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Der Stadt - Rentmeister: Enderö.
zahlt werden.
Gießen, den 19 August 1871.
werden soll., ___ . ,, , . u. _ .
Indem wir daher ergebens! bitten, eine weitere Schädigung unterer altehrwurdiaen ^andes- Universität verhüten zu wollen, die so dringend der Unterstützung und liberalen Freigebigkeit bedarf, wenn sic in Lehrpersonal. Unterrichtsmitteln und Räumlichkeiten die Eoncurrenz mit den rasch fortschreitenden Schwesteranstalten Deutschlands auöhalten soll, zeichnen wir mH vollkommenster Ergebenheit
Gießen, den 19. August 1871.
Namens des Stadtvorstandes der Universitätsstadt Gießen: Logt, Großh. Bürgermeister.
Ein mit Jacob Volkmann V. in Heuchelheim abgeschlossener Accord über die Ausfüllung eines, durch die letzte Lahnflnth am sogenannten Rosenkranz, entstandenen Lochs erhielt die Zu- stimmung des Gemeinderaths. ___
ist Dom 20. bis 27. Juli kamen in dem Gouvernement 238 neue §rfran£un0«- fälle vor. Im Ganzen erkrankten 443 Personen, wovon 190 genesen und 83
treten uuj j« j“ - wiv -" ■ • _ ' ,
bedingungen für einen gedeihlichen höheren Unterricht tn jedem Fache gegeben und, mit sehr geringen Mitteln verhältnißmäßig große Erfolge erreicht werden könnten, zum Vortheile unserer Stadt zur Ehre deS ganzen Landes, welches seiner LandeSuniversilät so vielen Dank rur seine geistige Eultur schuldet, während eS etnlenchtet, daß in dec neu begründeten Schule tu Darmstadt ohne ganz außerordentliche Opfer seitens deS Landes und bei dem Fehlen aller günstigen inneren Verbindungen überhaupt nichts EeklecklicheS geleistet werden kann, namentlich schon deshalb, weil die junge Anstalt durch eine Reihe bewährter Anstalten ähnlicher Art und von wohl- begründetem Rufe in den Nachbarländern von Anfang an gelähmt ist und in Gefahr steht, nach mehr oder minder langem Hinsiechen vollständig erdrück? zu werden. So bedeutende Mittel aber um dieselbe concurrenzfähig zu machen, neben den unbedingt nothwendigen Erfordernissen der Universität für das Polytechnicum aufzuwenden, ist nach den früheren Erklärungen der Hohen II. Kammer selbst für unser Land vollkommen unthunlich. Wenn wir sehen, wie nach langem Zögern nun endlich hier am Orte ein landw. Inst tut für den höheren wissenschaftlichen Unterricht begründet worden ist, wofür daS Land dem rastlosen Bemühen der landw. Vereine verpflichtet ist. und gleichzeitig wahrnehmen, wie auch für diese Branche eine Eoncurrenzanstalt am Polytechnicum gegründet werden soll, so können wir nicht umhin, hierin schon den TodeSkeim kür jene neue Einrichtung zu erkennen, sondern wir vermißen darin auch jene Klarheit und einheitliche Leitung der Verwaltung, welche vor Allem erforderlich ist, wenn daS rechte Vertrauen lebendig erhalten
Besondere Bekanntmachung.
3507) Die nachverzeichneten, noch rückständigen und bereits fällig gewesenen städtischen Gelder.
a) Schulgelder auS dec Realschule und den städtischen Schulen pro I. und II. Quartal,
b) Pachtgelder von verliehenen städtischen Triebvterteln und
können in den^erst'en'äch? Tagen an" den ZMagen Dienstags, Donnerstags und Samstags noch ohne Kosten zur hiesigen Stadtkaffe be-
Gumbinnen, 19. Aug. Da« Regierungsamtsblait zeigt an, daß die Cholera in den vieffeiligen Kreisen Pill lallen, Oietzko, Lyk und Insterburg ausgetrelen ist und verordnet Vie Errichtung von SamtätScommissionen in sammtllchen Kreifen.
Gaslein, 17. Aug., Abends 9 Uhr. Fürst Bismarck ist mit dem Geheimen Rath Keuvell soeben hier eingeiroffen. Graf Beust soll Montag von hier abtt,ft£iüerB00l, 18. Aug. Wie hierher gemeldet wird, ist der PaGc Postdampier ,Henry Chauncey" bei Cap Henry (im stillen Ocean) verbrannt. Die Passagiere wurden gerettet, dagegen gingen Ladung und Postsäcke zu Grunde.
Versailles, 19. Aug. Nationalversammlung. Der General Chanzy ver- liest den Commisflonsbericht über den neuen Armeegesetzentwurf. Derselbe macht den Dienst vom 20. bis 40. Jahre obligatorisch, hebt die Stellvertretung auf, schließt die unter der Fahne befindliche Mannschaft vom Stimmrecht au- und lost die Nationalgarde auf. 164 Mitglieder sind für sofortige Auflösung der National- aarde. Die Dringlichkeit wird beschlossen.
Paris, 19. Aug. Wie versichert wird, sind Verhandlungen tm Gange, um den Antrag Rivet in nachstehendem Sinne zu °»ovificiren: Die Vollmacht Thier soll für zwei Jahre verlängert werden und derselbe den Titel „Präsident der Ne publik" führen. Die Verantwortlichkeit der Minister wird eingefuhrt, aber Thiers behält da» Recht, sich an den Debatten zu betheiligen. Die Nationalversammlung trennt sich nicht, ohne vorher gewisse bereits bezeichnete Gesetze zu vottren. Wte es Heist, wird die Commission ihrm Berichterstatter nicht vor Dienstag^over^Mitt-
Suppe ä la Royale — Madeira und Portwein. Suppe 4 la Rossini — süßer woch wählen. Die DiScusston selbst kann deshalb im besten Falle nicht vor Una'r. Kleine Pasteten ä la Coblencc, Lachs sauce bearnaise — Chat. Margaux. Donnerstag stattsinden.
Rinderfilet a la printaniöre, Fricanveau von Kalb ü la bechamcllc — Chat. Ca rose. Konstantinopel, 14. Aug. Die Pforte gestattete der spanischen Fregatte Kapaune ä la braise, Humtmr garnirt mit Aspic — Chat. Rossau. Pudding — „ArapileS' nicht, die Dardanellen zu passiren, was um so mehr Aufsehen erregt, Rüdesheimer Berg. Hamburger Hühner, Rebbraten — Marcodrunner Cabinet. als erst vor drei Wochen einem russischen KriegSsch ffe Vie Durchfahrt gestattet CompoiS, Salat. Stangenspargel mit sauce k la creme — Röderer carte blanchs. ward. Von Diarbekir aus ist eine Expedition aus sieben Bataillonen Infanterie, Schoten — St. Marceaux. Eis-Panachee, Dessert, Kuchen, Caffee, feine Liqueure. einem Regimente Cavallerie, zwei Batterien und zwölf Bataillonen Baschi-Bozuk- Knallschotcn — blutige Nasen. — Ueber letzteren Gang erfahren wir unt-r dem Befehle Ismail Pascha's gegen Schamras abgegangen.
von den Betheiligten nachstehende Details. Das Festcomite hatte das Diner aui —7 .
eigene Kosten unfertigen lassen und den Wirth des Concerthauses, Herrn Meding, Local-Notizen.
mit einer sehr anständigen Saalmiethe abgefunden, ihm zugleich aufgegeben, 80 Beschlüsse
Kellner gegen eine Remuneration von 2 Thaler pro Mann zu engagiren. Herr aug per Sitzung des Gemeinderaths vom 19. August 1871.
Meding war der Meinung, Vie Kellner seien auch mit 1 Thaler pro Mann hin Anwesend waren: Der Großh. Bürgermeister Vogt, die GemeinderathSmitglüder Berg,
reichend bezahlt; die dienstbaren Geister drohten jedoch während des Anrichtens Bücking, Gail, Heß, Hanflein, Körber, Löber, Pietsch, Ricker, Rosenberg und Wenzel.
der Suvve mit einer Arbeitseinstellung, wenn nicht der Lohn verdoppelt oder ihnen Dem Grmeinderalh war zur Kenntniß gekommen, daß in den nächsten Tagen bet dec u- zr , c -r bt, ühltfhf ^abnüli.-bersammluna II Kammer der Stände eine Vorlage gemacht werde, welche die Bewilligung einer höheren
btt Erlaubmß gegeben werve, nach dem Diner bU £a^n|to^^erlammlun0 bie Polytechnische Schule in Darmstadt zum Zwecke habe. Dies veranlaßte denselben
zu veranstalten. In seiner Noth gestattete Herr Medtng letzteres, opgtelw oiev Inachfolgende Eingabe abgehen zu lassen. Zugleich wurde die Absendung einer Deputation be- von dem Festcomite ausdrücklich verbeten war. Das Fest verlief tn ungezwungen- schlossen, welche bei Sr. Königlichen Hoheit dem Großherzoge und sonst maßgebender Stelle dahin ftp- Heiterkeit auch bie Kellner thaten sich an den Weinresten mehr als gütlich, wirken soll, damit die Genehmigung zu einer solchen, die hiesige Universität im Gedeihen schädi- bis die verhängnißvollen Zahnstocher die Runde machten. Die Herren Directoren, gende^ Berechtigung versagt werde. In diese Deputation wurden di- Herren Vogt, Bückmg und denen ausdrücklich zugesichert war, daß ihnen der Aufenthalt in Berlin nicht einen Hohe Ständeversammlung in Darmstadt!
Pfennig kosten solle, zogen lange Gesichter, aber sie zahlten; als zevoch der Teller Da dem Vernehmen nach in diesen Tagen der II. Kammer der Stände eine Vorlage dein einen einaelabenen bochaestellten Beamten kam, schlug dieser dem Kellner den Hufs Bewilligung einer erhöhten Summe für die Polytechnische Hochschule in Darmstadt seitens emvsina aber sofort eine so niederschlagende Quittung, daß Nr. Staatsregierung zugehen wird, so würden wir glauben unsere Pflicht zu verabsäumen wenn
Teller an ven srr.pl, empfing a II ' «„mbr wir unterließen, daraus ansmerksam zu machen, daß es sich hier nicht etwa nur um em Local-
im nächsten Augenblick der Festsaal einem Kampfplatze glich. Gedachter Beamter infereffe der Stadt Darmstadt handelt, sondern daß dabei auch ganz wesentlich die Interessen un- requirirte nun in aller Eile eine Anzahl Schutzleute, welche mit Muhe die Jtam-- jerer Stadt, sowie der M't ihrer Geschichte rühmlich verschmolzenen Hochschule auf die empfindenden trennten und die Hauvtschläaer, natürlich Mit Ausnahme derer aus den lichfte Weise berührt werden. Indem wir es den Vertretern der Universität überlassen müssen,
M-.kVn üVreiirttn — Die Tafel in der Centralhalle zu .hrerseitS die wissenschaftliche Seite der Frage in Betracht zu ziehen, können wir doch mcht unter,
Reihen ver Dlvtdenbenmachcr, arretirren. W awi■ in1 w « . V S Seite der Angelegenheit zur Sprache zu bringen, welche die Stadt als solche,
Potsdam, am Donnerstag, blieb von einer gleichen Berdauungsubung versa-ont, Bphelbcrgerin der Universität, der sie zu allen Zeiten bereitwillig jedes Opfer gebracht hat denn vorsorglicherweise servirten dort nur königliche Lakaien, wie auch das ganze bringen bereit ist, unmittelbar berühren; und erwarten vertrauensvoll, daß Hohe
z^estmadl durch könialiche Munificenz ausgestattet war. Ständeversammlung diese unsere Vorstellung in gerechtem Sinne, mit Berücksichtigung der von
ö IRrrlin 18 Aua Die Germania" veröffentlicht ein Schreiben des Feld- uns gebrachten Opfer und im aslseitigen Interesse des Landes erwägen und ent!chelden wird.
«DCritU, 1 • ■«Ufl. „ II verschiedener Bei der ohnedies schon freier gewordenen und durch dle Lelchtlgkelt der CommunlcaUon ge-
probstes Bischofs Namczanowski, in welchem derselbe die Mittheilung verschi fteiqerten C^ncurrcnz, sowie durch die Gründung neuer Anstalten (wie die Forflacademie in Minden) Zeitungen, die Conferenz der Bischöfe haben am 3. d. M. in Fulda |tattgc|unctn, toir in btn b^en Jahren eine merklich verminderte Anzahl Studenten an hiesiger Hoch- fiir un«abr erklärt Die Conferenz werve erst am 5. September in Fulva adge- »thule und halten wir unser Interesse aus naheliegenden Gründen für ernstlich bedroht, wenn da- ! v mit umgegangen wird, durch Gründung, fortwährende Begünstigung, Erweiterung und finanzielle
yalten weroen. wird aus Wien aeschrieben: Die Steigerung einer Eoncurrenzanstalt im eigenen Lande einen immer größeren Theil Vieser noch
Berlin, 19. Aug. Der „Kreuzzettung wirv aus TtZten geicyr Mn Ul übrigen Studirenden von hier ab und nach Darmstadt hinüber zu z.ehen, so daß es mcht zu ver-
Angelegenheit der Besitzer der rumänischen Etsenbahnobltgationen geht eener sreuno- roiinbern roenn Vt)n Vielen die Besorgniß gehegt wird, es bestehe der Plan, die Umversttat licken Reaeluna entaeaen. Glaubwürdigen Nachrichten zufolge ist eine Verstands @ie^n allmählig entweder ganz eingehen zu lassen und Fetisch nach der m so vieler B-zlehung auna im Axiat Man vernimmt zugleich, cS sei Grund vorhanden, eine direkte schon begünstigten Residenzstadt zu übertragen, oder wenigstens dieselbe nur^nominell wä> erb
jung trn Zuge, I h Neaieruna des Fürsten Karl eristiren zu lassen; was weder den wohl erworbenen Interessen unserer Stadt nach der cultur
Vereinbarung zwischen dem deutschen Reiche und der Legierung oes fzuril geschichtlichen Bedeutung unserer Universität, am wenigsten aber dem Illtereffe des gesammten
hoffen zu dürfen. n Landes entspricht. Wir brauchen nur darauf aufmerksam zu machen, wie bedeutend die Zunahme
Gumbinnen. 17. Aug. Aus dem russischen Gouvernement Suwalli sind ber Studirenden des Baufaches in Gießen sich gestaltete, als man vor nicht ganz 10 Jahren mit bierselbst Nachrichten eingegangen, wonach die Cholera in der Abnahme begriffen sehr geringen Mitteln einen zweiten Lehrer dieses Faches hier anstettte indem die Zahl derArch,- ?.r|mL on 07 Ln in bem öoueernement 238 neue Erkranlungs- tat» auf zrftitg, um darum luyyn.»« °u h.-"g-rUuw«stta n-° a - f*®
Berfteigeru»,gen.
Versteigerung eines Bauplatzes.
3373) Der zum ehemals Kratz'schen Hause gehörig gewesene Hintergarten, 42,2 OÄlftr. Fläche enthaltend, soll als Bauplatz Dienstag den 22. August 1871,
Vormittags 9 Uhr, auf hiesigem Nathhause an den Meistbietenden versteigert werden.
Gießen, den 11. August 1871;
Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Vogt.
3422) Mittwoch den 30. August d. I-, Vormittags 10 Uhr,
werden dahier 29 Fuder Noggenstroh, in Ausgeboten von je 1 Fuder, zur Lieferung öffentlich versteigert.
Marieuschloß, den 14. August 1871.
Grobherzogliche Landeszuchthaus-Direction- ___________Scriba._______________
3515) Dienstag den 3. October d. I-, Nachmittags 2 Uhr.
soll auf dahiesigem Rathhause die dem Da lentin Heerdt und Ehefrau gehörige Hot- raithe, al- :
Flur Nr. lllKlftr.
1/959 20 Hofraitbe auf dem Asterweg,
giebt 13V2 fr- Rente,
1,960 27 Grabgarten daselbst,
i/gcä 3 Hofraum mit Stall,
V970 — Hofraum (Miststättc) das.,
öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 19. August 1871. Großherzogliches Ortsgericht Gießen.
S e m m l e r, Ortsgertchtsmann.
Feilgebotenes.
dtcne boll. Vollbäringe
empfiehlt Emil Fischbach,
(3492) Seltersweg.
3488) Ein gebrauchter, zweitbüriger tau- uener Kleiderschrank ist billig zu verkaufen. Asterweg Lit. A. Nr. 108.
3234) Ein fast noch neuer Sessel mit Nohrsisz ist zu verkaufen sttäherc« bei der Exped. d. BUts.


