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Glchmer Anzeiger.
Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags.
Expedition: Canzleiberg Lit. D. Nr. 1.
Dienstag den 28. Februar
Nr. SO
In Uruguay hoben Die Insurgenten bei der Annäherung des Juarez die
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Die Fürsorge für die Invaliden und Hinterblie-
Dnrmsladt, 22. Febr.
Iben so wie wir wissen muß , e«
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ui« ”r denen ^llener Ärieger beschäftig, schon sitzt die Vereine de. Großherzogthum« n von loiur een touu mq» viuy»» »'•••- / u - . n tür «rankenvklcae und Unterstukuna der Soldaten
Mus<Se des Souveräns einen „einen Hut und einen grauen Ueber- He,UN,
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Juarez durch einen schnellen Marsch ihre Flanke und erreichte die Nachbarschaft der Stadt. Nachdem er sich mit der Infanterie vereinigt, marschtrte Juarez gegen die Insurgenten, die ihn in Sauce erwarteten, und am WeihnachtSseiertage kam cs dort zu einer helfen Schlacht. In seiner Depesche meldet Juarez einen vollständigen Sieg, Oie Ausreibung des Feindes und die Erbeutung von 6 Geschützen, 7 Wagen mit Munition, 500 Gewehren, 3 Fahnen u. s. w. Den Verlust des Feindes giebt er auf 800 Todte und Verwundete, seinen eigenen auf 133 Todte und 254 Verwundete an. Nach der Schlacht machte Aparicio, der Insurgenten» chef, in Zala Halt und begann seine zerstreuten Truppen zu sammeln. Es heißt, vaß er doch noch 4—5000 Mann unter seinem Commando hat. Die Regierung bat die Frist, innerhalb welcher die versprochene Amnestie benutzt werden kann, um
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»ck aufzubewahren, welchen man in Cer Belle Jardimerc gan, neu für 30 g c«. lauft. Wir wissen alles Cie« in Pau» und wir hoffen- r~-
Tie Ankunft des Generals Duervt in $ori)Caiy verdien, bemerkt zu wer- D'efer General gehör, zu denjenigen, welche mit dem verpfändeten Ehrenworte Sophisterei getrieben haben. Tie Deutschen haben aber, nachdem derselbe ,um Deputirter. von Revers ernannt, 'hn ruhig aus Paris Herausgelaffen, wie denn auch bei der Gupitulation diese Sache unerertert Hieb oder wenigstens feine Auslieferung verlangt wurde. Menotti und Rieewiii Garibald,, Eanzw fow.e die meisten garibaldischen Osste,ere haben ihre Entlassung aus französischen Diensten genommen. Ehanzy'S Hauptquartier ist in Poitier«. ,
Cottlic 17. Febr. Trotz des Waffenstillstandes ist gestern hier feindlicher Tücke noch ein Opfer gefallen. Gestern, am 16. Febr., begab sich ter Lazareth. fl(bülfc Untere,fieier Ullrich dts 2. Bataillons 2. Brandenburgischen Grenadier. Regiments Nr. .2, Ritter des Eisernen Kreuze» 2. Klasse, der natürlich das internationale Abzeichen (rothes Kreuz in weißer Binde) trägt, auf Befehl au« feinem Cantonnement Meziäres nach Conlie. Halben Wege» traf er einen Mann, weicher ein Hackemesser trug , das ortsüblich dazu dient, die Kmcks abzuholzcn, und diesem folgte ein großer Hund, welchen wir oftmals Gelegenheit hatten, wegen feiner Stärke und Bissigkeit zu bewundern- In heimtückischer Weese näherte sich ter Franzose unserem Lazartthgihulfen mit ten Worten: „Vous parlirez L Conlieworauf dieser mit „Our!“ antwortete. Der Franzose begleitete noch weiterhin den Preußen, bis ihm dieser zu erkennen gib., daß er Eile habe und auSschrei.en müsse. Nachdem der Unterosfieier einige Schritte von dem Franzosen entfern, ist, erhält er plötzlich einen Schlag von hinten auf den Kopf, ter ge- ttiditig genug geführt ist, um ihn besinnungslos in den Chausseegraben fallen zu lassen. Dem ersten Hiebe folgen mehrere, und auch damit noch nicht zufrieden, wird cklieblich Der Hund, eine reißende Bestie auf ihn gehetzt, um den Unglücklichen zu zerfleischen. Nachdem dieser Unmensch sein Opfer für tvd. hielt, floh er eilenden Schritte« feldeinwärts. Gott sei Dank war unser Ulluch rur bewußtlos und be- , (oft noch Kraft genug, Conlie zu erreichen, wo ihm sofort ärztliche Hilfe zu Tyeil । wurde Der Aermste war entsetzlich zugerichtet. Allein aus 16 Hiebwunden am > Kopfe strömte Da« Blut über Gesicht unD Nacken. Zwei Finger der linken Hand, ; welche Die Schläge abwehten wollte, waren Durchgehauen, fo Daß Dte öjarticula. . tion nöthig fein roirD. Zum Glück ist keine einzige dieser Wunden todtltch, und , nur in der Gesammtheit der vielen Kopfwunden kann möglicherweise ein letaler Ausgang erfolgen. Jedenfalls wird er durch den Verlust zweier Finger dienst, untauglich werden, was alle feint Kameraden um so mehr bedauern, Da er ,eDer- jeit ein pflichttreuer UND gewiffenhaster Lazarethgehulse war, der seinen Kameraden in allen Schlachten und Gefechten, Die unser Regiment durchgefochten, ein treuer, für sich selbst rücksichtsloser Helfer in der Noth war.
i uno mir yopt.i, Daß Die Provinz, welche ein« eben so wenig in Dem Augenblick vergessen schreiben an
iieeitO Den Hülssverein für Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Feld im hohen Grade. Ein von dem sehr thätigen Bo,stände diese« Ber- 5 te'n. "anDUt.l,girt.n in Hessen, HofgeuchtSuUh Weder erlassene- Aus- , sämmtliche Zweigvereine de» Huls«verein« gibt hierüber einige An- battevunfte- Nach einem Au-schreiben de« Berliner Central-Comite's sollen in ter jetzigen UebergangSperiode und bis zur bemnachstigen Feststellung der ständigen Unterstützung durch den Vorstand der allgemeinen deutschen Jnvaliden-Stiftung einmalige Beihülsen an bedürftige Invaliden fowie an Hinterbliebene gefallener Krieger ie. verabfolgt werden. Die geschäftliche Behandluttg dieser Angelegen, heit hat der Hülssverein einer besonderen „Invaliden-Abtheilung- übertragen, wtlcbe 1) sämmtliche Invaliden in Hessin zu ermitteln, 2) ihre Verhältnisse rejp. den Grad ihrer Bedürftigkeit festzustellen, 3) in geeigneten Fällen durch
Herbe, Da sie ihre Abgeordneten wählt. ....
Hoffen, la« ist Alle«, wa« wir können; einen Rath Stben würde lach sch fein, wenn unsre Stimme nicht über unsre Mauern hinauSreicht. eg teß für uns eine Harle Lehre daraus hervorgehen! Unsere Ungluckssalle, wie jit'ß sie auch fein mögen, werden nicht ganz ohne Frucht bleiben, wenn ,uts immer und immer vom Napole»nismu« befreit haben. , .
Wir wissen, was e« uns gekostet hat ihn zu brechen, wa« e« uns gekofiet tat um davon zu leben, und in Kurzem werden wir berechnen lonnen,
Anzeige- und Auilskiall für den Kreis Hießen.
------------ " ' 1871.
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Itlbft zu halten. Wir wissen beute, was uns die v >oen, oer ...
Grquc olyinpique, die Triumphbogen, die mit ruhmvollen Namen gezierten und, ws feindlicher Bronze (ex aere capto wie die Inschrift der Vendome-Saule f.gt) gegossenen Brücken und Säulen losten; wir wissen, mit wie viel Milliarden wo Strömen von Blut ein Volk einst den Ruhm bezahlen kann,
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"un8 tojlet üaben wird, um daran zu sterben. Frankreich wird wenigstens
Mit Bezug auf die am 3. März bevorstehenden Wahlen Deutschen^ ein ba.be« Jahrhundert bedürfen, um sich aus dieser Episode ferner Geschichte Reichstage bringt die „Provinzialeorrespondenz" natricHfcben Urugua? hoben die Insurgenten bei der Annäherung des Juarez Die
der Mahnung an Die Wähler schließt. „Wem es "^ 'st w /er patnotischen ^ ^ “ru^ Video auf, aber wahrend sie die Landung Der letzteren
greuDe über Die großartige herrliche Entwickelung weich„unf 1 C ' 8Ccr @9latl jUm Anschlüsse gefanDten Infanterie zu verhindern suchten, umging Enaeführt ist, ter wird am 3. Marz feine Gesinnung mit Dir 4-bat v tunten, smnrfA ihr, Stlanfe und erreichte Die Nachbarschaft
E tu ch Abgabe seiner Stimme an der Wahlurne mit dah.n wirken, daß Mann r in den Reichstag gewählt werden, deren politischer Charaeier und bisherige St l- jung jur Regierung Bürgschaft dafür geben, Daß sie unserem glorreichen Kaiser mH s mein bewährten Kanzler au« voller Ueberzeugung und mit aufrichtiger Hm- »bot! h"sen wollen, D.e einheitliche Kraft und d.e Wohlfahrt des deutschen dickes im Geiste des Friedens und wahrer Einigkeit immer wirksamer zu ent- -11? nJe» »aller und Könia wird, so Gott will, bald nach den Wahlen hiiinlehren zu seinem Volke, nachdem er für Das VaterlanD fo ®roße« voUbracbt urt erreich? hat, wie nie ein Deutscher Fürst vor >hm. Möge
Dwtsche Volk dem erhabenen Träger unserer neu gewonnenen Macht und Große »m Zoll de« Danke«, der Verehrung unD des innigen Vertrauens auch in Der MM Der Bolksvertreter entgeginbringen.
Der Reichskanzler Graf Bismarck hat Den Kunstlervereinen ie., welche ihm lie Bitte veraetragm hatten, Dafür sorgen zu wollen, oatz Die von Den Franzosen Mreno Der Oceupation entführten Kunstwerke ihren früheren Besitzern w'-Der zu- Mgezeben werden, jetzt eröffnet, daß er Alles Daran setzen werDe, diese Kunstschatz idiie helmathlichen Stätte wilder zuzusuhren. ... ... f .
Der Kaisir wird bestimmt bis zum 9. Marz nach Berlin zuruckgekehrt sein, « wenn dinnow der Zusammentritt des Reichstages um einige Tage spater statt, toet al» anfänglich befi'mmt war, so hat die- einzig unD allein Darm fernen «iunD, weil Graf Bismarck bis zu jenem Termin moglichenfaUs in Versailles Hüben muß, um Die FriedenSverhanDlungen zu EnDe zu fuhren.
Bezüglich Der im FrieDenSschluß mit Frankreich zu stipulirenden Terrt orial.
hoit tie 6. S.'-, Daß heute wie im November, za sogar im Oeptemver in das^Ersüllen einer eminent nationalen Forderung, von Der keine deutsche Re- Mutig Abstand nehmen könnte, sestgehalten wird. Es wird nicht einmal Da» von Lnfrfltid) iurütfgefertert, was früher von Deutfchlanv abgerissen worden ist, man
Ügt sich mit dem, was entweder deutsch geblieben oder für D.e strategisch S>- . ?.uA unserer Grenren wichtig ist, und wenn diese Forderung mit jener verglichen »itD, welche Frankreich im Fall ces Sieges an Deutschland! gestillt hatte, fo fann ! San Deutschland nicht Mangel an Mäßigung vorwersen. Diesen Vorwurf erhebt Ü,inens keine einzige europäische Macht, nicht einmal das Cabtnet von St. James.
Deuifchland geneigt gewesen, feinen Steg weitmoglichst auszubeuten oder Mer an-runutzen - fo hätte es nur alle Die Rathschlage zu befolgen brauchen, Di ijjm von verschieDenen Seiten ertheilt worden sind unD aUe au eine Zer rum- mrung Ftankeeichs hinzielten: Flandern, Savoyen und Nizza u. f. w. ist ost ge- ''ant worden. All Diesen Versuchen hat DeutschlanD wiDerstanDen, aber wa« auf innerer Nothwendigkeit beruht, ist unerläßlich, za felbstverstandlich, und in Dtejern «ir.ne ist Du«: l’est ä prendre ou ä laisser zu verstehen, nicht 'n Dem, einer Ai-gorifchen willkürlichin Nöthigung. An Dem Unerlaßlicben, ®elbftverßanDli<ben ii d festgehalten unD nicht Ttoepu's, nicht Chanzy S wahnwitzige« Fanfaroniren »irh ein Darüberhinausgkhen nach stcb ziehen. .
(ii wird Der „Post" bestätigt, daß Fürst Gottfchakoff rn tiuer Depesche Die Auf. »iiksamkeit Der beiDen kriegführenden Mächte auf die Nothwendigke.t bingelenfi In sanitäre Maßregeln zu treffen, um Epidemien vorzubeugen, welche im nächsten Hemmer ihren Ursprung in Der Nähe Der SchlachtselDer nehmen konnten unD i-menilich um Die Eifenbahnwaggons, welche zum Transport von VerwunDeten ,w Kranken gedient haben, wieder in den Zustand zu versetzen, Daß sie zum g - 1 »ihnlichen Transport von Personen unD Gütern verwendet werden können, ohne
Hjfahr in sanitärer Beziehung Hervorzurusen.
Die Deutschen^behandeln uns, wie wir ehre Väter behandelt haben. Nichts fl aerechter. Wir haben also über unsere eigenen Thorheiten uns nur an uns klbft iu halten. Wir wissen beute, was uns die Helden, dte Uebungen des


