Ausgabe 
22.4.1871
 
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einer halben Milliarde

19' April. Es ist Wahrscheinlichkeit vorhanden, daß ein Mlmsterwechse! stattftnden wird. Dufaure wird vermutlich der Nachfolger Pi­cards und Dusaure durch Lefevre oder PontaliS ersetzt werden. ' 9

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2) Antrag Harkort's (Hagen) : den Bundeskanzler auszufordern bei der portugiesischen Regierung die erforderlichen Schritte zu thun, damit den Rhedern und Affecuraoeuren des Stettiner BarkfchiffesFerdinand Meß", welches am 3. Februar 1863 im Hafen von Praia von den portugiesischen Behörden gesetr- und rechtswidrig rondemnirt und versteigert ist, die gebührende Entschädigung werde.

Harkort befürwortet diesen, MoSle (Bremen) einen oozu gestellten Abänve- rungsantrag. Bundeskowmissar Ministerialdirector v. Philipsdorn. Die in Rede stehende Angelegenheit schwebe auf Verwendung der preußischen Regierung noch vor den portugiesischen Gerichten. Daß der Gang dieser gerichtlichen Ver- Handlung cm so langsamer sei, bedauere die Regierung, könne es aber nicht an- bern- Fürst Bismarck. Trotzdem ihm die Di'Scussion über den Antrag nicht unwillkommen sei, bute er, densilben doch adzulehnen; die portugiesische Regierung werde schon auS der Debatte entnehmen, daß es Deutschland Ernst ist mit der

Fürst Bismarck. Der Redner irrt, wenn er meint, letzterer Plan sei ganz aufgegeben; sobald die Porzellanmanusactur ganz nach dem Thiergarten hinaus verlegt ist, was Mitte nächsten Jahres der Fall sein dürfte, werden dem preußi- schen Landtage in dieser Beziehung neue Vorlagen gemacht. Daß die jetzigen Zustande für den Reichstag unhaltbar sind, darüber herrscht keine Meinungsver­schiedenheit, aber die E.nigung zwischen den staatsrechtlich bctheiligren Factorcn, den Künstlern und Bautechnikern über das neue Reichstagsgebäude wird um so fdjßjieriaer, je schöner und größer man sich das Project denkt. Die verbündeten Negierungen werden in dieser Beziehung gern jede competente Stimme au^ Deutschland Horen. Eine andere Frage ist die, ob den geschäftlichen oder orna­mentalen Rücksichten mehr zu folgen ist. Es ist Wünschenswerth, daß der Sitz des Reichstages nicht zu weit entfernt sei von dem Sitz des Bundesraths und der mit demselben communicirenden Behörden; es wäre auch Wünschenswerth für den Bau em bereits im Besitz des Bundes befindliches Gebäude zu benutzen allein das Grundstück in der Wilhelmsstraße gewährt nicht den benöthigten Raum, und die anstoßenden Torritorien sind nicht käuflich zu erwerben. Ob der Reichstag in dem auf dem Grundstück der Porzellanmanusactur projectirten LandtagSgcbaude noch unterzubringen sein wird, bleibt fraglich. Weiter kommen noch in Betracht die Grundstücke der Artilleriekaserne am Kupfergrün, der ehe- maligen Ariclleriewcrkstatt in der Dorotheeustraße und das RaczynSki'sche Palais am Konigsplatz, wobei jedoch zu erwägen ist, daß die Entfernung zwischen dem Bureau des Bundesraths und des Reichstages eine nicht allzu große wird Sind diese Schwierigkeiten schon groß, so ist die Frage des Provisoriums noch viel schwerer zu losen; eine Umarbeitung der Sitze in diesem Hause, so daß der Prasidentenstuhl auf die schmale Seite verlegt wird, ist zu zeitraubend, desgleichen der Ausbau des Herrenhausjaales. Im Herrenhause sind zur Zeit 317 Sitze ?" ben Debatten des Reichstages haben sich bisher höchstens 305 Abgeordnete btth^ligt, von einer Übersiedelung nach dem Herrenhaus könne also nur dann

-'n w°nn das Haus sich dem Risico Unterst, daß nie mehr als 3,7 k Echrib sind. W,e dem aber auch sei, die Regierung werde

gern den Wünschen des Reichstags entzegenkommen. An der weiteren Debatte betheiligen sich nocy Frhr. v. Haverbeck (Allenstcin) , Dr. Reichensperger sCre. feld), v. Vermuth und Römer (Württemberg), dann wird der Antrag v. Bernuth Mit großer Majorität angenommen. ö M

Verletzungen deutscher Beamten ,m Auslände hingewiesen, ohne Specialitären da-' für anzufuhren; er erachte es für eine Pflicht des Abgeordneten für Bremen derartige Fälle dem auswärtigen Amte mitzuthetten, und fordere ihn auf, diele gjjW zu "füllen. Moele verspricht dieser Aufforderung nachzukommen und zieht in Folge der Erklärungen des Hrn. v. Philipsvorn seinen Antrag rurück - Nachdem noch Schmidt (Stettin) und van Freeden (Emden) gesprochen, wird der Antrag Harkort abgelehnt und an seiner g.; ....Xn

Skstellter Antrag angenommen, welcher dem Bundes.athe die weitere 23crfoi. imn der Sache anheimstellt. ' b

w » WE£e bit rum gänzlichen Umsturz der kirchlichen

K . . . . B' führend-- L:str:bunzen nicht theilen. Schließlich sprich, der Hirtenbrief das Vertrauen aus, daß die durch da« Concordat derbiirattn verfassungsmäßigen Rechte ungeschmälert bieiben werden. (Allq. ata.)

P^n^cn/ ^9- SIptiL Die Bischöfe zu Augsburg und Passau, sowie da« Kapitelvicariat zu «pepcr haben den Studenten der Theologie in München den Besuch der Vorlesungen des Prof. Döllinger untersagt. (Fr. I.)

- Cl' 3Ra" Slaubt die Conferenz der Bevollmächtigten

Deutschland« und Frankreichs werde ihre Arbeiten bald beendigt Habern Die gegenseitigen Mittheilungen erfolgen stets auf schriftlichem Wege.

A Brüssel, 20. April. DerEtoile bklge" meldet aus Pari« b 18 b Morgens. Der gestrige erbitterte Kampf in Neuillp beaann mit bn.» ,ä.L 6" feuer au« den Sausern und Garten. Die M trailleu en ko dee.e7 ®Ä* Opfer. Das 261. Bataillon der Föverirteu löll gck 1 zahlreiche

bald nach Beginn de« Gefrthte« gefallen war. Der Verlust De/göDerirteTtoat EnDrm D^selb-a HJ« sich zuruck, eine Umgehung befürchtend. Die Granaien der Nenillybrucke erreichten Ternes, Boin du point, Etoilc (?) und den Pare Monceaux. Auf den. Boulevards Courcelles wurden Barrieuden errichte, Geaen A-mere« und Clichy sammelten sich Bataillone, indem man dort Xn AnAff

Telegraphische Depeschen.

1 . München, 20. April. Professor Friederich erhielt ein erzbischöfliches

Decket, welches erklärt, daß er wegen bewußter hartnäckiger öffentlicher Läuqnuna änoLU «7 r(6ICb^ Glaubenssätze die größere Ercommunication mif8 allen canoni^en Folgen verwirkt habe. In einem offenen Entgegnungsschreiben des * t°l? .Munchen.Freiiing an Professor Huber hält ersterer sämmtliche B ^up'ung-n setnes Hirtenbriefes vom 14. April aufrecht und erklärt sich außer Stand., der Aufforderung Huber«, die harten Beschuldigungen gegen ihn vorerst zuruckzunehmete," nachzukommen. >yn vorerst

... . . 18. April, Abende. Die Niederlage der Föderirten bei Asnieres

übertrifft die gehegten Vermuthungen. Die Föderirten besitzen auf dem rechten Beineufer keinen Zoll breit Landes mehr. Sie unterhalten ein starkes Feuer von der Encemte Clichp, Levallois und Sablonville. Die Regierungstruppen bom- bardiren heftig Paffy, ren Trocadero, Ternes, Levallois und Clichy.

+ Paris, 19 April, Morgens. Gestern Ab.'nd griffen die Truvven nnn Versailles di.- Vorposten der Föderirten bei Neuillp an und trieben sic etwa 100 TOeter zuruck. Ein Bericht der Föderirten meldet, daß Angriffe auf die Ver- chanzungen vor dem Fort Jssy und der Eisenbahnstation von Slamar zurückae. schlagen wurden. - Da- regnerische Wetter verursacht der Commune Schwierig, keiten, d,e Nationalgarden zu sammeln und auf ihren Posten zu halten. Die S "8c...?!ot i>DrDrc"' «ommunc" undLe Vengeur" befürworten In, K. >?"^duung«pr°gramm: Beibehaltung der Republik, Communalrechte für aDe Städte von Frankreich, Autonomie der Nationalga-de, Auflösung der Ver. samm ung von Versailles und der Cömmniie, Neuwahl der National- und Com- L7mst7un7LaienstillstL° $U U"6 gemeine

r 3) (Berlin) .- an Stelle de« Art. 32 der Verfassung

iu ff6en "®le Mitglieder des Reichstages erhalten aus der Bundeskaffe Reite kosten und Diäten nach Maßgabe des Gesetze«. BiS zum Erlasse des Geieues stellt da« BunkeSprasicium tu Höhe derselben fest, &n Verzicht auf die Reite kosi-n und Diäten ist unstatthaft." An Der Debatte betheiligen sich Schul, Wmdhorst (Meppen), Bebet (Glauchau), Dr. Bamberger (Ma.n ) ur ^' Volk (Jmmenstaoi) für, Gras Ri,«berg (Oschersleben) und Fürst Bismarck neuen ben Antrag, dann wird um 4 Ihr Die Diskussion auf morgen 12 Uhr vertag, . - S,pr'1; ß,c- w>- gestern erwähnt, au» Darmstadt hier einae-'

Vn v Kililar.Commisston hat, wie gemeldet wird, in erster Reihe nicht Die .Million, Verhandlungen wegen einer neuen Formation De« hessischen (Sonluiaents |U fuhren, sondern e« handelt sich in erster Reihe um einige nicht unwesemliche Modcheationen und AbanDerungen Der Militärconvention, welche vorauSstch,!^, be? Sld.enV'r Kriegsministeriums, Das Aufhören Der Selbstständigkeit

J ar^eriyxltunB un0 Cin' tinDm Formation Der Dio-sion zur

nhCUr L r^16 lein'oarungen hierüber stno auf Dem Schriftwcge nn- ente .t7R". g"^°8^' b"eus soweit gediehen fein, Daß sie nur noch L D gegenseitige Ratisieation pe.feet zu machen wären. f

Brief 3*P,L .tiln Kanzeln zu verkündigenDer Hirten. ,

örebt-.e Aufrubr. ..Hbs . . 8. ö . md _

Aitkatholiken zum Abfall in Treten d.? .T^e tlE Be, Kingston (Jamaica) ist Die englische Fregatte Immoctalit» gestrandet

A London, 20. April. DieSituation" bemerkt anläßlich de« M.rliiS...

wt fi r^6 ^'^ursi verlassen oabe: e« sei nicht zu dezwess-ln oaü Der.'

an dessen gerechtem ^roģ?g??.'* ttiC b-daup,e. worden sei? nach

Altkatholiken zam Abfall in Sccten Ak. > -

Oberhirte erklärt es als Lüge uX Ärläumbu

>csherrn verletzt werde, und hält es für unmöJfA hnf0/ ftrCU^r C0en Oen 2an'

-tzt zu der geheiligten Person des Lugs dr^lolche ehmmen,

' . Q 4 19, ^nL DosParis-Journal" kündigt an, daß noch

* an dle deL- LLn7erso.ge"' Kriegsentschädigung

Dr. Bamberger (Mainz) ulid Dr' Unferb^nMunäen'»X, daß Pouyer Quertier mit

rSlkben) und Fürst Sismord1 Okschättigi fei' Die ^abliine, Anleihe von einer halben Milliarde

,W '191. ,eL f ' onh'ung dieser Summe an die Deutscher, würde die franrö.

> beL-n^^?u"ungn b-rcchtigen, die Fort« des rechten Seineuser- durch chre LpL

.... + ®priI' Mittags. Die Ligue de L'Union röpublieaine pro-

teflut gegen die Auffassung Der von ihr ge,Hanen Schritte, wie sie Die Deoeicke b" l^'er« DarfteQt. Die Commune hat die JournaleL'Opinion Nationale" La Cloche ',Le Soir" unoLe Bien Public" unterdrückt. Gestern wie vor-' gestern haben d.e Nationalgarden auf den Vorposten von Asnures und Neuillp einem panischen Schrecken nachgegeben und stnD nur mit Schwierigkeit von ihren anfubteru wieder geiammelt. Das Kanonen- und Gewehrseuer hat den aan.en Tag gedauert zwischen Eourbevoie, der Porte Maillot, Puteaux und Levallois Dombrowski ist von Asnieres zuruckgekehrt und verstärkte die bedrohten fßunfte

? Barrikaden und Verbaue in allen Straßen und Avenuen ®e*cLe. a.uf °ie futlKben Thore führen. Der Reveil erklärt es für unwahr, daß hPTrCA, .... . Asnieres feien.

berrfDbt große Th an gleit, um Die Schäden auszubessern. Das Siecle sagt, durch Daf SerfaiDea beschlossene Gemeindegesetz sei Die Gemeindefreiheit ?n 9)arU auf f#(l Null reducirt. Der A-enir National sagt, Da« Verfahren der Nationa l Versammlung erschwere die Versöhnung sehr. tanonal

A Paris, 20. April. Die Commune erklärt, daß die Einsckliekunn hnn keine Veranlassung zur Furcht geben könne. Es könnten fortwährend^Nah- rungsmlttel auf Den Eisenbahnen von Nord-n und Osten in die Stadt gelangen, entnehmen, daß es Deutschland Ernst ist mit Der ibn «2«.. «ni« D-a'b'-wsky schwer genug ist, um

Wahrung feiner unD seiner Angehörigen Interessen. Hr. Moste hab! auf Pflicht, v^es BauaeMes für die Abrta! n * ",'?"zu>egen. Die Aufstellung hprlohnnnon hpiitfApr Sn»/»»,«»« mL 6 -Oaugerugeö für die Abtragung der Vendomesaule hat beaonnen __Qm fhni-l

Der SnoahDen wurDe eine Nachsu Hang nach Den Reliquien Napoleon« gchklttn welche bekanntlich au« einer Krone, einem Degen unD Hute bestehen. Alle schungen waren vergebens. Di- Reliquien waren vor Der Ankunft Der Preußen wt 9m« 'n Sicherheit gebracht worben. In Dem Keller des JnvalidmhaufeS

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)) Rcierviftm Lud Grohh-11 ßanbn boren am 16. I heim, Kreis Gief p ^tieiiioniöOT kerben bieftlben tycrt harn licfaffeiiben in Ihm, spätesims aber

Dienstag den 8.

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rommen. Dr. Brann (HerSfeld) bittet, seinen Antrag anzunehmen, Denn Der Gehör finden: Der LandeSfürii werde bi, früher vorgelegte Bauplan entspreche keineswegs Der wünschenswerthen Grvßartia. und »aa,licken ru m l $

feit eine« deutschen Parlamentsgebäude«. Ueber Die Unzu.räglichkei.en Del jetzigen Der Hirt »5 .k

SitzungSsaale« sei schon so Vie, Klage geführt, Daß jedes weitere Wort unnütz f " S3er,ra"en au6' 6afi bl

Ware. v. Unruh unterstützt und erläutert Diese Ausführungen, Graf Münster (Plauen) tritt dagegen für Den Antrag v. Bernuth ein. v. Blanckenburg (Nangaro) ist mit der Niedersetzung einer Commission einverstanden, wünscht je- Doch, daß Der Bauplatz mit Rücksicht aus Die Geschäftsverwaltung De« Reiches gesucht werDe mnD Daß ein gutes GrunDstück nicht um deshalb unbenutzt bleibe weil keine Einigung zwischen Regierung und Volksvertretung zu erzielen ist, wie Die« mit Dem Grundstück Der Porzellanmanufactur für Da« LanDtagSgebäuDe Der Fall war.