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Samstag den 25. Februar

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Preis vierteljährig 1 fl- 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 h.

Erscheint täglich, mit Aus­nahme MontagS.

Expedition : Lanzleiberg Cit B. Nr. 1.

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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hichen.

-- ' 1871

Aber __ bevor wir auf den eigenthümlicden Inhalt des besonderen pieußl-

Geistcs, die reiche Mitgabe vorzüglicher und wohl zu pflegender Eigenschaften, dem Deutschen Reiche zubringt, so wie auch auf gewisse Mangel, die er

Das Deutsche Reich und der neupreußische Sondergeist.

Unter diesem Titel bringt dietibln. Ztg." folgenden bcherzigenswerthen

ioWti. Silben, ^terlfabanif.

------- - ~ ~ werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B-1, als auch Ullt SlnjCtfJCI? bet allen Post-Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen.

: Achsen.

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gewählter Reichstag in dasselbe einsübren soll, haben wir errungen, und wir wer- den uns dafür wahrlich keinen Wechselbalg unterschieben lassen, erfüllt mit dem nkupreußischen", d. h. jenem übcrhebungSvollen ostelbischen Iunkergelste, dessen Führer einst einen Mann, wie den Freiherrn von Stein, weil er em Herz hatte für die Bauern und die Ideen de« 4. August 1789, im Komplet mit Napoleon 1. in die Verbannung trieben, und der später bemüht war, unseren westlichen neu- erworbtnen Provmzen, so viel an ihm lag, statt des gleichen StaatsburgerthumS eine H-lotenstellung zuzuweisen. Der gute al,preußische G°,st, der, in Deuttchland hinetnwachsenv, sich ftlbjl ausweitete und befreite, steht tm stärksten Gegensätze zu dem ncupreußischen Sond.rgeiste, der solchem befreienden WachSthume Preuß.n« Halt gebieten und selbst die Wissenschaft zur Umkehr bringen wollte. Mit der neuen Aera und dann weiter mit dem Jahre 1866 begann dte gesegnete Wendung und das Jahr 1870 hat sie vollendet. Seit 1866 ist nicht bloß der^rortdeulschk Bund, ist auch Preußen selbst von einem besseren Gleichgewichte der Stamme und ihrer g.ist.g.n Richtungen e.füllt Sei. 1866 regieren selbsti in Preußeni fete ofr ilbischen Ritter nicht mehr so überwiegend allein, und fett Westfalen und Rhein- land und Thüringen an b-n dannoverschen und nordelbischen Niedirsachfen, |otoit an den Hessen und Nassauern wirksamen SuccurS erhalten, war die Rückkehr einc» neupreußischen Regimentes von Westfalen-Raumer schon.unmöglich. No» mehr war im Noiddeutschen Lunde eine Gesetzgebung im Geiste Raumer-Westialen von Hause aus undenlbar und wird die« offenbar no» viel mehr >m neuen Deutsche» Reiche sein, in welchem alle deutschen Stämme einander ergänz,n und gegenseitig

6 Die Kaiserkrone ist mit dem preußischen Schwerte erkämpft. Nicht als ob Dir die Mitwirkung unserer Bundesgenossen irgend unterschätzten; aber es fleht lach wiederum geschichtlich fest, daß diese überaus schatzen-w-rthe Mitwirkung ein Srgebniß der preußischen Siege een 1866 ist, eine Wahrheit, welche uns r> damaligen Gegne-n, jetzt treuen Bundesgenossen, gegenüber durchaus Nicht verhüllt . ltl werden braucht, ja, von ihnen selbst, zu ihrer hohen Ehre, annfonnt ttiib. ©Hin nin ein Reich durch dieselbe Kraft erhalten wird, welche -s geschaffen hat, io iolaern wirt es ist Preußens Macht, welche das deutsche Katserthum tragt und al Und war Preußen« Macht nicht etwa nur als d,e Hausmacht des Katser- sotidern im höheren Sinne: al« der Kern der deutschen Mach. Überhaupt Es itt mithin vor allen Dingen, Preußen in Deutschland nicht aufgeh-n zu lassen, rielmebr seine Macht «oll zu erhalten. Das ist nicht parlicularisti che« Stock- "»tußenchum f es ist deutscher, weil preußischer Patriotismus. Soweit gehen d . i-iberalen ebenfalls mit, wenigstens die preußischen, w-lebe das vatertandslose Weltbürgerthun, noch nicht aus ihre Fahne geschrieben haben. Aber nun trenn n ach tu Wege. Der Liberalismus sagt, mehr oder weniger offen. Die Principien von 1789 (oder ihr Abklatsch, die Grundrechte von 1848) haben un« zum stig verhelfen; sie müssen gepflegt undausgebildet werden, um di.^.u.sch.8,:^he.t est zu begründen. Wir sagen dagegen: 'S sind dte Principien von 178. , wider welche wir ,-tzt so hart zu Felde liegen und die wir fort und fort -'«ch °Uen Rich- tunaen in Kirche und Staat, in Familie und tn burgerl chcr Gesellschaft aus« entschiedenste bekämpfen müssen, soll anders das deutsche Wesen und btfonberfl 01-8 T ESm ^r^amm(tint« überh'bungS- und anmaßungSvollen neupreußischen Sonderg.ifte« müssen wir sofort aufs allerendschied.nste wid.rsagen, eber. s°'en - schieden, wie dem ultramontanen ParticulariSwuS, und noch wett entschiedemr wie dem volksparteilichen, engherzigen und ängstlichen Partieularismu» in -Schwaben,

den, uns einlossen wollen wir uns zunächst klar aussprechen über die reich«, verfassungsmäßige rechtliche Stellung des preußischen Einzelflaatc« un h"8'st°0"n Deutschen Reiche. Es muß hier dem neupreußischen UeberhebungSgcluste, dem leidigen Gegentheile des freien, allpreußischen Geiste» früherer Zeiten, sofort an der Schwrlle der Riegel vorgeschoben werden.

3m Deutschen Reiche besteht hinsichtlich de» UnterwersungsverbaltniffiS der Einzelstaaten zur Erntralgewalt zunächst forwel-rechllich eine vollkommene Pantat. Bei der Bildung des Inhaltes der Reichsgesetze und eben des gelammten R'ichs- willens überhaupt, da haben die Einz'lstaaien je nach ihrer Bevolkerungszahl und ik nach ver hiermit tm enteren oder weiteren Vcrhältmsse abgestuften Zahl ihrer Stimmen im Reiebstage und im Bundesrathe allerdings einen sehr verschiedenen großen Einfluß-, aber in der Pflicht des Gehorsam« gegen den verfassungsmäßigen RechSwillen und ganz besonders .ücksicht'ich de« Krieg« und Frieden»und de« gesammten internationalen Staotenverk.hr», dem höchsten Gebiete aller Pol "k, da stehen sie, groß und klein, durchaus gleich, eben al« sammtlich gU^-r Weise me diatisirt durch Kaiser und Reich. Der Träger ter preußischen K°nigSk,onc und der Träger der deutschen Kaiserkrone ist verfassungsmäßig eine und dieselbe Person, aber der preußische Staat und der preußische Landtag miisammt seinem' Verren- Hause werden durch diese Personalunion der beiden K-on-n

im mindesten berührt, sie st-ben zu Kaiser und Reich um 8-'»«» ^°« '-

Staat und Landtag von Sachsen oder von Württemberg. In al -n L-utschen Reiche und im späteren alten Deutschen Bunde hatte allerdings der König von Preußen al« souveräner König eine« außerhalb "« Deutsche» R«»e« und a«b r. halb de« Deutschen Bunde« gelegenen speciellcn Königreiches, das seine Haupts d am Pregel hatte und n,»t an der Spree, eine völkerrechtlich andere Stellung, al« die Fürsten und Landesherren von Bavern und Württemberg , aber von ettwm solchen Unterschiede weiß die Bersassung de« neuen Deutschen Reiche« ntchtt.

im strengen Wvrtsinne souveräner Staat ist gegenwärtig nur noch ^Dnusch- - Reich, und eine tn diesem strengen Sinne souveräne Krone auf d.« Deutschen Reiches Boden nur noch die deutsche Kaiserkrone.

, Allerdings ist die historische deutsche Kaiserkrone niemals eine absolute ge. wesen und die neue hohenzell.rn'sche ist e«t eben so wenig. Alle deutschen Ein-

> zetstaaten und besenec.cn Landeshoheiten sind zugleich unmittelbar auch Rnchsstanve mit Sik und Stimme in den maßgebenden Käthen und Vcrtretung«korpe,n der ' Natirn,^ Der tm Deutschen Reich- geltende inhaltvollc kaiserliche Wille bildet sich

' im Ratbc mit den Kammebheiren, ober auch Generalen u. dergl., sondern

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Brodpreife vom 28. Februar bis 3. Mär; 1871,

nach eiaener Erklärung der Bäcker:

4 Pfund gemischte« Brod 21 kr. 2 Pfund gemischte- Brod 10-/2 kr. 4 Pfund Roggenbrod 18 fr 2 Mund Roggenbrot r.

Brodpreife: Bei Bäcker Spier: 4 Pfund Roggenbrod 17 kr. 4 Pfunb^gemlschtcs^rod^^kw^^^^

8,lltt\Lor wir in unserer Auseinandersetzung mit dem ultramontanen oder tltriCalen Partieularismu«, gegen den wir hier in unseren westlichen am

nisten zu kämpfen haben, fortfahrcn, wollen wir noch einen Blick auf unfern ost scheu schlimmsten Gegner, auf den neupreußischcn Partieularismu« werfen.

Die beiden genannten Gegner strecken sich ja so eben, auf dem preu&.fcben Land- .... hxjde weil vorgkbeugt die Hände entgegen. Sie suchen sich einander un« 'nüber in die Hände zu arbeiten, so grundverschieden auch, sobald fl-uberNe gemeinsame Feindschaft gegen di. liberalen Tendenzen hinauSgchen muffen, ihre beiderseitigen^p^ol ^^.3* Zeitung erklärte neulich (in ihrer Kummer 35) in 0riufl auf di.Wiederherstellung von Kaiser und Reichs Aber diese Ersullung °I rr^Hoffnunaen ce« deutschen Volke« wirb un« die Gewißheit des Frieden» nicht .den^wlnn diese Form nicht mit dem echten deutschen G.iste -rfullt wird und iriüllt bleibt, welcher ihr einst ihre Herrlichkeit gab, mit >enem Geiste, welcher t[, Freiheit nicht in der Atomisirung und das Recht nicht in der Esnerlnh-it, tit Nationalität nicht in ver Centralisation und die Voraussetzung .""er leben- tiacn Entwicklung nicht in sogenannten Grundrechten suchte. Di. deutsch. Fie b entwickelte si» im Gegensatz zu dem StaatSadsolutiSmu«, welchem Frankreich, da« mnnarfhiidie wie das republikanische, anheiwsiel. Und nimmermehr wnvdN wir UN- t?unntt Sicherheit 'g-g-nlsrankr-ich gewinnen, wenn wir uns nicht von dcn befrei kN ihfchtn °lteen Frankreichs frei machen und frei erhalten.

Diesen Sätzen lonutcn wir uns «sehr wohl anschli.ß.n, wenn w.r nur sich,r schen ' wüßten, was btt unter der au-zuschließenden Atom.sirung und S.n.rle,heit und -. ^cren Stämme wird adzustr-.s.n ha-

lutter bin politischen Jbcen Frankr.ich« verstanben werden soll. Wenn w.r unser im Reiche mit mt «h __ b I.....fl«tnr^n über die reich«.

Ltrständniß btn Worttn unterlegen dürft.n, dann kotknten wir da« alle« ganz wfrichtig unterschreiben;-allein ziehen wir die uns seit zwanzig Jahren genug­sam bekannten Grundsätze und R-kcnsart-n der Niuen Preußischen Zeitung .n Tracht dann verhält sich da« leider ganz ander« Ein wenig. Tage ^vorher lin ihrer Nummer 31) erschienener Artikel überdie deutsche Kaiserkrone fuhrt vns schon sofort aus di. rechte und feit lange wohlbekannte Fährte. Da

a uiiaeniUK'ti'' " n r . A,«i-

Was die Neue Preußische Zeitung meinen mag, wenn sie sagt, c« gelle jetzt, Preußen in Deutschland nicht ausgchen zu lassen, vielmehr seine Macht »oll iu erhallen, wissen wir niebt g-nau. Sicher aber wissen wir, daß der preußisch. Staat gerade so wie jeder andere deutsche Einzelstaat dem Deutschen Reiche ein- verleibt und zu verfassung-mäßigem Gehorsam gegen Kaiser und Riich verpflichi-t ist. Die nationale Rcichssouvcränrtät besteht bereit« zu Rechte, und sie z' I Ilten wie einen Roch« fee Lronee, tn« ist der erst, und unverbrüchlichste Punk.

Die deutsche Kaifttkrom ist mit Nichten alle.«i durch Vas preuß sch und noch nicht tm .. .... unfc Bunde-rath.

viel weniger durch da« n.upreußische Schwert ..kämpft, chndern ganz und ga .n per^ssung-maßi,g fl, la

durch da« deutsche Schw.rt, erkämpft von d.r deutschen Wacht am Rhen im

begeisterten Kamps, für di. Unabhängigk.lt de, deutschen Nation! E« st in hoff nung-srvh.r Begeisterung g.kämpst um di. Wi-dcrh-rs ellung """ ^ig.' Deut. sch.n Reich'« au« d,murrig'nen Geist, d.r Nation", wie <« schon 1813 von «-lisch au« unseren Vätern verheißen, aber in Folge ^'""^lcherKünst-un