Einzelbild herunterladen

der Gesandten aus

diese Depesche ist bisher nicht bekannt.

Telegraphische Depeschen.

Commandant die

Die Commune ge-

Die

Sv

M

n; rti

10. he ob

Zf' fif

Liefemttg fiii 1574) Mkttwocl $on wird dahier die frischer Butter tr Cenmer öffentlich

Marienschloß, Großherjogliche 8

Rouen, 27. April. DieNouvelliste" schreibt, daß im deutschen Haupt­quartier beabsichtigt werde, Fontainebleau wieder zu besetzen.

London, 27. April. DieTimes" berichtet aus Versailles vom 26. d.: Währeno des Tages fand aus Batterien schweren Calibers ein heftige- Feuer gegen die von den Föverirten besetzten Fort- Jffy und Pont du jour statt. Die Escarpe und Contrescarpe von Jssy haben so schwer gelitten, daß eine große Bresche geöffnet ist. Die Foderirten in Bicetre, Montrouge und VanvreS ant­worteten schwach. Ihre Schüsse fielen in fünfminutigen Zwischenräumen. Von Bagneux, Chatillon, Villeneuve und Mont Valerien bombardirten die RegierungS- truppen Lefallois und das Maillotthor. Der Lorrespondent derTimes" beklagt sich bitter über die Brutalität der Versailler Offiziere, welche die achtstündige Waffenruhe den Bewohnern von Neuilly grausam verkümmerten.

London, 28. April. Der Telegraph meldet aus Paris vom 27. d. M.: Fort Jssy ist so beschädigt, daß es unhaltbar sein wird. Da- Dorf Jssy ist nur noch eine Ruine. Einige Reiter der Versailler Truppen hatten 4 die Waffen streckende Foderirten gefangen genommen und sofort erschossen. In einer Geheimsitzung der Commune wurde der Antrag gestellt, an den gefangenen

YM) MW d. I., mb Matratzen rc. Mi btt AMMM'

Gietzrn, den' Großherzoj

Main -:

1756) Die Ve W- unb Klr Löschungen finde

1) auf btr tz bei

m Bon J Bchnhoft ji i) auf der Stre ben

Bachin Bahnhofe v.

Frankfurt a. $ Königlicj

che

L ni

Da- 261. Pariser Bataillon, welche- man angeklagt hatte, seinen Posten vor dem Feind aufgegeben zu haben, veröffentlicht imSiecle" folgende Note: Da- 261. Bataillon, welches sich bis auf 50 Schritt den Versailler Verschan­zungen genähert hatte, mußte plötzlich zurückgehen, weil es Bomben von den Wällen erhielt. Es hielt deshalb aber doch 26 Stunden in Neuilly Stand, ohne zu trinken und ohne zu essen. Artillerie und Munition fehlte. Aus Mangel an Pferden spannte e- sich an seine paar Geschütze an, und konnte sie so retten. Von 250 Mann verlor es 117." Die Zahl der Bataillone, welche von der Commune abfallen, mehrt sich deshalb aber doch. Aufgelöst wurden wieder drei, nämlich da- 18., 19. und 20., und den Gehorsam versagten das 46. in Montrouge (der Commune ergebenes Viertel), das 4. und dann mehrere Bataillone in Bercy, die bis jetzt zur Commune hielten. Dieselben wollen nicht mehr auf die Wälle gehen. Das 11. Bataillon wurde am 24. Nachmittags entwaffnet. Man hatte dieserhalb einen Theil der Rue Montmartre, woselbst dessen Sitz ist, militärisch besetzt. Zu offenem Widerstand kam es bei dieser Gelegenheit nicht, wie denn bis jetzt noch ganz Paris sein Haupt vollständig unter das Joch der Commune beugt. Eine Hauptstreitkraft derselben bilden die Fremden, die zahlreich in Pari- vertreten sind. Einige bekleiden sogar höhere Stelle, wie Oberst Wentzel, Dr. Hertzfeld, der Oberarzt im Hotel de Ville ist, Capitän Durnow nnd Andere.

Die Vorbereitungen zu dem großen Schlage gegen Paris sind, wie Thiers verkündigt, zu Ende, und der Entscheidungskampf kann beginnen. Auch die üblichen Beförderungen unb Ordensverleihungen wie die hochtrabenden Redensarten sind wieder an der Tagesordnung, um die Truppen zu begeistern. Thiers fühlt, daß er sich rühren muß,denn die Opposition gegen ihn in der Nationalversammlung wächst, aber noch ist sie keine Majorität", äußert die Agence HavaS vom 22. April.

Der Petit Moniteur erzählt ausführlich, daß der frühere Oberbefehlshaber der Nationalgarden der Seine, Bergeret, jetzt ein Zimmer in der ersten Etage des Stadthauses erhalten hat, wo er zwar noch unter Aufsicht ist, aber seine Frau und Freunde sehen darf. Einem der Letzteren hat er erzählt, daß, als er im Ge- fängnifie von Mazas eintraf, der Gefängnißdirector in seiner Zelle erschien und ihn aufforderte, sich nicht zu entkleiden, wobei er ihm bemerkte:Belleviller Ba­taillons haben die Absicht zu erkennen gegeben. Sie diese Nacht befreien zu wollen; wenn diese Bataillons ihre Bewegung ausführen, so sollen Sie im Gefängnisse erschossen werden." Die Bewegung unterblieb, und Bergeret kam mit dem Schreck davon.

Darmstadt, 28. April. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 27. April den Ministerialrath bei dem Ministerium der Finanzen, Geheimenrath Maximilian von Biegeleben, unter Enthebung von der Stelle eines landesherrlichen und ersten Mitgliedes der Direktion der Staats- schulden-Tilgungskasse, zum Präsidenten des Ministeriums der Finanzen zu er­nennen ; ferner am 27. April den wirklichen Geheimenrath und Minister der Finanzen Friedrich Freiherrn von Schenk zu Schweinsberg auf sein Nachsuchen unb unter Bezeigung der vollsten Zufriedenheit mit seiner langjährigen treuen und ausgezeichneten Dienstführung in den Ruhestand zu versetzen.

M* Berlin, 27. April. Deutscher Reichstag. Die heutige 24. Plenar­sitzung eröffnet Präsident Dr. Simson mit geschäftlichen Mittheilungen.

Auf der Tagesordnung stehen:

W/ ni

& 1 \ vtt J I Ltt. tri ihr S

Paris, 26. April. Gestern forderte der deutsche

Räumung des von den Föderirten besetzten Forts Saint Quents. _______

horchte der Aufforderung, wie auch bei der Deöarmirung von Vincennes Di. Pariser Journale versichern, daß in der Tuilerienstraße zwei Batterien errichtet seien und daß der Tuilcrienpalast in einen befestigten Platz umgewandelt wer- den sollte.

Thlr. gegeben und derselbe dann alsEtat des deutschen Reiches" vublicirt * auch die Matricularbeiträge sind mit Rücksicht auf die Südstaaten neu regulir? Schels (Baiern) kündigt an, die baierischen Mitglieder der Centrumsfraction würden gegen das Gesetz stimmen, weil durch die Vertheilung der Matricularbei- träge Art. 52 der Verfaffung verletzt werde.

3) Wahlprüfungen. Die Wahl des Kreisrichters Böhmer im 2. Coblenzer Wahlkreise wird beanstandet bis zur Aufklärung mehrerer Unregelmäßigkeiten bei der Ermittelung des Wahlresultats. Die Wahl des Grafen Lehndorff im Wahlkreise Angerburg-Lötzen wird zwar für giltig erklärt, der Bundeskanzler je­doch aufgefordert, auf Grund eines eingegangenen Protestes, welcher grobe Re­gelwidrigkeiten bei der Wahl, ja sogar Fälschungen des Wahlprotokolls behauptet, die gerichtliche Untersuchung einzuleiten.

Schluß 4 Uhr. Nächste Sitzung morgen 11 Uhr.

3n Augsburg wurde am vergangenen Sonntag von der Kanzel ein Hir- teubries des dortigen Bischofs verlesen, worin vor der Schlinge, welche den Gläubigen zum Abfall gestellt würde, gewarnt wird. In Donauwörth wurde ein Bürger, der die Stelle eines Stadtrathes bekleidete, von der Theilnahme an einer katholischen Procession, der er in seiner amtlichen Eigenschaft beiwohnen wollte, durch den Pfarrer im letzten Augenblick ausgeschlossen wegen Unterzeich­nung einer Adresse an Döllinger, wodurch er unwürdig geworden sei,hinter dem Sanctisflmum einherzugehen."

London, 26. April. Nachrichten aus Shanghai vom 12. April zufolge soll die chinesische Regierung eine Depesche an die auswärtigen Gesandten ge­richtet haben, in welcher sie die Forderung stellt, daß kein Unterricht ertheilt werde, welcher der Lehre des Confucius zuwider laufe. Sämmtliche Missionäre, außer den in den Häfen befindlichen, sollen als chinesische Unterthanen betrachtet werden. Frauen soll es untersagt sein, dem Gottesdienste beizuwohnen. Bezüg­lich der jüngst stattgehabten Metzeleien soll keine weitere Genugthuung als die Bestrafung der Schuldigen gewährt werben. Die Antwort

Pans, 27. April. DasMot d'Ordre" schreibt: Toulouse befindet sich in vollem Aufstande. Keratry wollte die Nationalgarde entwaffnen, stieß jedoch auf Widerstand. Die Stadt ist voll von Barrikaden.

+ Paris, 27. April. Eine sehr heftige Kanonade richtet sich gegen die Porte des Ternes. Das Bombardement der Südforts ist heute viel schwächer. Die Versailler Flotille ist in der Nähe von BeconS angelangt. Die Pariser Kanonenboote feuern heftig auf den Mont Valerien. Die Erbitterung der Kämpfer wächst fortwährend. Nach einem an die Commune gerichteten Rapport beläuft sich die Zahl der Todten und Verwundeten auf 9000, weitere 3000 sind in Ge­fangenschaft.

z,sondere M I

fflit unter j

l 8*-,£

gs*

S6:

[fiel

, Arbeitg

Mont »«Ä $cn Bürgerm-j in älffo Sfaiebearb, -SL «Ä- »Süä

«

a.

1) Zweite Lesung des Gesetzes über die anderweitige Feststellung der Ma- tricularbeiträge pro 1869. Die Debatte dreht sich ausschließlich um die Frage, ob die süddeutschen Abgeordneten sich an der Abstimmung über das Gesetz be­theiligen können oder nicht. Dr. Mayer (Donauwörth) erklärt im Namen der baierischen Abgeordneten, an der Abstimmung nicht theilnehmen zu wollen, weil es auf Baiern keine Anwendung habe. Hölber (Württemberg) und Dr. v. Schauß (Hof) theilen diese Auffassung nicht; die Mehrzahl der nationalen Abgeordneten Baiern- bedaure das Treiben der Centrumspartei, den traurigen Art. 28 der Verfassung für ihre particularistischen Zwecke auszubeuten. Greil (Passau). Wir wollen nicht die Verfassung durchlöchern, sondern auf Grund derselben der Gefahr vorbeugen, daß durch unberechtigte Competenzerweiterung des Reichstages die Existenz der Einzelstaaten vernichtet wird. Lasker. Die Competenzfrage sei schon bei der ersten Lesung entschieden; es mache den Herren im Centrum wohl nur besonderes Vergnügen, den wunden Punkt der Verfaffung immer wieder aufzudecken. Winbthorst (Meppen). Art.28 lasse keinen Zwei­fel, daß bei nicht gemeinsamen Angelegenheiten, wie die vorliegende, die Süd­deutschen nicht mitstimmen könnten; es sei nicht unmöglich, daß aus der Theil­nahme derselben später die Ungiltigkeit des Beschlusses gefolgert werve. - Mi­nister Delbrück. Bei Feststellung der Verträge sei die Ansicht allseitig adoptirt, daß für die Competenzfrage es gleichgiltig sei, ob ein auf eine gemeinsame In­stitution bezügliches Gesetz für das ganze Reich oder für einzelne Theile desselben erlassen wird. Das Budget sei aber eine gemeinsame Institution, und deshalb könne Art. 28 hier nicht Platz greifen. Graf Bethusy-Huc spricht sich in dem­selben Sinne aus. Frhr. v. Hoverbeck. Die Würde des Reichs erfordere, daß diejenigen Abgeordneten, welche aus der Mitwirkung der Süddeutschen die Ungiltigkeit des Beschlusses folgern möchten, vorher den Ausschluß derselben be­antragen. Präsident Dr. Simson. Bei der ersten Lesung habe er sich dahin ausgesprochen, baß Art. 28 auf da- gegenwärtige Gesetz unanwendbar sei; wäre er anderer Meinung gewesen, so würde er nicht gelitten haben, daß die süd­deutschen Abzeordneten sich an der Abstimmung beteiligten, denn er habe den Prästdentensitz nicht inne, um mit dem Hause Experimente zu machen. Da ein bezüglicher Antrag nicht vorliege, werbe er bei der Abstimmung verfahren, als seien die Aeußerungen der Abgg. Mayer und Greil überhaupt nicht gefallen. Bei der Abstimmung genehmigt da- Hau- mit großer Majorität das Gesetz' un­verändert und stimmt folgender Resolution zu:Der Reichstag spricht die Er- Wartung au-, baß künftig die Di-positionsfond- für unvorhergesehene Ausgaben rucht überschritten, sondern etwaige, den Etat-betrag überschreitende unvermeidliche Ausgaben als außeretat-mäßige Ausgaben behandelt werden; er fordert die ?^^^siterung auf, daß künftig bei Aufstellung des Bundeshaushaltsetats bin- stauch der übertragbaren Titel desselben jedesmal erkennbar gemacht werde, wie vie von den übertragbaren Fond- in dem Vorjahre wirklich verwandt, und wie viel daher von denselben für das laufende Jahr noch disponibel ist."

. sung des Gesetzes betreffend die Feststellung des Haushaltsetats

' T .des deutschen Reiches für das Jahr 1871. Der Entwurf wird nach kurzer Er- lauterung desselben durch den Minister Delbrück auf Antrag v. Benda's einer Commtsston von 21 Mitgliedern zur Vorberathung überwiesen. Durch dieses

, z Gesetz wird dem norddeutschen Bundesetat pro 1871 ein Nachtrag von 565,975

' + Paris, 27. April. Durch das gestrige Bombardement sind die südlichen

Fort- stark beschädigt und unter den Artillerie-Mannschaften große Verluste be- wirkt worden. Die Versailler Geschosse flogen bis ins Innere der Forts und zerstörten die Casematten. Mot d'Ordre meint, die Commune werde nun jene Forts in die Luft sprengen lassen. Die Versailler Batterie aus der Terrasse von Meudon ist durch das Feuer der Pariser zum Schweigen gebracht. Doa der Porte Maillot aus sind fünf Versailler Geschütze bei Courbevoie demontirt wor­den. Auch soll das 195. Bataillon in Neuilly die Barrikade in der Rue Peyronnet genommen haben. Gestern fand eine geheime Sitzung der Commune Statt.

Paris, 27. April.Mot d'Ordre" berichtet, es sei aus dem Mont Valerien eine Meuterei unter den Marinesoldaten ausgebrochen, welche die Ge- schütze vernagelt hatten. Die Commune ließ den Gouverneur des Jnvaliven- hauscs, General Martimprey, verhaften. Die Versailler Truppen zeigen Unzu- friedenheit. In Meudon weigerten sich zwei Regimenter gegen die Insurgenten zu kämpfen. In Paris mache sich in den Gesinnungen der Ordnungspartei eine Reaction gegen Thiers bemerkbar. Schon sei mancher Gegner der Commune ein Anhänger derselben geworden.

Versailles, 27. April. Eine von Thiers heute erlassene Circulardepesche sagt, daß die Truppen bis auf 200 Meter sich Jssy genähert haben.

+ Versailles, 27. April. In der Versammlung berichtete Thiers, die Armee sei heute vollständig organiflrt und die activen Operationen gegen Jssy haben begonnen.

Er bedauert die Nothwendigkeit des Kampfes für die Vertheidigung der nationalen Freiheit und der wahren Freiheit und hebt hervor, daß das Recht auf £>eite der Vertreter des Landes ist. Er vertheidigt die Versammlung gegen die ihr gemachten Vorwürfe, und erklärt sie für sehr liberal, und Niemand in der- selben werde für den Untergang der Republik complottiren. Die Rede wurde mit großem Beifall ausgenommen.

ßerftet;

M Montag

Nachmit ,ollen Vitjum Na Noll chngm M WM, ME «atu baare Mw' ben vnsttigert wen EiM, ben 28-'

GrHnzoM

_________I

Asingen