lufammen. Strafbuna und Abstimmung »ar eine summarische, also im Ganzen Verwaltung und auch in der Armee zahlreiche Anhänger hat. Aus der Versailler Ruftimmuna ru den Beschlüssen der zweiten Kammer. Leider wurde dagegen der Präfmur ifl man auch nicht ohne Besürchmngen wegen der Bonapartisten, aber - Unstimmige Beschluß der zweiten Kammer, auch den Volksschullehrern ein Viertel Thier» ist in dieser Hinsicht, wie auch in vielen anderen Dingen, mit Blindheit be« Gebalt- au« Staatsmitteln pro 1872 auszubezahlen, einstimmig abgelehnt, geschlagen. Er glaubt nämiich, dasi die Armee ihn „verehre" und die Polizei
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uod die übrige Beamtenwelt ihm ergeben sind, weil sie ihm ihre Stellen ter»
und zwar aus dem Grunde, weil ja die Regierung eine besondere Vorlage ver-
England
Dtittheilungen aus der Provinz
gluckwunsärung nicht stattfinden.
Berlin, 20. März. Wie nach Mittheilungen aus den Regiexungskrelsen verlautet, schweben zur Zeit zwischen den deutschen Cabineten Verhandlungen darüber, ob es zweckmäßig sei, den infallibilistischen Uebergriffen des CleruS gemeinsam entgegenzutreten. Es wird sich dabei in erster Linie wohl um die Frage handeln, ob eine gemeinsame Action nicht gegen die Competenz des Reiches ver-
— In der nächsten Reichstagssession wird übrigens die Frage wegen Duldung des Jesuitenordens ohne Zweifel zur Discussion kommen, wenn nicht auf
antwortlich sei; übrigens wären die Ausgaben jetzt viel geringer als früher. Viele Mitglieder von beiden Seiten des Hauses verließen wahrend der Debatte den Saal. Der Antrag wurde schließlich mit 276 gegen 2 Stimmen abgelehnt.
London, 19. März. Die Geburtstagsfeier der Commune, welche die Vertreter und Bewunderer der Pariser Großthaten vom 18. März 1871 ff. vereint mit den hiesigen Internationalen gestern begehen wollten, ist zum größten Theile kläglich gescheitert. Zum Festorte war die St. GeorgShalle an Langham - Place auserkoren, und es waren folgende drei Resolutionen vorbereitet, in welche die Festtheilnehmer ihre Gegenwartsverdammung und Zukunftshoffnung aussprechen sollten: „1) Die Unfähigkeit und die Verbrechen Der in ganz Europa durch ihren Haß gegen die Arbeiterklassen verbündeten Mittelclassen haben die alte Gesellschaft, gleichviel ob unter monarchischer oder republikanischer Regierungsform, gerichtet; 2) die Versammlung sieht in der am 18. März 1871 in« Leben getretenen Be- wegung die Dämmerung der großen gesellschaftlichen Revolution, welche da« Menschengeschlecht von der Claffenherrschast befreien wird; 3) der Kreuzzug aller Regierungen gegen die Internationale und Der Schrecken Der MörDer von Versailles sowohl wie Der ihrer preußischen Besieger zeugen von Der Hohlheit ihres Erfolges unD thun dar, daß eine drohende Armee des Proletariats der ganzen Welt sich im Rücken ihrer heroischen Avantgarde, welche durch die vereinigten Streitmächte von Thiers und Wilhelm von Preußen zermalmt wurde, ansammelt." Aber in Der GeorgShalle kam es nicht Dazu, Daß diese Beschlüsse erwogen wurden. Als Die eingeladenen „Mitglieder Der Internationale, 'Die Demokraten Londons und Die Flüchtlinge Der Commune" unter Führung Der Herren Jung, Ranvier, Delahaye, Lissagaray unD Karl Marx sich gegen 8 Uhr vor Der Thüre Der Halle einfanden, zeigte es sich, daß der Eintritt doch nicht so frei war wie die Sprache, welche jene Herren zu führen lieben. Der Besitzer hatte seinen Sinn geändert und ließ ihnen trotz hinterlegter Bürgschaft ankündigen, Daß in feiner Halle keine demokratische Versammlung stattfinden könne. Darauf große Entrüstung gegen Den mouchard, Der nach einer Lesart in dem Solde des Herrn Thiers stand, nach einer anderen von Der englischen Regierung beeinflußt war, welche sich da- Durch in Versailles für Die Dem Prinzen von Wales Dort geworDene freundliche Aufnahme bedanken wollte. Mit allem Murren aber mußte Die Versammlung, oa das Wetter zu einem Geburtstagsfeste unD RedeactuS unter freiem Himmel nicht einlud, sich doch entschließen, Den Heimweg zu suchen; sie will dem Besitzer Der Halle jedoch einen Pioceß an Den Hals werfen.
danken. Die hiesigen Blätter sagen im Ganzen genommen wenig über den 18. März. Selbstverständlich versuchen einige derselben, der deutschen Occupation Die SchulD Dieses unheilvollen Tages beizulegen.
Paris, 18. März. Die hiesigen Blätter veröffentlichen folgende Mittheilung :
Die „Association gdnärale d’Alsace - Lorraine“ erläßt einen neuen und dringlichen Aufruf an den Hantel und Die Industrie. Ihre Aufgabe ist, Den Elsaß-Lothringern, welche durch Die Eroberung gezwungen find, ihr Geburtsland zu verlassen, Stellen zu verschaffen. Seit ihrem siebenmonatlichen Bestehen hat sich Die Association zu der bereitwilligen Unterstützung Glück zu wünschen, Die sie überall gefunden Hai; da indeß Die unheilvolle Zeit herannaht, wo Die Wahl zwischen Den zwei Rationalitäten stattfinDen muß unD Die Zahl Der Emigranten in starken Verhältnissen zunimmt, so sieht sich Die Association in Der Rothwendig- feit, Die Pariser Kaufleute und Fabrikanten von Neuem zu bitten, ihr Dadurch zu Hülfe zu kommen, Daß sie sich an sie wenDen, wenn sie LaDenmädchen, Buch- sührer, Angestellte, Arbeiter, Handlanger rr. nothwendig haben.
Das DtrigtrenDe Comite:
Rouvier, CH. Laute, Melsheim, Onimus, Seinguerlet.
Italien.
Nom, 20. März. Der Papst empfing heute Morgen Den König unD Die Königin von Dänemark in besonderer Audienz. Dieselben statteten hierauf Antonelli einen Besuch ab.
Paris. Herr ThierS hat endlich Den neuen Gesandten am italienischen Hofe expedirt; allerdings spät genug und mit sichtbarem Widerstreben. Aber Die Ultramontanen wollten es nun einmal nicht anders haben. Statt sich in Die Vertagung Der Petitionen zur Herstellung DeS Kirchenstaates zu fügen, trieben sie Thiers zur Vollbringung Der Thatsachc Des französischen Gesandten in Nom, indem Msgr. Dupanloup in Der Nationalversammlung ankündigen mußte, er werde bis Ende Dieser Woche die Definitive Festsetzung des Tages für Die Debatte über Rom verlangen. Diese Erklärung DeS klerikalen FeldhauptmanneS wurDe auf einer Reihe von Bänken mit Jubel begrüßt und war für ThierS eine Mahnung, Fournier vom Stapel zu lassen unD Dem Zorne Des VaticanS Die Stirne zu bieten. Dem „Stecle" zufolge brachte „Das unverhoffte Einschreiten Des Herrn Dupanloup am letzten SonnabenD Den Zuhörern eine peinliche Ueberraschung; man hätte Die Rechte für klüger gehalten." Der „Union" zufolge haben Die Orleanisten Die Legitimisten in Dieser Angelegenheit im Stich gelassen unD Msgr. Dupanloup will sie jetzt zwingen, bei Der Debatte und Abstimmung Farbe zu bekennen. Das „UniverS" geht in seiner Polemik wegen Der katholischen Petitionen so weit, zu predigen, Daß, „wenn Frankreich entschlossen eine katholische Politik aufpflanzen wollte, es selbst Die preußisch-italienische Allianz nicht zu scheuen brauchte"; Diese Allianz würde die katholische Fahne Frankreichs „nicht besiegen".
Paris, 18. März. Der heutige Tag ist ohne alle Ruhestörung verlaufen. Belleville, der Faubourg Du Temple, La Billette und die übrigen excentrischen Stadtviertel Der Ex-Hauptstadt von Frankreich haben ihr gewöhnliches Aussehen
sprochen habe.
Darmstadt, 20. März. Das Frks. Journ. schreibt:. Vor einigen Tagen enthielt dieses Blatt Die Nachricht, Daß im heffen-darmstädtischtn Oberconsistorium Personalveränderungen stattgefunden hätten unD noch stattfinDen würden. Im An- schluß an Diese Notiz können wir berichten, Daß Prälat Dr. Zimmermann von seinen Dienstlichen Geschäften zurückgetreten ist und um Versetzung in Den Pension-- stand nachgesucht hat. .
©erlitt, 20. März. Abgeordnetenhaussitzung. Der Präsident sucht um die Ermächtigung DeS Hauses nach, Den König bei seinem bevorstehenden Geburtstag zu beglückwünschen. Der Minister Des Innern erklärt, Daß Der König mit Rück- sicht auf seinen Gesundheitszustand Dem Hause fein BeDauern ausdrücken lasse, eine Deputation nicht empfangen zu können. Der Präsident zieht hierauf seinen Antrag zurück. AlSvann wird das Eisenbahngesetz bezüglich des Ankaufs der Taunusbahn, Des Beitrags zur Harzbahn, sowie der Herstellung eines zweiten Geleises Der verschiedenen Staatsbahnen, wesentlich in Der Fassung Der Commission, womit sich Der Handelsminister einverstanden erklärt, angenommen.
Berlin, 20. März. Die „Provinzialcorrespondenz" schreibt: Auf Grund einer kaiserlichen Verordnung vom 17. März wird Der Reichstag am 8. April zusammentreten. Zu Den Vorlagen gehört in erster Linie, außer Dem Reichshaus- Haltungsetat, Da« Militärstrafgesetzbuch, Der Gesetzentwurf wegen Erhebung einer Brausteuer, Der Postvertrag mit Frankreich, Der Auslieferungsvertrag mit Eng- lang und Der Handelsschifffahrtsvertrag mit Portugal. — Dasselbe Blatt schreibt: Der Kaiser bedarf zu seiner völligen Wiederherstellung immer noch Schonung. Es wird deshalb an seinem Geburtstage Der sonst übliche große Empfang zur Be
London, 19. März. Unterhaus. Horstmann fragt an, ob Die Regierung Die Zusicherung geben wolle, Daß Die Amerika inöfünftige unterbreiteten Vorschläge erst nach erfolgtem MeinungSauSDruck Des Parlaments für EnglanD bindend fein sollen. Gladstone erklärt, Daß er zur Beantwortung Der Frage Der Rücksprache mit Den Collegen bedürfe, Die Verweigerung Der Antwort habe keine Beziehung auf Die Unionsacte, welche Schenck morgen zugehe. Der Antrag von Charles Dilke auf Rechnungslegung von Der Civilliste Der Königin unD Den Ausgaben ■ ' " ...... "" ~ Gladstone hob hervor,
in Bonn beschlossen worden ist.
Köln, 20. März. Die „Köln. Ztg." meldet aus Düsseldorf: Das Feuer entstand in Dem Südwesttheile Des mit Der Akademie zusammenhängenden Stände- Hauses und zerstörte den oberen Theil desselben, sowie Die ganze Akademie, aus- genommen Den Theil, worin der Ausstellungssaal sich befindet. Zerstört wurDen mehrere Ateliers, Das Sekretariat des rheinisch - westphälischen Kunstoereins und Dessen Archiv mit sämmtlichen Kupserstichvorräthen und Kupferplatten. Hingegen wurde Die königliche Kupferstich-Sammlung gerettet. Vom Feuer verschont blieben Da« Provinzialarchiv, Die LanDeSbibliothek, sowie die im Ständesaal befindlichen Gemälde Des Künstler-UnterstützungSvereinS und Reste Der ehemaligen kurfürstlichen Gallerte. (Nach einer Mittheilung Der „Elberf. Ztg." brach Der Brand früh 3y2 Uhr im AkademiegebäuDe selbst aus. DaS Ständehaus soll bis auf Den Thurm ausgebrannt fein und auch Rathhau« und Theater sollen längere Zeit in großer Gefahr gestanden haben. D. R.)
München, 18. März, lieber das Befinden des Prinzen Otto vernimmt man Die erfreuliche Mittheilnng, Daß in feinem nervösen Leiden bedeutende Besserung eingrtreten sei. (KarlSr. Z.)
München, 18. März. Der Nürnb. Corresp. meldet Die plötzlich erfolgte Amtsentsetzung de« Seminar-Präsecten Dr. Margraf zu Neuburg und fügt hinzu: „In journalistischen Kreisen ist Herr Margraf als ein sehr thätiger Mitarbeiter „klerikaler Blätter" bekannt."
Frankreich.
Oppenrod, 20. März. Einen deutlichen Beweis, daß auch der Patriotismus für das wieder auferftandene neue deutsche Reich selbst bis tn die Hülteu der kleinen Landgemeinden ge. drungen ist, lieferte diese Woche die noch nicht 300 Einwohner zählende Gemeinde Ovpenrod bet der Sammlung von Beiträgen für das Nationaldenkmal auf dem Riederwald, indem die genannte Gemeinde zu diesem Zwecke einen Beitrag von beinahe 9 Gulven beisteuerte. Mit der größten Opf<rw>lligkeit spendeten die Einwohner, mit nur wenigen Ausnahmen, ihre ‘^aben, erfüllt von dem Gedanken, baß bei einem solchen patriotischen Unternehmen deiner mit seinem Scherflein zurückbleiben dürfe. Ehre einer solchen kleinen Gemeinde! Vielleicht dürfte manche Rachbar- gemeiabe ihrem Beispiele folgen. . .
Hungen, 19. März. Die schon seit langen Jahren sehr tolerant gehandhabte Polizei tn Betreff der fremden, Dienstboten u. s. w., bezüglich des Ausweises ihrer Person, scheint für die Folge einer strammeren Behandlung entgegenzusehen. Wie uni aus Vill'ngen (em 3/4 Stunden pun „I,s entferntes Dörfchen) berichtet wird, so wurde ein dort zum Besuche von Verwandten fich aufhaltendec Fremder von der Lokalbehürde aufgefordert, seinen Heimathschein vorzuzeigen; ebenso wurve auch einige Tage später mehreren fich daselbst befindenden Dienstmägden aufgegeben, sich mit den nölhigen Legitimationspapieren zu versehen.
W>r wissen nicht, ob die gleiche Maßregel auch au anderen Orten verfügt worden ist, nur so viel hören wir von Reisenden, daß in den größeren deutschen Städten, wie Berlin, Frank- fu.t a. M., Darmstadt «., seither von den Polizeibehörden kein- Pässe noch Heimathscheine ab- verlangt roinbtn. — Jedenfalls wäre cd sehr erwünscht und höchst interessant, etwas Nähere« darüber zu erfahren, ro-e es kommt, daß in dem kleinen Dörfchen der Wtte.au diese Maßregel beliebt worden ist. Sollten wir für die Folge wieder einer strengen Handhabung der Polizei ent-
unD man hört nicht, Daß es zu irgenD einer Collision zwischen Der Polizei unD Dem Volke gekommen fei. Außer in Paris haben auch noch Die Behörden in
Lyon, Bordeaux, Marseille, Toulouse unD in Den übrigen größeren Städten Vor- sichtsmaßregeln ergriffen. Uebrigenö Darf man nicht außer Acht lassen, Daß Die Gefahr, Die Seitens Der Communisten Droht, höchst gering ist, Da dieselben weder Die Lust, noch befonDer« aber Die Mittel haben, etwas gegen Die bestehende Ordnung Der Dinge zu unternehmen. Der Versuch würde fofoit nieDergeroorfen werden , zumal Die Regierung ihnen gegenüber mit Sicherheit auf Die Polizei und Die übrige ganze Beamtenwelt, so wie auch auf Die Aimee zählen kann. Die wahre Gefahr. Die im Augenblicke Versailles bedroht, ist einzig und allein Der ucutvl lvvlw, Bonapartismus, Der tagtäglich kühner auftritt und welcher in Der Polizei, der!gegen gehen?
Beran assnng 7r R -run^ s d°ch n F° g- 7°n P-iiii°n-n an den für di- H°k»arg-n führt- -in- stürmisch- S--n- h-rb-i.
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