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Wegfällen^ zu bezeichnen; van Freeden: den Reichskanzler aufzufordern, zu twM Karlsruhe, 22. November. Der Großherzog ertheilte heute den von ihren anlassen, daß auch den eigentlichen Marinetruppen sogenannte RetabltffementSgelder^ Posten abberufenen Vertretern Bayerns (Hr. v. Niederer), Großherzogthums Hessen

tf

(Hr. v. Breitenbach), Württembergs (Hr. v. Baur-Breitenfeld) und Italiens (Tugini)

Wenn vie Nothwendigkeit der Untersuchung die Verhaftung eines der

Newhork, 21. Nov. (Kabeltelegramm.) Dem Großfürsten Alexis wurdet

getrennten (Surfen durchmachen über die Erfüllung Der Be- der gesetzlichen Grenzen aus- ves Etats genehmigt und bei

Bewohner zur Folge haben würde, so muß derselbe jeden Versuch zum Widerstand oder zur Flucht vermeiden, da die deutschen Anordnungen in diesen Fällen den

durch nichts ge- des Präsidenten

und uns für vor den Der

und stört nach

ernstliche Diver- erwartet daher

den Vereinigten Staaten feien so fest und dauerhaft, daß sie werden können. Der Großfürst wird morgen zum Besuche Washington reifen.

tokollsührer. Von Seiten der französischen Republik sind die Herren ve Clercq Klugheit, und de Goulard als bevollmächtigte Minister zur Stimmführung bevollmächtigt;!

Maßregeln zu ergreifen, die, wie wir hoffen, nur provisorisch sein werden. Der i Maire von Epernay empfiehlt den Bewohnern die größte Ruhe und die größte

sich die Betriebe voll schlagender Wetter stellen. Heute hat unsere Direktion gar nicht anfahren lassen. Wir verdienen also nichts, und das ist sehr hart den Arbeiter in dieser theuren Zeit. Lieber Fürst Bismarck! Wir haben Ihnen einem Jihre geholf n, und nun helfen Sie auch einmal, daß wir wieder an Verdienst kommen. Für die wegen Wagenmangel feiernden 714 Bergleute ZecheVereinigte Germania" Fritz Sonntag."

Leipzig, 18. November. Ein am hiesigen Bezirksgerichte angestellter Refe­

rendar jüdischer Consession hatte gegen die hier zu Lande noch bestehende Be­schränkung, daß jüdische Richter den Bekennern des christlichen Glaubens Den Eid nicht abnehmen dürfen, beim f. sächsischen Justizministerium Verwahrung eingelegt, unter Berufung auf das Reichsgcfetz vom 3. Juli 1869 , welches alle noch be­stehenden, aus der Verschiedenheit des religiösen Bekenntnisses hergeleiteten Be­schränkungen aufbebt. Diese Beschränkung ist um so drückender, als es Richtern christlicher Consession nicht verwehrt ist, jüdische Parteien zu vereiden. Trotzdem hat das Justizministerium dahin enischieden, daß es bei dieser Beschränkung auch fernerhin zu verbleiben habe. (D. A. Z.)

Brüssel, 22. Nov. Man schreibt DerJndependance" aus Versailles, daß Thiers ernstlich daran denke, eine Reihe Maßregeln zur Befestigung der Republik zu ergreifen und einem Volksplebiscit zu unterwerfen.

Wien, 22. Nov. In Betreff der gestern stattgehabten Besprechung einer Anzahl hervorragender Mitglieder Der Derfaffungspartei mit Dem Fürsten Adolph Auersperg melden die Morgenblätter übereinstimmend, daß das Programm des Letzteren die Zusage der Unterstützung Der Partei gefunDen habe. Als eventuelle CabinetSmitglieder werden Lasser, Stremayr, Glaser, Unger, Chlumetzky, BanhanS und Brest! genannt.

Paris, 18. November. Die preußische Commandantur in Epernay hat dort folgende KunDmachung anschlagen lassen:

Nachdem gestern Abend ein Soldat der Garnison in der Straße erdolcht worden, ohne daß es bisher möglich gewesen wäre, den Thäter zu entdecken, wer­den auf Befehl Sr. Excellenz Des commandirenden Generals Der Division, folgende Maßregeln getroffen: 1) Die Einwohner haben bis Donnerstag Den 16., Mittags 12 Uhr, alle ihre Waffen, fei es Schuß- oder Stichwaffen, abzuliefern. Sobald diese Frist verstrichen, werden Haussuchungen abgehalten und wird ein Jeder, bei Dem man Waffen findet, vor ein Kriegsgericht gestellt werden. 2) Um 8 Uhr Abends werden alle Casös und Restaurants geschloffen, mit Ausnahme des Saales im 1. Stock des Caf6 Sparnacien und der Baracken am Boulevard de la Motte, in welchem sich die deutsche Cantine befindet. 3) Es ist den Einwohnern ver­boten, nach 8 Uhr Abends auszugehen. Die Wachen und Patrouillen haben Be» fehl, jedes Individuum, welches dann ohne Erlaubniß Der Commandantur in Den Straßen circulirt, zu verhaften.

Paris, 19. Nov. Der deutsche Soldat, welcher in Epernay ermordet wurde, ist am letzten Freitag mit allen militärischen Ehren begraben worden. Die Stimmung unter den deutschen Soldaten ist keine sehr gute, und da man Dort seit gestern weiß, daß der Gärtner, welcher Den Unteroffizier Kraft ermordete, von dem Asstsenhose von Meulan freigesprochen worden ist, so befürchtet man, daß es leicht zu Excesscn kommen könnte. Die Entwaffnung von Epernay ist jetzt auf das ganze Departement ausgedehnt worden. Die Waffen müssen bis zum 22. d. abgeliefert fein. Der Maire hat folgende Proclamation erlassen:

BedauernSwerthe Ereignisse haben die deutschen Behörden bestimmt, strenge

nicht die Marineschule in Kiel so umzugestalten sei, cursuS in zwei durch mehre Fahrt- resp. Dienstjahre und tn zwei Aufnahme- resp. Schlußprüfungen sich Dingungen der Aufnahme und Entlassung innerhalb

Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln Mindener und Overhessische Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt.

gelehnt, womit auch der Antrag v. Kusserow erledigt ist.

Die beantragten Gehaltsverbesserungen für die Beamten des Reiches werden ebenfalls genehmigt.

2) Dritte Lesung des Gesetzes über die Ausprägung von RcichSgoldmünzen. Dieselbe wird jedoch gleich nach Eröffnung wieder vertagt.

Schluß 4% Uhr. Nächste Sitzung morgen 11 Uhr.

t Berlin, 21. November. In nächster Zeit wird voraussichtlich endlich Die wichtige Frage zur Entscheidung gelangen, ob mit dem Austritt aus Der Kirche oder mit Dem Uebergang zu einer anderen Religionspartei auch Die Pflichten gegen die Parochie wegfallen. Wie gemeldet wird, beabsichtigen die Altkaiholiken beim Landtage wegen Heranziehung zu Den Kirchensteuern neukatholischer Gemeinden Be­schwerde zu führen.

Die Circulardepesche des Grasen Andraffy, welche bereits hier übergeben worden und die Versicherung enthält, daß an der bisherigen Friedenspolitik der österreichisch-ungarischen Monarchie nichts geändert werden soll, betont das gemein­schaftliche Interesse, das Deutschland und Oesterreich an der Aufrechterhaltung Der guten Beziehungen sowohl unter einander als mit Den übrigen europäischen Mächten haben. Die Depesche, welche nicht entfernt irgend« eine Andeutung über eine be­absichtigte Einwirkung auf die polnische oder orientalische Frage flieht, spricht Die feste Zuversicht aus, daß es Oesterreich gelingen werDe, auf Der Grundlage des durch Die December - Verfassung legalisirten Dualismus Die Eintracht Der öster­reichischen Völker zu befestigen und Den dadurch gehobenen Einfluß der Gesummt- Monarchie für Den Frieden dieses Welttheils in Die Wagschale zu werfen. Die Depesche ist hier mit großer Befriedigung ausgenommen worDen.

Berlin, 22. November. DieKreuzzeitung" schreibt: Wie verlautet, hat der Cultusminister, Herr v. Mühler, Dem Staatsministerium nunmehr einen alle Theile Des UnterrichtSwesens umfaffenDen Gesetzentwurf vorgelegt. lieber Die Ein- bringung Desselben in den Landtag ist noch fein Beschluß gefaßt worden. Die Ernennung des General - Lieutenants v. Stosch zum Marineminister scheint Der Kreuzzeitung" zufolge jetzt beschlossen.

Frankfurt, 21. Nov. Das Ende Der hier tagenDen internationalen "Com­mission naht heran. Die wichtigsten Arbeiten sind bereit- alle Definitiv erledigt, und an Der definitiven Redaktion des internationalen Vertrags und des Schluß­protokolls wird seit längerer Zeit schon mit Eifer gearbeitet. Möglicherweise kann eine Verlängerung Der Sitzungen noch Dadurch eintreten, daß bei Feststellung der definitiven Grenzlinie zwischen Frankreich und Deutschland in einzelnen Gemarkun­gen und Strichen Modificationen vorgenommen werden. In Diesem Falle müßte denn auch Die internationale Commission wegen Vertheilung etwaigen Staatsguts und des Gemeinde- und Stiftungsvermögens wieder in Thätigkeit treten. Ob dieser Fall eintreten wird oder nicht, ist mit Bestimmtheit nicht vorauszusagen. Gegenwärtig besteht die internationale Commission aus folgenden Mitgliedern: Von Seiten des deutschen Reichs fungiren als Vorsitzender und Bevollmächtigte: Graf v. Uexküll, königl. württembergifcher Geh. Legationsrath; v. Weber, königl. bayerischer Staatsrath; v. Buddenbrock, königl. preußischer Legationsrath, Pro-

Constanlinopel, 21. November. Wie verlautet, wären genzen zwischen Den Mitgliedern des CabinetS entstanden. Man eine Ministerkrisis.

Soldaten gestatten, Gebrauch von ihren Waffen zu machen.

In Versailles hat Der Vorfall von Epernay äußerst unangenehm berührt. Da man befürchtet, Daß er zu neuen Confiicten Anlaß geben wirD. Thiers hat Den BehörDen sofort Befehl gegeben, Den Deutschen Behörden energisch die Hand zu bitten, um Den Mörder ausfindig zu machen.

Madrid, 21. November. Die Regierung hat ein Rundschreiben an ihre Vertreter im AuSlande gesandt, worin sie erklärt, Daß Die Steuer auf Die Renten- titel, falls sie durch Die Cortes nicht genehmigt wurde, nicht zur Anwendung kom­men solle.

heute wegen Der zu seinen Ehren stattgefundenen großen Revue vielfache Ovatione" zu Theil. General Dix hielt eine Ansprache an Den Großfürsten, welcher in seiner Antwort hervorhob, Die freundschaftlichsten Beziehungen zwischen Rußland

Abschiedsaudienz.

Dortmund, 17. November. Zn den Gruben, welche wegen Wagenmangels die Förderung haben einstellen müssen, gehört u. A. auch Die ZecheVereinigte Germania" bei Marten. Die Bergleute der letzteren haben sich deshalb telegraphisch mit Der nachstehenden naiven Bitte an Den Fürsten v. Bismarck gewandt:An Den Reichskanzler Fürsten Bismarck, Berlin. Seit dem 1. November stockt der Güterverkehr gänzlich. In Folge dessen können wir unsere Kohlen nicht mehr aus Der Grube bekommen, wir verdienen nichts mehr und unser Leben ist gefährdet, Da durch die vielen in der Grube lagernden Kohlen der W'tterzug gehemmt ist

weisen. Darauf werden sämmtliche Positionen der Abstimmung über die beiden Prinzipalanträge der Antrag Wehrenpfennig- Freeden abgelehnt, der Antrag der Commissarien ad a) angenommen, ad b) ab-

Herr DutreU, Gesandtschastssecretär, ist mit Der Protokollführung beauftragt. , Herr v. GoularD, per von ThierS zum GesanDten am Hofe Victor Ema.xkel'S . ernannt ist, befindet sich nämlich gegenwärtig noch hier und wird, wenn Der Schluß Der Conferenzen noch zeitig vor Eröffnung Der italienischen Kammern erfolgt, Den internationalen Vertrag mitunterzeichnen. i

Karlsruhe, 21. November. Heute Vormittag 111/2 Uhr wurDe Der badische j Landtag durch Den Großherzog eröffnet. Die Thronrede gedenkt ter großen Er­eignisse Des letzten Jahres und fährt Dann fort:War es mir auch als eine unumgängliche Pflicht erschienen, auf wesentliche Kronrechte zu Gunsten des Vater- 1 Undes zu verzichten und Dadurch für meinen Theil Dazu beizutragen, Daß DeS < deutschen Reiches Ansehen und Kraft gehoben werde, wir selbst aber dabei die­jenige Stärkung, welche aus einheitlicher Führung des Heeres und der Politik , erwachsen muß, erhalten, so wird es fortan in erhöhtem Maße mein Bestreben sein, Die . selbststanDige Entwicklung Der geliebten Heimath in ihrem freien und unabhängig j zu erhaltenden Staatsleben mit allen Kräften zu fördern." Die Thronrede kündigt , sodann verschiedene Gesetzesvorlagen an, u. A. über Die Einführung Des deutschen Strafgesetzbuches, Die Ausgleichung Der Kriegslasten UND Schäden unD Die Gehalts- , aufbesserung Der Beamten und Angestellten. Der Staatshaushalt befinde sich trotz einem Kriege ohne Gleichen noch immer in guter Ordnung. Wegen der ver- , zögerten Aufstellung des Reichshaushaltsetats sei ein sicherer Voranschlag der Ein- ( nahmen und Ausgaben im Augenblick noch unthunlich. Die Vorlage Des Budgets von 1872 unD 1873 solle baldmöglichst nachfolgen. Trotz nothwcndig gewordener Erhöhung des Staatsaufwandes seien keine Ansprüche an Die Steuerkraft Des Landes erforderlich. Die Thronrede schließt mit folgenden Worten:Die politische Einigung Deutschlands hat, tote Die günstige finanzielle ßjge des Landes zeigt, Demselben keine neuen Opfer auferlegt. Vielmehr hoffen wir von Der Kraft des Reiches, welches Den glorreichen Frieden errungen hat und ihn schützen wird, einen neuen Aufschwung alles materiellen und geistigen Lebens, wie in Dem ganzen! weiteren deutschen Vaterland, so in Der theuren badischen Heimath. Das waltet

gewährt werden, nachdem das Seebataillon und die Seeartillerie dieselben bereits erhalten haben. Beide Anträge werden indeß nach kurzer Discufsion abgelebt. Zu Tit. 9 und 10 wird folgender Antrag der Commissarien des Hauses an­genommen: Das Marineministerium aufzufordern, mehr als bisher geschehen für Ausnahme entlegener, aber von Deutschen Schiffen stark besuchter Küsten, nament- lich Der Westküste von Centralamerika, durch dahin zu entsendende Schiffe sorgen zu lassen, ohne darüber aber eine sehr nothwenoige Revision Der Straßenkarten aus Dem Auge zu verlieren. Zu Tit. 15 und 16 wird Der Antrag angenom­men: das Marineministerium zu ersuchen, in ernstliche Erwägung zu ziehen, ob Daß Die Zöglinge Den Schul­