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Erscheint täglich, mit Aus­nahme Montags.

Expedition : Lanzleiberg Lit. B. Nr. 1.

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Anzeige- und LmlsölÄi für dm Kreis Hießen^

StrTlÜL < Sonulag dm 26. Fcbriuir _ ~ 1870.

SS- - -- ...... r U;7..1 sowohl bd der Expedition, Canzlciberg B. 1, als auch

Bestellungen auf den GieGener Anzeiger bei °uen Mst-Expebition-n^^^

ÄHl i ch e r T h e i I.

25. Februar.

Wenn der Einzug der deutschen Truppen in

Der Exkaiser wird den ihm während ttt Dauer seiner Gefangenschaft an-

tcd>fairmilid) dir dohin noch keine Fahnen geführt ballen. rr, ... lllrtticn

1815 D-m'st'e.« gut unterrichteten Manchester »Guardian" wird von seinem lon- dvner Correspondenten geschrieben:Die Familie Orlean« ist »«rtraul,eher Mel- duna rusolae unter sich zu einer Verständigung gelangt, sich um den B 0 «um-l- u°schaaren, falls er anstal. de- Grasen von Pan- von der neun. Na- Ilona,Versammlung zum Präsicenlen der Republik gewählt werdensollt. Man mach. mil Bezug aus diese- Pro,er. kein Hehl darau-, daß e- wn er Nicht« - ein Sl-dlum der Uebergange- von der demokratischen zur constllutiondlleu D o narchie ist, aber dl- Franzosen im Allgemeinen sind nicht b- Laune, im eh g n Augenblick Vie Zusälligkeiten de» Regime zu "'^utiren. Die Imperial st | über ihre völlige Niederlage entsetzt und erklären sich dieselbe durch den «mstan daß di-Peirster-Parlri" im letzten Augenblick >n da« Lager l^ " Sfl'eal überging. Der Umschwung wurde, wie man glaubt, durch die geheim : 3 »entivn der belgischen Regierung herbeigeführt, welche orleanistisch, > Savoyen entzweit ist, nicht allein weil König Amadeu- den Thron bestiegen und somit die Ansprüche de« Herzog« von Monlpensi-r au«g ll wurdin, sondern auch wegen der Irreligiosität, wie si- si- zu nenn n affe irt, der weltlichen Mach, de- Papst.« ein Endegeetz. zu >>°b.n. H"Thitt-, welcher fi-t« behauptete, daß di. weltliche Macht >m Inleress Frankreich« war' wird "nach dem Frieden,schlaffe kein Bedenken tragen, eine Eontrerevolulion in Italien zu ermuntern. Andertts.it« dürste die belgische Dynastie nach all. dem

Mtt'wetten/wo ^si/denselben verliehen Morden sind. E- geschah dies bei ^cr

"g-st'ldlb , /nd'^r "n" tüe'preüßffchen^Liniin. Infanterie-R^imenter Nr. 12 Sktmi^^zu^gebe»^ wird den ihm während der Dauer seiner Gefangenschaft an- bJ 21, welche, obgleich größtentheil« bereit« 1813 und zum Th nock^ s uh $ n Wilhe,m-hohe, nach Abschluß de- Fritten« al- a d

»äx ä,!r r $-'s-ÄS

SSÜ «TÄÄ SÄS : tifltne Feldzeichen v.rliehen wurden. Eine große Zahl dieser Trupp.nih.ile wuid dknn Ae>ch zum dreilen Male in ein und demselben^Jahrhundert inet, ran- ir-ll-che ^auptstatt .inziehen. Bon den anderen deutschen Truppen sind hing gen die älteren bayrischen, württembkrgischrn und badischen Regimenter 1 fln Bewältiaung von Pari- bethe.ligt gewesen, während tu .hemal- hannoversch n g>r(ljnltntf|. und tu Braunschweiger, wie tie ehemals nassamschen Negiminter in G.mttn »°s. mit der englischen A.chee, der sie sich damals zug-t -.U .fand.» .815 in Paris -ingezogen sind. Weder vor noch >n Paris sind in ,enen beiden Sikgesjahr.n die sächsischen und hessischen Truppen wie all die kleinen deutschen (Soniingente gewesen, mit einziger Ausnahme de« enburg-strelih. schen Husarenregiments, das jedoch bereit- 181a wieder aufgelöst woi b Dor alles, deutschen Truppen hat in Hinsicht aus Pari« Utodbt * stüralsi-rregiment einen Vorzug voraus, ind-m cs seine', schon mit B-ginn de« 30 jährig.» Äriegc« eriichte.en Stämmen unt.r dem berühmten ba rischen R.itersühr.r Johann v. We.th schon 1635 bi- in den unmittelbaren Umkreis von Pari« vorgidrungen ist, und demnach jetzt zum vierten Male sich ««(>«« -ösischen Hauptstadt gegenüber befindet. Erne andere Auszeichnung b.fonttrn A , würde dem hess.n darmstädtischen Leib-Insanlerie-Regiment bcvorstehen, da« 1621 errichte., im nächsten Monat sein 250,ädrige« B,stehen snern wud, und bierm vielleicht in Pari« Gilegenheit finden dürste. Den alteren preußischen Truxpentheilen ist 1815 bei der Fahnenweihe auf dem Mar-selde da« tiftrnt firtu: in die Fahnen- und Standartenspitzc verliehen worden, und verlor> et, daß die gleiche Auszeichnung auch für den letzten Krieg allen denl-nigen deutschen Truppenthttlen zugewendet werden soll, welche sich durch Du ßiobirung feindlichen Fahne, oder sonst eine kühne Waffenlhat ausgezeichnet haben,, w bei dem Einzug- in Pari- dann wahrscheinlich wieder aus dcms.lben Platze

Bekannt m a ch u n g.

(^rticbfuna eines tyofclittoiftd jU vfaubcim,

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25. Februar. Geschehenen nicht für ein Jahr ihres Leben« sichtt sein, wenn d.r Bonaparti-. «schr» in Paris statthaben sollte, so «u« in 8'ank'eich ^-d» bttg^st-M Jur Beichte gebt,

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bHß!7"wird "diese selbst 'am '28. d. M. erfolgen, u.ber s.in-n v.mnächst zu nehmenten Aufenthalt soll er noch keinen Enlfchluß Sksatzt »«ben- Ma« sagt, er hänge von acwiffen Umständen ob, ob er si» für seine Besitzung in der Schweiz, Arcnenberg, oder für irgend einen Ort >n England entschnden werde. Daß diesegewissen Umstände" mit dem Berlaufe der in den nächsten Tagn, zum AuStrag kommenden politlschrn Verhandlungen im Zusommendang stehen, unterliegt wohl keinem Zweifel. n

Der König Amadeo selbst befindtt sich in der trüb el,gen Lage, von all e W.lt in Spanien so vollständig ignorirt zu werden, al« ob er gar nicht vor- Händen wäre. Der Fiederanfoll, welcher die Königin gezwungen hat, ihre Rei - nach Spanien zu unterbrechen, ist wohrscheinl>» tur» tu Nochncht über t,e verlassene Stellung ihre« Gemahl« h-rvorgerus-n oder wenigsten« '

worden. Der osficieveMoniteur" zu Bordeaux meldet vom 21. M°drtd daß Marschall S-rano, der jetzige Ministerpräsident, einer d'r Kon'stSwach r, bisher noch unbekannt.n Gründen verhasiet worden 's' Sollten melle,», di- Gerüch.e, die bei dem Attentat auf Prim in Madrid cntulirtn, letzt, Kammerpräsidenten Zorilla -in Attentat versucht ist, wud-r so stark sein, daß die R-gi.rung sich bewogen fand, den d!tirschav-Httzog zu " und ihm Gelegenheit zur Zerstreuung jener Gerüchte zu geben. t finden sich die Dinge in Spanien in einer gefährlichen Krifl«, welche nifendc Veränderung ahnen laßt. .

Die italienische Abgeordnetenkammir Hot folgende Artikel über d" p pst Garantien genehmigt: Ar,. 1. Die Person de« l)tiliecn 'f1 ^Xeiiun^ unverletzlich Art. 2. Verletzungen gegen di- Person de« Papst'- gen, dieselb-n zu begeben, werden wie die Verletzungen ^e- Pamle«

nig« bestraft. Auch die persönlichen Beschimpfungen gegen die P-rf' ' k,u«n>«;« » "M ä»S

ren. Die genannten Verbrechen werden vor dem Asstsenhof \ liberalen Erörterungen der religiösen Fragen sind vollkommen jm

italienische Regierung bestätigt dem heiligen Vater komgl ch c^i>.,v,räne

, und läßt denselben den Vorrang behalten, den ihm tu athvl'sch n Souverän genehmigen. Der Papst ha. da« Rech., die g.wöbnl-ch- Garde, d. >d°. ardie Sci.c gestellt ist, bcizubrbalten. Art. 4. Dem heilig'» Stuhl ist ''N« Dotation con 1,225,000 Frcs. jährlicher Rente bewillig«. Mil dieser Summe du so v-1 wie diejenige beträgt, welche im römischen Budget unter dem TitelHeilige apo- siollsche Paläste, heilige« Eollegium, l»erfommlunScn_ unb I« M

Staate«" steht, beabsichtigt man, für die geistlichen ff

,u sorgen, die Ausgaben der Instandhaltung und der Aufsicht der «yostol^> »en Paläste, Museum und Liblio.beken, den Sold und tu Pensionen d-r päpstlichen Gatt- zu tc-ken. Dies- Dotation wird al« immerwährende Ren e im Namen tc« Pavste«^tn dar Große Buch der öffentlichen Staatsschuld eingeschrieben werden, fall- der heilige Stuhl vaeant bleibt, wird die Summe auch in dieser 3w's»'n- Svanun ei. für di- B.dür,niffe der römtsch.n Kirche au-dezahl. werden. Der -t g° iklcklosscn Stuhl ist dabei von allen Steuerzahlungen befrei«; die Dotation wird nicht ver- 0C(d)Wtn mlndt werden können, auch wenn die italienische Regierung später die «u ficht ' und die Instandhaltung der Museen und Bibliotheken übernehmen wurde. Art. 4.

Dcr heilige Vater kann, außer der Dotation, die ihm im vorigen Artikel zuer- ttuilt wirt, auch bin Vatikan, bin Lateran unb bk G-bäube, Gärten unb E ütrr wttche bresen zwei Palästen angehören, sowie ba« «astell Ganbolfo b-h-lt-n. Dir