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Metz, 31. Aug. Der Rector der hiesigen Iesuitenschule von St. Clement

bekämpft.

Herren v. Lerchenfeld, Regierungspräsident in Bayreuth, und Miuisterrath v. Lob- kowitz dahier, deren particularistische Richtung außer Zweifel steht, und bei Ersterem vielleicht nur durch dessen ultramontane Neigungen einer Modification fähig wäre, bereit erklärt. Mit der Justiz jedoch hatte man bei dem bekannten Staatsrath Bomhard entschieden Unglück; derselbe beeilte sich, aus Gesundheitsrücksichten dankend abzulehnen und dies zur öffentlichen Kenntnis zu bringen. Für das Innere endlich scheint man überhaupt noch keine geeignete Persönlichkeit entdeckt zu haben. Die Zusammensetzung des neuen Ministeriums scheint somit für den

Italien.

Einige Journale haben das Gerücht verbreitet, als beabsichtige die italienische Regierung, das aus dem Verkaufe der geistlichen Güter zu lösende Kapital dem Papste zur Verfügung zu stellen. DieOpinione" tritt diesem Gerüchte entgegen und sagt, daß die Regierung eben so wenig den Erlös der Kirchengüter dem Papste einzuhändigen, al- ihn in den Staatsschatz zu legen gedenke, sondern ihn

Die Dauer der auf den 17. September in Fulda anberaumten Eouserenz Premier do facto ein schwierige- Stück Arbeit zu werden und schon hört man der deutschen Bischöfe, welcher auch diesmal der Erzbischof von Köln präfiviren von befreundeter Seite besorgte Zweifel, ob e- ihm überhaupt möglich sein werde, wird, ist aus drei Tage festgesetzt. Al- erster Gegenstand der Tagesordnung den bisher mangelnden Ruf außergewöhnlicher Begabung bei dieser Gelegenheit wird nach derFranks. Ztg." eine eingehende Berathung über die Stellung der zu erwerben. Obwohl die bisher genannten Persönlichkeiten eine ungleich stärkere OrdensgeseVschaften in den einzelnen deutschen Staaten, sowie die damit im Zu- Heranziehung de- rein ultramontanen Element- darstellen, al- man noch vor samwenhange stehenden jüngsten Ereignisse genannt. Don süddeutschen Bischöfen Kurzem erwarten zu dürfen glaubte, so verharrt doch die Partei selbst in kühler wird, wie in clericalen Kreisen verlautet, nur der Bischof von Speier nicht zu der Zurückhaltung. Vielleicht glaubt sie ihrer Sache so weit sicher zu sein, daß sie Conferenz erscheinen. nach dem Scheitern der Gaffer'schen Mission unbestritten Herr in der Situation

Berlin, 3. September. August Braß zeigt in der heutigen Nummer zu sein erwartet. Wie die Dinge liegen, ist ein ultramontanes Ministerium für derNorddeutschen Allgemeinen Zeitung" seinen Rücktritt von der Redaction Bayern eine nothwendige Uebergang-phase geworben, deren nochmaliges Hinaus» diese- Blattes an. Die Abendzeitungen erwähnen die Contractbrüchigkeit schieben vielleicht nur zu beklagen wäre. (D. Pr.)

d-r Frau Lucca, welche, ohne hier entlassen zu sein, am 31. August nach Amerika München, 2. Sept. Die Versuche de- Herrn v. Gaffer, ein neues Mini»

abgesegelt sei. sterium zu bilden, wollen noch immer nicht zum Abschluß kommen: Herr v. Bom»

erlitt, 4. September. Kaiser Wilhelm wohnte heute Morgen den Hard, welcher Iustizminister werden sollte, hat für diese Ehre gedankt; er zieht es

Truppenübungen auf dem Kreuzberg bei. Der französische Botschafter, Marquis ausGesundheitsrücksichten" vor, Staatsrath im ordentlichen Dienst zu bletben.

de Gontaut-Diron, trifft heute Abend hier ein. Prinz Max Emanuel von Herr v. Prankh, dem zugemuthtt war, da- Portefeuille des Kriegs, wie bisher,

Bayern fuhr heute Mittag nach Potsdam, um den Kronprinzen, die Kronprinzessin fortzuführen, bedauert, dem Anträge nicht Folge geben zu können, und so ist, ob-

und die übrigen anwesenden Mitglieder der königlichen Familie zu begrüßen, gleich die Bemühungen de- Herrn v. Gasser schon seit drei Wochen dauern, noch

Fürst Bismarck ist heute Mittag vom Kaiser empfangen worden, vorher machte kein definitive- Resultat erzielt worden. Herr v. Lutz reibt sich die Hände, weil

der Reichskanzler dem Fürsten Gortschakoff einen Besuch. bei dieser Gelegenheit der Beweis beigebracht wird, wie schwierig die Constitui-

Berlin, 4. September. DieProv. - Corr." schreibt in einem Leitartikel: rung eine- Ministeriums aus einer um etliche Nuancen dunkleren Fraktion sei. Der Besuch der kaiserlichen Gäste hat unverkennbar nicht blos die Bedeutung So groß ist die Verlegenheit, daß man sogar nach einem Grafen Seinsheim, dem eine- Austausche- von Freundschaftsbeweisen. Derselbe gilt vielmehr als Unter- zweiten Präsidenten der Abgeordnetenkammer, greifen will, um nur einen Minister pfänd des guten Einvernehmen- zwischen Deutschland, Oesterreich und Rußland, des Innern zu haben. In General Maillinger oder General Leonard hofft man

Hierin liegt ein unzweideutiges Zeugniß, daß die großen östlichen Nachbarreiche rndeß einen Ersatz für Herrn v. Prankh zu finden und so in den nächsten Tagen

sich mit der neuen Ordnung der Dinge, die aus dem Schlachtfelde von Sedan doch mit dem neuen Ministerium vortreten und es vom König sanktioniren lassen

und anderen deutschen Siegen emporwuchs, rückhaltslos befreundet haben und mit zu können. Bis dahin werden die bisherigen Minister im Amte bleiben und

Vertrauen auf Deutschland blicken. Deshalb wird das Erscheinen der hohen chre Enthebung von ihren bisherigen Posten wird gleichzeitig mit der Genehmi» Gäste von dem deutschen Volke mit doppelt freudiger Empfindung begrüßt und gung des neuen Ministeriums erfolgen. Die Folge dieser Vorgänge, bei denen überall ist ihnen der ehrenvollste und herzlichste Empfang gesichert. Auch Europa die liberale Partei kühl bis ans Herz hinan bleibt, wird nur die sein, daß Bayern darf mit Vertrauen und Genugthuung auf die Kaiserbegegnung blicken. Dieselbe in kurzer Zeit wieder um einige Tausend Gulden mehr Ministerpenstonsgehalte als knüpft zwar an militärische Festlichkeiten an, ist aber ausschließlich von den fried- bisher zahlt. Dos ist da- Land schon gewohnt!

Selbst die Thatsache, daß die Beherrscher Oester- München, 4. September. Es bestätigt sich, daß das Justiz-Portefeuille

alsjedenfalls verfrüht" bezeichnet, an ihrer thatfächlichen Begründung ist indeß Garde nach Berlin abgereist.

kein Zweifel mehr möglich. Als Herr v. Lutz Gewißheit erlangt hatte, daß er Sottilltb

weder zur Einhaltung seiner bisherigen Richtung, noch zur Betretung einer neuen, *

den nunmehrigen höchsten Intentionen entsprechenderen Bahn das erforderliche Haag, 4. Sept. Die heutige Sitzung des Congresses der Internationalen königliche Vertrauen mehr besitze, demissionirte er sofort. Es ist möglich, baß er verlief unter stürmischen Debatten über die Frage, ob die Leitung de- Congresses die formelle Genehmigung die,es Gesuches auch jetzt noch nicht in Händen hat, in centralem ober föderalem Sinne zu hanbhaben fei, wovurch die Abstimmung allein die unmittelbar folgende Autorisation des Herrn v. Gaffer zur Einleitung über die Gültigkeit einzelner Mandate beeinflußt werben würde. Die spanischen der nunmehr erforderlichen Schritte involvirt sicher die faktische Entlassung und Delegirten verließen in Folge der stürmischen Scene die Versammlung.

war auch für seine übrigen College das Signal, ihre Portefeuilles zur 93er-

fügung Sr. Majestät zu stellen. Auch hierauf mag ein Bescheid noch nicht erfolgt "

sein, Herr v. Gösser ist inbeß sofort an die Neubildung des Cabinets gegangen, Paris, 2. September.Temps" veröffentlicht ein ihm zugegangene- ohne jedoch dieselbe so rasch als er wohl wünschte zu Stande zu bringen. Zur Schreiben de- Pater Hyacinthe, worin derselbe seine bevorstehende Verehelichung Uebernahme der Ministerien des Cultus und der Finanzen haben sich zwar die anzeigt und in längerer Auseinandersetzung die Lehre vom priesterlichen Cölibat

lichsten Absichten eingegeben. .... . .......... ....

reichs und Rußland- in freundschaftlicher Theilnahme den deutschen Truppen- auch dem Gerichts-Präsidenten Neumayer angeboten, von diesem jedoch abgelehnt Übungen beiwohnen, deutet darauf, daß sie in der Militärmacht Deutschlands eine worden ist. Ebenso soll RegierungS-Präsident Zwehl neuerdings Bedenken tragen, Bürgschaft für den Frieden Europas erblicken. Die Eintracht zwischen Deutsch- vaS Portefeuille des Ministeriums des Innern zu übernehmen.

land, Oesterreich und Rußland soll keinem anderen Zwecke bienen, als Der Metz, 31. Aug. Der Rector der hiesigen Iesuitenschule von St. Clement Wahrung friedlicher, geordneter Zustände Europas: das ist der Sinn der Drei- hat seine Empfehlungskarte abgegeben; in taktvollen Worten nimmt er Abschied Kaiser-Zusammenkunft, den die öffentliche Meinung Deutschlands und Europas mit von seinen früheren Zöglingen und deren Eltern. Er bemerkt: Alles Erdenkliche richtigem Verständnisse erkannt hat. Der Kaiser gedenkt am 12. September nach wäre von den frommen Vätern versucht worden, um hier zu bleiben; auch der Westpreußen abzureisen. Am 14. Sept, wird er der Grundsteinlegung für die hiesige Magistrat habe sich fürbittend verwandt, um einen Aufschub Der Maßregel Gewerbeschule in Bromberg beiwohnen. um ein Jahr, allein die deutsche Regierung habe Alles abgeschlagen. Auch wäre

Berlin, 4. Sept. Das Central-Comite für die westpreußischc Säcularfeier es den Mitgliedern der Gesellschaft unmöglich geworden, sich in den östlichen De- erhielt die zufriedenstellendste Mittheilung über das Befinden des Kaisers. Daß partcments Frankreichs niederzulassen, sie würden sich daher in die schon bestehen- derselbe verhindert sein werde, an Den Festlichkeiten Theil zu nehmen, ist nicht oen Anstalten von Amiens, Boulogne und Lille vertheilen. Der Rector schließt

mehr zu befürchten. Der deutsche Botschafter in Petersburg, Prinz Reuß, ist mit Der Hoffnung, die östlichen Distrikte Frankreichs nicht für immer zu verlassen,

hier etngetroffen; der deutsche Botschafter in Wien, Graf Schweinitz, wird heute Hierzu bin ich in der Lage, einen kleinen Commentar zu geben. Den hartnäcki- Abend erwartet. Der Großherzog von Baden ist soeben eingetroffen und im gen Bemühungen Der Jesuiten, in Der Nähe Der Grenze Hütten zu bauen, ist von

kaiserlichen Palais a'sgeftiegen. Fürst Bismarck empfing gestern AbenD noch ver französischen Regierung ein ebenso hartnäckiger Widerstand entgegengesetzt,

den baverischen Gesandten beim Papste, Grafen Tauffkirchen. Man hat den frommen Vätern bedeutet, man habe klerikale Schulen genug.

Coblenz, 29. Aug. Ueber die schon gemeldete Schließung des Klosters Wenn nun Der Rector der hiesigen Anstalt behauptet, Deren Mitglieder gingen

Laach berichtet DieRhein- und Ruhr-Zeitung": Gestern begab sich Der königl. nach Dem NorDen, so ist das nur in Bezug auf einen sehr kleinen Theil der Fall. Landrath Delius von Mayen in Begleitung ves KreisfecretärS Feistel nach vor- Die Herren werden zum bei Weitem größten Theil in Nancy und Epinal, d. h.

hergegangener schriftlicher Anmeldung in bas Kloster, um Dem Vorstände und den m unserer Nähe, ihren provisorischen Wohnsitz nehmen. Daß hier Die Option so

Insassen im Namen Der Staatsregierung zu eröffnen, Daß sie Das Kloster bis zum ergiebig ausfällt, liegt zum größten Theil an Dem Einfluß Der bekanntlich außer- 1. Januar k. I. zu räumen, bis Dahin und ferner aber sich Der Abhaltung von ordentlich zahlreich vertretenen und dabei einflußreichen Patres.

Gottesdiensten, zu Denen Das Publikum Zutritt hat, gänzlich zu enthalten haben, jDeftetteid)

während das Mcffelefen überhaupt gestattet bleibt. Gutem Vernehmen nach zählt, '

nachdem eine große Anzahl Jesuiten bereits abgereist sind, das Laacher Kloster Wien, 30. Aug. DieTiroler Stimmen" erregen die Heiterkeit Der noch jetzt etwa 20 Priester, 110 Scholastiker und 20 Laienbrüder, zusammen also liberalen Blätter durch Die feierliche Erklärung,Daß bis zur StunDe nicht ein 150 Mann, eine Zahl, welche als paffenDer Beleg ultramontcner Wahrhaftigkeit einziger Jesuit aus Preußen nach Oesterreich (Cis- und Transleithanien) gekom- gelten kann, denn bekanntlich gaben hervorragende Mitglieder der Centrums- men ist und daß auch in Zukunft keiner nach Oesterreich kommen wird, um sich fraction im Reichstage die Zahl der in Deutschland vorhandenen Jesuiten aus bei uns bleibend niederzulassen. Dies ist oaS neueste Stichwort. An demselben 200 an. Die abreisenden Väter suchen ihren Charakter als Jesuiten nicht nur Tage, wo das Zwerger'jche Organ dies veröffentlichte, verspottete dasVaterland", auf ihren Legitimationspapieren, sondern auch in ihrer Kleidung möglichst zu ver- also ein unverdächtiger Gesinnungsgenosse, diejenigen, welche über die Einwande- bergen und kaufen sich in den Kleibermagazinen hellgefärbte Anzüge. rungeiniger" Jesuiten Merkmale der Beunruhigung zeigten. Die Erklärung

München, 1. Sept. Unsere Ministerfrage hat sich zu einer fast vollständi- Zwerger'S, die augenscheinlich die Behörden in ihrem ZuschauenGewehr an gen Cabinetskrtse auSgewachs n. Diese Entwicklung ist eine naturgemäße, denn Ort" unterstützen soll, hat übrigens ein Hinterpförtchen, auf das DiePresse" feit Dem EingestänDniß Der bestehenDen Verstimmung und der Hinneigung zu einer beiläufig hinweist: DieTiroler Stimmen" sprechen immer nur vonPreußen", prononcirt particularistischrn Politik konnte Das Verbleiben Des halbnationalen währenD Die AuSwanDerung doch nicht blos für Preußen gilt.

bisherigen Ministeriums unter einem Premier von Den Anschauungen Des Herrn Sidhtoeu

v. Gasser trotz Der bekannten AccomodationSfähigkeit einzelner Elemente füglich

Doch v'cht mehr erwartet toerDen. Die Mittheilungen über die Entlassung Dee Bern, 4. Sept. General Herzog, Der Oberbefehlshaber Der schweizerischen Herrn v. Lutz unD seiner College» mit Ausnahme Des Kriegsministers werDcn zwar BunDeSarmee, ist auf Einladung des Kaisers Wilhelm zu den Manövern Der