SerMtung dc« Erzbischof« von Poris und dcr katholischen Pfarrer Protestschreiben Eine große Menschenmenge stürzte zuscimmen und batte den ®r^rJ‘»y,bt= /sWi' haben bei jeder Gelegenheit da« heilig-lyncht" Le nicht Me^ÄK"e"n«Ä unb® TÄ
” .. !7 ’ ............ ““v v«*“- vhi wnrniaier gewi» ng,
wäre nicht tue Schutzmannschaft eingeschritten und hätte ihn nach der . /rmA ". ^uf dem Vorplatz fand sich noch eine zweite Bombe mit Nytroglycenn gefüllt vor, welche nicht losgegangen; in der Reisetasche waren noch einige andere Exemplare eingewickelt. Das Haus wird eben, 10 Uhr, nach Gomvaßnon des Franzosen abgesucht. Nach einer Aeusierung des Gesänge,
fliegen 0JU ^^ahlung des Geldes bis 10 Uhr Frankfurt in die Lust
Von zuverlässiger Seite wird mitgetheilt, daß das Comptoir d'Escompte, das zweitgrößte französische Creditinstitut, seine sämmtlichen deutschen Beamten, ob in Europa oder in den indo-chinesischen Colonien beschäftigt, entlassen hat. Diese Deutschen bilden dcn Kern des höheren Personals der Filialen des besagten Instituts und eine gewinnbringende Fortführung der Geschäfte wird der franzöjischen Verwaltung nunmehr fast unmöglich sein. Die Kräfte, welche dadurch außer Verwendung kommen, sind ganz ausgezeichnete und wären für deutsche Creditinstitute, welche — wie seit einigen Jahren von mehreren derselben beabsichtigt — ähnliche Operationen wie das französische im Orient einleiten wollen, mit großem Erfolge zu verwerthen. Das deutsche Personal ist im Allgemeinen tüchtig, intelligent und wohlgeschült und würde sich einem deutschen Unternehmen wahrscheinlich sofort rur Verfügung stellen.
Folgende Zeilen des gemäßigten republikanischen Blattes „Bien Public", welches fortgesetzt in Paris erscheint und gegen die Commune zu Felde zieht, erklären nämlich die angeblichen Siege der Föderirten folgendermaßen: „Die De- peschen der Commune melden der Bevölkerung von Paris den Erfolg der Föderirten gegen die Armee der Nationalversammlung. Die Verluste belaufen sich immer nur auf einige Todte und Verwundete, wahrend auf Seiten der Versailler enorme Verluste sind. Wohl denen, welche sich durch diese Bulletins fangen lassen, welche doch schr durchsichtig sind. Doch was man auch für Vorkehrungen treffen mag, um die Annäherung an die Batterien, Schanzen und Schlachtfelder, wo die Franzosen sich gegenseitig tobten, zu verhindern, so gelingt es doch bisweilen, dies traurige Dunkel zu durchdringen. Unter aller Reserve theilen wir mit, was man uns versichert. Jemand, der kürzlich in den Park von Neuilly gelangte — weil er nämlich mit Gewalt hineingeführt wurde — sah mit eigenen Auaen ein Haus, welches fast ganz mit Leichen von Nationalgarden ungefüllt war. Sie waren dort nicht im Kampfe gefallen, sondern man hatte sie nach dem Kampfe dorthin getragen. Achtbare Personen, Bewohner von Asnieres, welche nach Paris kamen, versichern in positivster Weise, daß sich kein einziger Soldat von der Versailler Armee in Asnieres, Grande-Jatte oder Levallois befindet, daß die Pariser Kanonade auf keine Truppen gerichtet ist, sondern auf Häuser, welche man für besetzt hält, während kein Wort davon wahr ist; man zerstört Alles, um sich an dem Lärm zu ergötzen; das Schloß Becon ist die Zielscheibe für die Pariser Artillerie, es gilt für ganz voll von Truppen und GenSd'armen, während kein einziger dort ist. Wir können ferner versichern, daß auch der schreckliche Lärm der letzten Abende, keinen ernstlichen Grund hatte, das Feuer dez Forts erhielt faktisch keine Antwort - es ist aber schwer erklärlich, weshalb man die Bevölkerung in solcher Unruhe • "hält. Es mag richtig sein, daß wir nur zwei oder drei Todte und eben so viele , Verwundete in den letzten unter Kanonendonner und Gewehrseuer verflossenen । Tagen gehabt haben; indeß wird uns eine Thatsache versichert, welche vermuthen i läßt, daß man doch wohl Grund hatte, die Verluste zu verheimlichen: die Avenue i der TerneS, durch welche die Verwundeten fortgeschafft wurden, war dunkel, da । man daS Gas bi- zum Hospital Beaujon ausgelöscht hatte. ;
m Der Begriff einer Milliarde ist bereits durch die verschiedensten
Verspiele erläutert worden. Jetzt hat nun auch ein offenbar sehr begeisterter Verehrer des edlen Gerstensaftes folgende Berechnung gemacht: Wenn man das Lammte deutsche Heer auf 1,000,000 Streiter anschlägt, was wohl nicht zu »och ist, so wurde, wenn jeder Soldat fünf Seidel täglich tränke, das ganze Heer, um die Kriegsentschädigung zu vertrinken, 68% Jahre Zeit gebrauchen. Dean an einem Tage würden 5,000,000 Seidel = 20,000 Tonnen verzehrt wch^tä^ick Ü200$000 Th f°nnC L° 2f>akr angenommen, allerdings etwas hoch, täglich 200,000 Thaler ausmachen wurde. Demnach würden He fünf Milliarden 25,000 Tag. = 68</2 Iah« au«*. * ' M
Hamburg, 17. April. General Graf Moltke ist beute bier einaetrossen
Sr88eräne<S ^"derS, be« Kammerherrn ». MolL, nach
Darmstadt. Der „Frkst. Pr." wird von hier gemeldet: Am 26. April wird S. K. H. der Großherzog den Tag seines 50 jährigen militärischen Dienst» jubiläums begehen, resp. den Tag, an welchem derselbe vor 50 Jahren in das großherzogliche 1. (Leib-Garde-) Infanterie-Regiment eintrat. Dieses Regiment ist — beiläufig bemerkt — eines der ältesten in Deutschland; es feierte unlängst den Charakler seines 250 jährigen Bestehens.
Darmstadt, 16. April. Herr v. Dalwigk ist zum RegierungScommissär bei den hiesigen Banken an der Stelle seines Nachfolgers ernannt worden. Durch die Ernennung des Herrn v. Bechtold zum Minister würde außerdem die mit dem Präsidium der landwirthfchaftlichen Vereine verbundene Stelle eines Raths im Ministerium des Innern frei werden. Wie verlautet, ist Provincialdirector Dr. Goldmann für diese Stelle ausersehen. Herr Goldmann war einer der tüchtigsten Kreisräthe und ist speciell mit den Interessen unserer Landwirthe genau vertraut. Er gehört zur conservativ-liberalen Partei, und zwar zu denjenigen Mitgliedern derselben, die aufrichtig liberal sind und die sich durch ihre Thätigkeit in der Kammer das öffentliche Vertrauen erworben haben. Abgesehen von Fragen von speciell hessischem Interesse, wie Vas Schullehrerpension-gesetz, Ausbau des Eisenbahnnetzes, Einführung einer Presbyterial- und Synodaler- fassung, sprach er sich seiner Zeit entschieden für die Annahme der Militärconvention, für den Eintritt in den Norddeutschen Bund und für die meisten der Forderungen aus, die von der entschieden national gesinnten Mehrheit des Volkes gestellt wurden. (Post.)
Frankfurt a. M., 19. April. Heute Morgen erschien im Bankhause von Rothschild & Söhne (Fahrgäste) ein Jndividium, angeblich ein Franzose, welches die naive Forderung um Auszahlung von 4 Millionen gestellt haben soll. Das abgewiesene Jndividium warf, wie es den Anschein hat, mit Zündstoff gefüllte Bomben in die Vorplätze des Hauses, deren Explosion eine weithin hörbare Detonation verursachte. Thüren und Fenster zkrsprangen und sollen selbst im Cabinet des Chefs des Hauses, der nicht anwesend war, Zerstörungen erfolgt sein. Wie man vernimmt, soll der Mann, der als Tha'ter verhaftet ist, Müller heißen und aus Metz gebürtig fein.
Der „Franks. Anzeiger" berichtet hierüber Folgendes: Frankfurt, 19. April, ^eute Morgen wurde ein ebenso frecher wie niederträchtiger ErpreffungSversuch bei bem hiesigen Bankhaus M. A. v. Rothschild und Söhne gemacht. Kurze Reit nach Eröffnung des Bureaus stellte sich ein, wie es jedoch scheint, von einem Com- plicen unterstützter Franzose in dem in der Fahrgasse und der Bornheimerstraße ge egenen Comptoir em und begab sich in den ersten Stock; dort producirte dcr Etu- -.ue» B-.ef an d°r in welchem er sofort bie Auszahlung einer b" Uten en Summe bis 10 Uhr verlangte, widrigenfalls das ganze Haus in He d-"n a Franzose seinen Worten den entsprechen-
Meige
L'Hx
Mainz, 18. April. E« kommen, nachdem das Barackenlager fast geleert ' war, in letzterer Zeit hier wieder frische Zuzüge französtschcr Gefangenen an, so daß man heute die bekannten Zelte wieder Herstellen mußte. Es schein» sich hier- nach die in auswärtigen Blättern colportirte Nachricht zu bestätigen, daß dabier die Formation der ehemaligen Käiscrgarde vorgenommen und die frisch equiptrten Mannschaften, w,e man hört, bis zur Höhe von 28,000 Mann, dann gleich gegen die Insurgenten verwendet werden sollen. (M. Abdpst.) H 8
KJÖCtlin, 18. April. Deutscher Reichstag. Die heutige Sitzung wird vom Präsidenten Dr. Simson um 12’/4 Uhr eröffnet. Die erste Nummer der Tagesordnung ist d,e Interpellation des Abg. Dr. Lysiu« (Erfurt): „Ob und welche Vorkehrungen getroffen sind seitens der Postbehörbc, um die Sendung von Paque en an die in Frankreich stehenden deutschen Truppen zu bewerkstelligen" Nach kurzer Befürwortung seitens des Dr. Lucius erklärt Minister Delbrück, vast die Postverwaltung darüber schon vor 8 Tagen Recherchen angestellt. Die Ber- Handlungen schweben noch und es werden seitens der Postverwaltung alle Schritte geschehen, um die Paquetbeförderung sobald als möglich wieder einzuführen
Es folgen Wahlprüfungen. Die Wahl des Abg. v. Niegolewski wird trotz einzelner Proteste für gütig erklärt, und die gegen die Wahl erhoben-n Beschwer- den dem Bundeskanzler zur Untersuchung Übergeben. — Namens der dritten Ab- ^tlIun8 "ierirt der Aog. Dr. Gneist Über die Wahl des Geistl. Raths Müller Nach Erhebung der Aussagen wird behauptet, baß die Geistlichen von der Kanzel 9E8„7 «6e< H^ogS von Ratibor agitirt und offen für die Wahl des geistl. Rath Muller geworben haben. Die Ab,Heilung schlägt vor, die nachträg. ltch eingetroff-ncn Proteste dem Reichskanzler zur Erhebung zu Übergeben. Gegen diesen Antrag erklären sich die Abg. Frh. v. Loe, Dr. Windhorst, Greil, Graf Kleist, für denselben die Abg. Dr. Schwarze, Dr. Becker, v. Bernuth, Graf Be< Hnsy-Hnc, Dr. Friedenthal und der Ref. Dr. Gneist. Schließlich wirb der An- trag der Abtheilung mit sehr großer Majorität angenommen.
^Ür l*e fünfle Abtheilung referirt Abg. Dr. Pfeiffer über die Wahl de« Abg. Dr. Hormann (Schweinfurt), v. Mallinckrodt beantragt dieselbe für un- giltig zu erklären, ihm schließt sich Abg. Dr. Schel« mit dcr Bitte an , dem Rechtsbewußtsein des bairischen Volkes nicht ins Gestcht zu schlagen. Aba. Miquel erklärt sich gegen den Antrag der Abtheilung und bittet, die Wahl für giltig zu erklären, eben so der Abg. Kastner, nicht vom Standpunkte de lese Arends sondern de lege lata; e« liege kein Verstoß gegen da« Gesetz vor. Graf Luxburg spricht gegen die Argumentation de« Abg. Scheis. Abg. Fischer (Augsburg) schenkt der Regierung in Unterfranken mehr Vertrauen, als Herr Schels und feinen Kartenstudien; dieselbe Partei, die heute über Rechtsverweigerung und Wahlbeeinfluffung spricht, hat noch vor wenigen Monaten den Eintritt Baierns in den deutschen Bund zu verhindern gesucht. (Hört, Hört'l Er plaidirt für die Giltigkeit der Wahl. Abg. Greil. Der Vorredner hat so maßlose Angriffe gegen uns gerichtet, wie ich es in diesem Hause für unmöglich gehalten habe. (Unruhe.) Ich werde es beweisen. In ganz Baiern ist noch n.e verlangt worden, daß dem Eleru« bei den Wahlen ein Vorrang eingeräumt worden ist: die Ministerien sind seit dem Jahre 1848 nie clerica, gewesen. Ich re! •1"1t e,?tm säBulltr,eL^ gewählt, wo die Bildung am wenigsten zu Hause ist (Heiterkeit) und doch 192 Bezirke gebildet werden konnten. Er plaidirt für Un- 9U • Sti der Abstimmung wird die Wahl für ungültig erklärt
~ d" ^bg. Kratz (Gladbach) wirb beanstandet. — Gegen die Wahl
de« Abg. Aug. Reichensperger (Ercfeld) ist ein Protest eingegangen, wegen Be- einflussung ber Wahlfreiheit durch die Geistlichkeit. Entgegen dem Antrag ber Abtheilung beantragen die Abgg. Duncker und Kanngießer, die Wahl zu bean- standen, nach Empfehlung des Referenien wirb indeß die Vertagung beschlossen Schluß der «itzung 4 Uhr, nächste Sitzung morgen 11 Uhr.
Berlin, 18. April. Aus Darmstadt sind mehrere Militärs hier angekom- men, um wegen der Neuformation der hessischen Division zu verhandeln Die ®e**e D,c 25; Division der Reichsarmee bestehen bleibt, und die bildet, wird fortan aus 3 Jnfanterie-Regimentern L welche die Nummern 97, 98 und 99 führen, 1 Jägerbataillon
' b h ^^^bneregimentern, 4 Batterien Artillerie und 2 Pionniercom-
Acht der Gewissensfreiheit verfochten; wir werden nicht schweigen, wenn es mit Konstablerwache salvirt Füßen getreten wird." Monod klagt, daß man jene Männer „ohne Urtheil und selbst ohne Anklage" treffe. Die Verhaftungen wurden aber von der Commune ungeordnet, um „Geißeln und Gegenstände für Repressalien zu haben für die an Nationalgarden verübten Ermordungen."
t^.M *
,ii 8* »5 L«i« *,li mim ° w«
i Bit--"« lilliiM 3" ®" Mipi<r9(lc ,ini sjitj «ibM* 0|ii fit»«« Wil * (41“ä i jnijjii, t« M" hio I« abtr fein liu 6«iö™«8 6,1 Iwlui«»" bt* - A«« 6 gebtn f tt’ü w gtg' ichil * nun au
+ Milllchen, Itir ßrjbiltbof W
+ Wien, 18 Wital-TeMoff Miel ttttltu foN. | A BerfMe 'i aisung afltr j4um brßllitivtn gri I + Versaiüei cgegtnb gtrnachltn ||)anj«Ut Waggon 'Auch, bir Ptrutz ! hon hat fiin hants
dklvglitin in1 i Wunbcten und ® Seiten beoroht i «Men. Die MatiS mit Den Pr Hilft in ben Wkj »i"tln enthalten iftn haben.
i» 11
Mahon's in t über 30rD oabW und den L
+ Pms, i
Pr tM15i bfl «chillii, * t ft* Achs S «*■ * «"d Ämtrnto
GntWuJ ®*ten
n ^^feffor Huber hat ein offenes Schreiben an den
Erzbischof von München gerichtet, in welchem er denselben auffordert, die gegen tt?nä l“ aaL letzten Sonntage von den Kanzeln herab verlesenen Hirtenbrief ^^bsprochenen Beschuldigungen so lange zurückzunehmen, als er ihn nicht der Unwahrheit seiner Worte vor einem urteilsfähigen Publikum überführt habe. Bezüglich seiner am 10. d. in der Katholikcnversammlunz zu München gesproche- "i“ ^agt Huber: Wenn durch die Rücksichtnahme auf Aktenstücke des Con- nls em schruender Contrast zwischen dem, was noch vor einigen Monaten in Nom jbre Ueberzeugung war und dem, was heute in München Ihre lieber.


