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Kriegsnachrichten.

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Umgebung ist, die Bayern« König und Volk dem Reiche entgegenbringen, desto Iroeniger werden beide au« den Augen verlieren, daß da« schone Land, dem sie zu-

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unseren Herzen gesunden. Unter dem Getöse der Waffen zeitigte die Frucht der deutschen Einigung: das Deutsche Reich wurde neu ausgerichtet. Die -Kräfte der Nation sind zusammengesaßt, um dem deutschen Gebiete nach Außen wirksamen

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nächst gehören, seine volle Pflicht als das Glied eines Ganzen nur dann wird erfüllen können, wenn es ein festes, durch inneren Frieden starkes Gemeinwesen bleibt; was dem Thcile Stärke verleiht, frommt auch dem Ganzen. Indem Wir die gegenwärtige Versammlung schließen, entbieten Wir unseren Lieben und Ge­treuen die Versicherung Unserer königlichen Huld und Gnade.

Bordeaux, 17. Febr. Der in der heutigen Sitzung der Nationalversamm­lung von Keller eingebrachte und von dieser der für die Friedensverhandlungen einzusetzenden Commission überwiesene Protest gegen die Annexion von Elsaß und Lothringen lautet: Frankreich und Europa, welche das Schauspiel der preußischen Forderungen vor Augen haben, können nicht dulden, daß sich ein Act vollziehe, durch welchen Elsaß und Lothringen Frankreich entrissen würden. Wir sind und wir bleiben in guten wie in schlimmen Tagen Franzosen; wir haben mit unserem Blute den unlösbaren Pact besiegelt, der uns mit Frankreich vereint, indem wir die Treue an die gemeinsame Sache unerschütterlich in allen Prüfungen bewahrten. Frankreich wird Diejenigen nicht verlassen, welche sich nicht von ihm lostrennen wollen. Eine Versammlung, welche aus dem allgemeinen Stimmrechte hcrvorge- gangen ist, kann nicht selbst an elnem Werke Theil nehmen, durch welches dle Nationalität einer ganzen Völkerschaft zu Grunde gerichtet werden soll, und eben

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dem in Einigkeit verbundenen Gesammtvaterlande mit Aufrichtigkeit anhangen und an der Erfüllung seiner großen Aufgabe mitarbeiten. Je rückhaltsloser aber die

Ein Friede, durch Gebietsabtretungen erkauft, würde kein dauerhafter Friede, er würde höchstens ein Waffenstillstand sein, der bald von einem Kriege gefolgt wäre. Wir, Bewohner von Elsaß und Lothringen, sind bereit, den Krieg aufs Neue zu beginnen und wir erklären von vornherein iür null und nichtig jedes Anerbieten, jeden Vertrag und jede Abstimmung, welche bezweckt, Elsaß und Lothringen von Frankreich zu trennen. Proclamiren wir unser Recht, mit Frankreich vereint zu bleiben, halten wir fest an unseren Verpflichtungen zur Vertheidigung unserec Ehre

Bordeaux, 18. Febr. Favre traf gestern wieder mit den FriedenSbedingun- aen hier ein. Man glaubt allgemein, die Nationalversammlung werde bald nach Paris übersiedeln. Menotti Garibaldi ist provisorisch zum Commanvlrenven der Boaesenarmee ernannt. Menoiti und Ricciotti sind in ChalonS für Saone. Die Vogcsenarmee steht zwischen ChalonS, Macon und Bourg. Das Hauptquartier der ersten Brigade unter General Canzio ist in Bourg.

Bordeaux, 18. Febr. Der Municipalrath beauftragte den Maire, dem Kammerpräsidenten Erstaunen und Bedauern über die militärischen Maßregeln zum Schutze der Versammlung auszudrücken, da auch die Bevölkerung dieselben als ein

und unserer Würde. , ,

Bei der Debatte d.r Nationalversammlung über die geschäftliche Behandlung dieses Proteste« erklärt sich Th.er» für sofortige Verweisung an di- Bureaux zur Berichterstattung und motlvirt diesen Antrag in folgender Weise: Es handle sich darum, zu wissen, ob die Kammer den zur Unterhandlung Beauftragten ein impe­ratives Mandat geben, oder ob sie denselben die Freiheit zur Unterhandlung lassen wolle. Er für seine Person theile von Grund seines HcrzenS die Gefühle Keller's; es sei aber nöthig, daß die Kammer in einem so ernsten Augenblicke denjenigen Entschluß fasse, welcher allein ihrer Würde entspräche. Nach seiner Ansicht wäre jude Vertagung mehr als inoportun, sie wäre wahrhaft kindisch. Nicht morgen, sondern sofort müsse die Kaaimer berathen und beschließen; die Kammer darf sich nicht hinter jene Regierung verschanzen, welche sie einsetzen werde, sie müsse viel­mehr selbst in voller Ausübung ihrer Rechte und ihrer Verantwortlichkeit sich ent­scheiden. Es sei nöthig, daß man wisse, was die Kammer wolle; was mich an- belangt, fügt ThierS hinzu, der ich mein ganzes Leben meinem Vaterlande geweiht habe, so bin ich bereit, auch setzt noch alle meine Kräfte, alle meine Ergebenheit demselben zu widmen; allein es ist nöthig, daß die Kammer die Frage erledige. Lassen wir sofort die Bureaux zusammentreten und ohne 24 Stunden zu warten sagen wir, was wir wollen! Die Kammer suspendirte hieraus ihre Sitzung für furze Zeit und faßte nach Wiederzusammentritt den bereits gemeldeten Beschluß bezüglich des von Keller eingebrachten Protestes. ,

Bordeaux, 18. Ftbr. Bei Der Abreise von Marseille hielt Ganbaldi eine Rede, worin er zum Vertrauen und zu verdoppelten Anstrengungen aufforderte. Wie groß auch gegenwärtig das Unglück Frankreichs sei, Frankreich werde bleiben ' und wieder zu neuer Größe aufleben. Die Republik allein sei möglich und allein 1 jm Stande, das Land moralisch und materiel wieder zu heben. Man müsse sich in jeder Weise vorbereiten und organisiren, um Rache zu nehmen.

Bordeaux, 18. Fehr. Die Deputaten des Departements der Meurthe, welche gestern hier angekommen sind, haben sich der Keller'schen Erklärung ange- schlossen. Ein Deputirter meldet, daß alle Deputirten aus Elsaß und Lothringen sich gestern der Abstimmung über den Antrag Keller's enthalten haben. Der Prä­sident verlas ein Schreiben von Thiers, worin derselbe seiner Dankbarkeit für das Vertrauen der Versammlung und seinem Eifer für die Vollbringung seiner Auf­gabe Ausdruck giebt. Er habe sich heute der Versammlung verstellen wollen, aber es sei unmöglich gewesen. Er werde morgen mit den Ministern kommen. Roche­fort reclanurt gegen Die Aufstellung von Militärmacht in der Umgebung Der

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MißtrauenSzcichcn betrachte.

Bordeaux, 18. Febr. Unmittelbar nach dem Votum der Nationalversamm- lung besuchte auch Fürst Metternich Herrn ThierS und erklärte demselben, er sei Durch den Grasen Beust beauftragt, die sofortige Anerkennung der neuen Regierung durch Oesterreich kundzugeben.

Brussel 18. Febr. Die Blattern und die schwarzen Pocken nehmen iM nördlichen Frankreich so üb-rhand, daß in Lille täglich an 50 Personen daran ^^"VoilbOli 18. F-ör. Lord Lyon« meldet au« Bordeaux vom 17. Febr. die fast einstimmige Ernennung Thier«' zum Präsidenten der Exekutivgewalt, und daß er (Lyon«) mündlich Herrn Thier« die Anerkennung seiner Regierung durch Groh- britannien angezeigt habe. ,

Florenz, 17. Febr. Etienne Arago ist hier eingetroffen. Wie dle Gaz. zeita U'ficiale mittheilt, ist das Befinden der Königin von Spanien in der Bcsse- rUnß Athen," 17. Febr. Der Appelhof hat gestern das Urtheil erster Instanz

der Rede des Prinzen heißt ed: . -

Seit der gegenwärtige Landtag sich um uns versammelt hat, haben sich große weltgeschichtliche Ereignisse zugetragen: ein Nachbarvolk, mit dem wir gern in Frieden gelebt hätten, hat Deutschland durch gänzlich ungerechtfertigten Angriff in einen blutigen Krieg verwickelt. Daß wir Den Kampf mit voller Jlraft oufau- nehmen im Stande waren, verdanken wir der opferwilligen Hingebung der Van eS- vertretung. Unter Gottes allmächtigem Beistände haben Die Deuifdjen ,ecre durch todesmuthigen Hcldensinn, durch eine Kriegstüchtigkcit ohne Beispiel und durch eine seltene Ausdauer die Leiden des Krieges von den deutschen Grenzen fern- gehalten. Sie sind von Sieg zu Sieg geeilt und werden bald, so hoffen wir, nach Abschluß eines ehrenvollen Friedens ruhmgekront in die Heimath zuruckkehren. Mit gerechtem Stolze blicken wir aus die bayerischen Armeen in diesem großen Kampfe. Kein deutscher Gau wird sich rühmen dürfen, daß seine Söhne mit größerer Ausdauer, mit größerer Treue unv Tüchtigkeit dem stegeSgewiffen Gegner die Stirn boten, daß seine Söhne unter einem schreckensvollen Walten der Kriegs- furien besser die Gesetze der Menschlichkeit bewahrten. Mit eben so großer Genug- thuung gedenken wir der werkthätigen Theilnahme, tvctd)c sich allenthalben für die tapferen Krieger und Angehörigen kundgegeben haben) Die Klage über Die ge­liebten Todten, Die auf Dem Felde geblieben sind, hat lebhaften Wiederhall m

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München, 18. F-br. Der Landtag wurde heute Nachmittag 3 Uhr im Namen de« König« durch den Prinzen Aoalb-r, feierlich geschloffen. Am Schiuffe

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Ueber die Ursachen der Vernichtung der ^st-Arm« sind wir ..... .

allcrding« jetzt leidlich aufgeklärt, doch wird e« nicht djaten, die ^>ach ch >u gewähre« und um die gemeinsame Wohlfahrt zu fördern. Bayern wird einmal vom Standpunkte eines bciheiligten Franzosen beleuchtet zu sehen, dessen ...... - ? ---------------............"

Zuschrift an e^nen Freund im Courri.r de Lyon veröffentlicht wurde. Der Arr ar «wähnt im Eingang- seine« Schreiben«, daß er seine Wahrnehmungen zu Papier bringe damit die v-putirten, die über Krieg und Frieden entscheiden sollten, doch wüßten, wohindie Unfähigkeit unserer sogenannten republikanischen Dictatoren UN« gebracht hat." Zuerst beruft sich der Verfasser auf die schweizerischen Of- fiiier? Aerztc, Pfleger u. s. w. zum Beweise, «daß diese 100,000 Mann in voll­ständiger Auflösung, und keine 20,000 Solda.en noch in guter Ordnung mar- schirten, während die osficiellen Telegramme der sxanzosischen Regierung die Na- tion noch fortwährend durch die falschen Nachrichten über einengluitiichen Ruck- jug täuschten, um bi« zum letzien Augenblicke die Fehler de«Organisator« der Siege", der niemals etwa« Anderes als Niederlagen zu organ'flr-n m , beschönigen." Die Metzelei von Höricourt wurde nach Aussagcn sranzosischer Aua nzcugen dadurch herbeigesührt, daß Cremer und Brcffollc«, welche dem Feind­in die Flanken sallen oder ihn im Rücken angr-if-n sollten wegen der durch Hunger Kälte und Ermüdung erfolgten Langsamkeit ihrer Corp« nicht rechtzeitig eintreffr'n konnten, um den Fioniangriff Bourbak.'« zu unterstützen. W"der be- nutite diesen Umstand so trefflich, daß er gegen Bourbaki alle seine Streitkräfte concentrirte unD Diesenwörtlich zermalmte unD förmlich Durch fein convergtrendeS F-U« Ä-ckt-». L Lzosen'wurdenschiech, gekleidet, ohne Schuhe ohne Nahrung als etwas Schiffszwieback, manche mit elenden alten Musketen bewaffnet, als schlecht orgamsirte Menschenherden, von denen manche nur Piken, toloat, yignDnai|iui t|lltl yUllj[ll ------- o...^... ........ - -----

Sensen u s. w. hatten, in diese« mörderische F-uer geführt. Da« war der i^egen al6 bie Nationalversammlung kann sich Europa an einem solchen Attentate

der Gamb-tla'sch-n Massenaufgebote. Indeß Bourbak, wollte, nachdem er drei ^tat bdbeiligen e< fann nid,t vuiden, daß ein Volk wie eine Herde behandelt werde, »urückaeichlagen, den vierten Sturm, doch da riesen ihm die Mobilen zu..Neven r ......n-i,i,rhnfi,r Ke>ed° er

S,e uns erst Brod, Schuhe und gute Waffen, wo nicht, so geh-n Sie zum , Sfufel" Während aber Bourbaki diese Schlachterei betrieb, erhielt -r von ( Gambetta den Gnadenstoß, indem der Dicta.or ihn mit D°rwu'fen uderhausie ( bau er nicht schnell genug m,t diesen Preußen fertig werde.Zugleich enuhr Bourbaki, daß Garibaldi, der für die Sicherheit der Operation«ba >« für die Lahnen von Belfort nach Lyon, in dummer Sorglosigkeit diese beiden | Communicationslinien durch da« Gros von Mant-ufffl'S Armee burchschneid.n ließ indem dieses ohne Schwertstreich am 21. Januar m £öle -inruckt-, wahrend SS Äen\en alten FreischärlerfÜhrer wie ein Känd durch Pulverver­knallen um Dijon amusirie. So begann der Rückzug von Höncourt; v.t Fra«, rosen waren zwischen zwei Feuern und der ganzen Commun>eation durch die Lmmheit de« Condottiere beraubt." Tül- war da- Centrum Oer um .ecen Preis zu behauptenden Eisenbahnen, wie das Hauptobject von Munteuffel s^^Marfche.

Aber am Tage vor dem Scheinangriffe aus Dijon war am U. Gray schon den Preußen besetzt und folglich Garibald.'-Haup.quart,er bereu«von der C sen- bahn von Belfort abgeschnitten; am 20. erfolgte turauf ne ftmulirte Demonstra tion auf Dijon, der Ueberfall auf DÜle, wo 5000 Preußen bi- armen Teufel von Husaren, Mobilen, Zuaven und Rekruten, welche allein zur Bedeckung be« wichtigen Punkte« zurückg.lassen worden, beim Essen auseinander jagten J« V r folgenden Nacht wurde Moucharb nebst anderen Punkten der beidenBahn n d Feanche Comiö von preußischen Corp- besetzt, so daß bald 40 00» Monn inder Strecke Tüle, Gray und Saltn« concrnlrirt waren und nun unsere 120,000 arme So.ba.en der Ost-Arme- in den verschiedenen Thäl-rn de« Jura blähet wurden, wie Bazaine'S Truppen in Metz. Und wahrend diese Katastrophe 20 Wegestunden von Dijon rn Folge der Stumpfsinniakeit Garibaldi'« vor sich g,ng, fuhren die General-0"ber" Untversa 1 -R-pubUk am 20. und 21., am 22. und 23. fort, Stege -u feiern über die Scheingefechte, womit Manteuffel ihnen blauen Dunst o°r->uchu. Am 23. richtete der grandiose Garchaldi an feine Soldaten und an ftcfc fell>|t einen Tagesbefehl, worin e« heißt:Nun gut, ihr habt die Fersen der schrech lieben Soldaten Wilhelm'« gesehen, ihr jungen Sohne dec Freiheit. ... J»r habt eine ruhmreiche Seite in den Jahrbüchern der Republik beschrieben. Ihr habt di- kriegerischsten Truppen der Welt besiegt!" Der Verfasser be« Briefe« fann keine Worte finden, um die Erbitterung und Verachtung Der Franzosen über ben alten ©implicilftmu« zu schildern.Man soll nur so fortfahren", klagen die Augenzeugen jenes NiickzugeS,Krieg zu fuhren unter Der Fürsorge Der republi- konischen L.eseranten, Die uns um Kleider, Schuhe und BrvD Pillen, mit einem italienischen Heros, der zur Vernichtung von Bourbaki's Armee so gemächlich mit- aewi'kt hat, und mit dem Carnot de Bazoche, Der es übernommen halte, unsere Niederlagen im Süden, Westen, Norden und rasten zu organisiren, und man Dars aewiß fein, daß der Krieg Frankreichs bis zur Erschöpfung, Den jene seltsamen Patrioten wollen, nicht lange auf sich warten lasien wird." So reden Franzosen, so Auaenzeugen über Die Kriegsührung Gambttta's unD seiner Getreuen, über Garibaldi und seinen Generalstab; unbegreiflich bleibt Dabei imm.r noch, wie ein General von Bourbaki's Ansehen sich zum Schildknappen solcher Erbärmlichkeiten,