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Es ergibt sich daraus

scheint demnach nicht

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alle untergeordneten

Auftrag geleitet worden, AngestchtS

Frankreich.

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Posen, 5. Juli.

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Juni um 690 Köpfe, abgenommen zu haben.

Prag, 5. Juli, geistlichen Organe der

Oesterreich.

Von sammtlicheu Consistorie» ist an

nicht zu überzeugen vermochte, so versucht sie es nachträglich mit einer andern Auslegung und versteht nun unter demKoloß" die deutsche Reichsregierung. Dadurch behauptet sie sich mit derProv.-Corr." in Uebereinstimmung zu befinden. Diese hat allerdings in ihrer bekannten Darstellung ausgesprochen, daß,nach dem ganzen Zusammenhänge und dem Wortlaut der Ansprache ter Koloß, dessen Fu \ das vom Papste herbeigesehnte Steinchen zerschmettern soll, nur diemächtige Regierung" des deutschen Reiches sein kann. Offenbar hat aber dieProv.-Corr." damit keinen Unterschied zwischen dem deutschen Reiche und der Regierung machen wollen: dies tnterpretirt dieGermania" in ihre Worte hinein. DieProv.-Corr." läßt auch keinen Zweifel, daß sie ebenfalls unter dem Koloß das deutsche Reich versteht; so sagt sie an einer andern Stelle:der Wunsch des Papstes, daß das Steinchen sich loslösen möge, welches den Fuß des Kolosses, die Grundlage des deutschen Reiches zerschmettern möge, dieser fromme Wunsch erklärt allerdings Vieles, was sonst in der preußischen, in der deutschen katholischen Kirche unerklärlich wäre", und zum Schluß heißt es:Wir werden uns bei jedem weiteren Schritte bewußt bleiben müssen, daß der Wunsch der Gegner darauf gerichtet ist, dem mächtigen deutschen Reiche den Fuß zu zerschmettern. DieGermania" wird nun endlich zugeben müssen, daß sie mit ihrer Deutung entschieden Fiasco gemacht hat, und daß derfromme Wunsch" des Papstes sich auf nichts Anderes als aus das deutsche Reich bezieht. Ob sie es nicht schließlich mit einer dritten Auslegung versuchen wird, wenn man ihr zu bedenken giebt, daß zur Reichs- regierung vor Allem und in erster Linie der Kaiser gehört, sowohl weil er selbst regiert als auch nur solche Räthe um sich duldet und nothwendigerweise nur dulden kann, die in seinem Sinne und seinen Intentionen gemäß die RegierungS- geschafte wahrnehmen und verwalten?! Dies nur nebenbei. Damit ihr übrigens in Der gegenwärtigen Roth nicht jede Unterstützung abgeht, kommt ihr die Kreuzzeitung" zu Hülfe. Diese, die sich bisher über den Zwischenfall vollständig ausgeschwtegen und wahrscheinlich befürchtet, deßwegen von derNordd. Allg. Ztg.", wie wegen ihrer Passivität bei Berathung des Jesuitengesetzes, dasverkommene Organ einer kleinen Clique" genannt zu werden, mahnt heute, nicht zu übersehen, b^ßder Papst an (einer Stelle seiner Rebe zu einer Auflehnung gegen die Regierung ermuntert, sondern vielmehr Gebet und Standhaftigkeit empfiehlt." Diesechristlich-biblischen Grundsätze" üben einen so mächtigen Einfluß auf die Kreuzzeitung", daß sie darüber den tiefen Haß, der sich in der päpstlichen Rede gegen das deutsche Reich ausspricht, und die Gefahren, welche mittelbar aus der Propbezeihung desUnfehlbaren" über die bevorstehende Zertrümmerung des Reiches für dieses entstehen können, ganz übersteht, einige Male die Augen verdreht und damit Alles gethan zu haben glaubt, was von dem Hauptorgan einer großen protestantischen Partei in einem solchen Falle verlangt und erwartet werden darf.

(D. Pr.)

Berlin, 6. Juli. Aus Varzin, 4. Juli, ist dem Reichs-Anzeiger folgendes Schreiben zur Veröffentlichung zugegangen:

Ich erhalte in Varzin noch immer täglich zahlreiche Gesuche und Zu­sendungen privaten, halbamtlichen, literarischen Inhalts, in einer Form, welche Beantwortung voraussetzt. Wollte ich dieser Voraussetzung entsprechen, so würde der Zweck meiner aus Gesundheitsrücksichten erfolgten Beurlaubung verfehlt werden. Zur Verhütung von Mißverständnissen erkläre ich daher, daß ich zu meinem Bedauern außer Stande bin, ferner direct oder indirekt an mich gerichtete Schreiben oder Telegramme zu beantworten, so lange ich nicht nach Berlin zurückgekehrt sein und meine Geschäfte wieder übernommen habe werbe.

v. Bismarck.

Berlin, 6. Juli. Wie es um die Sache ves Feldprobstes NamSzanowSki steht, ist bei bem Mangel an Mittheilungen ganz unbekannt. Einigen Argwohn muß eine Nachricht derKreuzzeitung" erregen, die mit jener Angelegenheit in dtrectem Zusammenhang steht und also lautet:Der Gouvernements- und Ober- auditeur Geh. Justizrath Schlitte hat zur Wiederherstellung seiner Gesundheit eine mehrwöchentliche Urlaubsreise nach Ems angetreten. Die Geschäfte des Gouverne- mentsaubiteurs werben während dieser Zeit von dem Divisioneauditeur der 2. Garde- infanteriediviston, Justizrath Solms, wahrgeuommen." Wir bemerken, baß Herr Schlitte mit der Führung der Untersuchung gegen Namszanowski betraut ist.

Berlin, 7. Juli. Ihre Majestät die Kaiserin-Königin reiste am 8. b. M., Abends 10 Uhr, von hier nach Coblenz, woselbst die hohe Frau Nach­mittags eintraf.

Berlin, 8. Juli. Im nächsten Monate sollen bekanntlich in Berlin Conferenzen österreichisch-unganscher und deutscher Bevollmächtigten über die sociale Frage stattfinben und diesen Conferenzen freie Besprechungen angereiht werben, an denen Arbeitgeber und Arbeiter verschiedener Richtungen Theil zu nehmen ein­zuladen sind. Man hofft dadurch feindliche Gegensätze friedlich zu versöhnen, die Arbeitgeber zu einer wirklichen Fürsorge für ihre Arbeiter zu bewegen, letztere von der Schädlichkeit socialistischer Lehren zu überzeugen und sie auf die Nothwendig- keit eines Zusammengehens mit dem Capital hinzuweisen. Dabei soll ein Maximum der Arbeitszeit besprochen, die Ausschließung der Sonntagsarbeit, der Schutz der Kinder und jugendlichen Arbeiter in Fabriken festgesetzt, eine wirksame Controle ungerechter Fabrikorbnungen angcordnet und die Gesundheit und das Leben der. Arbeiter durch den Anspruch auf Versorgung der Familien und eigene Versorgung gewissermaßen versichert werden. Auch will man sich dort mit Errichtung von Fortbildungsanstalten, Consumvereinen, Speiseanstalten, Volksgärten, Sparkassen,.' Baugenossenschaften, Kranken- und Jnvalidenkaffen beschäftigen. Dagegen will ! man auch über Mittel berathen. wie dem Mißbrauche des Coalitiomi-rcchts zu ( steuern und vaö unbefugte Verlassen der Arbeit zu verhindern, und wie den so- cialistischen Agitationen vorzubeugen ist.

Berlin, 8. Juli. Der Minister des Innern wird gelegentlich feiner Reise »ach Ems wahrscheinlich auch die Kohlenreviere des Bezirks Dortmund aussuchcn, um dort persönlich mit den betreffenden Behörden an Ort und Stelle zu con- feriren.

Die aus Schrimm ausgewiesenen Jesuitenväter fangen jetzt an, ihr bisheriges Asyl zu verlassen und nach Galizien zurückzukehren. Mehrere Väter, unter ihnen Pater Tedeschi und Pater Haberi, sind bereits ab­gereist, die meisten übrigen werben ihnen in der nächsten Woche folgen. Auch die Verlegung der Lehranstalt für die Aspiranten des Jesuitenordens (Scholastiker genannt) nach Krakau ist nunmehr definitiv beschlossen. ~ Scholastiker ist bereits abgereist.

r - u . - - -------, der Verfolgung des

Jesuitenordens im deutschen Reiche diesen um die katholische Kirche hochverdienten Orden rnic allen Mitteln zu vertheidigen und über seinen wahren Werth aufzu- klären. Eine gleiche Ordre erging an särnmtliche katholischen Vereine in Deutsch- Böhmen, die zu diesem Ende Vorträge veranstalten und Broschüren ediren sollen.

Aus Prag wird gemeldet: An särnmtliche Katholikenvereine ist die An­regung ergangen, anläßlich des Conflictes zwischen dem Vatican und Deutschland bemonstrative Processionen für den bedrängten Papst zu veranstalten. In Prag führte die Procession am 21. v. M. der Erzbischof.

zahlen, hat etwa acht Tage lang bet. der hiesigen Regierung gelegen und ist dann durch Contreorbre vorläufig zurückgesomwen worden."

Aus Elsaß-Lothnugen. Nirgends wird das Verbot, nach welchem den Jesuiten in Schulen oder auf der Kangel zu wirken untersagt, von schneidenderen Folgen begleitet fein als in Metz, indem diese Stadt so glücklich ist, von den im deutschen Reiche wohnenden Jesuiten, nach Herrn Windthorsi'S Angabe nur 200, "undestens bas Drittel in ihrer Mitte zu habcn. Die Verbinbung bieseS OrbenS fuhrt den Namen St. Clement und ist im Besitz einer Lehranstalt, die dem kaiser­lichen Lyceum eine gefährliche Concurrcnz macht. An dieser Anstalt wirken nicht weniger als 50 Jesuiten in den verschiedenen UnterrichtSzweigen als Lehrer und zahlt dieselbe augenblicklich 550 Schüler, äußerlich erkenntlich durch bas Tragen unes verschlungenen SC (Namen der Bruderschaft) an der Mütze. Daß diese Schüler nicht in deutschnationalem Sinne erzogen werden, ist nach den gemachten Erfahrungen außer allem Zweifel und wundert man sich schon lange, daß die kaiserliche Regierung eine dem Scheine nach nützliche, aber in ihren Folgen dem Staate sehr gefährliche Anstalt bestehen ließ. Sehr ungern werben die Väter von Metz scheiben in Betracht ihrer ungeheuren Reichthümer, die ober nach den gegenwärtigen Metzer Verhältnissen nicht in Baar umzusetzen sind, ba sie im Besitze von Häusern bestehen, die augenblicklich werthlos sind. Beinahe die Häuser zweier Straßen links der Mosel sind ihr Eigenthurn. Die andere Metzer Geistlichkeit sieht bas Scheiden der Jesuiten gar nicht so ungern, da ihr durch dieselben mancher und manches Verdienst entzogen wurde. Wo dieselben sich niederlaffen werden und ob sie die ganze Schule nachziehen, darüber verlautet bis jetzt noch nichts. Nächsten Mittwoch, den 10. Juli, wird zu Haricourt ein Trauergottes- bienst zu Ehren der Soldaten der Dourbaki'schen Armee stattfinben, welche den Versuch machten, Straßburg zu entsetzen und dabei auf dem Felde der Ehre blieben. Bekanntlich hatte sich zwischen Chagey und Haricourt ein großer Kampf entsponnen, den das 20. Corps einleitete und wo die deutsche Armee sich gefaßt gemacht hatte, einen entscheidenden Kampf zu bestehen. DieStraßb. Ztg." veröffentlicht das Gesetz, betreffend die Einführung der allgemeinen deutschen Wechsel- ordnunq und des allgemeinen deutschen Handelsgesetzbuchs in Elsaß-Lothringen.

Mülhausen i. E. Seitdem bei der hiesigen Polizeidirection ein beson­deres Einwohnermeldeamt errichtet ist, sind wir in der Lage, die Bevölkerungs- bcwegung in hiesiger Stadt auf's genaueste Controllern zu können und mit ein- fachen Zahlen, die für sich selbst sprechen, allen absichtlichen Lügen oder phantasti­schen Behauptungen gegenüber zu treten, zu deren Ablagerung von Mißvergnügten besonders einige französische Blättchen aus unserer Nachbarschaft benutzt zu werden pflegen. Ungeachtet der Option auch der alphabetisch geordneten, wie sie in einigen patriotischen Fabriken beliebt worden ist, ist bezüglich des Einwohner- ftandes im Monat Juni folgendes Erg.bniß zu verzeichnen: Neu zugezogen sind 1199 Personen, weggezogen 564; es hat sich also durch Zuzug die Bevölkerung vermehrt um 635 Personen. Geboren sind in demselben Zeitraum 198, gestorben 143 Personen, folglich ein Ueberschuß von Geburten über die Todesfälle von 55.

eine Gesammtzunahme der hiesigen Bevölkerung im Monat Die Lust, in Mülhausen zu leben, '

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Paris. Die Rechte der französischen Nationalversammlung hat durch ihre Jntriguen die Stellung des Herrn Thiers nicht nur nicht erschüttert, sondern viel­mehr befestigt. Die letzte Monarchistenverschwörung, deren Schauplatz Versailles in den letzten Tagen gewesen und die so kläglich verlaufen, kann man als einen Sturm im Glase Wasser bezeichnen. Schwerlich hat der Präsident der Republik vor dem Schreckgespenst des Triumvirates Mac Mahon, le Broglie und Lad- mirault Furcht gehabt. Das Oberhaupt der französischen Republik mochte wohl so gut als jedes Kind in Frankreich wissen, daß diese schwache, in sich gespaltene unv im Lande nichts weniger als populäre Majorität nicht den Keim der Re- gieruvgsfähigkeit in sich trage; zum Ueberfluffe ist auch die ganze VerschwörungS- geschichte, sosoeit darüber beunruhigende Gerüchte im Umlauf waren, und die an­gebliche Absicht Thiers', die Versammlung zur Selbstauflösung zu drängen, in formeller Weife bementirt werben. Offenbar lag es nur in der Absicht der Faiseurs der Rechtrn, Die ihre eigene Ohnmacht füblen mochten, ein tüchtiges Stück Staub aufzuwirbeln, um ihren Ruckzug zu verdecken.

Paris, 6. Juli. Der General Ducrot (derselbe, den man während des Krieges beschulvigte, den Deutschen sein Ehrenwort gebrochen zu haben, und der von Champigny die famose Proclamation erließ, worin er schwur, tobt oder sieg- reich zurückzükornmea, aber lebendig unb besiegt nach Parts zurückkehrte) hat kein Giück. In seiner Aussage vor der Commission vorn 18. März war derselbe sehr scharf gegen die Pariser Nationalgarde losgezogen, und als man ihn deshalb vor ltnigen Tagen in den Zeitungen zur Rede stellte, schrieb er einen hochfahrenden Brief an den Courrier Fron^ais, um seine Meinung ausrechtzuerhalten. Die aus dem Volke recrutirten Bataillone der Nationalgarde" so sagt Ducrot m seinem Schreibenwaren Feiglinge, Trunkenbolde. Hr guten Reaktionäre waren beldenmüthig. Ich erinnere mich besonders, unter meinen ' Befehlen das Corps der Plänkler von Pinbrap gehabt zu haben; das warm brave Leute." Kaum hatte der arme Ducrot diese Zeilen geschrieben, so wurde - dieserbrave" de Ptnbray vom 3. Kriegsgerichte in contumaciam zu 20 Jahren * Galeerenstrafe verurtheilt, weil er für ein Corps von Plänklern, daß niemals - D..«,» M ÄÄTÄÄS m fitfÄ

'T,r ®^1' fc,a D'schof Krem.ntz am 1. Juli den S.aai-geha,, nt», ausju.-werden ve.dient hie. noch, daß Ducrct, °nie. dem P.ndr-7« C°.p, /ch