Nieder - Bessingen:
Bürgermeister Roth.
Beigeordneter Weiß.
Schullehrer Roth.
Ober- Bessingen:
Bürgermeister Serth.
Beigeordneter Serth.
Schullehrer Walz.
Ober-Hörgern:
Bürgermeister Alles.
Beigeordneter Müller.
Heinrich Eckhard Helmes.
Oppenrod:
Bürgermeister Petri.
Beigeordneter Weller.
Schulvicar Wagner.
Reiskirchen:
Bürgermeister Jünger.
Beigeordneter Stumpf.
Schullehrer Deines.
Gemeinde - Einnehmer Peter.
Rödgen:
Bürgermeister Inderthal.
Beigeordneter Hahn.
Schullehrer Schlapp.
Ruttershausen:
Bürgermeister Klinkel.
Beigeordneter Schön.
Schullehrer Maul.
Staufenberg mit Friedelshausen:
Bürgermeister Vogel.
Beigeordneter Fischer.
Schullehrer Gompf.
Gemeinde - Einnehmer Zecher.
Steinbach:
Bürgermeister Horn.
Beigeordneter Nicolaus.
Schullehrer Prätorius.
„ H a b e r m a n n.
Gemeinderathsmitglied Carl Nicolau-.
Treis a. d. Lumda:
Bürgermeister Berghöfe r.
Schullehrer Kehr.
„ Franke.
Ortsgerichtsvorsteher Joh. Becker VI.
Gemeinde - Einnehmer Opper.
Trohe:
Bürgermeister Schwarz.
Beigeordneter Rau.
Gemeinderathsmitglied Johs. Hammel III.
Watzenborn und Steinberg mit Ober- Steinberg :
Bürgermeister Jung.
Beigeordneter Maid.
Schullehrer Muhl.
Schulvicar Gieg.
Gemeinderathsmitglied Joh. H i r tz V.
Wieseck:
Bürgermeister Lang.
Beigeordneter Müller.
Schullehrer Horn.
i „ B ö ch e r.
Gemeinde - Einnehmer S o m m e r l a d.
' Ph. Heinr. Mank.
Lang-Göns r
Bürgermeister Weil. Beigeordneter Rompf. Schullehrer Lehr.
Schulvicar Winter.
Gemeinde - Einnehmer D e r n.
Leihgestern:
Bürgermeister Heß.
Schullehrer Wesp.
Gemeinderathsmitglied Casp. Schmitt.
Gemeinde-Einnehmer W a l d s ch m i d t.
Lich mit Colnhausen, Hof Albach, Mühlfachsen und Meitbach:
Bürgermeister Ihring.
Beigeordneter Zimmer.
Schullehrer Walz.
Schullehrer Ebeling.
Gemeinderathsmitglied Köhler.
„ Volp.
Stiftsrechner Winheim.
Lösung oder Auflösung.
damit sagen, daß, wenn Andrassy überzeugt ist, daß das friedliche Zusammenwirken
mit seiner Mission gescheitert sei, und nur ganz vereinzelt tritt die Behauptung aus, daß er sich noch im letzten Augenblicke mit dem Grafen Andrassy verständigt
Elementen der Zersetzung zu kämpfen, von welcher CiSleithanien bedroht ist; es hat ebenso wie dieses die Widerstandslust seiner slavischen Stämme zu bekämpfen, weiche in den panslavistischen Ideen den Kitt für ihre Zerbröckelung gefunden zu haben glauben, und daher in Cisleithanien wie in Ungarn mit ihren Sympathien nach Außen hin gehen und einer Consolldirung Ungarns wie Cisleithaniens widerstreben. Aber der Panslavismus wird weder für Ungarn noch für Cisleithanien eme ernste Gefahr werden, so lange die Polen und Ruthenen sich seiner Verführung entziehen und der jetzt angestrebte Ausgleich mit ihnen dürfte jeder von jener Seite kommenden Verlockung von vornherein den Weg versperren. Ob dieser Ausgleich gelingen wird — das ist freilich eine andere Frage, da die Geschichte der ungarischen Ausgleichspolitik auch in dieser Beziehung schon von gescheiterten Versuchen zu erzählen weiß; aber zu einer Losung wird man in Oesterreich allerdings kommen müssen, wenn die Auflösung nicht einen acuten Character gewinnen soll. Das Glück Oesterreichs ist freilich fprüchwörtlich geworden; aber Oesterreich hat auch seine Launen zur Genüge erfahren; es wird nun doch wohl einmal nöthig werden, daß ein klarer Plan und ein fester Wille den Geschicken Oesterreichs eine Wendung gibt, die des Glückes werth ist.
Lollar:
Bürgermeister Geißler. Beigeordneter S ch a d e ck. Schullehrer Schäg.
Wirth Gerhard Schön.
Mainzlar:
Bürgermeister Vogel.
Beigeordneter Klingelhöffer. Selig mann Kann.
Münster:
Bürgermeister Heß. Beigeordneter G o n t r u m. Schullehrer Simon.
habe, welcher also — wie es scheint — obwohl er den Titel eines Reichskanzlers abgelehnt hat, desto energischer darauf besteht, daß die politische Entwicklung Cis- leithanienS seiner Direktion folge, während Graf Beust immer die Miene annahm als kümmere er sich nicht um dieselbe. Was bedeutet aber der Name Kellersperg für die gegenwärtige Situation und was folgt daraus, wenn sich die Nachricht von seiner bereits erfolgten Abreise nach Graz, oder die andere von seiner Ver- ständigung mit Andrassy bestätigt? Die Antwort lautet: das Eine bedeutet so viel als das Andere, nämlich die Wiederaufnahme der Ausgleichspolitik. Baron v. Kellersperg wurde berufen, nachdem Graf Hohenwart mit seiner AuSgleichr- politik zu Falle gekommen war; wenn er jetzt ginge, so würde dies nichts Anderes bedeuten, als daß der Wind wieder wechselt und Herr v. Kellersperg sein Mandat festhält; wenn er aber bliebe, so heißt das gegenwärtig nichts anderes, als daß er sich den Absichten Andraffy's unterordnet, und diese gehen auf Fortsetzung der Ausgleichspolitik. Nur nimmt Andrassy den Faden nicht dort wieder auf, wo er in den Händen Hohenwart'S zerriß; er unterhandelt nicht mit den Czechen, sondern mit den Polen Galiziens. Die Gründe, welche ihn dazu bestimmen, dürften wohl als gewichtige erscheinen; um so mehr, als sie den Interessen Cisleithaniens eben so sehr wie den specifisch ungarischen entsprechen. Wenn Graf Andrassy die Aus- gleichspolitik wieder aufnimmt, so folgt er sicherlich einer durch die innere Lage Cisleithaniens gegebenen Nothwendigkeit; denn Niemand kann wohl noch behaupten, daß die Gemeinsamkeit des politischen Lebens der verschiedenen Nationalitäten Oesterreichs durch die gemeinsame Verfassung allein befestigt werden kann; aber es bestätigt sich auch im vorliegenden Falle, daß wenn Zwei dasselbe thun, bas Resultat nicht dasselbe zu sein braucht — und die AuSgletchSpolitik Andrassy's kann mög- licherweise zu besseren Zielen führen, als die des Grafen Hohenwart. Indem jener zunächst den Ausgleich mit den Polen versucht, will er denselben nur durch Concessionen zu Gunsten der Autonomie-Erweiterung Galiziens erlangen, während Hohenwart die Czechen durch Anerkennung ihres vermeintlichen Staatsrechts ge> Winnen wollte, was nichts Anderes bedeutete, als die Staatseinheit dem Föderalismus opfern; oder: die Lösung der inneren Verwicklungen in der Auflösung des Reiches suchen. Die Decentralisation schließt eine starke Regierung noch nicht aus, hebt die Staatseilcheit noch nicht auf; in dem Hohenwart'schen Ausgleichsgedanken verbarg sich die natürliche Zersetzung und Zerbröckelung der Monarchie, zugleich gleich mit der Bedrohung des Dualismus. Nur diejenigen Magyaren, welche den Dualismus in das Verhältniß der lediglichen Personalunion umwanbeln möchten, konnten sich mit dem Hohenwart'schen AuSglcichSgedanken befreunden; Andrassy hat aber erst kürzlich noch auf dem ungarischen Reichstage jede Stipulation dieser Art so energisch zurückgewiesen, daß die jetzt von ihm empfohlene Politik nur dem Interesse beider Reichshälften gewidmet sein kann. Daß aber der ehemalige un- garische Ministerpräsident, obwohl er seinen Sitz nach Wien verlegt hat, darum
nicht aufhören wird — Ungar zu sein, daß er seine Politik darauf einrichten wird, mit dem Gesammtintcreffe die specifisch ungarischen Interessen zu fördern — das ist allerdings bei einem Manne wie Andrassy unzweifelhaft zu erwarten der dualistische Character der Monarchie berechtigt ihn auch zu einer f
sich gegenseitig in einer Weise, welche der so oft angegriffenen „verfluchten liberalen Bourgeoisie" denn doch noch sehr fern liegt.
Das Petitioniren der Ultramontanen nimmt kein Ende. Jetzt hat nun auch
Wie der „A. A. Z." aus Kassel berichtet wird, gedenken die Agnaten der kurfürstlichen Familie einen Proceß gegen die preußische Regierung wegen Herausgabe der nicht dem Kurfürsten gehörigen Antheile des kurhessifchen HauSfiveicommiß- vermögens anzustrengen, weil das zur Ueberwachung und Abwehr der gegen Preußen gerichteten Unternehmungen des Kurfürsten und seiner Agenten durch ein förmliches Gesetz vom 15. Februar 1869 mit Beschlag belegte und unter eigene Verwaltung genommene Vermögen, dessen jährlicher Revtnuenertrag im geringsten Anschlag 350,000 Thalcr ausmacht, nicht dem Kurfürsten, sondern dem gesawmtea Hause Hessen-Kassel mit seinen Nebenlinien und allen seinen Agnaten gehöre, Jinb weder der Kurfürst selbst noch einer dieser Agnaten einseitig Darüber verfügen könne. Kurfürst Friedrich Wilhelm habe nur als Regent von Hessen die Nutznießung jenes Vermögens gehabt.
Die häusliche Fehde zwischen den „ehrlichen" und Hasenclever'schen Social- dewokraten wird nachgerade sehr erbaulich. Auf die Anklage des „N. Socialdem.", daß Liebknecht und Bebel sich haben bestechen lassen, übernimmt die „Demokr. Z." eine fulminante Vertheidigung der Angegriffenen und erklärt den Diceprästdenten des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins, den bekannten Tölcke „mit dem Stock" für eine wegen Unterschlagung und Urkundenfälschung verurcheilte und bestrafte Persönlichkeit. Der „Volksstaat" accompagnirt seine demokratischen Genossen dadurch, daß er die Herren Hasenclever und Hasselmann für elende Verrälher an der deutschen Arbeitersache erklärt. Man sieht, die Nachfolger Laffalle'S beurthetlen
Graf Andrassy ist Minister der auswärtigen Angelegenheiten der österreichisch- der vlrschiedenen Nationalitäten nur mittels einer verständigen Ausgleichspolitik zu ungarischen Monarchie, Lonyay ungarischer Ministerpräsident geworden; aber was Erreichen ist, er auch sicherlich das specielle Interesse Ungarns am besten fördert, wird'S mit Herrn v. Kellersperg? Allgemein ist die Nachricht verbreitet, daß er wenn er den Ausgleich mit Galizien fördert und das rech'verstandene Interesse der '■ """" c-i — ...... --........ ... . ... -5 ™ '......Polen an die Existenz der Monarchie knüpft. Denn Ungarn hat ja mit denselben
warten. Aber,der CleruS vom Elsaß eine Adresse an den Kaiser gerichtet, in welcher folgende
--- "—i- i-T- , ----------- .v.. -..Mf S".....solchen Politik, Forderungen aufgestellt werden: 1) Freigkbung der katholischen Presse. 2) Schutz
wie seine Loyalität einen Mißbrauch dieses Rechts nicht zulaffen wird. Wir wollen für die religiösen Orden. 3) Das Recht der Gemeindcräthe zur freien Wahl
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