kannte seine Verführung durch jene Geistlichen und hat sich gleichzeitig mit den Bewohnern von Chiquimula der Regierung unterworfen, so daß gegenwärtig im ganzen Staate vollständiger Friede herrscht. Die Wühlerei M beiden hohen Geistlichen ist noch ein Nachlaß der kürzlich vertriebenen Jesuiten (83 an der Zahl aller Grade) , deren Stütze sie waren und auf diese Weise auch die frühere sogenannte konservative Regierung gänzlich beherrschten, bis diese endlich am 30. Juni d. I. nach vorangegangenen blutigen Kämpfen gewaltsam gestürzt wurde durch den gegenwärtigen provisorischen Präsidenten Miguel Garcia GranavoS, einen sehr beliebten und liberalen Mann. Das Volk hat die Vertreibung der Jesuiten ruhig ausgenommen, nur in den Köpfen der Frauen herrscht noch Unzufriedenheit darüber. Ebenso wird wahrscheinlich die Landesverweisung der beiden hohen Geistlichen gleichgültig hingenommen werden, da seit der Geburt des Un- fehlbarkeitS-DogmaS, bei welcher der Erzbischof Pinol in Rom Pathe war, Der Einfluß und das Ansehen der Geistlichen selbst bei den Indianern in diesem ganz katholischen Lande sehr gelitten hat. Wohin Die Jesuiten gegangen, wohin wahr- scheinlich Die beiden hohen Geistlichen folgen, weiß man noch nicht bestimmt; man sagt, in Salvador sei ihnen die Landung verweigert, Dagegen in Nicaragua ge- ^at*et 9^(11)111), 19. December. Der König hat an den Minister-Präsidenten Mal- campo ein Schreiben gerichtet, daß Das Ministerium von Neuem vor die Cortes treten möge, um eine Lösung der schwebenden finanziellen Fragen zu versuchen. Der König ließ darauf Serrano, Sagasta und Zorrilla zu sich kommen und gab ihnen Kcnntniß von dem gethanen Schritte. Das Ministerium reichte, nachdem cs über Den königlichen Brief zu Rathe gegangen, sein Entlaffungsgesuch ein. Man hält die Bildung eines neuen Cabinets durch Zorrilla für wahrscheinlich, welcher alsbald die Cortes wieder einberufen würde.
Coustantinopel, 20. December. Einem verbreiteten Gerüchte zufolge hätte Jgnatiew einen Prälimtnarvertrag mit der Pforte vereinbart, wonach die Dardanellen den Schiffen aller Nationen eröffnet sein sollen.
Frisch back er zu Gießen.
Sonntag den 24. December. Carl Steinberger in der Löwengasse, Daniel Rühl am Nathhaus und Carl Löber am Lindenplatz.
Am ersten Weihnachtsfeiertage. Ludwig Kammerer auf dem Seltersweg. Am zweiten Weihnachtsfeiertage. Jacob Nonstadt m der Neustadt und Christian Jughard in der Wallthorstraße.
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der evangelischen Gemeinde zu Gießen.
Gottesdienst.
Am 4. AdventS-Sonntage, den 24. December: Morgens: Pfarrer Dr. Seel.
Nachmittags: Pfarrer Landmann.
Am 1. Weihnachtsfeiertage, den 25. December: Morgens: Pfarrer Dr. Seel.
Nachmittags: SchulinsMtor Vigelius.
Am 2. Weihnachtsfeiertage, den 26. December: Morgens: Pfarrer Landmann.
Nachmittags: Mitprediger Drescher.
(Collecte für die Stadtarmen.)
Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 24. bis 30. December besorgt Pfarrer Dr. Seel.
Oberhessen
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96 Vg
4%
3WVo , 92
1003/8
Bayer. 5%
140
1864r
Braunschweiger 191/4
Stadt Florenz 83
Bßrsennachrichten.
21. December 1871.
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Frankf. Bank 138
Frankf. Vereins-Kasse 121
Darmst. Bankaot. 460
Wien Bankactien 808
Galizien 255 V<
Oest. Creditact. 325y4
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5% östr. F. St. E. B. 3921/g Lombard. Bahn 2031/2 Ludwigsh.-Bexbaoh 197 3/4 Maxbahn 142
Bayer. Ostbahn 144Vs Rhein-Nahebahn-Aot. 39 Va Hess. Ludwigsb.-Aot. 1861/4
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n 40/g 1jährige 943/4
Würtemb. 41/2% Obi. 993/8 Baden 41/2% Obi. 0. E. L. 993/g
Oesterr. Silberrente 611/4
„ Papierrente 52
Amerik. Bonds 1881r 1013/4
ti n 1882r 965/8
n v 1885r 981/4
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k. S. 87
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k. 3. 1043/g
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Frankfurt a. M., 21. December. Börsenberich t. Die Börse verkehrte in andauernd fester Stimmung und waren die Umsätze heute viel bedeutender, als an den vorhergegangenen 'Tagen. Die in der Vorwoche stattgefundenen massenhaften Realisationen tragen wesentlich dazu :bei, die Situation des Marktes zu befestigen, besonders da die Befürchtungen wegen eines knapperen ! Geldstandes sich bis dato nicht als stichhaltig erwiesen. Während für Speculationspapiere nur österreichische Creditactien eine wesentliche Besserung anfzuweisen hatten, waren eS von Anlage- papieren österreichische Stlberrente, Papierrente und 1860er Loose, denen sich daS Hauptinteresse zuwendete. Für ungarische und österreichische Eisenbahnprioritäten ist gleichfalls wieder regere Kauflust, da Wiener Berichten zufolge eine Besteuerung der ungarischen Eisenbahnwerthe nicht slattfinden soll. Die projectirte Einkommensteuer erstreckt sich nur für Zndustriepapiere.
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