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Mzeige- und Amtsblatt für dm Kreis Hiessen

1S73.

Dmmerflasi den 3. Juli

9?r. 152

wenn z. B. Gründer einer Eisenbahn - Gesellschaft in der Generalversammlung

Frcs. zur Ausfolgung eines

Forts mittels Anerbietens der Summe von

PretS tztertrljährig 1 fL 12 fr. mit Brtngerlohn. Durch die Post örKv-en vierteljährig r fl. 2V fr.

Erscheint täglich, mit Aus­nahme Sonntags.

Expedition: Lanzlether^.

Sit B. Nr. 1.

Commission zu richten.

Darmstadt, den 19. Juni 1873.

den Bau der Bahn geschlossen und wonach ste mit diesen sich über eine be­stimmte Summe für die Meile geeinigt haben, hinterher aber nut diesen General- Unternehmern geheime Nebenverträge abschließen, die fast um ein Drittel reducirt werden, dieses Drittel aber für die Gründer ausbedungen wird ! An dergleichen Freistellungen ist der Bericht nicht arm." r vx t

Berlin, 1. Juli. Nach den bisher resultatlosen Verhandlungen der hiesiaen Weber und Fabrikanten behufs Herbeiführung einer Lohnerhöhung von 331/0 pCt. haben sämmtliche Webermeister und Webergesellen, zusammen etwa 8000, beschlossen, die Arbeit einzustellen und nur durch ein gewähltes allge­meines Conütü die Unterhandlungen fortzusetzen. Die Arbeit hat heute that-

Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige: Pabst. Strecker.

sächlich in allen Werkstätten ausgehört. s ,

Geldern, 24. Mai. Der hiesige katholische Pfarrer und Dechant

Brüel wurde - wohl in seiner Eigenschaft als Garnison-Sechorger von der Militärbehörde aufgefordert, für den verstorbenen Admiral Prinz Adalbert das bestimmte Gebet abzuhalten (dies geschieht in der Regel nach der Predigt.) Herr Pfarrer Brüel weigerte sich jedoch dessen, und wurde er dieserhalb seiner Stelluna als Garnison-Seelsorger Seitens der Militärbehörde ohne Weiteres enthoben. Die katholische Garnison wird von jetzt an nicht wehr zur Kirche geführt, sondern bleibt der Kirchenbesuch den Militärs alchettngi'stellt.

9 Posen, 1. Juli. DieOstdeutsche Zeitung" meldet, Erzbischof Graf LedochowSki habe den Professoren an dem geistlichen Seminar Pfiuuden an Per Psarrkirche ertheilt, da die Regierung denselben verboten habe, ihre Bor

Bekannt m a ch u u g.

Betreffend: Anmeldung und Prüfung der einjährig Freiwilligen.

HrucHon ?°m'E M^^ - 1)''Allm,gsMA nnter^BerücksichtMng der 148. 149. 151.

152. 153. 154 und 155. der erwähnten Militär Ersatz-Instruction bis

zum 1« ^EUAU" v* <x,e , , f..

6ei der unterzeichneten Commission einzureichen, falls sie sich der im September d. I. stattfindenden Prüfung zu unierten beabsichtigen.

Der Meldung sind beizulegen:

a) ein Geburtszeugniß; ...

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bezeichnet ist.

Berlin, 29. Juni. Im preußischen CultuS-Ministerium sind nunmehr bis auf wenige Einzelheiten die gesammten Ausführungs-Vorschriften für die kirchlichen Gesetze beendigt. Es steht, wie wtr nut Bestimmtheit vernehmen, binnen Kurzem die Anordnung bevor, wonach diejenigen geistlichen Lehr- und Erziehungs-Anstalten, über deren Einrichtungen der gesetzliche Nachweis verwei­gert wird, den ihnen bislang gewährten Zuschuß aus Staatsmitteln verlieren und die Anstalten selbst geschlossen werden sollen.

Berlin, 30. Juni. In ihrer gestrigen Nummer feiert dieGermania einmal wieder - die große That Gregor VH. gegen Kaiser Heinrich VI., den Tag von Canossa. Das ultramontane Blatt blickt mit Wehmuth auf die Zeit zurück, wo die Könige ihre Kronen vonGottes Gnaden" aus der Hand des Stellvertreters Christi empfingen. Damals sei das Königthum nicht sowohl eine erbliche als eine durchaus christliche und sittliche Institution gewesen. Man kann hieraus ersehen, was aus der erblichen Monarchie werden wurde, wenn sich das theokratische Ideal derGermania" je wieder verwirklichen konnte. Daß das Jesuitenblatt daran selber nicht glaubt, ergibt sich aus dem lamen- tabeln Schluß des Artikels. Gregor VII. habe sich auf Fürstenmacht und^auf . . das feste Schloß 1 H c... /.../..ji'.......iinS bipfpm 1 lirnbevil ' 2 Juli. Einem österreichischen Kriegsschiff (Kanonenboot?)

s s."»b gehen wir nicht! bereits angelangt, nicht nm Versöhnung zn erbitten, sondern, ist die We.ter^htt unAtwordem Sa0enie bcr

um dieses Canossa zu brechen. In der That eine wundersame, wenn and) techt> f f Deutschland" mittheilt, bei zwei sehr angesehenen

bescheidene Auslegung des neuen Ganges »ach Canossa > Aber die ,,Germania »Correspondeu von f voraenommen, da die Militärbehörde in

mag ruhig sein. Vom Brechen der katholischen Gewissen ist mcht die Rede, Straßburger fln he» neuerbante..

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iper Special Unlersuchungs - Commission wird derachtes. Presse' geschrieben.

Deuilcfilanö, iNach dem, was ich von gut unterrichteter Seile gehört habe, hat die Unter-

Darmstadt l ^uli °in der heutigen Sißmig der zweiten Kammer snchung ergeben, daß die Mißstände in der Eisenbahn - Verwaltung und m

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von der Absicht des Fürsten Bismarck, zurückzutreten, und Aehnliches als durch- aus unbegründet bezeichnet. Mai, bestätigt, daß Legationsrath v. Printen, wie bereits gemeldet, zum ersten Leeretär der deutschen Botschaft tn London