüllen.

Brodpreise vom 1. bis 8. November 1873,

rrach eigener Erklärung der B -cker:

2 Kilo gemischtes Brod 24 kr. 1 Kilo gemischtes Brod 12 kr. 2 Kilo Noggenbrod: erste Sorte 21 fr., zweite Sorte 17 fr.

Erscheint täglich, mit SuÄ« nähme Sonntags.

Expedition: Canzlitbera, Llt. B. Nr. 1.

Gegeben zu Rom im Jahre Christi 1803, Unseres Povstthnnis im dritten."

Man sieht, daß der Verfasser dieses Briefes die Abstellung von Miß- brauchen, welche mit der wahren Religion Jesu Christi nichts zu thun haben, fälschlich als eine Unterdrückung und Verfolgung dieser Religion bezeichnet, wodurch der unwissende Theil des Volkes nur zu leicht getäuscht und ine geführt wird, weil etwas Mangel au Einsicht und namentlich an historischen Kenntnissen außer Stande ist, das Wahre vom Falschen zu unterscheiden. Was Max Joseph dem Papste geantwortet, liegt uns nicht vor, wohl aber ist es bekannt, daß er auf dem Ungeschlagenen Wege zum großen Segen seines Volkes beharrte. Insbesondere wurde eine Mahnung an die Weltprie­ster erlassen, das Volk überall zu belehren, die Schule zu besuchen, richtige Begriffe über die wichtigsten Gegenstände der Religion, Naturlehre,, Geschichte und menschliche Einrichtungen zu verbreiten, den herrschenden Aberglauben zu verdrängen und keine Wundergeschichten auf den Kanzeln zu verkünden, be­sonders nicht in Wallfahrtskirchen! Solches geschah vor 70 Jahren, und wie steht es heute?

Nicht genug, daß Dll ben Glaubensaeguern das Bürgerrecht eingeränmt, wurde neuerdings den katholischen Pfarrern befohlen, daß sie die Eheverbmdun­gen zwischen einem theils katholischen, theils unkatholischen Brautpaare vor- Die weltliche Macht in Bayern maßt sich das ganz geistliche Recht an, das Urthiil über die Gültigkeit oder Ungültigkeit der Klo­ster gelubde zu sprechen. Eben diese weltliche Macht und Obrigkeit scheut sich nicht, von den Bischöfen zu fordern, daß die vierzigtägigen Fasten sammt den übrigen noch vorgeschriebenen Fasttagen für alle Zeit aufgehob drei Fasttage beibehalten werden. .

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Posen, 1. November. DiePosener Zeitung" veröffentlicht ein Schrei­ben Dulinski'ö vom 30. October, worin derselbe seine Behauptungen über tue Unterschlagungen von Collecteugelderu beim Waisenbaus und über die Dor- szewski'sche Angelegenheit aufrecht hält und erwähnt, daß wegen seines Pro­testes die Wahl Ledochowski's erst Ende 1865 vollzogen sei. Dulinski bietet ... sich zum Beweise aller seiner Behauptungen vor einem coinpetenten unparteii-

eu und nur noch scheu Gericht au.

Di/blnä xtIpaVhÄxo"sröZ U -1*. k- cm . . ' . r. , _ 1 Gaffel, 30. October. Von Seiten der königl. Staatsanwaltschaft m

"Elche Macht theilt die Pfarreien aus, besetzt sie mit Seel- Fulda geht demN. K. A" folgende Berichtigung zu-In der Lebens-

Unserem geliebtesten Sohne in Christo Maximilian", begann Pius VII., und schrieb dann im ersten Satze also:

Wir können Dir die Größe des Schmerzes nicht mit Worten erklären, die unser bedrängtes Vaterherz empfunden hat, als wir die traurige Nachricht über jenes Edict erhielten, durch welches Du Deinen Untertbanen in Bayern hast ei klären lassen, daß künftighin, um das Bürgerrecht zu erhalten, die katho­lische Religion keine Bedingung mehr sein solle. Tief drang uns diese auf; faUenbe Neuerung zu Herzen . . . und ermangelten wir nicht, sowohl durch

Gesandten am kaiserlichen Hofe, als durch andere Männer unser ernst- liches Verlangen bekannt zu machen, Du möchtest doch von diesen Neuerungen als ein römisch-katholischer Fürst Deiner Religion gemäß abstehen.

_ -."Wir wurden die Schranken eines Briefes weit überschreiten, wenn wir

Ein Brief des Papstes Pius VII. an den Herroa f°r$ern eigenmächtig nach Willkür und bestimmt ihre Grenzen. Geistliche wer- von Bera vor 70 ^adrerr ' den gezwungen, vor den weltlichen Gerichten zu erscheinen, und sogar aufge-

* * fordert, in Criminalhändeln Zeugniß abzulegen. Dein geistlicher Rath maßt

(Aus dem Düsseldorfer Anzeiger.) sich das Recht an, zu untersuchen und zu bestimmen, wo, wann und wie die

So viel uns bekannt, ist dieser Brief des Papstes Pius VII. bis jetzt in'Pfarrer ihre geistlichen Functionen verrichten sollen. Die Klöster werden auf- feiner Zeitung erwähnt Das interessante Schriftstück wird nicht verfehlen, - gehoben und auf blos weltliche Gegenstände verwendet und umgeschaffen. Die im gegenwärtigen Augenblicke die allgemeine Aufmerksamkeit zu erregen. Im! Bücher - Censur, wodurch die katholische Glaubenslehre in ihrer Reinbeit Anfänge dieses Jahrhunderts so beginnt der uns eingesandte Artikel-n r * "

mar Landesherr im Herzogthum Berg, mit der Hauptstadt Düsseldorf, der Herzog Maximilian Joseph von Pfalz-Zweibrücken. Dieser wohlwollende und erleuchtete Fürst suchte auf jede Weise die Wohlfahrt seiner Länder zu beför­dern und traf zu dem Zwecke mehrfache Anordnungen. So erließ er unter dem 12. September 1803 eine Verordnung in Betreff der Klöster, zu deren Begründung es im Eingänge heißt:

Da Wir überzeugt sind, daß die moralische Ausbildung eines Volkes die Grundbedingung ist, ohne welche es keinen dauernden Wohlstand erlangen kann, und daß die besten Regierungs-Anstalten ohne Wirkung bleiben, wenn die Um terthanen nicht durch jene dafür vorbereitet werden, so halten-Wir Uns auch für verpflichtet, die Hindernisse, welche dieser Cultur entgegenstreben, vor Allem wegzuräumen, und zugleich für eine zweckmäßige Erziehung der vaterländischen Jugend aller Classen zu sorgen.

//Eines der mächtigsten Hindernisse zeigt sich in der dermaligen Verfaffung der Klöster und besonders der Bettelmönche, die . . . mit verdoppelten Kräften für ihre Erhaltung dadurch arbeiten, daß sie in dem Volke durch Fortpflan­zung des Aberglaubens und der schädlichsten Jrrthümer richtigeren Begriffen den Eingang zu erschweren, jede zu seiner wahren moralischen Bildung führende Aiistalt dem Volke verdächtig zu machen suchen und einen beständigen bösen Willen dagegen unterhalten."

. Wie sehr die in diesen Worten enthaltene Schilderung gewisser früherer Zustände auch leider noch auf manche heutige Verhältniffe paßt, liegt dem Auge des unbefangenen Beobachters offen da.

m , Durch eine andere Verordnung hatte Maximilian Joseph allen christlichen Religions-Verwandten in seinen Erbstaaten den gleichen, vollen Genuß der bürgerlichen Rechte gewährt.

Diese und einige andere Verfügungen in der angedeuteten Richtung gereich­ten den Ultramontanen innerhalb und außerhalb der bayerischen Laude zu eben so großem Aergerniß, wie solches noch heute der Fall ist, insbesondere aber erregten sie den Zorn des Papstes Pius VII. so gewaltig, daß er demselben dliA i" Einem sehr heftigen, ausführlichen Briefe an Max Joseph im jabre 1803 Luft machte. Einige Sätze dieses merkwürdigen Brieses dürften hinreichen, um zu zeigen, daß es sich, damals wie jetzt, nicht um Verfolgung der Religion, sondern um den Schutz der staatlichen Interessen und Ordnung und gegin die veralteten, aber stets erneuten Ansprüche der ultramontaneü Hierarchie handelte.

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Schlitz, 31. October. Vier Eisenbahn-Projecte, durch deren Verwirk­lichung unsere Stadt und ihre aufstrebende Jndiistrie eine Schienenverbindung 511 erlangen hoffte, haben entweder eine unseren Wünschen entgegenstehende Feststellung erfahren oder sind gänzlich aufgegeben worden. Die Bcbra-Hanauer ^taatöbahn hat, anstatt durch das Fulda-Thal geführt zu werden, auf Ver- anlaffung des ehemaligen Kurfürsten den unnatürlichen Weg durch das Haune- Thal gesiichr; die oberhessische Eisenbahn wurde trotz der Bemühungen des Abg. Wadsack über Großenlüder geführt; das Bahn-Projecr Berlin - Frank­furt a. M. erfuhr durch die preußiiche Staatüregierung eine von dem Plane des Mühlhäuser Comitüs durchaiis abweichende Feststellung; der Plau der Er­bauung einer Zweigbahn von hier nach Salzschlirf endlich mußte aus finan­ziellen Gründen aufgegeben werden. Jetzt taucht nun noch ein fünftes Project auf, das, wie behauptet wird, nicht ganz aussichtslos sein soll. Es betrifft alle Einariffe die Dn7iul e,nc Verbindungs - Linie zwischen den Stationen Hünfeld der Bebra - Hanauer

wollten 9 Nur die wichtigsten H."llgth"m erlaubt hast, hieher schreiben^und Salzschlirf der oberhessischen Bahn über Schlitz. Eine solche Bahnlinie S Wn'bofi / ±1 l"lb s'.'werdeu schon h-nr«-würde namentlich dem Transitverkehr- der beiden Eisenbahnen von Sachsen,

einaeseben Dich endlick enO^ie^ 7s°^M>ßsollen darnber und die Bosheit Thüringen nach Gießen und weiter zu Gnte kommen. Ob dieselbe jemals z>. wieder ant ,n macke, 6,<t/ ftCr* M,'berlc9rn "l,b das Aergcrnch Stande konimcn nnd so unsere oberhessicheZnkunfts Ecke" ihresidyllisch

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