und eben so auch verbraucht worden sind.
der Verwaltung des allgemeinen evangelischen Kirchenfonds vom
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Darmstadt, 18. Fkbr. Die zweite Kammer der Stände nimmt nächst» Mittwoch den 22. 68. ihre Berathungen wieder auf. Die aus diesen Tag and«, räumte Sitzung beginnt Vormittags 10 Uhr. Aus der Tagtsorvnung steht tu Vorlage Ärokherzogltchen Ministeriums des Innern, den Gesetzentwurf, die Z»> sammenlegung der Grundstücke, Theilbarkeit der Parcellen und Feldwege-Anl-gi-
etlli,alL Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern. Ueb-rsU»
rden sein. J schkv L.
gestern erschienene Regierungsblatt Rro. 6i
U“MU,‘i Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern. Uebcrsitl der im Jahr 1870 durch die Großherzogliche GenSd'armerie geschehenen Arrests ,jenen und Denunciationen. (Die Zahl der ersteren betragt 4226, der Ui
11.' Bekanntmachung Grostherzoglichcn Oberconsistoriums, die Ergebnis
der Verwaltung des allgemeinen evangelischen Kirchenfonds vom Jahre iv j a ” 1|iq
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Die Ausgabe- vah die Poßanweist Slbsender au-geseMj Die Aufgabe- Betiag in die Thal wen 1 Pfund ©teil mach Ach ergebenden *)in auch im Stand «derselbe in Englijä «ine in Deutscher 9 Die tdunlichs a) bei S
7-/J b) bei S b-s 5C 53 Mr c) bei Si bis 70 bezv.
V. Bekannti Umlage zur Bestrri 'dar \^l\ b
Utbttfi tnng von Cenunu!
Bttlül, 17. licht §abinetSordii '^ikgSjustanttS nc iwnb den Wuhlvos tpkkjönliche Seiheili. ^riegSjufiank- erklär Suspenfion der Le ^G-brauch w Verhafteten und Jtr vordehnlllich rii werden sollen.
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Dem Corr. v. u. f. Deutsch!." wird aus Berlin geschrieben: Man er- warte, hier, daß sich Frankreich nach Abschluß M Friedens mit der Erfüllung alles dellen beeilen werbe, was den Rückzug der Truppen beschleunigen kann. Deshalb sind bereits alle Vorkehrungen zum Rückzug der Truppen getroffen. 3ur Besetzung der Champagne, die so lange dauern wird, bis alle Fnedensbe. bingungen erfüllt sind, ist bas 5. Armeekorps bestimmt , weiches sich ber^s jetzt dort befindet. Zur regelmäßigen Besetzung der Provinzen Elsaß und Deujsch- lothringen werden 18 Regimenter Infanterie mit der dazu nothlgen CaoaUent
Darmstadt, 18. Febr. Nachdem in den letzten Togen von dem hessisch« Antheil an der Kriegsbeute zwei Kanonen, zwei Mörser, viele Gewehre und sonstig' Armaturstücke hier angelangt sind, erregte ein gestern mit 8 Pferden nach dco ^cuabaus verbrachter gezogener 24.Pfünder besonderes Interesse. Das Rohr h-n nne Länge von circa 15 Fuß. Am Kopfe befindet sich, wie üblich, der Warn' ves Geschützes: L'observateur; unten, nächst dem Zündloche, der Ort und da« Jahr der Anfertigung: Douay, 1713. Zwischen den Delphinen und dem Kop befindet sich das Wappen der Herzoge von Maine, bann folgt die Aufschrift: loiii Auguste, Duc de Maine. „Pluribus nec impar“ lautet eine weitere Devise; dar unter sieht man ein weiteres Wappen mit unkenntlichem Schild, das aber, W äußeren Emblemen nach zu urtheilen, dasjenige der Bourbonen vorstellte. Tö»| Geschütz soll in Soissons erbeutet worden
Darmstadt, 19. Febr. Das i
Jeder Franzose glaubt, es sei ein unumstößliches Gesetz der Geschichte, daß Europa stets einer präponderirenden Macht bedürfe, von welcher allein die Civtli- sation getragen werden könne; und diese Macht kann natürlich nur granfrei4 sein, unüberwindlich von jeder einzelnen andern Nation. Die Franzosen sind naiv genug, ehrlich zu gestehen, daß in ihrem Charakter einzelne Leidenschaften und Begierden schlummern , welche sie von Zeit zu Zeit -n.reiben, die e Macht gründlich zu mißbrauchen: Gratlez un frantais et vous trouverez, un brigand. Dann weise ganz Europa Frankreich in Schranken, unv wenn es dabei momen- tan unterliege, so sei dies natürlich höchst ehrenvoll, und Europa sei so ubet- icuat, baß es ohne ein präponberirendes Frankreich nicht bestehen könne, baß e« Frankreich niemals verkleinere. Sein Boden ist untheilbar, denn seine Mission ist heilig. An diese« Dogma glaubt jeder Franzose. Und wie grausam wird er durch diesen Krieg enttäuscht. Eine einzelne Nation überwindet ben, der nur von ganz Europa besiegt werben kann, Der Art, wie e« noch niemals in der Ge- schichte vorgekommen ist; eine einzelne Nation führt den Freiheitskampf für ganz Europa au«, und bringt die Wahrheit gegenüber vcr Illusion zu Ehren. Europa braucht keine präponderirende Nation, sondern gleiche Nationen, die sich frei entwickeln in ihrem zugewicsenen Krei«, und den Kreis der anderen Nationen respectiren, wie sich selbst. Das allein ist Völkerfreiheit. Mit diesem Princip bringt Deuischland auch den Franzosen die Freiheit, welche sie allem trösten wird über den Verlust der illusorischen Herrschaft über andere. Der erste Frie- denSparaqraph beißt: E« giebt keine prädominirenbe Nation in Europa. Darum tritt Frankreich ben Raub ab, wodurch es bominirend geworben ist, und da« geeinigte Deutschlanb sorgt durch eine eiserne Mauer, daß Frankreich keinem Ruck-
Tsi/Abtretung der Linie von Belfort bi« Metz ist keine Forderung des Ebraeire«, sie ruht nicht auf dem Uebermuth de« Sieger« ; sie ist die Forderung eines Princip« : des Princip« der europäischen Völkerfreiheit. Es mag fein, daß er klüger gewesen wäre, mit dieser Forderung erst hcrvorzutreten, wenn Frank, reich itt Boden lag; Gambetta hätte nach anderen Mitteln suchen muffen, hauen wir ihm nicht diese« bequemste Mittel, die Leidenschaft zu stacheln, selbst bärge- reicht Aber gekommen wäre diese Forderung sicherlich, weil sie das Siegel auf ein neue« Prmcip der Völkerfreiheit ist. Vielleicht hätten die Staatsmänner d,e iu frühe Stellung dieser Forderung gar nicht zurückhalten können, denn der nationale Instinkt stellte sie in der ersten Stunde, als unser Heer in Frankreich
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teerten Der Frieden, wie er allein möglich ist, wird also dem französischen Volke nicht „ehrenvoll" genug und nur als ein mit Gewalt für kurze Zeit ausgebrunge- ner Zustand erscheinen, und e« ist eine grausame Ironie des Schicksal«, daß grabe Herr Thiers, indem er den jetzigen Frieden unterhandelt, die nämlichen Illusionen zerstören muß, die er sein Leben lang den Franzosen als heiligen Inhalt ihrer Mission in der Geschichte und als Nationalehre gepredigt hat.
Denn grade die zwei gefährlichsten dieser Illusionen hat Thiers noch 1867 dogmatisch neu formulirt, und ist, wenn und soweit dem Einzelnen eine persönliche Schuld an dem jetzigen Kriege zugesprochen werden kann, der Schuldigste der
selbst überwunden haben und ein neues Staatsleben gründen können, statt auf Illusionen — auf Freiheit und Gleichheit.
und Artillerie verwendet werden. „
Die „Nordd. Allg. Ztg" schreibt: „Es ist bei den gegenwärtigen Der. hältniffen Deutschlands zu Frankreich vollkommen natürlich, daß man mit Spannung auf die bevorstehende Constituirung einer neuen Regierung blickt, unter Den verschiedenen (Kombinationen, welche in dieser Beziehung erörtert werden, befindet sich eine, wir möchten sagen, unehrlich-monarchische, die Prasidentschast eines Mitgliedes der Familie Orleans, vermöge wacher man augenscheinlich das 1848 gestürzte Juli Königthum durch eine Hinterthür wieder einfuhrcn mochte. Denn darüber kann nicht wohl gezweifelt werden, daß die Präsidentschaft Orleans die unmittelbare Vorbereitung des Staatsstreiches zu Gunsten der Monarchie Orleans ist, daß also durch diese Kombination der von der Constituante angenommenen Staatssorm sofort der Stempel des Uebergangsstadiums aufgedruckt wird. Näher aber als diese Erwägungen liegt uns die Stellung, welche die Prinzen des Hauses Orleans zu dem gegenwärtigen Kriege eingenommen haben. In dieser Beziehung glauben wir in das Gedächtniß zurückrufen zu sollen, daß sich die Orleans brieflich für den Krieg ä outrance engagirt, daß sie, da ihnen von der Bourgeoisie die erhoffte Unterstützung nicht zu Th eil geworden, den Massen geschmeichelt und den Meuchelmord deutscher Soldaten durch Nichtmilikk als eine bewundernSwerthe Hcldenthat empfohlen haben. Daraus ergiebt sich, daß die Präsidentschaft eines Orkanischen Prinzen an zwei gleich schlimmen brechen leiden würde; sie würde einerseits die unmittelbare Gefahr des Wieder- Umsturzes der kaum ausgerichteten Staatsform in sick^ tragen, und andererfeiis
Frankreich freilich wird dieser §■ 1 des Friedens so lange nicht ehrenvoll scheinen, bis es durch seinen Untergang den wahren Begriff von Völkerfreiheit i wieoer gewonnen haben wird. Bis dahin gehorcht Frankreich Dfr Gewalt. i
Die zweite Illusion, eng zusammenhängend mit dec ersten, ist noch schwerer auszutreiben. Jeder Franzose hält es für ein Naturgesetz, daß die umliegenden ! Volker, Deutschland besonders, getheilt und uneins fein und bleiben mußten, i gleichsam Weltbürger zweiter Classe, welche nur dazu dienen, Stamm und Sprache i iu wechseln, wenn es zur Abrundung des heiligen Bodens wünschenswertv scheint, in Nizza, am Rhein, in Belgien und Luxemburg. Jeder französische Troupier, der seinen N-imen nicht schreiben kann, nennt uns Barbaren, und theilt die Deutschen in Straßenkehrer und Träumer. Nun Hai er mit einem Male ein einiges deutsches Reich neben sich, eben so groß, eben so bevölkert, eben so gerüstet das verlangt, daß inskünftig mit ihm nur von gleich zu gleich gesprochen, unterhandelt und gehandelt werden dürfe. Er hat eine Million deutscher Gäste, die ihm in Allem Überlegen sind, besser im Krieg, besser im Frieden; solider und vractischer in jedem Thun. Und doch verlangen diese Gäste kein Herrenrecht; sie verlangen nur Gleichheit. Der wahre Begriff dec Gleichheit mangelt aber dem Franzosen eben so, wie der wahre Begriff der Freiheit. Er wird sich schwer gewöhnen, statt der Erste zu sein, nur der Gleiche zu werden, bis er sich aber gewöhnt, muß er der Gewalt gehorchen.
Der zweite Paragraph des Friedens heißt: Gleicher Verkehr, gleicher Ein- fluß im Völkerrecht, Seerecht, Handelsrecht und volle Entschädigung; aber diese Milliarden nicht als Kaufpreis, tote die Franzosen meinen, für den Frieden, so-vern nur als gerechte Entschädigung für das, was ihr Uebermuth geschädigt hat Es ist die Frechheit eines verlotterten Gemüths, wenn uns die Franzosen rurufen: ,Geld, Geld, Geld, so viel Ihr wollt!" wenn sie glauben, daß ein für Geld gekaufter Frieden, den sie uns proponiren, ehrenvoller sei, als die Unterwerfung unter die deutschen Forderungen, welche Völkerfreiheit und Völker- aleichheit zum Quell und Ziel haben. In den Forderungen der Deutschen liegt im Gegentheil mehr Respect vor der Ehre der französischen Nation, als Frank- reich je in einem Frieoensschluß einem anderen Volke erwiesen hat, und mehr Respect als die Victor Hugo's und Gambetta'S vor ihrer eigenen Nation haben
Die Forderungen der Deutschen sind richtig und gehen aus große Ziele der Völkerfreiheit und der Dauer des Friedens; das ist wichtiger, als daß sie die Illusionen schonen, welche dem französischen Volke als „Ehre" erscheinen und Grund seiner gefährlichen Stellung in Europa und der grauenhaften Verderbniß seines öffentlichen Lebens geworden sind.
Die Deutschen suchen keine Herrschaft in Frankreich und beweisen der fran- zösischen Nation alle Ehre, und am meisten dadurch, daß sie mit der französischen Republik unterhandeln und sich in Nichts einmischen, waS die freie Selbstbestimmung Frankreichs nach dem Frieden betrifft.
Man tadelt Gambetta. Aber die Deutschen sollten nicht und die Franzosen dürfen nicht vergessen, daß sein Widerstand allein diese freie Selbstbestimmung Frankreichs gerettet hat, und daß es schon ein großer politischer Styl ist __ wie er ohne den Respect vor der französischen Nation nie möglich wäre — wenn Gras Bismark diesen einzigen Gewinn, welcher für furchtbare Opfer Frankreich geblieben ist, besser erkennt, als die Franzosen selbst und zu gleich und gleich mit der Republik unterhandelt, weil sie momentan der Ausdruck der freien Selbstbestimmung Frankreichs ist.
Wenn Frankreich die Forderungen Deutschlands erfüllt, so ist der Frieden ehrenvoll; und an dem Tage, wo die Franzosen dies einsehen, werden sie sich betreffend.
würde sie eine Versöhnung zwischen Deutschland und Frankreich, wie solche docd । aus dem Friedensschlüsse allmälig hervorgehen sollte, fast unmöglich machen , da die Orkans sich als geschworene Feinde Deutschlands öffentlich gekannt haben.'
Nach dem Ausweis des Etats ist Gesammtdeutschland mit 457 Feld- und 254 Landwehrbataillonen, wie 93 Feld- und 16 Landwehr-Cavallerie-Regimentern । in den deutsch-französischen Krieg eingetreten. An Ersatztruppen sind dahinter gleich mit Verkündigung der Mobilmachung für sämmtliche deutsche Staate« 145 Bataillone formirt worden, wozu für die Ersatzzwecke der Cavall.rie die 98 hierzu zurückgelassenen fünften EscadronS der deutschen Felo-Cavallene-Regi. meuter noch hinzugetreten sind. Neuformationen Haden im Verlaus des Krieges stattgefunden in Preußen und Norddeutschland 2 Jägerbataillone, noch Jie- serve-, resp. Landwehr-Cavallerie-Regimenter und 52 Reservebatterien, in Baiern 16, in Württemberg und Baden je 10 Landwehrbataillone, wie endlich ln Nord- Deutschland 115 Garnisonbataillone (in 3 Compagnien zu 750 Mann). Ob in Süd-Deutschland diese letzte Formation ebenfalls verfügt worden ist, erbebt noch nicht, doch hat dieselbe mindestens in Hessen stattgefunden, und waren dort Ausgang Januar die 4 Garnisonbataillone in der Errichtung begriffen. I« Total würde demnacb das Gesammtaufgebot von ganz Deutschland die wohl noch nie von einem Staate erreichte Ziffer von 1009 Bataillone und 584 Es- cavrociS betragen. Nach einer Mittheilung der gewöhnlich sehr gut unterria)teteii, „Allgemein. Mil. Zeitg." soll daS Uebergreifen des deutschen Truppenaufgebot-! auch auf den Landsturm nur durch die Bedingungen der Kapitulation von Pari- verhindert worden fein, und würde bei Uebersührung der gefangenen Garnisoil dieser Stadt nach Deutschland sofort eine Einberufung von 2000 Mann Lanv- sturm zur Theilnahme an der Bewachung der G.fangenen stattgefund.n haben. , Tatsächlich befinden sich inveß die neuen Garnison-Bataillone ja ebenfalls bt*l , reits zum Theil aus nur noch landsturmpflichtigen Mannschaften gebildet E- umsaßt jenes vorangeführte Gesammtaufgebot jedoch noch nicht Die ausgebildete» ' Ersatzmannschaften, von welchen zum Theil eine zwei- und dreifache Nachsendung : an die im Felde stehenden Truppentheile stattgefunden Hot. Der Ziffer nach dm : Das deutsche Gesammtaufgebot wohl nicht unter 1.100,000 bi« M00,000 Mann veranschlagt werden. Auch daS französische Gesammtaufgebot steht indtz nicht hinter diesen riesigen Zchlen zurück, sondern übersteigt dieselben noch, wovn nur der Unterschied, daß Die französischen Streitkräfte erst allmählig einberusin


