rnent vorenthalten.
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Oberhessen
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Pistolen
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Alleiniger Inseraten - Pächter des „Kladderadatsch“, der „Fliegenden Blätter“, des „Figaro1 in Wien.
Bsficiellrr AgenL |dmmtlidjcr Zeitungen des In- und Auslsndes.
Action»
Frankf. Bank 148
Frankf. Vereins-Kasse 88
Darmst. Bankact. 3811/2
Rheinische Hyp.-Bank — Wien Bankactien 1012 Oest. Creditact. 237 [Galizien —
8Vb
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fjloldsorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59
Prioritäten, östr. Stsb. Prior. 601 2 östr s. Lombard 49 Livornoser 33 Toscaner 531/4 Elisabeth.-Prior. 92
flmerifta.
Washington, 29. November. Die spanische Negierung hat alle Forderungen der nolbamerikanischen Negierung bewilligt und wird auch die amcrb kanische Flagge im Hafen von Santiago feierlichst salutiren. Die Vorbereitungen zur Kampfbereitschaft der amerikanischen Marine dauern fort, für den Fall, daß die spanische Regierung vielleicht unfähig ist, die Bedingungen zu erfüllen.
Washington, 1. December. In einem durch die Blätter vcröffent lichten Bericht zeigt der Marine-Minister an, daß alle disponiblen Kriegsschiffe zum Activdienst ausgerüstet sind und das Panzer-Geschwader in Keywest con- centrirt ist.
New-York, 1- December. Aus Havannah wird gemeldet, daß die dortigen Behörden nach Madrid telegraphirt hätten, die Regierung solle die Herausgabe des „Virginius" bis zum Empfange eines amtlichen Protokolls hinausschieben, welches bezeuge, daß das Verfahren der Behörden von Cuba ein gesetzliches gewesen sei. — Die Bevölkerung und die Presse Havannahs widersetzten sich obigen Meldungen zufolge der Auslieferung des „Virginius" und herrsche daselbst große Aufregung. Es würden sogar Anstalten zur Ver- theidigung getroffen.
30 o 3% 30,0 50/o 5%
Lokal-Notiz.
Gießen, 2. Dec. Wie man uns mtttheilt, wird in aller Kürze der in beiden Hemisphären gefeierte Violinspieler Hauser, Hierselbst ein Concert geben. Der Künstler, ein geborener Ungar, ist ein Schüler Böhms und Mayscders in Wien und ist nicht nur durch den.Zauber seines Geigenspiels und seiner originellen Compositionen eine vielgefeierte Erscheinung, sondern auch weithin bekannt durch seine Weltreisen, deren Erlebnisse der interessante Künstler in einem zweibändigen Reisewerk (Leipzig bei Herbig) der Oeffentlichkeit übergab. Er bereiste frühzeitig Europa, die Vereinigten Staaten, Südamerika, Californien, die Südsee-Jnseln und Australien und kehrte über Indien und Egppten nach Wien zurück. Darauf besuchte er den Orient, coiv eertirte in Konstantinopel vor dem Sultan, und auf der Rückreise in Italien, wo er großes Glück machte und vom Könige durch den Mauritius- und Lazarus - Orden ausgezeichnet wurde, 1861 erregte Hauser in Paris, 1864 in Berlin allgemeine Bewunderung, namentlich in letzterer Stadt, wo er sowohl am K. Hofe als auch in vielen öffentlichen Concerten große Auszeichnungen fand. Von da ab besuchte er wiederholt einen großen Th eil Deutschlands, die Schweiz, Holland, Schweden, Dänemark und Rußland überall cr.ceHirenb sowohl durch sein Spiel, wie durch seine poetischen Compositionen. Was Field und Cbopin auf dem Claviere waren, sagt die Berliner Nat.-Ztg., ist Hauser auf der Violine. Sein feinfühliger Bogen ist wie geschaffen für das Traumhafte, Märchenhafte, und steht darin seine Stradivariusgeige namentlich in der Cantilene in unübertroffener Eigcnthümlichkeit da. Bald im ruhigen Glanze sternartig aufleuchtend, bal» im magischen Piano hinsterbend, oder in leichten elfenhaft hingehauchten Läufen und Figuren verzitternd, bleibt das Tonteben des Instruments in seiner Hand immer ideal und voll ruhiger Klarheit. Dabei ist seine Technik auf das Glänzendste entwickelt, seine Intonation musterhaft rein, sein Vortrag natürlich und gefühlvoll, stets in den Grenzen des musikalisch Schönen sich haltend. In der Vogel-Caprice hörten wir ein Flageolett, wie wir es auf der Geige nicht für möglich gehalten, und welches mit einer Rundung, Kraft und zauberartiger Klangfarbe hcrvor- gebracht, jeden zu lauter Bewunderung hinriß.
--Gestern Mittag nach 12 Uhr kneipten an einem Neubau der Gartenstraße mehrere Maurer an ihrem Liqueur. Einer darunter vertilgte in kurzer Zeit l*/2 Schoppen (sage und schreibe ein und einen halben Schoppen) Fusel. Nach dieser Leistung äußerte er: Wenn mir noch einer ’? Schoppen bezahlt, wird der auch noch weggeputzt. Gesagt, gethan, der halbe Schoppen wird geholt und getrunken. In Folge dieser Unmäßigkeit wurde der Mann natürlich so betrunken, daß er neben der Speißpfanne liegen blieb. Seine werthen Kameraden ließen ihn bis 6 Uhr Abends auch im Freien liegen, wo dann durch den betreffenden Bauherrn der Polizei die Anzeige gemacht wurde. Diese ging sofort zur Stelle und ließ denn sinnlosen Menschen zur Klinik befördern, wo er indessen nicht angenommen, sondern dem Polizeioffieiant gesagt wurde: er solle den Mann in das Arresthaus bringen, bis heute früh sei der Rausch ausgeschlafen. Heute Morgen meldete der Arresthausaufschcr, daß der Maurer St. von Krofdorf im Laufe der Nacht gestorben sei.
Meeht kölnisches Wasser»
von Jean Maria Farina.
Meine Niederlage davon m der Expedition des Gießener Anzeigers empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst. Johann Maria Farina in Köln.
England.
Cardiff, 1. December. Das amerikanische Schiff „Fromentain" überbrachte 87 Passagiere und Schiffs - Mannschaften des Paket-Botes „Ville de Havre", welches am 23. November mit dem englischen Schiffe „Lockern" zusammenstieß und in den Grund gebohrt wurde. 226 in Havre eingeschiffte Personen haben durch den Zusammenstoß den Tod gefunden.
Actien.
5°/o östr. F. 8t. E. B. 346',., Lombard. Bahn 182 Ludwigsh. Bexbach 195*/2 Maxbahn —
Bayer. Ostbahn 1 16* 2
Rhein-Nahebahn-Act. 29' , Hess. Ludwigsb.-Äct. 157
Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto
Disconto
n doppelte 9 36—38 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankenst. 9 211 2—221/« Engi. Sover. 11 49 — 51 Kuss. Imper. 9 41—43 Dollar in Geld 2 25^—26l/z
Rudolf Messe Frankfurt a. M.
Ferner domicilirt:
Berlin, Breslau, Cöln, Halle, Hamburg, Leipzig, München, Nürnberg, Prag, Stuttgart, Strassburg, Wien, Zürich.
do. II. Erniss. —
ÄnkheiisiooseT
Darmstädter fl. 50Loose 215
n n 25 „ 56'/,
Kurh. 40 Thlr. Lonae — Nassau 25 fl. 471 /2 Braunschweiger 22
30 o Oldenburg, ä40Thlr. 37'/2 4°/o bayr. Präm.-Anl. 113 4O/o badische Loose 1 iO3/< Badische fl. 35 Loose — Oestr. fl. 250 v. 1854 88'/e 1858r Prioritatsloose 192'/2 1860r Loose 92 % 1864r —
Bursennachrichkn.
1. December 1873
Preuss. 4', 2° 0 Oblig. 1013/8 Frankf. 3Vao/o Oblig. 87% Nass. 3'/z0 0 Obi. 91'/2 Kurhess. 4y0 „ 955/8 Gr. Hess. 5% Obi. —
„ 4% » 993/.
n n 3'/2O/o „ 971/g Bayer. 50/0 „ —
n 4>,r0 c 1jährige IOOV4
n 40 0 1jährige 95
Wiirtemb. 4'/30 0 Obi. 1003 4 Baden 4'/20 0 ObL c. E. L. 100 > , Oesterr. Silberrente 653 g
„ Papierrente — Spanier, neuest. 3% 153/4 Amerik. Bonds 1881r 100>/d w „ 1882r 975/g
„ n 1885r 98% „ „ 1887r —
Madrid, 30. November. Der Minister des Auswärtigen, Castelar,^ Offenbach, 29. November. Wie alljährlich, so ist auch in diesem Jahre wieder mi Lat dem Ministerrathe die ihm heute zugegangene Zustimmung Nordamerikas b-m Eintritt der kälteren Jahreszeit das Eigenthum mehr wie im Sommer gefährdet; Mangel " , ’, ’ v r- 0. n c . .j . c an Arbeit, sowie der Hang zum Mußlgaanq, womit in der Regel Subsistenz- und Obdach-
zu den vorgeschlagenen Grundlagen für einen friedlichen Ausgleich in der „Vir- losigkeit verbunden, sind d'e Veranlassung zu Diebereien x. X., wie sie auch in unserer Stadt ginius"-Affaire bekanntgegeben. — Das Bombardement Cartagena wird fortge- nicht selten vorkommen. So wurde vor etwa 8 Tagen Vormittags hinter Bieber in der Nähe setzt. Die Stadt und die Bevölkerung haben bereits schwer gelitten. Die In- des Waldhofs ein Bursche von Seligenstadt von einem andern gewaltsam angcfallen und seiner suraenten hatten der Bevölkerung Anzeige von dem bevorstehenden Bombarde--Ul)r und seines Geldes beraubt und der Thäter ist bis jetzt nicht ermittelt; doch soll ihm die 1 1 - ö o u i / Polizei auf der Ferse sein. Um dieselbe Zeit wurde einem Arbeiter, der aus der Wirtschaft
„zur Stadt Mainz" hier kam, auf der Straße von einem unbekannten Burschen eine silberne Cylinderuhr aus der Tasche gezogen. Der Thäter ergriff zwar die Flucht, doch wurde er, obgleich sein Name unbekannt, von der Polizei ermittelt und heute hinter Schloß und Riegel gebracht. Ein Maurerlehrling stahl in einem Zimmer, in welchem er einen Ofen setzte, aus der unverschlossenen Commode mehrere Gulden. Er leugnete Anfangs die That, wurde aber schließlich doch geständig und verhaftet. Zwei Arbeiter stahlen aus offener Hausflur eine Nähmaschine, versuchten dieselbe hier zu versetzen, und als dies nicht gelang, verkauften sie dieselbe in Frankfurt, wurden aber ermittelt und festgenommcn. Eine Fabrikarbeiterin entwendete ihren beiden Colleginnen das von denselben ersparte Geld, welches diese in ihren Arbeitstischchcn in der Fabrik aufbewahrt hatten. Sie wurde ebenfalls verhaftet. Ein unbekannter Bettler stahl aus einer hiesigen Wohnung eine goldene Cylinderuhr mit'goldener Kette und ergriff die Flucht; der Polizei gelang es aber, seiner habhaft zu werden. Am Samstag kaufte ein Arbeiter von einem Handwerksburschen im Gasthaus „Zur Stadt Mainz" mehrere Hemden, welche ihm sofort wieder zwei andere Handwerksburscken entwendeten; auch diese Diebe wurden verhaftet und der eine davon mußte sich des Hemdes, das er gleich angezogen hatte, wieder entledigen. Gestern Mittag erhielt ein Bettler in einem hiesigen Wirthshausc Mittagsessen, war jedoch damit nicht zufrieden, sondern eignete sich beim Verlassen des Zimmers noch einige auf den Tellern liegende, für das Arbeitcrpersonal bestimmte Bratwürste an, wurde dabei ertappt und eingesteckt.
Vermischtes.
Blätter für Kostümkunde. — Wenn uns heute unsere kritische Umschau auf ein ausschließlich der Frauenwelt dienstbares Organ „für Toilette und Handarbeit" lenkt, auf die weitbekannte Modenwelt, so ist es weniger der technische Theil dieses Blattes, der uns anzieht; — derselbe hat ja auch längst für sich selbst gesprochen und sich unserer Frauenwelt durch die Fülle und Vollkommenheit seiner Leistungen unentbehrlich gemacht; — es ist vielmehr eine mit größter Meisterschaft ausgeführte Beilage zur Modenwelt: „Blätter für Kostümkunde," welche wir seit ihrem ersten Auftreten mit dem größten Interesse verfolgen. In gefälliger Zusammenstellung bringen diese eolorirten Kupfer Trachten aus allen Zeiten und von allen Völkern. Hier eine Tyrolerin mit goldgeschnürtem Mieder, dort den gegen die Kälte vermummten Eskimo, dort eine Gesellschaftsgruppe aus der Zeit der Pompadour, hier wieder in lachenden Farben ein reizendes griechisches Landmädchen; Die historisch merkwürdigen Trachten sind meist doppelt werthvoll, da sie mit vorzüglichen Portraits hervorragender Perionen jener Zeiten vereinigt sind; die -Trachten fremder Völker geben uns zugleich ein anschauliches Bild der betreffenden Volkstypen.
Eine Sammlung in dieser Mannigfaltigkeit ist noch um so schätzenswerther, als die größten Werke über Kostümkunde sich meist nur mit einzelnen Völkern beschäftigen und and) wegen ihrer Kostbarkeit nur schwer zu beschaffen sind, sehr vieles von dem hier Gebotenen aber wohl noä) nirgends im Druck veröffentlicht ist. Die Bilder zur Kostümkunde sind mit zahlreichen Kupfern moderner Toiletten der großen Ausgabe der Modenwelt beigelegt, wodurck) sich der Preis derselben auf 1 Thlr. 5 Sgr. pro Quartal stellt, während die gewöhnliche Ausgabe dieser Zeitung bekanntlich zu dem ungemein billigen Preisen von 12’ 2 Sgr. pro Quartal geliefert wird.
WaUerstädtcn Vor einigen Tagen hat sich dahier ein schrecklicher Unglücksfall zu- getragen. Eine Fran verließ auf kurze Zeit ihre Wohnung unter Zurücklassung zweier Kinder, von denen das eine nahezu 1 Jahr alt, in der Wiege lag und das andere, nicht viel älter, es schaukelte. Die Wiege stand neben dem Ofen. Das Kind schaukelte zu stark, so daß die Wiege um und das kleinere Kind mit dem Gesicht wider den glühenden Ofen fiel. Natürlich blieb das Gesicht so zu sagen an dem Ofen hängen, Naic und ein Auge sollen nicht mehr sichtbar gewesen fein. Das sonst sehr gesunde und kräftige Kind verschied nach zwei Tagen unter den gläßlichsten Schmerzen.
Alleinige Annoncen - Regie
des „Deutscher Reichsanzeiger“ und „Königlich Preussischer Staats-Anzeiger“, „Berliner Tageblatt", „Deutsche Landes-Zeitung“, „Deutscher Gemeinde-Anzeiger“, „Capitalist“, ' „Revue financi^re allemandc“, „Schweizerische Handelszeitung“, „Züricher Presse“, „Prager Handelsblatt“, „Feierabend des Landwirths.“
Temperatur in Gießen, November 1873:
niederste.................— 5,3’ R.
mittlere.................+ 3,39 „
Mittel früherer Jahre ............4* 2,59 „
höchste..................+ 9,7 „
Niederschlag: an 11 Tagen........... 0,97 Par. Zoll.
„ im Mittel früherer Jahre an 15 Tagen: . . 1,82 „ „
5430) In der Ferber'schen Unio.-Buchhandlung (Wilhelm Ferber) in , Gießen ist vorräthig:
Grote'sche illustrirte Ausgaben.
Werke 20 Bände fl. 11. 5., geb. fl. 16. 20.
Ulf rlif gestimmt - Ausg. in 20 Bänden fl. 16. 38., geb.
Werke 12 Bände fl. 7. 53., geb. fl. 10. 48.
Werke 2 Bände fl. 2. 20., geb. fl. 3. 13.
4 j
Goethes Goethes Schillers Körners


