Einzelbild herunterladen

Gießener Anzeiger

Donnerstag dcu 22. Februar

e

Ne äG.

Deutschland.

Vie in der

:ür biefelbtn in

an«.

der Kirchen nach Selbstständigkeit, welches theil-

L7b°n di^^-u, die sich «-rgei-us abmühen f»

lich Alles durch, was er

Mitt

gbLustalt ®eutfdt ren Vortheil ut urch unterzeichne^

Kicker. f mis Hohler, talz.

Erscheint täglich, mit Aus­nahme Sonntags.

Exvedition: Canzleiberg, Vit. B. Nr. 1.

Ätlg.

;ir sgiomieM k auägtfült- >smann.

X bis

"1 * 4S fr. imi

bjugeoen^J^ Igf wirb für W

^.Kapitals j» to folibetes Anleihe btt

W machen, al pari e den Cours Eoursgetvim, und amerik.

den Kreisen Frankreichs diese unentbehrlichen Eigenschaften

Die Mehrheit der Versammlung ist monarchisch; ave. '"'V' ,

welche Monarchie sie sich entscheiden soll. Die reinen Legitimisten, d e tn Farbe ihres Banner» da- Heil Frankreich» sehen und denen-der,P.m. pi-n-ultu

wenn die Wahl Rouher's in

in Gothli.

Hr günstiger El-

t dem Jahre Wl derselbe sich aus'

tei mäßigem Ä- 0 Personen ult

. 3,350000 Thli» , ein Betrag ermaligm reichü

.Haler und ech-s

Beistand leistet.

Und nun ziehe man in Betracht, daß da» ganze Land Treibens in Versailles im höchsten Grade überdrüssig daß »o die Stimmen sich mehren, welche di- definitive Anerkennung der Repu ' 1-.^ daß aber das Volk ebensowenig wie die Nationalversammlung die Kraft i suhlt, seinen Wünschen durch entschlossene» Handetn Nachdruck zu 0tbe- J da zu verwundern, wenn all- Blicke aus den ranken Man nCh.s-Ihurst^g- richtct sind, wenn man überall nach bonapartistischen Verschwörern

die Nationalversammlung verstimmt zu sein, da sie in ihm einen schonungslose« und weit überlegenen Kritiker ihrer verkehrten volkswirthschastlichen und Fmanz. Politik finden wird. Rouher, der befähigtste Staatsmann des Kaiserreichs, als Vcrtheidiger der aufgeklärten Grundsätze, denen die große Mehrheit, denen alle Notabilitäten der Wiffenschast anhängen, ,die Regierung dagegen auderers-iis b-. fliffen, alle Fortschritte, die da« Kaiserreich in der That durchgefuhrt hat, ruck- gängig zu machen, Frankreich zu isoliren, die Massen zu erbittern, da» ist wirklich -im sür Herrn Thi-rS höchst peinliche Situation.

Es ist allerdings nicht wahrscheinlich, daß die bonapartistische Agitation sich der Massen bemächtigen und dadurch ihr Ziel erreichen wird. Aber sie wirkt schon t-tzt als Gäbrungsstoff. Sie ist der Schrecken aller Parteien, und daher wird Ne ohne >lweif.l auf den Gang ter Entwickelung -inen wesentlichen Einfluß ausüben, auch wenn sie nicht im Stande ist, diese Entwickelung dem von ihr erstrebten Ziele zuzusühren.

sS

t s-

gciud)t-

Anzeige- und Amtsktatt für den Kreis Kießen.

21

ihrer Principien, die anderen entschließen sich, unter die Republikaner zu g Plötzlich erscheint ihnen Gambetta'S drohende Gestalt mtt der und erschreckt riehen sie sich wieder in das monarchische Lager zuruck.

'£®Ä einrusehen: er mahnt zur Arbeit, arbeitet auch selbst; aber wie . ,

di?Jntrigue nicht minder, als die Herren von der Nationalversammlung, wird grundsätzlich stets den krummen Weg dem geraden Wege vorz» h - ^ntriaue aeam Intrigue, womit er natürlich der Versammlung nicht."«p kann. Was aber seine staat-mannischen Ideen und ^^rm-it>°n«g^dan - b t ff. so ist er in den wesentlichsten Punkten so reaktionär, w manchen Beziehung weitem reactionärer, als der eingefleischteste Legitimist es s * ^^ensinnS. d1kIgn7ranz^ de/Versammlung gegen All^s, wa^ in

" «- -* " - *** i* ff"

- - rn als Correlate der von diesem zu erfüllenden Pflichten Mit iu u , s tn sich sie schon früher und rechtzeitig an dieselbeund ohne stan- Ist es jestätsrechte des Staate» über die Kirche nut i ni*t alÄoch

selhurst ge- dische Zustimmung keine» d°.s-lben ausjug-b-n und, ,s mu J

h-rumspäht, zeitgemäß angesehen werden konnten,. aus d mi 2 9 J B

«Anlage btt

'"btttißb:

Die zähe Lebenskraft des Bonapartismus

ist unter den vielen merkwürdigen Erscheinungen, welche cas heutige Frankreich in seinem vergeblichen Ringen nach festen Zuständen darbictct, g-wtß «tue da merkwürdigsten. In beispiellos unrühmlicher Weise lst da» lw-ite Katscithum unter de?Last seiner Fehler und Vcrschuldigungen zusammengebrochen. Rich einmal die tröstende Stimme des Mitleid- ließ sich bei dem Blick auf die gefallene Größe vernehmen. Wer in Frankreich nicht cinstimmtc in das Verdammung«, uetheil, der glaubte seine eigene politische Ehre bloszustcllcn. selbst sur d e Fehler der früheren Regierungen und der gegmrischen Parteien wurde derg- ftürrte Kaiser verantwortlich gemacht: -S war ja bequem, die schuld eines ganz n fteitöltetä und eines ganzen Volkes den Schultern eines Mannes avfzuburde» knd dadurch all-rdings in sehr le.chlfe-tiger, s-lbstg-sällig-r Weise, die nagenden Vorwürfe de» eigenen bösen Gewissen» zu beschwichtigen.

Aber -» dauerte gar nicht lange, so erschien d°« <N-spenst desV°napariS mu» wieder drohend und sch-eck-nerregend aus der Buhne. Man such-» sort zu disputircn, die Unmöglichkeit seines Daseins zu beweisen; aber es dl.-b,bald in schattenhaft undeutlichen, schwankenden Umrissen, um bann.

tu gewinnen: aus dem Schatten wurde ein handgreifliche» Wesen v° Fleisch und^Blut, das seine gefchicklin Hände nach allen Seft.n hin, Verwirrung und Mißtrauen stiftend, spielen ließ. . .

Es läßt sich diese Wirksamkeit, diese Bedeutung einer Parte,,

Nationalversammlung so gut wie gar nicht vertreten ist, und zu der auch-außer, halb der Versammlung nur sehr wenige Manner von Ansehen sich zu bekennen wagen, vor Allem au- der Unfähigkeit, Eigensucht und Une.nigkeck aller übrigen Parteien und ter Schwäche der Staatsgewalt, die wenigstens zum eine Foiae jener Febler der Parteien rst, erklären. .

9 Die Nationalversammlung ist berufen, Frankreich zu regenertren; dazu abe seblt es ihr an jeder Befähigung, und ob die Regierung des H^rn Thiers n dieser Beziehung viel vor ihr voraus hat, tst nach den neuesten Erfahrungm mindestens sehr zweifelhaft. Die ernsten Anstrengungen einer gründlichen Reor- ganisationsarbei/ sind der Versammlung offenbar höchst lästig und cLrc nervöse Ueberretztheit macht ihr eine beständige Aufregung zum Bedurfmß. Sie findet bte 8Sung diese» B-dürsnisses in den leidenschast ichst-n Seenen, ,d'°Lnd°l. 'n der Jnttigu, Di- Lust an der Jnt.igue aber weist si-ganz von k-lbsi aus den Weg der VersaffungSfragen und NestaurationSb-streb»ng-n.

9 Diese Bestrebungen sind ja an sich nicht unnatürlich: alles Provisorisch strebt au« innerer Noihwendigkeit nach dem Festeren, D-finiI>v°n. Ab°>: b-dars -lner klaren Einsicht und eines festen Willens, um r'-seu Naturlrieb der Selbst

Darmstadt, 17. Febr. Dem Ausschußbericht über die dem Ministerium deS Innern unt-rst-h-nd-n Behörden entnehmen w>r u. A., daß der Abg^ Low- tliegenberg den Antrag gestellt hat, im Falle der Eröffnung der Stelle ,.neS g- ft. l-chm Raths beim Obereonsistoriu« dieselbe mit einem Luth°ran-r zu besetzen, °°-- gleichen -ine Professur bei der evangelifch.th-olog'sch-n Facultat zu G ß-n. Daß beide Anträge abgclehnt werden, unterliegt keinem Zweifel. Der Ausschuß b

-x Morwilliaunü eines Beitrags von 105,500 fl. für dre Landesumversitat und stellt den bereits erwähnten Antrag auf Wiederherstellung der kath°lisch^th-o. logischen Facultät. Im Ressort de» Finanzministerium« wird beantragt, die Ob-r baudirection ganz auszuhebcn, das Bauwesen ren Gemeinden und Corporationen selbstständig zu überlassen und Vie Leitung t-S Staatsbauweftns dem bencff-ndin Ministerium, resp. den KreiSbau-A-mt-rn zu übertragen. (Sletcbjettig »UV Da« aln Ersuchen, die Rentämter auszuh-ben und ihre Fun-t,°n-n den D.str, S-Etn. nehmern, resp. den Ob-rförst-rcicn zu übertragen, erneuert. - J [

per EnischädigungSg-ld-r für die aus Frankreich auSgew>°!enen Hessen ist M AuS zahlung gelang gejtuar. Die überall brennende Frage, das Verhältniß .wischet Küche und Staat, wird demnächst auch 'n unserer Kammer Gegenstand der eingehendsten Erörterungen werden, und zwar bet Gelegenheit der Sudget- - i,.rntf. $ ,n ui,,, pjx Besoldungen der Geistliche». Bei dem allgemeinen Interesse . ti(re6 Gegenstände» theilen wir einige Stellen au» dem desfallsigcn Ausschuß-

*e.

VSä LLr waJrw »tww »«ä ihnen stld-n die Fusioniste», die sich «ergebens abmu en d. P ne.P. n weit sie a^us ldieselben. Staate g-g-nub-r bilden zu

abzuschwächen, daß siech vereinigen lassen, die auf die Tn o » l1 ma£lnt8,ur Vorsicht bei der Einräumung von Rechten, und e« ist daher

V-rhältniff-S nichts vergeben und auch e.n Vergeben derselben dura, dw Reg rung nicht dulden dürfen, darüber zu wachen, daß den übernommenen Prastattonen gegenüber auch di- Integrität der dem Staatezustehenden S-h°^

EääSäSkä MLEWMM - Behörden der katholischen Kirche nicht nur fortfahren, sich über d - ^"^«9-1^ binweaiusetzen, sondern sich auch erlauben, mit Umgehung de« Plac-t« staatSgesah Rfi Lst-llen undJu lehren. ,Die Kammer wird nichumhm kon- nen. die Verwilligungen zu kirchlichen Zwecken, zu denen sie «« ««

e .'«"»eit,

'"«teXtd

r Preis vierteljährig 1 fl- 12 ft-

mit Brtvqerlohn. Durch die

Post bezogen vierteljährig

I 1 fl. 27 kr.