Einzelbild herunterladen

5063) Das allein acbte und heilkräftige

A. W. Bullrich'sche

Universal-Reinisiuugssalz

ist in Gießen allein zu baden bei Herrn

Julius Wallach.

Es wird gebeten, genau auf untenstehende Firma zu achten, um Verwechselungen zu verhüten.

Berlin, im November 1871.

A. W. Vullrich, vormals F. C. Steg mann, Hoflieferant.

281) Täglich frische Kreppet u. Kuchen bei Friederike Appel,

am Oswald'schen Garten.

219) Ein Besitzthum, bestehend aus Wohn- und Nebengebäuden mit circa 1* 2 Morgen Gelände, nahe bei Gießen, welches sich zu jedem Fabrikgeschäft, sowie zu allen land- wirthschastlichen Zwecken eignet, ist billig und unter sehr günstigen Verhältnissen zu verkaufen- Nähere Auskunft hierüber ertheilt I. Rothenberger am Lindenplatz.

Inserat.

315) Im letzten Club - Concerte ist ein neuer Hut gegen einen alten vertauscht wor­den. Ersteren bittet man gefälligst bei Herrn Gerichts-Accessisten Rabenau um­zuwechseln.

225) Gesuch eines Pferdeknechts. Lohn 150 fl. Gute Zeugnisse erforderlich. Näheres bei der Exped. d. Blt.ts.

314) Ein braver Gärtnerbursche, der sich zugleich der Hausarbeit unterzieht, wird zum sofortigen Eintritt gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.

320) Ein Hirtenhund ist entlaufen. Gegen Belohnung abzuliefern bei

Jakob Schmidt IL, Heuchelheim.

313) Ein williges, in allen häuslichen Arbeiten erfahrenes Dienstmädchen wird auf Ostern zu miethen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts.

Ncucs Quartal und Abonnement!

(324)

Heine. Becker. Anna Becker,

geb. Schwan.

1 Todes-A«zeige7

Ä Theilnehmenden Freunden und Bekannten die Trauerkunde, daß » W unser inniqst geliebter unvergeßlicher Sohn, Bruder und Schwager X U den 28. November v. I., 11V2 Morgens, in Cincinati an»! M den Blattern gestorben ist. Für die trauernden Hinterbtiebenen U U die Eltern: I

s William Laes

liest in der kleinen Aula der Universität Montag den 29. Januar Sbakespeare'sJulius Cäsar" und Mittwoch den 31. Januar

König Lear."

Billets für beide Abende ä 1 fl., für einen Abend ä 36 kr. sind in der Expedition desGießener Anzeigers" zu haben.

Cassenpreis 42 kr. Anfang 7 Uhr.

bei

E. Pitt Han.

-s.

Dr. Weichel.

49) In meinem neu erbauten Hause, Wilhelmsstraße, sind der Parterre-Stock, zweiter Stock und eine Mansarde zu Ver­

bildung.

Zu Bestellungen empfehlen sich die Ferber'sche Unio.-Buchhhandlung/ E. Heinemann, I. Ricker.

Am Familientische: Kleine Zeitung ber Liebhabereien und Kuriositäten. Mit Ab-!

Vermiethungen.

98) Ein einzelnes Zimmer zu vermiethen

Daheim g

miethen. vr. Welche!. Die soeben erschienene Nr-17 O

------------------------------------------Igg enthalt:

215) Möblirtes Zimmer zu vermiethen! =1 m ?

bei Aug. Noll. ! DerAchmuller und seinRechts Erzählung

bei der Exped. d. Bltts. abzugeben.

302) Ein braves Dienstmädchen vom Lande, für Haus- und Gartenarbeit, wird zum alsbaldigen Eintritt gesucht. Näheres bei der Exped. d- Bltts.

------------------------------------------ aus den bairischen Bergen. Von Th. Messerer. I

275) Ein Laden auf dem Kreuz alsbald ! (Fortsetzung) Gefahr im Verzug. Ein zu vermiethen. Ehr- Scharmann. !Bild vom Hübnerhofe von Schmalzigang.1 nnx "~m ' c.~'Mirza Schaffy im Liede und in der Wirk-

99) Großer Stall zu vernuetben bei lichkeit Eine literar-historische Skizze von!

E. P i t t h a n. fF. Bodenstedt- (Schluß.) - Eine thüringische!

" .....-------Wochenstube. Originalzeichnung von H-

^Heubner. Der Sturz des Meisters. Vater-

Derml wte xliUClflCll. ländischer Roman von Georg Hiltl. (Fort-! setzung ) Frauendank für Moltke. Mit, 291) ($> C 111 db t Abbildung : Teppich für Graf Moltke, ge-!

Geschäftslage. Schriftliche Offerten

= Handelsverein.

Generalversammlung Montag de» 22. Januar, Abends 8 Uhr,! im Gasthaus zumPrinz Carl."

Tagesordnung:

1) Geschäftsbericht.

2) Rechnungs-Ablage.

3) Bericht überDen Verein zur Rettung Schiffbrüchiger."

4) Referat über die Thätigkeit des Vorstandes wegen der Lenne-Lahn-Bahn.

5) Antrag: Die Errichtung einer Handelskammer zu Gießen betreffend

6) Vorstandswahl. Der Vorstand.

Hülfsverein für erkrankte und verwundete Soldaten im Felde.

Generalversammlung Montag den 22. Januar. Abends 8 Uhr, im kleinen Saale des Casv Leib.

Tagesordnung:

1) Berichterstattung über die Neubildung des Vereins.

2) Wahl des Vorstandes. Der Vorstand.

In Vertretung des Vorsitzenden:

(287)__________________________________Georg Noll.______

Süddeutsche Boden -Credit - Bank.

Abtheilung Frankfurt a. M.

5522) Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß Herr Hofgerichts- advokat Hirschhorn in Gießen es übernommen hat, an uns gerichtete Anträge auf hypothekarische Darlehen oder Cession von Güterkaufschillingen im Umkreis der Provinz Oberhessen zu instruiren und als unser Consulent dieselben zu begutachten.

Die Darlehen werden in baarcm Gclde gegeben, und zwar entweder als künd­bare oder unkündbare d. h. durch Annuitäten oder Raten zu tilgende Darlehen.

Die geringste jährliche Tilgungsquote beträgt 1/2%-

Der Zinsfuß ist nicht unter 5% und bemißt sich gleichwie die Provision nach dem Character des Darlehens.

Verwaltungsgebühren werden nicht berechnet.

Auf kleinere Darlehen wie 3000 Thaler wird nicht reflectirt.

Frankfurt a Nt., den 21. December 1871.

Die Direktion.

Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sammtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt.

Durch alle Zeitungen ging in diesen Tagen ein Aufruf, unterzeichnet von einer großen Anzahl Männer aus alleir Theilen Deutschlands, welche die Errichtung eines National-Denkmals zur Erinnerung an die Siege über Frankreich lind die Wiedergeburt des deutschen Reiches auf einem der schönsten und geeignetsten Punkte der User des Rheines anzuregen und zu fördern unternommen haben. Dieser Aufruf lautet:

Weit verbreitet lebt im Deutschen Volke der Wunsch, dem Andenken an die gewaltigen Ereignisse der jüngst vergangenen großen Zeit, bleibende Wahrzeichen zu widmen. Schon steigen sie zahlreich empor in allen deutschen Gauen; Friedenseichen rauschen von Grenzrain zu Grenzrain und manches Denkmal von Stein oder Erz wird der heimathlichen That von heiniathlicher Hand bereitet. Was aber das Deutsche Volk gemeinsam errungen in einmüthiger Erhebung, seine Einigung, die Wiederausrichtung des Deutschen Reichs, das will gemeinsam gefeiert, der nationalen That soll ein Nationaldenkmal geweiht werden.

Dasselbe darf mir da seinen Platz finden, wohin sich beim Ausbruch des Krieges des Deutschen Volkes Zorn und seine Begeisterung in unwidersteh­lichem Strome ergossen; wo Deutschlands Wacht war, muß Deutschlands Ehrendenkmal sich erheben.

Wo am Ausgange des Nheingaues, weite Rebengelände überragend, der Niederwald ansteigt und seine Hügel in sanfter Neigung zum Deutschen Strome sich herabsenken, sichtbar vom vorüberbrauscnden Dampfer aus und dem Schritte des Wanderers leicht erreichbar; wo des Auges weite Schau über den anmuthigsten Wechsel von Wald und Flur, von gewerbreichen Städten und blühenden Dörfern hinweg zum fernen Saum der Vogesen hinüberreicht; wo die bedrohte Nahe Schutz fand beim sichern Rhein; auf dem Felsen, wo Deutschlands Fuß fcststand von der Römer Zeiten her bis auf den heu­tigen Tag, da ist die Stätte für den Malstein Deutscher Kämpfe, Deutscher Siege, Deutscher Einigkeit.

Hier zogen die Kaiser vorüber, wenn sie neu gekrönt ihren Umritt hielten durch das Deutsche Land, hier sah man die Kurfürsten nach dem König­stuhl wallen. Aber hier hat auch in neuerer Zeit weise Fürsorge dem Gewerbfleiße die Bahn gesprengt, hier verkünden in gedrängter Folge Hunderte von Vahnzügen und Fahrzeugen eine Stätte der Bildung, des Wohlstandes, des allseitigen Fortschritts, während aus Strom- und Waldesrauschen der erfrischende Hauch der Deutschen Natur- und Sagenwelt weht.

Hier soll, umgeben von Weinbergen und blühenden Wohnsitzen, hoch über den Burgen des Mittelalters das Kunstwerk ragen, das Deutschland und seine Erhebung durch Kriegs- und Friedensthat, durch Waffensieg und politische Wiedergeburt, zu verherrlichen bestimmt ist; in welcher Form, ob als plastisches Kunstgebild, ob als edles Bauwerk, das wird dem Rath und dem freien Wettkampf der Deutschen Künstlerwelt anheimgestellt sein.

Die Unterzeichneten haben sich vereinigt, um diesem Gedanken die Ausführung zu sichern. Nicht karger Mittel werden wir dazu bedürfen; aber uner­schöpflich fließt der Vorn, wenn er nationaler Zustimmung entströmt, wenn Aller Gemütber und Hände rührig sind, ihren Stein zum Bau heranzutragen.

In dieser Zuversicht wenden wir uns an alle Vaterlandsfreunde daheim und in der Ferne mit der Bitte um Förderung des Unternehmens, an die Deutsche Presse zumal mit dem Ersuchen um Verbreitung unseres Aufrufs und Annahme von Beiträgen.

Berlin, im November 1871. (Folgen die Unterschriften.)

In der Ueberzeugung, daß die Worte dieses Aufrufs in den Herzen unserer Mitbürger patriotischen Anklang finden, fordern wir alle diejenigen Bewohner Gießens und der Nachbarorte, welche diesem Unternehmen zustimmen und es zu fördern bereit sind, auf, zur Berathung der hierzu erforderlichen Schritte sich Donnerstag den 2 5. d. M., Abends 8 Uhr, im Leib'schen Saale einfinden zu wollen.

L. Bücking, Hofgerichtsrath W. Buff, Ferd. Gail, August Heß, Hofg.-Advocat Hirschhorn, F. Graf zu Solms-Laubach, Adolf Noll, Professor Oncken, A. Ricker, Provinzial-Dircctor v. Röder, Streng, Rector, Bürgermeister Vogt, Professor Dr. Zöppritz.

Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.