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folgen Empfindungen, und die Herzen von Fürsten, Slaatemännern und Kriegern erzittern in ungewohnten Regungen der Zärtlichkeit und Dcmuttz. Zweifelsohne hat der Schürerz um die Todten hierbei seinen Anlpttl, allein abgesehen von den unvermeidlichen Momenten der Wehmuth war das Benehmen der Berliner Bevölkerung in diesen Tagen das eines Boltes, welches fühlt, daß selbst der erfolgreichste Krieg ein großes Unheil, und daß der Friede an sich cm Schatz ist, für dessen Erhaltung man mit eben so großer Standhafr-gkelt und Festigtelt eintreten rnaa, als bewiesen wurde, wo es galt, den fremden Dränger zurückzuschlagen und iu bestrafen." 9
D/Smarck noch immer gan, „mobil" ist, daß er Gesammtdeutfchland eben so wie [c!"et! urstamm Preußen als reinen Militärstaat auffaßt, bewies fein gewinnendes schein bei Begrüßung des Hohen Hauses und die nagelneue, mit Ordenssternen bedeckte Generalsuniform. Die Rech.e scheint nicht mehr ganz auf dem cordialen Fuße mit dem Reichskanzler zu stehen wie früher, denn sie ervcb sich diesmal nicht von dem Sitze beim Eintritt BiSmarckö. Der Umstand, daß die erste r.esung der revidirten Verfassung auf der Tagesordnung stand, hatte em ganz ungewöhnlich großes Tribünenpublikum angelockt, zu welchem das schöne Ge- schlecht ein überwiegendes Eontlngent stellte; der erwartete Ohrenschmaus blieb jedoch aus, denn auf die trockene, geschäftsmäßige Empfehlung Delbrück's antwortete nur Lchulze-Delitzsch mit einem eben so trockenen Hinweis auf die mangelndem freiheitlichen Institutionen. Die Schleusen der Beredsamkeit sind noch nicht aufgezogen.
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Allen Vorlagen werden wir aufmerksame Mitthätigkeit -uwenden
Überrascht nicht, daß der Krieg di. Vora^ttuzurregllmäßigen G-. sttzgebung verzog-rt hat, und vermindert nicht unsere «fioffnuno Daß di? grtujg de- Refchesssch eben so s, achtbar erweisenwerde ,^ w?k 'tie ß®e LÄ ce« 9?ortbfutfd>.rt Bundes. Dtt umfangreiche Einführung norddeutscher Gcstbe "ller° G,L- ''"de^ReiL^au^der^^"'" " ZusammenwL
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Die würdige Haltung des siegreichen Deutschlands, insbesondere auch der preußischen Hauptstadt, findet in den englischen Blättern selbst bei den Gegnern der deutschen Sache Anerkennung. „Das triumphirende Deutschland — sagt Daily News — feiert die Rückkehr Friedens mit einer Würde und Selbstbeherrschung die weder seiner nationalen Vergangenheit noch seiner Zukunft als Großmacht unwürdig sind. Seine Erhebung ist ruhig, ernst und stolz, vielmehr al« lärmend laut und eitel. Das Bewußtsein der Kraft dämpft seine Kundgebungen Da- G-suhl, nne große Pflicht erfüllt, eine große Gefahr abgewendet und ein große«
Die schweren Drangsale, welche über die Noth des Krieges hinaus Frank- 6 ■ bffMfttfltn Cie oft, doch noch niemals straflos verkannte
-Lahrhe.t, raß im Bcroanbe civiliflrter Völker selbst die mächtigste Nation nur in weiser Beschränkung aus volle Entfaltung ihre« inneren Wesens vor schweren Verwirrungen gestchert bleibt. 1 ,q,roertn
«»In, 25. März. Seine Majestät der Kaiser haben nachstehenden Aller- höchsten Erlaß erlassen:
Ich habe durch langjährige eigene Erfahrung inmitten der rheinischen ©auen die warme, unerschütterliche Liebe ihrer Bewohner zum theuren deut chen Vaterlande wahrgenommen, welche dic Provinz in dem glücklich vollendeten Kampf von Neuem im Wetteifer mit allen Thcilen Deutschlands opferfreudig beihätigt “n?._ m‘t öem Dlute ihrer heldenmüthigen Söhne besiegelt hat. Mit Gottes Hülfe ist durch die Tapferkeit der von Mir geführten Heere der Ausspruch daß der Rhein Deutschlands Strom, nicht Deutschlands Gränze sei, gegen die bedrohliche Anf-chtung tatkräftig gesichert und diese Wahrheit hoffentlich nunmehr für ewige Zetten unter dem Schutze des Deutschen Reiches jedem Streite enthoben. ,tm Hinblick auf diesen ruhmwürdigen, wiewohl mit schmerzlichen Opfern errungenen Erfolg habe Ich, als nach dem Verlassen des Kriegsschauplatzes Mein Fuß zuerst wieder den heimischen Boden betrat, den herzlichen Gruß unaemein wohlthurnd empfunden, mit welchem die Vertreter der Städte und Gemeinden Meiner Nhernprovinz in altbewährter Treue und Anhänglichkett Mich empfangen haben. Es ist Mir Bedurfniß, Meinen innigen Dank öffentlich auszusprechca, und ich veranlasse Sie, denselben zur Kenntlich des Rheinlandcs zu bringen
Berlin, den 22. März 1871. W i l h e I m.*
2ln den Ooer-Burgerneister Bachern zu Köln.
^7. Berlin, 27. März. Der Reichetag nahm heute feine eigentlichen Ar- oeiten auf, nachdem die drei vorhergehenden Sitzungen der Eonstituirang gewidmet waren. Feierlich genug wurde diese cr^e Aroeitssitzung inaugurirt. Am Tische der Bundescomr.'nssäre, der bis dahin eine trostlose Oede ze-gte, nahm Sr. Durch- laucht der Reichskanzler neben seinem alter ego Delbrück und dem sächsischen und hessischen Minisier-Bevollmächngten, foroic noch neun anderen Bundesralhen Jflög; wir wollen nicht hoffen, daß die ominöse Zahl dreizehn ein böses Omen für vas neue deutsche Reich ist, hegen vielmehr mit Freuden die Zuversicht, dasselbe werde sich einer eben so rüstigen Eonfiitution wie sein fürstlicher Kanzler er- freuen, dem man die Strapazen des Feldzuges, r m ~
h V? tU- 8ef unß am 231 ven deutschen Truppen übergeben, daselbst sofort eine deutsche Postanstalt in Wirksamkeit getreten.
München, 24. März. Man spricht davon, daß der König eine Reife an- treten weide; ob eine solche ins Ausland oder eine Rundreise durch das König, reich, darüber gehen die Virmuihungen auseinander. Ein in der neuesten Rum- wer der ..Augsburger Abcndzcilung" cnthaliener Panegyricus auf den König, welcher mit den Worten schließ,: „Wurde der König den längst gefaßten, aber bisher entweder in Folge widriger Gesundheitsverhältnifse oder wegen großer vo- litifcher Ereignisse immw noch unausgeführten Entschluß einer Rundreise durch Baiern demnächst zur Verwirklichung bringen, so wurde sich dieselbe wohl >u einer ununterbrochenen Kette von Huldigungen gestalten, und könnte der König erst ganz erkennen, wie sehr er von feinem Volke geliebt und gefeiert ist," schein, auf einr beabsichtigte Rundreise durch Baiern hinzudeuien.
Aus Spandau wird der „B. B..Z." geschrieben: Der Ucbermuth der sranjostschen Elefangrnen, die sich im Allgemeinen hier ganz gut betragen haben ?ai am Montag zu einem bedauerlichen Ercigniß Veranlassung gegeben. Den 3"^ XOat li 9efUttt - unter militärischer Bedeckung ,hr Barackenlager in b,fo,o,n . fiTe,U W‘affen un0 «h" Einkäufe «. in der Stadt eigenhändig » , "urften auch Bierlocale besuchen, er war ihnen jedoch verboten, tn i “X „• -injutreten. In gleicher Lage befand sich an. Montag auch ! des 2 »' eon "mm aus dem Kriege zurückgekehrten Unterofsieier ,
käuke iwr.n ^uiilier.Reglment« und einem lSemelncn begleite» war. Die Ein. i
iremlä^iM,-f,nffanb ' inDem H'"schcr den U-berlieferungen eines remlanbi^n Ursprunges folgten, durch Einmischung in das Leben anderer ^ ^^ KetMk des Verfalls empfangen. Das neue Reich ist selbst dem eigenen En W-rAm d s KC^fP7na™'n toeI.5C6- nur Abwehr gerüstet, unwandelbar oen -ü.vrtm des Friedens ergeben ist.
Achtung" wrlck^R^' f-TCn 2°»°" fordert Deutschland nicht mehr als Slwtung, welch- Rich, und «ttte gewährleistet und gönnt, unbeirrt durch Ab. Neigung oder Neigung, j.der Nation, die Wege zur E-nheit, jedem Staate die beste Form fe.ncr Gestaltung nach eigener Weife zu sinken
tioffeu ^'"^lchung in das innere Leben anderer Völker werden, so
yoffcn wir, unter feinem Vorwand?, keiner Form wiederkehren.
Majestät folgen wir mit freudiger Zustimmung zu den drinaenden |Ä”; SM"™.* " *—*•**• -«*■ •««.»- Wunden zu heilen, welche d'« Kneg""eschlggen?°und" Pflicht^^'e^BÄand'-« !ps"t "hab" n8t0t" ClC1Cmflen' 8tbcn o5tr Gesundheit für seinen Schuß gtr
i'ehi er sein Faschinenareffer und mit der flachen Klinmr barwis.-denl^t^.»» „ « O"-nung sch-ff-n. Da stürz, sich ihm >chz°rni^eine7^ L° ^n ml einem langen Dolchmesser entgegen, und um sich seiner Haut ru wedren m.J Cer Unterofsieier nunmehr von seiner Waffe ernstin Gchrauch Tödilich dur^ch fofon Ter'^i1. d'°S-"e verletzt, stürzt der Angreifer zusammen, den dann ferne ° ° E,r?auüa " *“? Der Fall Hai,- im Lager allge.
meine Erregung bervorgeru,en, die zedoch zu weiteren Er-essin nicht führte. Der Unteroffirier ist ani anderen Tage nach Berlin abcommandirt worden, nachdem er ti f'?“e4T.ener®!'‘®.e" ®er6a,tin< wegen gegen eine so große U-berzahl belobt worden Ziel endlich erreicht zu haben, erfüllt mit einer Dankbarkeit, dic zu tief für leiden" lctruna ^-rbc'a fübr^h."^drang, würde kaum eine so schwere Ver- schuf,liche und erreg,- Ausbruche ist. Di- jZubelruse der Menge verstummen unter 6» aeschärs, aeweken^ ^ Faschtnenineffer nicht noch aus dem Kriege
solchen Emvilndunacn. miß M? Aor>Pn _____ v b1 H'wqcn.
Bucharcst, 24. März. Aus die Interpellation des preußischen General. Eonsuls wegen der Statt gefundenen Gewaltthätigkeiten gegen Deutsche wurde der Pol.z-i-Praier. entlassen.. - Unter den vom Pöbel miltelst Sttinwür en - wundetcn Personen soll sich auch der General-Eonsul Herr Radowitz besinbe,i — 5ur heute Abend weiden weitere Unruhen befürchtet. Der Pöbel soll beabsich. tigen, be> dem Tumult die Verhafieien zu befreien. $
beibpn 2« ’?Är3' D"«,Minister.Piäsidbnt Fürst Zoan Ghika hat
beiden Hausern de» Landtags den Rücktritt des Eabinet« anaezeigt. Die Kam- mer hak diese Nachricht mit geringer Theilnahme, der Sena/mtt Befriediguna ausgenommen — Der Agent der österreichischen Regierung, Generalconsul Ritter Zulauf von Pottenburg, hat feine Bereitwilligkeit erklärt, sich dem deutschen Ge-
A _ n Telegraphische Depeschen.
△ Darmstadt, 28. Marz. (Privattelegramm der „Frankfurter Preffe"ä O e Generalversammlung der Bank für Süddeutschlanb (Zeitelbank) gen ^g i pro 1870 eine Divivcnde von 6^ Procent. 3 b 9 9
△ 8kllNkfiirt a. M., 28. März. Pariser (Versailler) Ori'gi'nalcorrespon- ^nz der „Frankfurter Presse" meldet: Nicht bekannt ist, daß auf die Entschlösse der im Borsengebaude versammelten Maires die Nachricht aus Versailles von be. imwendem Einflüsse war: die Nationalversammlung habe b"ch1Im Pan" ch w-'teren Schritt in den Verhandlungen mit dem Stadt- J““l! iU'önn; dieselbe habe vielmehr in ihrer Nachtsitzung die VcrmittlungS. welche ihr von den Deputirte» ver Seine und von den Maires gemacht worden seien. Die Maires sorderten aus eigenem Antriebe den Aemiral saisset auf, das Eommando niederzulegen. — Dasselbe Blatt meldet^ Ar es m Paris 'aufzubalten. Wenigstens wird au-
^nn TO r Utl3 fi£LnaIl|,rt Der Oberprocuratvr von Aix und der Präfcct ml" " Scfel,! "icrzn au- Versailles erhalten haben. Die mi-
sofort KmFM^n^Lem""'^ Depar.emen.sralh solle
+ 28. März. Der Adreßentwurf des Reichstags lautet:
Allerdurchlauchligster re. Durch Gottes gnädige Fügung ist' es Ihrer azestat und der elnrnitthigen Nation gelungen, die Sehnsucht der Vorfadren ist' das^Dertts^^Pb^^ lästeren Grundlagen als je
° Fülle ss^ner ^ratt"^"^^ , entschlossen, es zu erhalten ,.r der
.. 7 ° - "m n ' ö fortzuknlwickeln auf den Bahnen der Freiheit und des freuen, dem man die Strapazen de- Feldzuges, die Riesenarbeit der Zusämmen! Nttion ^den^c°rha"bem^ ®cl*£n ülc
W^i6un9 des jungen Kaiserreiches nicht ,m mindesten anmerkt. Daß Fürst oeu schen f>eerc0fAuiM^V ^L' r“" un0 ter Hingebung des
Bismarck NO.-K ,mm,. -a ----- - ■ 18■ ° lchulket, den Dank für gewaltige Thaten, denen beschieden war,
n ' Abfuhr abzuwencen, sondern auch die Zukunft vor
der Mederkev gleicher Gefahren zu schützen. Denn mehr noch als die erütt-nen Vorsicht" mäßigem W D'e ,ktf£ ÖEfe(iiflUn8 uns-r" Gränzen die Nachbarn zur


