beherrschten BundrSraths verhielten. Die Internationalen in Frankreich haben
Die Erklärung, welche die deutschen Abgeordneten am 16. September vor
grauenhafte Bedeutung, welche ihm der Alarmismus oder die hinterlistige Berechnung zuschreiben. Wenn der Fürst Bismarck sich seine Unterdrückung zur Aufgabe gestellt baden sollte — was wir bezweifeln — so würde er nur dem Herrn Thiers einen Gefallen thun. Frankreich benutzt den Bund als bequemen Prügeljungen, um seine eigene moralische Versunkenheit, seine eigene Fänlniß und Auflösung aus fremde Schultern abzuschütteln. Der internationale Bund war sehr unschuldig an der Gründung der Commune. Allerdings versuchte er, Kapital aus der herrschenden Anarchie zu schlagen. Aber selbst Ajsy wurde in dem Londoner Haupt^
nie die Autorität des Londoner Vororts anerkannt. Warum sollte Fürst Bismarck
sich abmühen, um einer leeren Vorspiegelung des Herrn Thiers Inhalt und Leben zu geben?
quartier mit Mißtrauen betrachtet und rrat erst spät in den Verein; während sich Pyat und Blanqui geradezu feindlich gegen die Ansprüche des von Marx
t Berlin, 20. September. In gewissen hiesigen Kreisen spricht man m.t ziemlicher Bestimmtheit von einem bevorstehenden Wechsel in der Person des Berliner Polizei-Prastdenten und bringt damit sowohl die Anwesenheit des Fürsten Bismarck hiersUbst, wie die Betheiligung des Hrn. v. Wurmb an verschiedenen Äktren-Gesellschaften in Verbindung. Ob das Gerücht irgend welche Begründung Hal, läßt sich zur Zeit noch nicht ermessen.
Fürst Bismarck reist Ende dieser Woche auf kurze Zeit nach Lauenburg, wird Anfangs October in Baden-Baden eine Zusammenkunft mit dem Fürsten Gottscha- koff Haven, und alsdann zu bleibendem Aufenthalt nach Berlin zurückkehren.
Das schon früher erwähnte Project einer allgemeinen deutschen Ausstellung im Gebiete der Baukunst für das Jahr 1872 hier in Berlin, dürfte jetzt, wo sowohl der Handelsminister, wie der Polizei-Präsident für den Plan gewonnen sind, seiner Verwirklichung sehr nahe stehen. Das GründungScomite, aus höheren Bau- beamten, Industriellen und Flnanzma'nnern bestehend, wird zunächst ein Kapital - - von 1/4 Million Thalcrn aufbringen, wozu die Zeichnungen bereits gesichert sind,
rhrem Austritte aus dem böhmischen Landtage abgegeben, wurde von Banhans Berlin, 21. September. Der „Kreuzzeitung" zufolge erfolgt die Einbe-
und Schmcykal überreicht. Dieselbe knüpft an das letzte Rescript an, betont die rufung des Reichstages keinenfalls vor dem 15. October, da die Einberufung des siete Opferwilligkeit der Deutschen zum Ausgleiche mit den Gegnern, jedoch dürfe BundesratheS, dem die Vorbereitung der Vorlagcn obliegt, vorangehen muß. der erreichte Friede nur dem Reiche und seinen Theilen gleichmäßig zu Gute kom- Leipzig, 14. September. Von Seiten des gefchästssührenden Ausschusses
men. Die Austrittserklärung constatirt ferner, daß das neueste Rescript das Land des d.'utich-lsraelitischen Gemeindetages ist die Gründung eines GemeindebundkBöhmen au« dem Verfassungsrahmen herausstellt, indem die Verfassung nur für in Angriff genommen worden, welcher die Ausgabe haben soll, die Interessen des die übrigen Länder bindend erscheint und damit dem Lande Böhmen die Ver- Judenthums bet den Regierungen und bei den Factoren der Gesetzgebung in den fassungsrechte aberkannt werden. Die Erklärung weist weiterhin auf die Gefahr- deutschen Ländern zu vertreten.
düng des ungarischen Ausgleichs durch das Ne cript und lrgt dar, wie jetzt München, 20. September. Abgeordnetenkammer. Dis Mittag waren 89 tagende Landtag jede staatsrechtliche und gesetzliche Basis verlor. Die Brsorgniß Abgeordnete angemeldet. Alterspräsident ist Appellrath Dingter (Fortschrittspartei), fei wohl berechtigt, daß die Regierung die VerfaffungSschranken zu Gunsten einer Morgen wird wahrscheinlich die AuSloosung der EinwetsungScommission erfolgen. Politik durchbrechen werde, deren staatsrechtliche Grundlagen, historisch unbegründet, Wahlprüfungen liegen nur zwei vor, nämlich die Schmidts und Hocheder's. niemals anerkannt werden können und welche die Zusammengehörigkeit der Deut- München, 21. September. Die Commission zur Feststellung des dem Ka- schen Oesterreichs zerreiße. Deshalb können sich die der Verfassung treu gebliebenen tholikencongreffe vorzulegrndcn Programms , das auf kirchliche Reform im alt- Abgeordneten am Landtage nicht bethciligen und sie legen hiermit zugleich Ver- katholischen Geiste hrnzielt, besteht aus den Professoren ReinkenS, Huber und Wahrung ein gegen alle illegalen Beschlüsse desselben. An Deutlichkeit laß» diese Schulte.
Erklärung nichts zu wünschen übrig. Nach Verlesung der Erklärung der deutschen München, 21. September. Der Erzbischof hat dem Lehrer Dr. Streber, Abgeordneten erklärte der Statthalter, daß er nicht ermangeln werte, diese Er- welcher vom Magistrat und CultuSministerium seiner Stellung als Religionslehrer klärung zur Kcnntniß der Regierung zu bringen; ohne jedoch den Entschließungen zm WilhemS-Gymnasium wegen der Unfehlbarkeitslehre enthoben wurde, eine Pfarrei derselben vorgreifen zu wollen, verweise er vorläufig auf die Antwort des Statt- verliehen.
Halters in der sechsten Sitzung der Session von 1870. (In der damaligen München, 21. September. Der Alterspräsident der Abgeordnetenkammer Sitzung erklärte nämlich der Statthalter Fürst MenSdorff Namens dcr Negierung, hat auf morgen Nachmittag eine geheime Setzung zur Wahl des Präsidium« an- daß die Zweifel über die Legalität des Landtages unberechtigt fiien und daß der- beraumt. Von Seiten der Ultramontanen wird als erster Präsident Frhr. v. Ow, selbe als vollkommen legal zu betrachten sei.) Die Regierungsvorlagen wurden als zweiter Graf Seinsheim, als erster Secretär Jörg vorgeschlagen werden, einer aus 30 Mitgliedern bestehenden Commission übergeben. Auf Wunsch Rieger's Die Liberalen werden sich erst heute Abend einigen. Soeben ist Staatsraths- wurde der Landtag so lange vertagt, bis die Commission ihre Arbeiten beendet sitzung. haben wird. ~ _
Staatsmännern wie dem Fürsten Bismarck und dem Grafen Beust zutrauen dürften, gegenüber bewiesenen Rechtlichkeit aussprechen. Aber, wie er gethan, nicht nur die Macht nur aus der kleinen Bande von Fanatikern, welche von Karl Marx ge- ehrlichen Soldaten der Plünderung und des Diebstahls zeihen und außerdem be- bildet, organisirt und als Vertreter feiner kommunistischen Träume über die gan;e haupten, um die That herabzusetzen, man hätte die gefundenen Werthe überhaupt Welt entsandt worden sind, Märtyrer, und ihr werdet sehen, daß diese Liebknecht, nicht gefunden, sondern mit dem bekannten strategischen Scharfsinn gesucht und Bebel, Eccarius — und wie sie alle heißm mögen — welche an sich höchst uir- wäre überdies nicht im Stande gewesen, die 25,000 Fr., um die es sich handle
bedeutend sind, eine Bedeutung erlangen, der gegenüber Ausnahmegesetze, Allianz- anderwut zu verwerthen, da er Vie nöthigen Maßregeln getroffen und die Cassirer
Paragraphen und Polizeiverfügungcn zu schwach sind. Nöthigt nur durch gemalt- wachten, so verdient Vies wenigstens eine thatsä'chliche Wiverlegung in vem Theil
thä'iige Verfolgung Vie gesummte liberale Meinung Europas, wie cs Vie heilige der Herrn Alloury persönlich betrifft. Er behauptet nämlich, es seien nur 25,000 $r'
Allianz früher gcthan, sich auf die Seite der Verfolgten zu stellen, und ihr werdet und zwar lediglich Werthe im Packct vorhanden gewesen, die, auf den^Jnhader erfahren, daß der internationale Arbeiterbund wirklich die Macht erhält, die ihr lautend, sich alsbald unverkäuflich erwiesen haben würden. Nun hat aber Herr ihm jetzt fälschlich beilegt. Verlohnt es sich der Mühe, durch das Verbot von Meuth in Kaiserslautern, ver jetzt sicherlich sein Zeugniß öffentlich ablegen wird einigen Zeitungen, durch die Verhinderung einiger Versammlungen, vurch die Der- die Werthe durchgesehen und eine Summe von über 100,000 gr. Darin, theils in urtheilung einiger Agitatoren die schmutzige Erbschaft der an ihrer eigenen Un- Jnhaberpapreren, theils in Werthen au porteur, theils endlich in Wechseln, con. fahigkeit zu Grunde gegangenen alten bösen Reaction anzutreten? Aas einer statirt. Von diesen Summen bestanden mindestens 30,000 Fr. in österreichischen unterdrückten Zeitung werden zwei neue entstehen. Und wenn die, wie wir an Eisenbahnobligotionen au porteur, die jederzeit und überall verkäuflich waren, und der Hand dcr Erfahrung nicht anders annehmcn können, grundlose Panik zu einer so sind die Versuche, die Ehrent)at der wackeren Bayecn zu verkleinern, durchaus allgemeinen Reaction gegen die Preßfreiheit führen sollte, so erinnern wir nur entkräftet. Weßhalb Herr Alloury nur 25,000 und nicht 100,000 Fr. als sein daran, daß die literarischen Leiter des Arbeiterbundes, Marx und Engels, ihre Vermögen zugestehen will, ist feine Sache, vann aber hätte er mindestens 75 000 Fr. subversivsten Ideen schon unter der Censur gepredigt haben und heute noch Geist als nicht ihm gehörig, den ehrlichen Findern zurückstellen müssen.
und Spannkraft genug besitzen, um einer neuen Censur zu spotten. Allerdings müssen unv können die Ideen und Plane des internationalen Arbeiterbundes bekämpft und geläutert werden. Nur ist dies auf dem Wege, den man den Staats- Darmstadt, 21. September. Die Abgeordnetenkammer genehmigte in ihrer männern von Salzburg anräth, unmöglich. Warum tritt Vie besitzende Classe, die heutigen Sitzung mit 22 gegen 17 Stimmen einen Antrag von Wernhcr und
eine sehr gute Sache zu vertheivigen hat, nicht mit Kühnheit hervor, anstatt sich Genossen, daß die Regierung ersucht werden möge, noch im Laufe des Jahres
hinter Polizei und Soldaten zu verstecken, die sie nur gegen Exceffe, nicht aber 1871 ein neues Wahlgesetz- vorzulegen; ein weiterer Antrag der genannten Ab-
gegen Diu feindlichen Grundsätze und Ideen zu schützen vermögen? Freilich mit geordneten, daß die Kammer sich nach dem Geiste der Verfassung für nicht be-
solchen stumpfen Wissen, wie sie in Der osficiellen Presse paradirt werden, läßt sich rechtigt erkläre, eia Finanzgesctz pro 1872 bis 1874 zu vereinbaren, wurde mit ein solcher die Grundlagen der Gesellschaft erschütternder Kampf nicht führen. 23 gegen 6 Stimmen angenommen. Die Kammer erklärte sich zugleich bereit Aber „Alarmismus" ist, wie Herr Gladstone sagt, die gefährlichste Krankheit um eine Vereinbarung zu ermöglichen, unter Beobachtung des Art. 10 der Ser- unserer Zeit, denn er macht dumm, und die Leiter des internationalen Bundes fassung ein einjähriges Finanzgefetz zu berathen. Eilf Mitglieder stimmten da- sind eher alles Andere als dumm. Der internationale Arbeiterbund hat nicht die gegen.
_. „ Straßburg, 19. September. Vor seiner Abreise hat Graf v. Bismarck«
D'k „Liberte" meldet, daß das Begnadigungsgesuch, welches die Veriheidiger Bohlen für nöthig erachtet, der katholischen und protestantischen Geistlichkeit von für Nessel und Ferre eingelegt Huben, zurückgewiesrn worden ist. Die Nachricht Elsaß und Lothringen eine Verwarnung zu ertheilen in Bezug auf deren politische ijt allem Anscheine nach mindestens verfrüht. — Gambetta ist feit einigen Tagen Haltung. Anlaß zu dieser Maßregel gaben einige in Wörth, Weißenburg und durch ein schmerzliches rheumatische« Uebel an das Bett gefesselt. anderswo in den Kirchen oder auf den Friedhöfen gehaltene Reden. Besagte Ver«
Die Nummer dcS „Journal des Debats" vom 17. d«. Mts. enthält einen warnung ist den einzelnen Geistlichen durch die betreffenden Behörden beider Kirchen eigenthümlichen Dankartikel des Herrn Alloury, RedacteurS dieses Blattes, an die mitgetheilt worden.
Avr-ffc der Meriden Arm-r. Herr Alloury ist Hau«besitzer in Sceaux, unt> ‘ Wien, 20. S-ytewb-r. Die „Wiener Abendpost- demeniiri die hier eit- Solvaien hotten in seiner Behausung eine Summe Werthyoyiere gefun- culirenden Gerüchte über eine Minist,r!rist» und betont neuerdings mit aller Ent- den 6ie st- ihrem Major Cur,ins ausgeltefert, welcher seinerseits nach dem Kriege schi-denhcit, daß das kaiserliche Rescript an den böhmischen Landtag die Berf-ssung dcejelben durch seinen Schwager, den Kaufmann Meuth aus Kaiserslautern, dem vollkommen intact lasse. — Die ,Pnffe" meldet: Kaiser Wilhelm hat dem Grafen B-stg-r w!eoer zustellen lieft. So weit ist Alles gut und in gehöriger Ordnung. Beust dar Band des schwarzen Adlerordens verliehen; General ». Schweinitz hat g ™ ”• August kam Herr Meuth in Pare« an und zwei Tage darauf wird Herrn dem Reichskanzler gestern die Decoralion überreicht.
^»-rischen Legation in Paris fein Werthpacket überg-ben und Paris, 20. September. Der „Agence HaoaS" zusolge hat der österreichischem g,eoi°c°u darüber ausgenommen. Damals versprach der beglückte Fondsbestger Geschäjistiager dem Prüfldentcn der Republik eine Depesche feiner Regierung über- ßutb',"r‘ Clnt anerkennende Erwähnung d-S jedenfalls lobens- geben, welche darlegt, daß in der Annäherung Oesterreichs an Deutschland kein« Muk? t/r ^herrschen Solvaten. Daß Herr Allouiy erst am 17. Sept. Bedrohung Frankreichs oder VeS FricvenS überhaupt liege. Diese Annäherung Aber b.ffJn 2"0ssentiichung gefunden, 'st natürlich seine Sache, daß er lasse dem Kaiser von Oesterreich die Freiheit, die Beziehungen der Freundschaft
ort'kfi« fin'n flUin UQ| *n pblsiv.st^r Weise an statt eines Dank-,nnd des Vertrauens gegen die französische Republik fortzusetzen. — Heute stand
r.-. (, iinihhinn i?en?a®’ unD Nache-Essay zu liefern, spricht freilich Rochefort vor dem Kriegsgericht. Derselbe lehnte die Solidarität mit den Mäa-
1 «n.‘' 0 T. übfr "Icht f“r ^ine anständigen Gesin- nein der Commune ab, sagte, daß er dieselben nicht einmal kenne, und vertheidigte
»mb hi s"; e Alloury ganz des Dank.s sich überhoben glauben, sich lebhaft gegen die in der Anklage gegen ihn erhobenen Beschuldigungen. Die
a ® r r n ,tlnem oder mußte seine einfache Anerkennung ver ihm incriminirten Journal-Artikel rührten nicht von ihm her; er habe stets der (Som-
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