Spanien.
schlösse zurüchuziehen, blieb in der Minderbeit
Paris, 29. März. L .y , ~ o< scheinen die wirklichen Zustände des Landes nicht sehr hoffnungsreich Wenigstens sind die Berichte des „Times" (*
Cavatlerie hier geführten Unterhandlungen über einen näheren Anschluß ber bayerischen Armee an das Neichöheer werden heute officiös in Abrede gestellt.
Aus der bayerischen Rhcinpfalz. 28. Mär;. Der Stadtrath von Speier ist, wie zu erwarten war, über den Protest der Ultramontanen gegen Beschluß auf Aufhebung der Klosterschulen einstimmig zur Tagesordnung übergegangen. Die ultramontanen Blätter der Pfalz — „Pfälzer" Zeitung," „Christlicher Pilger" und „Nheinpfalz" - sind erklärlicher Weise sehr aufgebracht darüber. — Viel Aufsehen macht in der Pfalz eine Schrift, die vor Kurzem in München erschienen ist und allerlei saubere Enthüllungen über Leben und Treiben in dem Pirmasenser Bettel-Nonnenkloster bringt. Wenn in dieser Schrift die nach Angabe einer vor Kurzem ausgetretenen „Schwester" verfaßt ist — auch nur die Hälfte wahr ist, so wäre das Kloster ein reimÄ Bordell. Da durch dieselbe verschiedene noch lebende katbolische Geistliche cvmpromittirt werden, so wäre zu erwarten, daß diese — falls die Angaben wirklich übertrieben sind — gegen den Verfasser, einen sind, theol. Buchbeil in München, vorgehen. Dies ist aber bis jetzt noch nicht geschehen; auffälliger Weise hat aber auch die Behörde bis jetzt in der Sache noch Nichts gethan. Jedenfalls ist man auf die weiteren Enthüllungen sehr gespannt.
Schmelz.
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i, ere unter den neun Gefangenen war, ist selben Tages gestorben, mü ! ebenso erner der Freiwilligen, welcher die Gefangenen vor der Wuth des Volkes schützen wollte und selbst mit Dolchen angegriffen wurde Sieben ist also dir Zahl der Todtcn. Ein Blatt, welches eine schwache Vertbeidi.^i.n.i ‘
bedeutenden Eindruck hervorzubringen. Es ist zwar sehr leicht möglich, daß das Plenum des Bundesrathes zu anderen Beschlüsse« kommt, als der vorbe- rathende Ausschuß, allein selbst in diesem Falle wäre die Wahrscheinlichkeit gering, daß die betreffende Vorlage bereits dem gegenwärtig tagenden Reichstage gemacht werden würde. Unter diesen Umständen hat man aber der Opposition gegen die projectirte Steuermaßregel im Reichstage selbst einen großen Vorschub geleistet, manche bisher schwankende Elemente derselben zugetrieben. Mit dem Schwinden der Aussicht auf eine irgend bedeutende Mehrheit im Reichstage wird aber auch die Neigung der Bundes-Negierungen geringer, die projectirte Maßregel im Reichstage verhandeln zu lassen und für einschneidende Maßregeln bestenfalls auf eine kleine Mehrheit zu basiren. Einen bedeutenden Einfluß aus die Lösung dieser Frage wird jedenfalls der zu erwartende Ausweis über die Reichs-Einnahmen im Jahre 1872 haben. Der Ertrag der Zölle und Verbrauchs-Abgaben wie der Reichseisenbahnen wird beträchtliche Mehreinnahmen nachweisen, was wiederum ein Gewicht gegen Erhöhung einer bestehenden Steuer in die Wagschaale werfen wird. Die Höhe der Einnahmen aus Zöllen ist zum Theil aber wiederum dem Einflüsse zuzuschreibeu, welche die Nachricht von der beabsichtigten Erhöhung der Tabaksteuer auf den Tabaksimport geäußert hat Die Speculation in dieser Branche ist eine ganz außerordentlich lebhafte bis jetzt gewesen; der Ausgang der schwebenden Verhaudluuge« über die Steuererhöhung ist selbstverständlich auf die Chancen dieser Speculation von maßgebendem Einflüsse und damit ist der Kreis der Interessenten, die mit Spannung der endlichen Entscheidung entgegenseheu, noch ganz besonders erweitert.
— Zum Besuch der Wiener Weltausstellung entsenden die technischen Lehranstalten Preußens im Ganzen 83 Lehrer, und dem Vernehmen nach soll auch der Cultusminister Dr. Falk eine Anzahl preußischer Volksschullehrer die Reise nach Wien ermöglichen wollen. Außerdem hatten bis zum 28. Februar noch 189 Lehrer aus allen Theilen Deutschlands bei der Deutschen Central- Commission in Berlin um Ueberweisung einer Wohnung in dem für die Unterkunft von Lehrern zur Verfügung gestellten Rudolphimun nachgesucht.
Berlin, 29. März. In der gestrigen Reichstagssitzung befürwortete Herr Bamberger, wenigstens die Silbermünzen mit dem uniformen Kaiser - Bildniß zu prägen.. Es war schon vor einiger Zeit der gleiche Wunsch der nationalliberalen Partei angedeutet worden und diese wird die Anregung Bamberger's auch wohl unterstützen. Ob der Gedanke Aussichten im Bundesrath hat, laßt sich noch nicht übersehen. Auch in der heutigen Debatte war die Rückwirkung der gestrigen Rede Bamberger's noch bemerkbar. Der Beschluß, den Entwurf nicht an die Commission zu verweisen, deutet darauf hin, daß die Reform reif und nach allen Seiten als wohl erwogen an den Reichstag gelangt ist.
Berlin, 31. März. Der „Reichs-Anzeiger" publicirt folgende Ernennungen : Sydow zum Unterstaats-Secretär im Cultusministerium, Greif zum Mini- sterialdirector und wirklichen geheimen Oberregiernngsrath. Seminardirector Schneider und Professor Schöne (Halle) zu vortragenden Rätben im Cultus- Ministerium.
Leipzig, 31. März. Die Gauvorsteher des Druckerei-Gehülfenverbandes zeigten dem Vorstande des Principalvereins auf die Beschlüsse der in Weimar stattgehabten Generalversammlung an, daß der Leipziger Strike trotz des bereits eingesührten neuen Tarifs mit Ibprocentigem Zuschlag erst dann Seitens des Gehülfenverbandes für aufgehoben erklärt werden würde, wenn eine aus Prin- cipalen und Gehülfen gebildete Dclegirtenversammlung den Tarif geprüft und festgesetzt hätte. Da die Weimarische Principalversammluug die Prüfung des neue« Tarifs durch gemeinsame Delegirte von dem Aufhören des Strikes in Leipzig nach der Einführung des neuen Tarifs daselbst abhängig machte, sind die Unterhandlungen zwischen dem Verein und dem Verband als gescheitert an- zuseben. Bezügliche Anordnungen von Seiten des Principalvereins stehen unmittelbar bevor
München, 31. Marz. Die angeblich von einem preußischen General der
Dtafien.
Rom, 23. März. Gegenwärtig sind nicht weniger als 20,000 Arbeiter il,n Po beschäftigt, um die beschädigten Einfriedigungen herzustellen. Der letzte Dammbruch allein hat einen Schaden von mehreren Millionen angerichtet. Einen Dammbruch anderer Art ist die hiesige Polizei zu flicken beschäftigt. Das ist die Manie, die sich gewisser Hitzköpfe bemächtigt hat, die politisirenden Fastenprediger von den Kanzeln zu vertreiben. Pater Lombardini im Gesü war wieder zum Schlachtopfcr ausersehen, doch war die Schutzmanuschaft bei der Hand und der Pater selbst gewarnt, so daß er die Gewässer seiner Beredtsam- kett innerhalb der religiösen Fährte hielt und keine politischen Schleusen auszog. Man fürchtet aber Unruhen in anderen Kirchen. Natürlich klagen die Pius- brüder über Gewalt, übersehen aber, daß sie der angreifende Theil sind. Das Cabinet hat durch den schalen Ausgang der Discussion über die Laudesverthei' digung in der öffentlichen Meinung einen starken Stoß erlitten, und es wäre jetzt leicht, für ein neues Ministerium eine Majorität zu finden, wüßte mir die Majorität, woher ein neues Ministerium nehmen. Sv bleiben die Alten weil nichts Besseres zu haben ist. Das ist eine falsche Lage, und ganz beäna'- stigend lastet auf den Gemüthern das Gefühl, daß zwischen der Scylla einer neuen Finanzcalamität und der Charybdis einer ungenügenden Wehrkraft im Falle der Noth kein Mittelweg gefunden ist. Und ein gewisser Theil der frau- zölischen Presse hat von den letzten Kammer-Verhandlungen außerdem noch Anlaß genommen, die Italiener wegen provocireuder Haltung gegen Frankreich anzuklagen!
Zweifel, meint jener Correspondent, rührt dieser Mißstand von Ausnahme.» Ursachen her, allein die Männer klagen über Mangel an Arbeit und die Frauen haben durch die Commune und in Folge der Communarden - Prozesse zu Tausenden ihre Ernährer und Beschützer verloren. So sind sie in die traurige Lage versetzt, von kärglichen Almosen zu leben, oder eines langsamen Hungertodes zu sterben. Und um den Hohn zu vollenden, verlangt die Regierung noch vou der Familie jedes einzelnen verurtheilten Commune-Mitgliedes die Wiedererstattung der ziemlich hohen Gerichtskosten.
Paris, 29. März. Die , Opinion Nationale" bringt folgende Mitthei- lunz: „Die in Trouville begonnenen und auf anderen Punkten des Territo- riums fortgesetzten Artillerieversnche sind vollständig beendet. Das Modell der Kanone, welches als Vorbild dienen soll, wurde endgültig von der Regierung I angenommen. Herr Thiers hat dies mehreren Deputirten gegenüber erklärt. I Das neue Geschütz hat Resultate ergeben, welche die des preußischen Geschützes übertreffen; das Metall, welches zur Anfertigung der Kanonen gebraucht wird, ! ist widerstandsfähiger. Dann hat man ein Pulver erfunden, welches jedem Vergleich mit den bis jetzt gekannten Pulverarten Trotz bietet. Der Präsident der Republik hob in der nämlichen Unterredung die Vortheile hervor, welche nach seiner Meinung das von dem General Cissey vor Kurzem niedergelegte > Militärgesetz darbietet. Thiers wird dasselbe in allen seinen Bestimmungen ent« ! schlossen vertheidigen. Auf eine an ihn gerichtete Frage gestand Thiers zu, daß er den Eingang zu dem Gesetze selbst geschrieben habe."
— Der General Dncrvt wurde von der Commission der Lieferungsverträge vernommen. Er beschrieb den Zustand der Proviantirung der Rhein- Armee bei Beginn des-Krieges und bewies, unter welchen erbärmlichen Um. ständen das Kaiserreich den Krieg erklärt hatte. Die Commission wird der Aussage des Generals Ducrot ihrer Bedeutung wegen eine Stelle im Berichte einräumen, den sie gegenwärtig gelegentlich der bei der Intendanz einzuführen« den Reformen vorbereitet.
Paris, 29. März. Die Negierung will gegen ein carlistisches Comitc in Paris, das Anwerbungen für Don Carlos macht, Maßregeln ergreifen. Die Leute, welche sich anwerben lassen, erhalten ein Handgeld von zwei Franken Sold per Tag. Die „Gazette du Midi , eines der legitimistischen Blätter von Marseille, wird gerichtlich verfolgt, weil sie eine Subscription zu Gunsten der Carlisten eröffnet hat. Gegen die „Union", das „Univers" und die übrigen legitimistisch - clcricalen Blätter, welche sich das nämliche Vergehen haben zu Schulden kommen lassen, sind jedoch noch keine Maßregeln ergriffen worden. — Felix Pyat ist von den Versailler Gerichten in contumaciam zum Tode verur- theilt worden.
Bern 30 März. In einer zu Correndlin (?) abgehaltcneu Versammlung beschlossen die katholischen Geistlichen des Jura, < ' " ~ '
die Regierung zu beharren.
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andere Farben getaucht, als die g»üspu,tgeu ÄX" rep ubUkanstche'r 7™ sch-» des'L w-^chaubl^ ’S abweicken. ist die Entschuldigung legitimistisch« Deputirten. In Bttleville, io berichten die Time-7 nimmt Stad, an v°.. d » «'M stck nb^k7 ’brem N"tr "e in die
das Elend unter den Arbeitern in Folge des Handels täglich mein ,n. Ohne Flucht nicht denken konnten. Der RnSch,ttd't""w°r" schon"längst i
Madrid, 27. März. Mit dem Communismus in Estremadura ist d "och nicht zu Ende. Es werden neue Ausschreitungen aus Fuente de Cantos, Valencia del Mombuey und anderen Orten gemeldet. In und um BurquilloS ind bisher im Ganzen 17 Landhäuser uiedergebraunt worden. Die Ruhestörer zwangen die Grundbesitzer, Cesfionsurkunden zu unterschreiben und selbst zum- ehe«, wie ihre Zäune niedergerissen wurden: hin und wieder mußten sie selbst bet diejem Werke der Zerstörung Hand anlege«. I« einer „amtlichen Bekamit- machung' wurde« darauf alle Grundstücke für Gemeinde - Eigentbm« eiHdrt (Sui Gutsbesitzer aus Valverde, der einige Kühe auf seine Wiesen im Gememde- beznke Burgmllos sandte, mußte für diese Nichtanerkennung des neuen Evaki- geliums eine schwere Geldbuße zahlen. Nicht viel beruhigender als diese läntz. licheu Vorgänge in Estremadura ist die Erscheinung, daß in den Städten '21*« . .. o.dalusieus jetzt bie bedenklichste« Elemente sich a« die Spitze schwinge«. So ist
t ■ «l,f 7m” Wn'^!'lbp gegen als Ober-Burgermeister der „culta Cadiz“ jetzt der junge Fermin Salvochsa Em Autrag, den Protest gegen btt Dtocesanbe- migefuhrt worbet,, ber bekannte Attstifter aller revolutionären Bewegungen in . ... . ,........Der Große Ratb von Bern uub um Cabiz während der letzten fünf Jahre, einer ber Rötbesteu unter ben
beschloß ui Äubitracht eer obwaltenden Verhältnisse die Einführung der Eivil- rollen Republikanern.
ebe im ..'n-n. । Mgürid, 28. März. Zu der grausigen Vollstr ckung des Lvnidgesekek
. S5‘r*1 J*’ ka'holtiche Lchulgememde St Gallen bat deujdereu Schauplatz Barcelona gewesen ist, ist zu bemerken, daß dst stahl
des -Lchulratbs anf Verbot der Lehre des Dogmas der Unfehlbarkeit der Opfer sich um zwei vermehr, hat Die schwer verwundete Fran e u7sti
Sttmmm migenommeu "" Religionsunterricht mit 582 gegen 177 g-unerin, die unter den neun Gefangenen war, ist selben Taaes aeltorben. ,nA
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