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aus allen feinen Positionen vertrieben und erst des Abends um 9 Uhr war das Lille, 21. Jan. Gambetta ist um 2 Uhr hier eingetrossen und hat auf Gefecht beendet. Der Präfectur eine Rede gehalten. Er predigte den Widerstand bis zum Aeußcr-

Am 7. und 8. standen wir nur in Reserve, aber am 9., 10. und 11. waren sten und erhebt sich mit Energie gegen die Anhänger des Friedens um jeden wir wieder fest im Feuer, besonders am 10. und 11. waren die Gefechte sehr Preis, indem er der öffentlichen Meinung in Frankreich die Taktik derjenigen blutig und unsere Verluste sehr groß; einige unserer Regimenter sind bis aus 2 Preis gibt, welche mit theilweisen Mißerfolgen speculiren, um daraus nachzuwet- Bataillone zusammengeschrumpft, und wir haben fast gar keine Offiziere mehr; sen, daß die Fortsetzung des Krieges unmöglich sei. Zugleich hat er gegen jeden aber die Verluste der Franzosen sind noch viel größer. Gedanken protestirt, als strebe er nach der Dictatur, und hat betheuert, er thue

Gestern blieben wir den ganzen Tag über in der Stellung, wie wir sie am seine Pflicht im Namen der französischen Einheit und Republik. Er erklärte, Abend zuvor nach dem Gefecht inne hatten, um im Falle eines feindlichen An- daß der selbst mit Unglück fortgesetzte Krieg das Verderben des Feindes herbei- griffe- dieselbe zu behaupten, bis andere Corps heran waren, denn wir waren führen würde.

gerade um einen Tag vor. Bordeaux, 21. Jan. Garibaldi richtete an Oberst Frapolli ein Schrei-

Heute Nacht haben die Franzosen die Stadt verlassen, deren Höhen uns den aus Dijon vom 18. Januar, in welchem es heißt:Kümmern wir uns so viele Opfer gekostet, und sind aus dem Rückzüge. nicht mehr um die Vergangenheit, denken wir an die Zukunft! Organtsiren

Wie es jetzt noch gehen wird, wiss.n wir nicht; vielleicht ein paar Tage Sie, was Sie an italienischen Mannschaften zusammenraffen können. Ich werde

Ruhe, die wir so nothwendig bedürfen, und dann wieder vorwärts, wenn uns Ihnen dankbar sein. Schicken Sie uns dieselben, wir marschiren zusammen,

nicht der Friede überraschen sollte. (?) wenn Ihnen recht. Veröffentlichen Sie diese Zeilen durch Druck, falls Sie

Heute morgen erhielt ich 2 Briefe, das eine Kistchen (noch von Metz her) es für nützlich finden.

erhielt ich am Abend vor unserem Abmarsche von Chivache; es war Alles noch Brüssel, 21. Jan.Jndependance belge" theilt aus Paris vom 17. Jan.

gut erhalten, und gab mir in einer Pause des Gefechtes am 6. ein gutes Früh- Folgendes mit: Die Journale fordern entschieden, daß Trochu energisch zur stuck ab, wozu ich mir auch eine der Cigarren von O... und G... gut- Action schreite, besonders sprach sich Picard hierfür aus. Ein Triumvirat, beste- schmecken ließ. hend aus Vinoy, Rigault de Genoully und Clement Thomas war bereits desig-

Man ersieht aus diesem Schreiben, daß dem Brandenburger Corps auch nirt, um die weitere Leitung der Dertheidigung zu übernehmen; Trochu erklärte diesmal, wie am 16. August bei Vionv^lle und Mars-la-Tour, wo es durch seinen jedoch, er sei bereit, seine Demission zu nehmen und als Divisionsgeneral in die Vorsprung Der Bazaine'fchcn Hauptarmee 5 Stunden lang allein gegenüderstand, Armee zu treten, falls seine Collegen ihrerseits bereit seien, die Verantwortlich- eine blutige Aufgabe zu Thcil geworden, die e4 stets mit trefflicher Bravour, aber feit für die Ausführung des zwischen ihm und den Chefs der in den Provinzen mir bedeutenden Verlusten gelöst hat. stehenden Armeen verabredeten Planes zu übernehmen. Da diese Verantwort-

Berlin, 22. Jan. Auf Ansuchen Jules Favre's am 13. um einen Ge- lichkeit Niemand übernehmen wollte, so kam keine Aenderung zu Stande. Es leitschein zur Reise nach London antwortete Bismarck unterm 16., daß er heißt, es werde eine Monstreversammlung in Paris beabsichtigt, um eine Peti- ein derartiges Document nicht übersenden könne, er könne nicht auf amtliche Der- non zu beschlicßrn, welche den MassrnauSfall fordert.Le Francais" schreibt: Handlungen eingehen, welchen die Voraussetzung zu Grunde liegt, daß die Re- Duportal, der Präfect von Toulouse, solle abgefetzt und durch Lefrance ersetzt gierung der nationalen V-rtheidigung völkerrechtlich in der Lage sei, Namens werden, welcher für eine schleunige Einberufung der gesetzgebenden Versammlung Frankreichs zu verhandeln, ehe sie nicht mindestens von Der französischen Nation gesinnt ist. Pinard wurde in Freiheit gesetzt und erhielt den Befehl, Lyon anerkannt sei. Der Befehlshaber der Vorposten würde Jules Favre jedenfalls zu verlassen.

die Ermächtigung zum Passiren gegeben haben, ohne daß hiedurch dieses Brüssel, 22. Jan. Aus Lille, 21. Jan., wird gemeldet: Der größte Präjudiz wäre geschaffen worden. Dieser Weg sei jetzt abgeschnitten, insbeson- Theil der Armee FaidherbcS geht hieher zurück. Das 23. CorpS, dessen größe- dere mit Rücksicht auf die Erklärung Favre's vom 12., die Einladung zur Con- rer Theil aus mobllisirter Nationalgarde besteht, ist in traurigem Zustande, das ferenz fei Die Anerkennung Der französischen Regierung, und verbiete Bismarck, 22. Corps dagegen in guter Ordnung. General Dubessol, Der im Unterleib

Dem Wunsche Favre's wegen des Geleitscheines zu entsprechen; er überlasse Favre, verwundet ist, wurde hieher gebracht. Die Aufregung in Der Stadt ist groß,

zu erwägen: ov sich ein anDerer Weg finden läßt, um die angeführten Bedenken Der Bahnhof ist überfüllt von weinenden Frauen und Kindern. Der Anblick

zu beseitigen, und jedes aus der Anwesenheit Favre's in London fließende Prä- ist zum Erbarmen. Das Hauptquartier Faidherbe'S ist in Douai.

judiz zu vermciDen. Schließlich fragt Bismarck, ob cs ratsam sei, daß Favre

jetzt nach London gehe, wo in Paris Interessen auf dem Spiele stehen, Die für

Frankreich unD Deutschland wichtiger seien, als die Pontus-Frage, und wo die Darmstadt, 21. Jan. Die Leibschwadron des 2. Reiterregiments hatte in

Diplomatischen Agenten und Angehörigen Der fremden Staaten, auf den Schutz dem Gefechte bei Briare am 14. d. M. folgende Verluste:

der Regierungen vertrauend, in Paris zurückgeblieben seien. Es sei daher kaum Major und Schwaoronschef Frhr. Conrad van Der Hoop, todt, in Folge eines

anzunehmen, daß Favre in einer so kritischen Lage, an Deren Herbeiführung er Schusses durch den Kopf;

so wesentlichen Antheil hätte, sich die Möglichkeit rauben wolle, zu einer Lösung Gefr. Valentin Höhl aus Griesheim, todt, Verwundung unbekannt;

mitzuwirken, wofür die Verantworiung auch ihn treffe. Gefr. Wilhelm Schneider aus Lindheim, schw. verw., Schuß Durch den Leib, liegt

Ein Ballon ist am Mittwoch in Ruremonde (belgisch-französische Gränze) im Lazareth zu Orleans;

niedergesallen. Die Nachrichten, welche die Lust,chiffer mitbringcn sie ve li ßen Chevlgr. Philipp Weigel aus Klein-Linden, l. verw., Streifsch. am r. Bein, be- PariS um 3 Uhr Morgens besagen:Das Bombardement gegen die Forts findet sich bei der Schwadr.;

unD gegen mehrere Stadttheile dauert ununterbrochen fort. E« richtet vielen Tromp. Heinrich Grünewald aus Fürfeld, vermißt;

Schaden an; dir Brände sind selten und schnell gelöscht. Es gießt noch Getreide Tromp. Johann Sahm aus Jügesheim, vermißt;

in Paris, aber in den letzten Tagen war das Mahlen desselben schwierig, weil Chevlg. Heinrich Steucrnagel aus Nieder-Bessingen, vermißt;

das Bombardement mehrere Mühlen zerstört hatte. An vielen Orten mußte man Chevlg. Ioh. Caspar Häuser aus Lich, vermißt;

feine Zuflucht zu Handmühlen nehmen. Die Zahl Der Pferde zum Schlachten Chevlg. Peter Paaser aus Mainz, vermißt.

ist bedeutend. Die Personen, welche täglich durch das Bombardement getödtet Karlsruhe, 23. Jan. DieKarlsruher Ztg." bringt folgendes Schreiben werden, schätzt man auf 15." lieber die Wirkungen des Bombardements von des Königs von Preußen an den Großherzog von Baden: Paris vom 11. und 12. Jan. ersährt man noch folgende Einzelheiten:In der Durchlauchtigster Fürst!

N^cht vom 11. auf den 12. fielen mehrere Bomben in die Rue des EcoleS und Freundlich lieber Vetter, Bruder und Schwiegersohn!

richteten starke Verheerungen an. Eine derselben zertrümmerte eine Gaslaterne, Nachdem Eure Königliche Hoheit in Gemeinschaft mit der Gesammtheit der machte dann drei Sätze die Straße entlang und ihre zerplatzten Splitter bedeckten deutschen Fürsten und freien Städte die Aufforderung zur Herstellung Der deutschen Die ganze Fayade eines Hauses; einige drangen durch den eisernen Verschlag eines Kaiserwürde mir haben zugehen lassen, danke ich Eurer Königlichen Hoheit für BuchhandlerladenS und richteten im Innern Verheerungen an. Eine andere Bombe diesen Beweis Ihres Vertrauens und halte es für eine mir gegen Das gemeinsame zerplatzte auf einer Baustelle unter großen Steinblöcken, ohne jedoch einen der- Vaterland obliegende Pflicht, dem an mich ergangenen Ruf Folge zu leisten. Ich selben zu zertrümmern. Am 11. drang eine Kugel in eine kleine Wohnung der nehme Die deutsche Kaiserwürde an, nickt im Sinne der Machtansprüche, für Deren Rue St. MeDard zur ebenen ErDe unD erschlug zwei Arbeiter, Die sich Dort be- Verwirklichung in Den ruhmvollsten Zeiten unserer Geschichte Die Macht Deutsch- fanDen. Auf Das Dach eines anderen Hauses dieser Straße fielen mehrere Bom- lands zum Schaden feiner inneren Entwickelung eingesetzt wurde, sondern mit Dem den und richteten großen Schaden an. Eine zerplatzte in einem Appartement, wo festen Vorsätze soweit Gott Gnade giedt als deutscher Fürst Der treue sich zwei Damen im Bett befanden, ohne diese jedoch zu beschädigen. In Der Schirmherr aller Rechte zu sein und das Schwert Deutschlands zum Schutze des- nämltchen Straße schlug eine Kugel in einen Keller, wo sich zehn Personen be- selben zu führen. Deutschland, stark durch die Einheit seiner Fürsten und Völker, sanden, ohne Daß eine einzige verletzt wurde. Die Rue de l'Ecole Polytechniqu'', hat seine Stellung im Rathe Der Nationen roieDcr gewonnen unD Das Deutsche Die des Faubourg St. Jacques, des Place De Reims unD der Sepl-VoieS wurden Volk hat weder das Bedürfniß noch die Neigung über seine Grenzen hinaus etwas stark mitgenommen; desgleichen em Haus in Der Rae Monsieur le Prince. Die anderes als den auf gegenseitiger Achtung der Selbstständigkeit und gemeinsamer Bombe, Die Dort einschlug, zerplatzte in einem Zimmer des Dritten Stockes; ein Förderung Der Wohlfahrt begründeten Verkehr der Völker zu erstreben. Sicher Kind, das sich dort befand, wurde leicht verletzt, dagegen die Katze, die einen und befriedigt in sich selbst und in seiner eigenen Kraft wird das deutsche Reich Schritt von demselben lag, in zwei Stücke zerrissen. Die Ecole de Msdecine wie ich vertraue nach siegreicher Beendigung des Kriegs, in welchen ein erhielt ebenfalls eine Bombe. In Der Rue Mabillon ereignete sich ein sehr merk- unberechtigter Angriff uns verwickelt hat, und nach Sicherstellung seiner Grenzen würdiger Fall. Eine Bombe schlug durchs Dach, fiel in ein Appartement Des gegen Frankreich, ein Reich des Friedens und des Segens sein, in welchem das vierten Stockes, wo eine junge Frau im Bette lag und las, und zerplatzte. Die deutsche Volk finden und genießen wird, was es seit Jahrhunderten gesucht und Wände, welche Die Drei Zimmer des Appartements bildeten, verschwanden in einem erstrebt.

Nu, so daß dasselbe jetzt nur noch ein Zimmer bildete. Alle Möbel wurden zer- Mit der Versicherung der ausgezeichnetsten Hochachtung und Freundschaft trümmert, Die Decke und Die Wände von Den Splittern zerrissen unD Das Bett verbleibe ich Eurer Königlichen Hoheit freundwilliger Vetter, Bruder und Schwieger-

von Der einen Seite des Zimmers nach Der andern geschleudert. Man eilte her- outen

bei und glaubte, die Dame sei todt oder doch schwer verletzt. Dieselbe war ab?r Versailles, 14. Januar 1871. gez. Wilhelm.

ganz unversehrt, obgleich ein 10 Pfund schwerer Bombensplitter in ihr Kopfkissen Berlin, 22. Jan. Zuverlässig verlautet, nicht nur Graf Bernstorff, son- eingeschlagen war. In die Rue Monge fielen viele Bomben; eine derselben ver- dem mehrere andere Bevollmächtigte wurden angewiesen, auf Der Londoner Con- wundete schwer einen Fuhrmann und sein Pferd. In derselben Straße schlugen serenz Die Verhandlungen von Fragen außerhalb des vorgezeichneten Programmes Des Nachts zwei Kugeln in das Haus eines Kaufmanns ein. Die eine fuhr in keineswegs zuzulassen.

Das Bett Des Sohnes vom Hause; glücklicher Weise war derselbe aber abwesend, Aus Versailles wird vom 18. Januar über die Feier Der Annahme des

Da er (er nar erst 17 Jahre alt) gegen Den Willen seines Vaters in ein Marsch- Kaisertitels Seitens Des Königs gemeldet: Morgens rückten Die Fahnen unD

Regiment eingetreten war. Der Vater war natürlich nun entzückt, Daß sein Sohn Standarten aus den Cantonnements Der Dritten Armee und Der beiden bayerischen

nicht auf ihn gehört halte. In Der Rue De Transit siel eine Bombe in einen Armeecorps hier ein. V212 Uhr war Versammlung in Der Spiegel. Gallerie

Holzspeicher, derselve gerieth in Brand und DaS Feuer theilte sich einer Wachs- (des Glaces) auf Der Gartenseite. In der Mitte stand ein^ Altar, umgeben tuchfabrik mit; beide brannten vollständig ab. In Den Garten Des Luxembourg von Der Militärgeistlichkeit Der Dritten Armee. Am Ende Des Saales befand sich waren viele Bomben gefallen; das Palais du Luxembourg selbst war aber noch eine Estrade, auf welcher Fahnen und Standarten standen. Die Mannschaften, verschont geblieben." 'welche Die Fahnen escortirt hatten, unD Deputationen Der Regimenter standen

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