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beschickung des RrichSrathS durch den böhmischen Landtag in Aussicht stellt. Das „Oesterr. Journal" gibt eventuell die Demission des Ministeriums Hohenwart für diese Eventualität zu verstehen.
Wien, 26. Oct. Die Blätter melden übereinstimmend, daß die innere Krisis zu Gunsten der ReichSminister entschieden wurde und die Demission des EabinetS Hohenwart bevorsteht. Der „Wanderer" meldet: Die Führer der Tschechen und Graf Hohenwart stimmten darin überein, daß das kaiserliche Antwortrescript den Tschechen den Weg in den RcichSrath uicht verschließen viufe. Zu diesem Zwecke hätten sich die Führer der Tschechen zu allen möglichen Eoncessionen bereit gezeigt, namentlich dazu, den seitens der Ungarn erhobenen Bedenken gerecht zu werden, wie auch dazu, der Bcrsaffungspartei auf ihrem eigenen Boden entgegen zu kommen.
Metz, 2 l. Oktober. Bezüglich der vom „Nürnbg. Anz." berichteten blutigen Schlägern zwischen baverischen und preußischen Truppen, welche am 15. hier stattgefunden haben sollte, wird der „Karlsr. Ztg." von hier geschrieben, daß die Darstellung des Vorgangs eine vollständig unrichtige ist. Allerdings hat am fraglichen Abend — zunächst unter bayerischen Soldaten auf dem Platze St. Louis — in nächster Nahe der von Bayern belegten Caferne CoiSlin — ein Wortwechsel stattgefunden , der durch das allmähliche Hinzuströmen von Soldaten verschiedener Truppentheile eine größere Dimension annahm und wobei schließlich einige Soldaten zu Thäilichkeeten — selbst mit blanker Waffe — sich hinreißen ließen. Bei dieser Gelegenheit wurde indeß blos ein bayerischer Unterossiz'cr und der königlich bayerische Lieutenant Himmelstoß, welcher, zufällig zu dem Streit hinzukommend, die Tumultuanten zur Ruhe verweisen wollte, leicht verwundet. Die Uiheber beider Verwundungen sind bis jetzt noch nicht ermittelt, sie dürsten aber gleichfalls
Still; — doch mit trauernden, bewegtem Herzen Entrichteten wir Dir den letzten Zoll, Und im Gefühl der bittren Trennungsschmerzen Ist noch das Mannesauge thränenvoll,
Ein Lehrer war's, den wir zur Gruft getragen,
Ein deutscher Bürger, treu von seltner Art,
Ein Menschenfreund, — die Gemeinde kann es sagen, weinend sich um seinen Sarg geschaart.
Ein schlichter Biedermann, im Sonnenschimmer,
Wie in dem Lebensdunkel, pflichtgctren, Ein seltner Freund, der überall und immer Sich hoch bewährte, fest und ohne Scheu.
Wohl drängt empor im Bnsen sich die Frage: Warum so Edles unserm Kreis entflieht?
Doch schweigen soll der Zweifel und die Klage, Wo klar allein die ew'ge Weisheit sieht.
D'rum aufwärts von dem kalten Todesschauer Den Blick erhoben zu dem Thron im Licht, Uud freundlich wandle sich der Herzen Trauer In liebender Erinn'rung heil'ge Pflicht.
unter den bayerischen Soldaten zu finden und speciell die Verletzung de- Offiziers auf Rechnung der herrschenden Dunkelheit zu setzen fein. Hiernach reducirt sich der ganze Streit auf ein — leider — in allen größeren Garnisonen häufig vorkommendes Ereigniß, dessen eigentlicher Anlaß auf „zarte Liebesverhältnisse" zurück- zuführen ist.
Brüssel, 26. October. Aus Versailles wird gemeldet, Thiers habe beschlossen, bei dem Wiederzufammentiitt ter Kammer die Rückkehr nach Paris zu beantrag n. — Nach Berichten aus Grovenhage werden die Abendunruhcn immer tumultuarifcher Man wirft der Pol-zei Schwäche vor.
Versailles, 26. Oktober. Die „Agence Havas" meldet: Auf Corsica herrscht Ruhe. Pr nz Napoleon ist, wie man versichert, abgereist. — Die Räumung der sechs Departements wird Ende dieses Monats beendet sein. — Die Zahl der bis jetzt aus ter Hast entlassenen Communalisien übersteigt bereits 1O,OUO. — Die Glldkrisis ist fortdauernd in der Abnahme begriffen.
Paris, 22. October. Die Räumung der sechs Departements, welche in Folge der Berliner Eonvcntion von den Deutschen sofort verlassen werden, hat heute auf allen Punkten begonnen. Es ist die vierte preußische Division, welche
Ja Edler, treue College I ruhe sauft nach treuem Walten, Wo lohnend ew'ge Friedenslüfte weh'n, Wo Engel der Vergeltung Waage halten, Und grüß uns freundlich dort bei'm Wiedersehn!
Nodgen.
Frischbäcker z u Gießen.
,p Son n t a g d en 29. Oct ob er. Ludwig Kämmerer auf dem Seltersweg, Jacob Nonstadt in der J?eu|labt und Christian Jughard in der Wallthorstraße
Srirchtiche Au zeige
der evangelischen Gemeinde zu Gießen.
G o t t e S d i e n ft.
) Morgens: Pfarrer Dr. Seel.
Am 29. October: (Feier des heil. Abendmahls.)
J Nachmittags: Mitprediger-Vicar Freiensehner.
im Süren steht, und die bayerische, welche sich im Westen befindet, die aus Frankreich Weggehen. Dijon und Lons-lc-Saulnier sind bereits geräumt. Der Abzug der Deutschen ging in aller Ruhe vor sich. — Wie es heißt, hat die Ankunft des Peinzen Napoleon in Corsica zu keiner Demonstration Anlaß gegeben. In Ajaccio halt-n sich kaum 250 Personen eingefunden, ihn zu begrüßen. Dieses darf jedoch kein Erstaunen erregen, da der Prinz bei den Bonapartisten nie populär war. Vor dem Staatsstreich war er Republikaner, protestirte zuerst, wahrscheinlich weil er nicht an da- Gelingen glaubte, gegen den 2. Decembcr und stand sogar noch mit den Verbannten in schriftlichem Verkehr, als er bereits zum DivisionS-General ernannt worben war. D:efe Antecendentien sowohl als auch der Glaube, daß er im Geheimen mit dem G vanken umgehe, den kaiserlichen Prinzen zu beseitigen, hatten ihm den größten Theil der imperialistischen Partei entfremdet. — Die gierung scheint endlich eingesehen zu haben, daß es nothwendig ist, geg n die Offiziere einzuschreiten. Eine Note im osficiellen Blatt kündigt dieses heute an. — Gegen die Presse scheint man auch wieder strenger vorgehen zu wollen. Der „Gaulois" wurde heute mit Beschlag belegt, weil er die Decorirung Pouyer- Qucrtier'S verspottete, und der „Omi Vive", welcher in London erscheint, so wie die Broschüre Fonet, welche in Genf veröffentlicht wurde, sind in Frankreich verboten.
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an den am 23. October verstorbenen Lehrer Rabenau zu Alt-Bufeck.
Auch Du bist aus dem Lehrerkreis geschieden, Für diese Welt eutschwuudeu unserm Blick; Bist eiugegaugeu zu dem ew'geu Frieden, Still kehren wir von Deinem Grab zurück.
Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 29. Octobcr bis 4. November besorat Pfarrer Dr. Seel.
Borsennachrichten.
26. Octobcr 1871.
Preuss. 4l/z0/o Oblig. 100
Frankf. 3i/a% Obi. 84
Nass. 4Va0 o Obi. 983/4
Kurhess. 4% „ 92
Gr. Hees. 5% Obi. 1031/4
» n 4% n 96V8
n » 317,0/0 „ 91V,
Bayer. 50/0 „ 1003/,
n 41/2 0/0 1jährige 100 „ 40/g 1jährige 9P/4
Würtemb. 4*/2% Obi. 935/e
Baden 4 */,% Obi. 0. E. L. 99%
Oeeterr. Silberrente 575/g „ Papierrente 48'/2
Amerik. Bonds 1881 r 99 V4
w n l«82r 96t/4
» n 1885r 963/8
„ „ 1887r 96'/.
Spanier, neuest. 3% 337/8
Actleu.
Frankf. Bank 135
Frankf. Vereins-Kasse 117
Darmst. Bankaet. 423'/j
Wien Bankaotien 761
Galizien 254
Oest. Creditaot. 2893/,
Actieit.
50/g östr. F. St. E. B. 3827/b Lombard. Bahn 191 */, Ludwigsh.-Bt»ibaoh 196
Maxbahn 1403/4
Bayer. Ostbahn 1453/< Rheiu-Nahebahn-Aot. 40*/2 Hess. Ludwigsb.-Act. 173 Oberhessen „ 77'/4
Prioritäten^
3% öster. Stsb.-Prior. 58
3% öst. s. Lombard 78'/4
30/0 Livorneser 35'/8
5% T osoaner 543/4
50/0 Elisabeth.-Prior. 81
do. II. Emiss. 79
Auletieiisloose.
Kurh. 40 Thlr. Loose 693/4 Nassau 25 fl. 411/4
4% bayr. Präm.-Anl. 113 Ansbacher 7 fl. 12
40/g badische Loose 110 */, Badische fl. 35 Loose 69 3O/o Oldenburg, ä 40Thlr. 363/4 Oestr. fl. 250 v. 1854 76 1858r Prioritätsloose 181'/, 1860r Loose 8578
1864r R 136 Braunschweiger 19
Stadt Florenz 83
Weehgei.
Amsterdam k. 8.
Augsburg k. S.
Berlin k. 8.
Bremen k. 8.
Brüssel k. 8.
Hamburg k. 8.
Leipzig k. 8.
London k. 8.
Lyon k. 8.
Paris k. 8.
Wien k. 8.
ditto m. 8.
ditto 1. 8.
Disronto 4 %
98y8 993/4 105 9678 925/8 873/8 105
117-7, 903/8 903/, 98s/8
Geldwerten.
ü. kr.
Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42
Holl. fl. lOSt. 9 53—55 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankenst. 9 17'/r—18 y2 Engi. Bover. 11 46—48 Russ. Imper. 9 42—44 Dollar in Gold 2 24'/8—25 </,
AiSgemeiner Anzeiger
Besondere Bekanntmachungen.
Oeffeutliche Aufforderung.
4361) Nachdem die bekannten Gläubiger des Bäckers Ehristian Jughard III. zu Gießen mit diesem und dessen Mutter behufs Abwendung des förmlichen Eoncurses eine Vereinbarung getroffen haben, wonach die Letztere gegen Abtretung der Masse an sie die bevorzugten Gläubiger vollständig und alsbald, die unbeoorzugten mit 40 0/0 in drei Terminen abzufinden verspricht, wer- den etwaige unbckannten Gläubiger des Christian Jughard III. unter Gestattung der Acteneinsicht aufgcfordert, ihre Ansprüche so gewiß binnen vier Wochen dahier anzumelden und etwaige Einwendungen gegen die erwähnte Vereinbarung vorzu- bringen, als sonst die letztere ohne Weiteres bestätigt und vollzogen würde.
Gießen, den 9 October 1871.
Großherzoaliches Stadtgericht Gießen- Muhl, Becker, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor-
Bekanntmachung.
4582) Vom 1. November er. ab tritt in Lengfeld im Odenwald, Kreis Dieburg, an der Eisenbahn von Darmstadt über Wiebelsbach — Hcubach nach Babenhausen gelegen, eine Kaiseiliche Post-Expedition in Wirksamkeit. Die Post-Anstalt in Lengfeld t. O. erhält die Porto-Taxe von Neustadt i. O-
Dem Landbestellbezirke von Lengfeld i. O- werden die bisher zu den Bezirken der Kaiserlichen Post-Expeditionen in Groß-Umstadt und Brensbach gehörigen Orte Habitzheim, Hering, Ober-Klingen, Nieder-Klingen und Zipfen nebst Gemarkungen zugeth'ilt.
Darmstadt, den 13. October 1871.
Der Kaiserliche Ober-Post-Director.
Zn Vertretung:
C a l a in e.
Oeffeutliche Bekanntmachung.
4577) Nachdem der Großh. Schwurge- richtshof für die Provinz Oberhessen in seiner öffentlichen Sitzung vom 9. d. Mts. nachstehendes Urtheil erlassen hat:
Zn Anklagesachen gegen Ludwig! Weimar von Gießen, wegen Ver-I vortheilung seiner Gläubiger und! Wechselfälschung, und gegen Hein-' rieb Weimar von da, wegen Beihülfe zu dem letztgenannten Verbrechen, erkennt der Schwurgerichts Hof, daß
1) Ludwig Weimar, vormaliger Bürgermeister und Gemeinde - Rechner in Beuern, zuletzt Mühlenbcsitzer in Gießen, circa 36 Zahre alt, verheirathet, wegen mehrmaliger Urkundenfälschung und Vervortheilung seiner Gläubiger in eine Zuchthausstrafe von 3 Zähren, zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Zähren und in 2/3 der Kosten der Voruntersuchung und in °/< der Kosten des EomuiNlicialvtr- fahrens, im Ganzen Uguidirt bis heute auf Zwanzig neun Gulden dreißig acht und einen halben Kreuzer,
2) Heinrich Weimar, Sohn deS Ludwig Weimar, 15 Zahre alt, wegen Beihülfe zu dem erstgenannten Ver
brechen, in eine Haftstrase von 6 Wochen und in 7o der Kosten der Voruntersuchung und 74 der Kosten des Con- tumacialverfahrens, im Ganzen liqui- dirt bis heute auf Neun Gulden zehn neun Kreuzer, unter solidarischer Haftbarkeit der Angeklagten für die Kosten, das Heinrich Weimar jedoch nur bis zum Betrage von */g resp. >/4, in contumaciam zu verurtheilen seien, verordnet zugleich nach Art. 400 der Strafprozeß-Ordnung die Sequestration des Vermögens der Angeklagten und verordnet weiter nach Art. 402 der Strafprozeß Ordnung :
daß dieses Urtheil durch die einmalig- Einrückung in öffentliche Blätter bekannt zu machen sei,
wird^dassclbe in Gemäßheit des Art. 402 der Strafprozeß-Ordnung öffentlich bekannt gemacht.
Gießen, am 23. Octobcr 1871.
Der Oberstaatsanwalt am Großherzoglichen Hofgcricht der Provinz Oberhcssen.
Wolff, Substitut.


