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boten, welche diese Woche in dem Witzblatt Eklipse erscheinen sollte.

Dieselbe

stellte Fros e dar, welche einen König verlangen.

Freilich hatten diese Frösche

eine auffallende Achnlichkcit mit den Delegirten, die am 20. Juni bei ThierS waren.

Prioritäten..

Bayer. 5%

IOO1/2

1864?

156

untergeordneten versolgung des he hochverktenten en Werth außu« reine in Deutsch« rrn edirrn sollen, eine ist tie An« und Deutschland alten. Zn Krag

93% 1053/8 105% 1051/4

Börsennacbrichteß.

9. Juli 1872.

Bayer. Ostbahn 137 Rhein-Nahebahn-&ot- 45%

Aetlen.

Frankf. Bank 141%

Frankf. Vereins-Kcsee 142

Darmst. Bankact. 482

Wien Bankaotien 895

Oeet. Creditaet. 347

Galizien 257

loffen? 3ft es Nicht dringend geboten, wenigstens dafür zu sorgen, daß die Möglichkeit der Rettung Aller tnt Falle eines Unglücks gegeben ist? Wir haben stets den Grund- flB "r5""ten, daß für jede an Bord befindliche Person die Rettungsanstalten vorhanden und binnen kürzester Frist verfügbar sein müssen. Wie schlimm es überhaupt mit den Rettungsanstalten selbst an Bord der Dampfschiffe bestellt ist, hat sich neulich an dem AuswanderungsschrfsBaltimore" gezeigt. Als die Katastrophe eintrat und die Roth 'ld)' dah die Hissungs-Apparate nicht in Ordnung waren und dieselben detzhalb mcht flott gemacht werden konnten. Wären nicht gerade zufällig die Umstände der günstigsten Art gewesen, so hätte man jetzt wahrscheinlich den Untergang aller Passagiere desBaltimore" zu beklagen. Das hier mit Pocken- und Masernkranken angekommene bremer SegelschiffAthene" hatte über 700 Passagiere, aber keinen Schiffs­arzt an Bord. Man mußte sich mit dem Medicinkaften behelfen, dessen Inhalt der an medicinlsche Weisheit ganz unschuldige Capitain nach Belieben vertheilte, und waren die folgen der traurigsten Art. Kein Emigrantenschiff sollte ohne einen Schiffsarzt ^^,dem Hafen gelassen werden. Die Sorglosigkeit ist wahrhaft entsetzlich, und wenn wirklich hier und drüben der ernsthafte Wille herrscht, etwas Wirksames für die Emi­granten zu thun, so sollte es sich endlich durch die That zeigen.

Aus Tiflis wird der Leoant Times eine schreckliche Geschichte von Ca.mibalis- mus gemeldet. In der persischen Stadt Flematan hatten zwei Frauen, von sieben anderen Personen unterstützt, drei Kinder gestohlen und aufgegessen. Sie wurden ver­haftet und man fand die Knochen der getödteten Kinder in ihren Kleidern versteckt. Der Großoezier verurtheflte die beiden Frauen rum Galgen und die Mitschuldigen zum Hungertode. Eine Woche spater fand man die Letzteren tobt im Gefängniß, nachdem «uns der Unglücklichen die beiden anderen aufgegessen hatten.

um seine Truppen höchst wenig bekümmert haben muß, da er sonst hätte wissen müssen, daß dessen Corps 800 Mann hätte stark sein müssen, während es nur 80 Mann zahlte.

Paris, 6. Juli. Die Nationalversammlung hat ein UebrigeS gethan und oen Räumungsvertrag mit allen gegen kein halbes Dutzend Stimmen ohne Sang und Klang angenommen. Dies bedeutet, daß allgemein gefühlt wird, es würde zu Bitterkeiten gegen Freund und Fand kommen, wenn man eine DrScusfion wage. B oglie hatte mit dürren Worten der Welt verkündet, daß man eine Zeche berichtige, an der man unschuldig sei, und daß man der bitteren Noth- wendigkeit weiche. Dagegen läßt sich nichts einwenden: der Schuldner seufzt, wenn er zahlen muß, er n nnt den Gläubiger hart u. s. w., doch er verspricht zu zahlen, und dies ist unter den jetzigen Verhältnissen die Hauptsache für Deut chland, wie nicht minder für Frankreich, das Geld aufnehmen muß und

3% öster. Stsb.-Pricr. 59%

3% öst. s. Lombard 51%

41/2% 1jährige 100% 40/q 1jährige 95

Würtemb. 4%<% Obi. 993/4

Baden 4%% Obi. c. E. L. 100

Oesterr. Silberrente 64% w Papierrente 58%

Spanier, neuest. 3% 29%

Amerik. Bonds 1881r 100

1882r 96

1885r 97%

, 1887r 97%

Loeal-Notizen.

Gießen, 9. Juli. Gestern ist, wie bereits bekannt, in der Lahn, unterhalb der Pulvermühle, bte völlig angekleibete Leiche einer 24jährigen Mannsperson gefunden worben und es hat sich halb ergeben, baß es bte Leiche des Gärtners Conrad Btmmerman von Limburg, der hier in Conditwn gestanden, gewesen. Schon heute tst abermals die bekleidete Leiche eines 50jährigen Mannes an derselben Stelle gefunden worden. Wem sie angehört, weiß man noch nicht. Es soll ermittelt worden sein, daß die am 1. Mat tn der Schwarzlach gefundene Leiche eines wahrscheinlich erhängten Mannes im Leben etnem Kutscher aus Magdeburg, Namens Heinrich Rohland, angehort hat. Wer aber der feingekleidete junge Mann war, der sich am 13. Februar m einem Eisenbahn-Wagen erster Classe erschossen hat, ist trotz der ausgedehntesten Nachforschungen noch nicht ermittelt worden, weßhalb angenommen werden muß, daß er einem entfernten, nicht deutschen Lande angehört habe.

Vermischtes.

A.c. Darmstadt, 8. Juli. In der heutigen zweiten Sitzung der Generalversammlung der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung, welcher wieder Prinz Ludwig von Hessen unv Minister von Bechtold beiwohnte, wurde zunächst eine aus 5 Mitgliedern bestehende, in Berlin ansässige RevlsionScommission, welche das Recht der Eooptation besitzt, ernannt, um die Gesellfchaftsrechnungeu des vergangenen VereinSjahreS zu prüfen. Dieser Commission wurde auch später nach Abänderung deö Statuts dasselbe Mandat für die Rechnungen dieses JahreS ge­geben. Der erste Punkt der heutigen Tagesordnung, die Revision des Gesellschafts- statuts, worüber Schulze-Delitzsch reftrirte, gab zu einer längeren Verhandlung Anlaß. Von den hierüber gefaßten Beschlüssen zur Ergänzung und Vervollkommnung deS seither in verschiedenen Beziehungen noch mangelhaften, der Natur der Sache nach noch nicht entsprechend entwickelten Statuts heben wir außer der präciseren Redaction der die Verhältnisse der Zweig- und Bezirks­vereine regelnden Sätze nur hervor, daß der betreffende Satz über die Zwecke des Vereins etwas weiter gefaßt wurde und daß demnach die Gesellschaft ihre Thätigkeit auch bei Gründung von Fortbildungsschulen, von Büchersammlungen, Lesezimmern u. dergl., bei Beschaffung von Lehr­kräften, Vermittlung von Vorträgen und bei Allem, waS sonst zur Erreichung der Vereinszwecke Wünschenswerth ist, eintreten lassen wird. Ein von Seyffardt (Crefeld) gestelltes Amendement: Die Generalversammlung wolle beschließen: im Anschluß an den PaffuS:die Gesellschaft sucht ihren Zweck zu erreichen durch u. s. to." einzuschieben:3. Belebung deS Interesses für die Auf­gaben der Volksschule und deS Sinnes für eine zeitgemäße Reform derselben" gelangte in Ge­mäßheit der in der gestrigen Versammlung wiederholt ausgesprochenen Ansichten und auf Befür­worten Seitens des Referenten zur Annahme. Nach Erledigung dieser Angelegenheit ergriff Professor Kumpa (Darmstadt) das Wort zu einem längeren, sehr beifällig aufgenommenen, durch Proben und Vorzeigen von Vorlagen anschaulich unterstützten Vortrag über die Einführung methodischen Zeichenunterrichts in der Volksschule, welcher sodann in der Fortbildungsschule weiter zu führen sei. Der Vortragende wies darauf hin, welch' bedeutende wlrthschaftliche Resultate auf dem Gebiet der Kunstindustrie in neuerer Zeit in England durch die durch den Prinzen Albert angebahnte Eullimrung deS Zeichenunterrichts erzielt worden und daß auf diesem Gebiete tn Deutschland noch ungeheuer viel zu thun übrig sei. Die Volksschule darin gipfelten die AuS- führüngen des Redners könne auf dem Gebiete deS Freihandzeichnens in der That etwas leisten, wie es die zur Ausstellung gebrachten Arbeiten von noch im zartesten Alter stehenden Schülern und Schülerinnen der Volksschule bewiesen, und so das Fundament für die weitere Fortbildung in diesem wichtigen und veredelnden Unterrichtszweig legen. Besonders segensreiche Folgen würde, wie die Erfahrung hier gezeigt, eine entsprechende leicht durchführbare Ausbildung der Volks- fchnllehrcr auf diesem Gebiete haben und so zur Verwirklichung deS hohen Zieles führen, daß das große, politisch mächtig gewordene Deutschland auch auf dem Gebiete der Kunstindustri« anderen Nationen ebenbürtig zur Seite stehe. Schulze.Delitzsch dankte Namens der Versammlung für den sehr interessanten Vortrag, an* welchen sich eine DiScusfion knüpfte. d>'e mit Annahme des Antrags deS Darmstädter Zweigvereins auf Einführung des methodischen Zeichenunterrichts tn der

Börsenberichte.

Frankfurt a. M., 9. Juli. Flauheit an allen Ecken und Enden! Der immer noch rare Geldstand für Tagesbedarf, Geldknappheit in Wien, die bevorstehende französische Anleihe, starke Verkäufe von StaatSbahn-Actien in Paris, wieder günstige Ernteausfichten in Ungarn Alles hilft zusammen, um das Geschäft zu lähmen. Heute mußten sogar die noch gestern Abend booibenfest stehenden Lombarden sich, wenn auch nur gering, nach rückwärts concentriren und Staatöbahn machte einen Rücksprung bis 254%, besserte sich aber später wieder um 1 st. ' Auch Creditactien theilten das Schicksal und verloren ca. 2 fl.^ Oesterreich. Nationalbank verkehrten ziemlich ruhig. DaS Vankgebiet überhaupt war stiller und die Course nachgebend. Frankf. Bank­verein, der nächstens die Actien der mährischen Grenzbahn an den Markt bringt und in Folge dessen in die Höhe getrieben wurde, war heute billiger zu haben und selbst die so beliebten deutschen Effectenbankactien waren bei 121% zu haben. Bahnpapiere gingen nur in bescheidenem Maße um. Beliebt waren Elisabeth und Franz-Joseph. Alte bayer. Ostbahn offerirt. Relativ am leb­haftesten war das Geschäft in Prioritäten, und gingen 4% % hessische LudwigSbahn, Nordwest und ungarische Sorten, sowie alte Lombarden aus dem Markt. Von Staatspapieren war österreich. Silberrentebegehrt. 1871er Russen offerirt. Der LooSmarkt bot gar nichts BemerkcnS- wertheS dar, ebensowenig Amerikaner.

daher des Vertrauens auf dem europäischen Geldmärkte bedarf. Der Finanz« Minister wird die Früchte dieses einmütigen Actcs der Klugheit sehen. Die sieben Mitglieder der Linken und der Comm«ssion hätten gern ein Wort der An­erkennung für ThierS tn den Bericht gebracht, doch Broglie und feine Genossen waren unerbittltch. Jnd.ß ThlirS kann der Rechten dieses Lob schenken, sein Gewissen wird ihm sagen, daß er als Staatsmann und Patriot gethan hat, was er konnte. Die Royalisten sind ohnehin nicht in der Stimmung, Loblieder zu singen: sie sind betrübt bis in die Knochen über da- neue Mißlingen ihres Feldzuges schon vor der Eröffnung; denn Mac Mahon nebst der Frau Marschallin haben Buße gethan und gestern der Soiree im Hotel des Präsidenten der Republik beigewohnt, um zu beweisen, daß sie dem Ches der Executive treu ergeben und den geraden Weg der Pflicht zu wandeln von Neuem entschlossen sind.

Das Siecle fragt:Ist es wayr, daß der Marschall Eanrobert letzter Tage bis Chiselhurst gereist »st, um einen Pathen für sein Kind zu suchen? Das wäre etwas sonderbar für einen Ofstcier, der augenblicklich in der französischen Armee commandirt. Wenn es wahr fein sollte, so verdiente es die Aufmerksamkeit der Regierung. Herr Eanrobert hat eine active Rolle bei den Dccemberaffairen gespielt und inmitten der bonapartlstischen Complotte geben seine Verbindungen mit Chiselhurst Stoff zum Nachdenken. Die Sache wurde vor einigen Tagen gemeldet, und biö jetzt noch nicht demenlirt."

Der Gouverneur von Paris, General Ladmirault, hat die Zeichnung ver-

Alleinige Jnseraten-Pacht:

Fliegende Blätter",Kladderadatsch,"Figaro.

k. 8. 99%

k. 8. 104% k. 8. -

k. 8. 93% k. 8. 87% k. 8. 105

k. 8. 118% k. 8. -

Geldsorten«

fl. kr.

Pr. Friedrdor 9 5859 Pistolen . . 9 4042

doppelte 9 4042 Holl. fl. 108t. 9 5355 Duckten . . 5 3335 20 Frankenst. 9 2324 Engi. Sorer. 11 4951 Buss. Imper. 9 4244 Dollar in Gold 2 25%26%

k. 8.

k. 8.

m. 8.

1. 8.

4%

Hess. Ludwigeb.-Adi. 179%

Oberhessen 83

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Volksschule ihren Abschluß fand. Gin von Lincke gestelltes Amendement, diesen Unterricht auch auf das Zeichnen nach der Natur auSzudehnen, fand hauptsächlich deshalb keine Annahme, weil dies durch den zuerst angenommenen Antrag nicht ausgeschlossen sei. Hiermit waren die Ver­handlungen zu ihrem Abschluß gediehen und trennte sich die Versammlung nach einigen warmen von Schulze-Delitzsch gesprochenen Worten deS Dankes für die Theilnahme der Mitglieder der Gesellschaft, des hiesigen Lokalcomite's und die von der Stadt Darmstadt bewiesene Gastfreund­schaft und einem auf den Vorsitzenden ausgebrachten Hoch. Nachmittags 3 Uhr unternahmen die Festtheilnehmer einen gemeinschaftlichen Ausflug iu die romantische Bergstraße.

Bonn, 4. Juli. Dem Professor Fr. Diez ist eine neue hohe Anerkennung ferner wissenschaftlichen Verbimste zu Theil geworben. Der Kaiser von Rußlanb hat bem ausgezeichneten Gelehrten ben Stanislaus - Orb en 2. Classe mit bem Stern verliehen.

Metz. Ein Brauereibesitzer von Planwres bei Metz verkaufte vor einem halben Jahre seine Brauerei um 47,000 Fr., ging nach Frankreich, fanb aber, baß nicht alles Golb ist, was glänzt, kam roieber zurück unb kaufte seine Brauerei um 53,000 Francs wieher.

Das New-Aorker Belletristische Journal veröffentlicht folgenben Nothschrei, der hauptsächlich an bie deutschen Hafenbehörben gerichtet ist, welcher lautet: Viel wirb gegenwärtig von her Beschutzung der Auswanderer auf dem Meere gesprochen, aber selbst das verabsäumt, was unbedingt geschehen müßte. Die Stärke der Emigration hat eine Ueberfüllung der Schiffe zur Folge, welche auf keine Weise geduldet werden tann. Nicht selten langen hier (in New - Aork) Dampfschiffe mit 1200 unb mehr Wlagieren an. Man mag es nun fertig bringen, sie an Borb einigermaßen anständig, mit leiblicher Berücksichtigung der Gesundheit zu placiren. Wie ist es aber mit ihrer bestellt? Ist, falls unterwegs ein Unglück geschehen, etwa die Maschine un­brauchbar werde, das Schiff scheitern oder verbrennen sollte, auch nur die Möglichkeit 3ur Rettung der Passagiere gegeben ? Keineswegs. Müßte das Schiff verlassen wer- dm, so wäre, da viel zu wenig Rettungsboote vorhanden sind, die Mehrzahl unrett­bar verloren, und wahrscheinlich würden, bei der unausbleiblichen Verwirrung und Verzweiflung, Alle untergehen. Sollte dergleichen erlaubt seilt? Können die Überseeischen Hafenbehörden es verantworten, die Schiffe mit solcher Menschenfracht abgehen zu

InlehenslooMe.

Darmstädter fl.50Loose 183 n »25 n

Knrh. 40 ThJr. Loose 71 Nassau 25 fl. 45% Braunschweiger 21% 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 39 4% bayr. Pränj.-Anl. 4% badische Loose Badische fl. 35 Loose 69% Oestr. fl. 250 v. 1851 85% 1858r Prioritätsloose 1860r Loose 94%

5 Weelieel,

5% östr. F. St. E. B. 357 jAmsterdam k. 8. 98%

Lombard. Bahn 221 /Augsburg

Ludwigsh.-Bexbach 202% 1 Berlin

Mazbahn 5 Bremen

Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien

3% Livorneaer 39% | ditto

5p/o Toscaner 61% i ditto

5% Elisabeth.-Prior. 85 JDfsconto^

Preuss. 4%% Oblig. 103

Frankf. 3%% Obi. 88 y8

Nass. 4%o/g Obi. 99%

Kurhess. 40/0 Ä 94%

Gr. Hess. 5% Obi. 101

4v/g B 98%

3%% n 92%