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§ Gewerbebank.

Generalversammlung Samstag den 22. Juli, Abends 8 Uhr, im Lei loschen Locale.

Tagesordnung.

1) Antrag der in der Generalversammlung vom 5. Juli l. I. gewühlten Commission:

Die Generalversammlung wolle:

1) den Beschluß der Generalversammlung vom 1. Juni l. I. wegen Entlassung des Rechners von seinem Amte, sowie

2) den Beschluß der Generalversammlung vom 27. Mat 1869 über Miethe eines besonderen Kasselocals und die darauf gestützten Beschlüsse des Vorstandes für un­gültig erklären und die sragl. Angelegenheit an den Vorstand zur anderweiten statutenmäßigen Erledigung zurückverweisen, * eventuell

2) Antrag des Vorstandes vom 5. Juli l. I.: Entlassung des Rechners von seinem Amte.

Gießen, den 18. Juli 1871. Der Vorstand.

Mrhrssischc GrskUschaft für Natur- und Hrillniiidr.

Generalversammlung Samstag den 22. Juli, Vormittags 10 Uhr, im Schützengarten zu Wetzlar.

Tagesordnung: Vorstan'dswahl, Vorträge, gemeinsames Mittagessen, gemeinsamen Ausflug in die Umgegend.

Alle Mitglieder der Gesellschaft, sowie alle Freunde der Natur­wissenschaften, werden hierdurch zur Theilnahme freundlichst eingeladen.

Gemeinschaftliche Abfahrt von Gießen (Bahnhof) Morgens 8 Uhr 40 Min. (3058)

Wlfsverein ju Gießen.

3057) Nachdem die Thätigkeit des Hülfsvereins mit Ende Juni d. I. eingestellt worden, ersuchen wir behufs Abschlusses der Rechnung nunmehr alle Diejenigen, welche noch Forderungen für Lieferungen und Leistungen irgend welcher Art für die Zwecke der Verband- und Erfrischuugsftation auf dem Bahnhof, der Baracken-Laza- xethe und dcS Bureau zu bilden haben, die Rechnungen darüber binnen 8 Tagen bei dem Unterzeichneten einzureichen, indem Ansprüche, welche nach Ablauf dieser Frist gestellt werden sollten, Berücksichtigung nicht mehr finden können.

Gießen, am 19. Juli 1871. Der Vorstand.

In Auftrag:

Georg Noll.

3020) Industriellen und Grubenbesitzern die Anzeige, daß ich mich als Civil-Jngenieur hier niedergelassen und nicht nur fortfahre, alle auf feuerfeste und sonstige Thone einlausenden Bestellungen und Anfragen zu erledigen, Gut­achten über Eisenstein-, sonstige Erz- und Thon-Vorkommen abzugeben, An- und Verkäufe von Erzen und Gruben zu besorgen und zu vermitteln, sowie den technischen Bedürfnissen entsprechende Proben und Analysen zu machen, sondern auch bei bergmännischen Unternehmungen die Oberleitung, Controle und Reprä­sentation übernehme.

Gießen, im Juli 1871. Carl Pütz, Berg-Ingenieur.

Anfrage.

3066) Im vorigen Jahre wurde von dem Gemeinderath beschlossen, daß ein Jeder im Felde stehender Soldat aus hiesiger Stadt aus städtischen Mitteln 2 Thaler haben solle.

Dieser Beschluß ist jedoch nicht ausgeführt wordeu. Warum wohl?

Bei dem Einzug erhielt jeder Soldat des zweiten Regiments aus städtischen Ntitteln 1 fl.; warum thut man an Anderen, die nicht zum zweiten Regiment zählen, nichts?

Der Stadtvorstand scheint während des ganzen Feldzugs nur von der Existenz des zweiten Negünents gewußt zu haben, denn an Soldaten anderer Truppentheile ist auch nicht eine einzige Liebesgabe gekommen.

Anstatt daß man bei Absendung von Liebesgaben sagte:Das ist für die im Felde stehenden Truppen", muß cs ganz einfach geheißen haben:Das ist für das zweite Regiment."

Warum, so richten wir die weitere Anfrage, ist immer und immer nur für das zweite Regiment und nicht auch für die Anderen gesorgt worden? Waren Diejenigen, welche der Artillerie, den Jägern u. s. w. angehörtcn, nicht ebenso Soldaten, wie die vom zweiten Regiment?

Die Reservisten und Wehrmänner aus Gießen:

P e t e r m a n n. K l e m m. Steil. Werner. Steiumeyer. B e r g l. Bormann. Zeiter. Weeg. F. Euler. E. Euler. Rain. Bor­mann. II. Franz. I. Schnecke. Enge l.

Billigste und reellste Beförderung der

Auswanderer

nach Rew-Uork, Baltimore, Rew-Orleans Havannah, San Francisco, Brasilien, Australien, Westindien re. mit den be­rühmten Dampfschiffen des Norddeutschen Lloyd über Bremen, der Hamburg- Amerikanischen Packet-Actien-Gesellschaft über Hamburg, sowie über die Häfen Antwerpen, Liverpool, Rotterdam, Grimsby ev. Havre.

Wechsel zum Tagescourse, direct gezogen auf alle größeren Plätze Ame­rikas. Commission, Spedition, Jncasso, Auszahlungen, Auskünfte, Erb­schaften, Vollmachten rc. besorgt prompt und billigst

(io9i) Chr. Wallenfels jun.

*=) Concert des Musikdirectors W. Mickler

Mittwoch den 26. Juli 1871, Abends 5 Uhr,

in der Stadtkirche.

Judas Haccabäus, Oratorium in drei Abtheilungen für Solostimmen, Chor, Orchester und Orgel von G. F. Händel, neu instrumentirt und bearbeitet von JP. v. lAndpaintner> unter gütiger Mitwirkung der Concertsäugerin Fräul. L. Thomae aus Frankfurt und des akademischen Gesangvereins dahier. Das Orchester wird durch Hinzuziehung auswärtiger Künstler verstärkt.

Eintrittskarten

für einen nurnrnerirten Platz im Schiff der Kirche und auf der Orgel ä 1 fl. 12 fr.

einen nicht nurnrnerirten Platz ebendaselbst und auf der ersten Emporbühne...........ä 48

die zweite Emporbühne.........ä 24

sowie zur Generalprobe, welche Mittwoch Vormittags um 9'/2 Uhr in der Kirche stattfindet ........ä 30

und Texte des Oratoriums ä 6 fr. sind in den Buchhandlungen der Herren Ricker

und Ferber zu haben. W. Micklev.

3048) Einem verehrlichen hiesigen und auswärtigen Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mit dem Heutigen zu meinem bisher betriebenen Cigarren-Geschäfte einen Detail­verkauf in gleicher Branche, verbunden mit Ateerschaumwaaren, Cigarrenspitzen, Spazierstvcken, Parfümerien und Li- queuren, errichtet habe.

Mein Geschäftslocal befindet sich im Hause des Herrn Nathan Rosenthal, Neuen-Bäuen.

Für das mir seither geschenkte Vertrauen meinen besten Dank sagend, bitte ich, mir dasselbe auch fernerhin bewahren zu wollen.

Gießen, den 20. Juli 1871. Bernhard Beyfns.

* The Gresham.

Englische Lebensversichmmgö - Gesellschaft |

in London.

Die Gesellschaft übernimmt zu festen und billigen Prämien Lebensversicherungen und oertheilt in dreijährigen Perioden 80 Procent ihres Gewinnes unter die mit Ge< winnantheil Versicherten.

Resultate des am 30. Juni 1870 abgelaufenen 22tm Geschäftsjahres:

Es wurden in genanntem Jahre 3971 neue Anträge für eine Versicherungs­summe von Fes. 46,218,200. eingereicht, wovon 419 abgewiesen, dagegen 3552 für eine Versicherungssumme von Fes. 41,415,425 angenommen wurden. Hierdurch ist die Ge- sammtzahl der Versicherungs-Verträge auf 23,945, für eine Total - Vcrsiche- rungS - Summe von Fcs. 236,579,375 gestiegen.

Prämieneinnahme r Fcs. 9,095,937, einschließlich Fcs. 1,454,210. 20 CS. für neue Prämien, wodurch sich mit dem Zinscrträgniß von Fcs. 1,363,488. 45 Cs. für angelegte Capitalien eine Gesammt- Brutto -Einnahme von Fcs. 10,459,425. 45 Cs. ergibt.

Für Todesfälle wurden einschließlich Bonus (Gewinnantheil) FcS. 3,470,084. 70 Cs. ausbezahlt und nach Bestreitung aller Ausgaben die verzinslich angelegten Ca­pitalien um Fcs. 4,324,045. 50 Cs. vermehrt.

Der Gesammt-Ncservefond beträgt Fcs. 33,690,359. 3 Cs.

Für die letzten 3 Jahre kommen Fcs. 1,000,000 an die mit Gewinnantheil Ver­sicherten zur Vertheilung.

Prospecte und alle weiteren Aufschlüsse werden ertheilt von

der General-Agentur für das Großherzogthum Hessen: C. B e v n n in Darmstadt,

sowie von dem Agenten der Gesellschaft in Gießen:

S. FlörSheim.

Literarisches.

Die bei Ed. Hallberger in Stuttgart erschienene große illustrirte KriegszeitungVom Kriegsschauplatz" liegt jetzt abgeschlossen und vollendet vor uns- Wenn diese Zeitung bei ihrem Beginne versprach, ein getreues Bild des großen Völferfarnpfes geben zu wollen, so ist sie diesem Versprechen im Verlaufe ihres Er­scheinens und bis zur letzten Rümmer in ganz vorzüglicher Weise nachgefommen. In­dem wir die nunmehr als stattlicher Band vor uns liegenden Blätter nochmals durch­gehen, erhalten wir den lebhaftesten und interessantesten Gesammteindruck über alle Ereignisse des Riesenfainpfes, einen Eindruck, der auch in diesen Blättern auf Kind und Kindeskinder vererbt zu werden verdient. Wir wüßten deßhalb auch für unsere heim­kehrenden Krieger fein schöneres Erinnerungszeichen, als diese Kriegszeitung, welche durch die Fülle und Trefflichkeit der Illustrationen, durch die reiche Zahl der Einzel­schilderungen und vorzüglich durch die fortlaufende Kriegsgeschichte von dem berühmten Geschichtsschreiber Professor Müller, unter der Kriegsliteratur einen der ersten Plätze einnimmt. Wie wir hören, ist noch eine kleine Anzahl kompleier Exemplare vorhanden, welche auch in schönem Einbände abgegeben werden.

Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.

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