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Preis vierteljährig 1 fl. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 st. 29 ft.
Gießener Anzeiger.
Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags.
Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1.
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kichen.
Nr. ISS Mittwoch den 10. Juli _______________ 1872.
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ODH SirH^irtW werden noch fortwährend sowohl bet der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch bei allen Post-
Bestellungen auf deu (Nletzener Ltuzelger Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen.
Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für das IN. Quartal zu 1 fl.
Amtlicher t b e t L
Gießen, am 8. Juli 1872.
hiervon in Kenntniß setzen.
Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen.
Nover.
mal gesohlte — Schnürschuhe. Gießen, den 9. Juli 1872.
Betreffend: Die Erhöhung des Kostgeldes der Hebammenschülerinnen in den Entbindungsanstalten zu Gießen und Mainz. ,
Das Kroß herzogliche Krrisaint Gießen
SN die Grohhepoglichen Bürgermeistereien.
Aus Anlaß der fortwährenden Thenerung der nothwendigsten Lebensbedürfnisse hat Großherzogliches Ministerium des Innern durch Entschließung vom 21. v. M. ad Nr. M. d. I. 7285 das im Jahr 1864 festgesetzte Kostgeld ,
a. für auf Kosten der Gemeinden im Unterricht befindliche Hebammenschulermnen von 66 fl. auf 82 fl. und
b. für Hebammenschülerinnen, welche auf eigene Kosten die Anstalt besuchen, von 90 fl. auf Wb fl.
erhöht, und zwar in der Weise, daß das erhöhte Kostgeld
a. für die Entbindungsanstalt zu Gießen vom 1. August l. I. an, und
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Ausschreiben.
ßente Mittag ist die unten beschriebene Leiche eines unbekannten Mannes in der Lahn gefunden worden. Wer über Namen und Herkunft derselben Auskunft zu geben vermag, wird ersucht, uns baldigst mündlich oder schriftlich geeignete Mtttheüungen zu machen.
Die Kleider, welche die Leiche getragen, können auf unserem Büreau eingesehen werden.
Beschreibung der Leiche:
Der Mann kann 50 Jahre alt gewesen sein; er hat blonde Haare, röthliche Barthaare, ovales Geficht, graue Augen und trug einen. blaum^ttel, ein blaues wollenes gewebtes Kamisol, schwarze Tuchweste, dunkle Hosen, weiße wollene Strumpfe, schwarze Mutze mit Lederschild und stark benagelte
v. Röder.
Bekanntmachung,
21. September
20.
Die von der Militär-Commission nach gegenseitigem Uebereinkomme» erkauften Pferde werden
zur Stelle abgenommen und gegen QuittunMo-
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29.
20.
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Biblis, Gernsheim, Goddelau, Groß-Gerau, Bickenbach, Groß-Bieberau (8 Uhr), Groß-Umstadt (12 Uhr.)
Zum Ankauf von Morgens 8 Uhr resp. 12
„ „ Lich,
September in Lorsch (8 Uhr),
„ Bürstadt (12 Uhr),
23.
24.
25.
26.
27.
27.
den Ankauf von Remonten pro 1872 betreffend.
Remonten im Alter von vorzugsweise drei, und ausnahmsweise vier und fünf Jahren, find im Großherzogthum Hessen nachstehende Uhr beginnende Märkte anberaumt worden und zwar: den n H •I H H ii
August in Alsfeld,
„ „ Nieder-Gemünden,
„ „ Nidda,
„ „ Nieder-Wöllstadt,
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Pferde mit oigeneini, w™,' fl » k„uer verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue starke rmdlederne Trense mit starkem
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Deutschland.
Aus Rheinhessen, 6. Juli. Man betiätete vor Kurzem, daß in Pommern 2IuStt>anceiungeluftige durch briefliche von dem Fürsten Karl zu Jsenburg-Btrstem unlerzeichnete Empfehlungen an einen Herrn Kotble tn Newyork, den „Vertrauens, wann des deutschen römisch-katholischen Eeutralv-r-in«"empfoh!kNw°°eu. D°b die Auswanderung in ganz Deutschland ronstssionell est organ.strtst, w>e d» „Danziger Zeitung" bemerkt, ergibt sich auch au« unseren Beobachtungen.. Iim zu Gaualgesheim erscheinende« ultramontanes Blättchen> er'heIle vor^Kurzem n mehreren Nummern eine Reihe Ratschläge für katholische Auswanderer. Das obengenannte Hau« de« Herrn I. Kolble in Newyork wurde auch dort al« Ab- li0fqSeilin. Sobald die päpstliche Ansprache an den deutschen Leseverein ihrem
Wortlaute nach bekannt wurde, war alle Welt über die Ungeschicklichkeit und Rücksichtslosigkeit de« „souverainen" Pontifex entrüstet. „So pflegen sich regierende Häupter über fremde Länder und ihre Fürsten nicht zu äußern," war das all- gemeine Urtheil. „Der Papst hat sich damit selbst des Rechts begeben, ferner noch wie ein fürstliche« Oberhaupt betrachtet und behandelt zu werden." Welche Folgen die« für die künftigen Beziehungen zwischen ihm und den übrigen europäischen Fürsten haben muß, liegt auf der Hand. Dies haben die ultramontanen Blätter mit der ihnen eigenthümlichen instinktiven Schlauheit sofort herauSgesühlt und darum beeilten sie sich auch, den Eindruck der famosen Rede auf jede nur mögliche Weise abzuschwächen. Nach der „Germania" sollte bekanntlich mit dem denk- würdigen „Koloß" der Liberalismus gemeint sein. Da sie ob dieser Auslegung von Allen, auch von den bei dem Streite ganz Unbeteiligten, tüchtig ausgelacht 'und verhöhnt wurde und da sie sich selber von der Richtigkeit ihrer Interpretation


