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Stiften,
Preis rterreljährtg 1 st- 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen viertelMrtfl i VI. 27 ?r.
MM Anzeiger.
Erscheint täglich, mit Aus, nähme Montag?.
(fo^ebttton : Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Siefzen.
srr, 2V6. Mittwoch den 20. Tcccmtm 1871.
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GLetzener Anzeiger.
Derselbe erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags, und kostet für die Abonnenten in der Stadt Gießen vierteljährlich 1 fl. 12 fr., frei ins Haus geliefert.
Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im I. Quartal 1872 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen.
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Die seither unseren Abonnenten als Gratis-Beilage übergebenen
Gießener / a m t l i c n b l ä t t e r
werden wir auch für die Folge dreimal wöchentlich dem Gießener Anzeiger beilegen und dafür Sorge tragen, daß durch deren Inhalt an gediegenen Original-Novellen unseren geehrten Lesern eine fesselnde Lectüre zu Theil wird. Zugleich machen wir unsere Leser darauf aufmerksam, daß das Manuscript der so sehr spannenden Original-Novelle: „Der eiferne Abbe" jetz.t vollständig in unseren Händen ist und wir also nicht verfehlen werden, diese Novelle in einem besonderen Abdrucke im Laufe des I. Quartals 1872 unseren Lesern mitzutheilen. Die Redacl.on.
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i Thiers und die französische Nationalversammlung.
zuwarten.
Wir sind überzeugt, daß sich zu dieser Pension
keit selber ziehen.
Die „Post" schreibt: Wir müssen an dieser Stelle noch einmal auf die durch den Toast des Kaisers Alexander gelegentlich des Georgsftstes in weite Ferne ge» rückte Eventualität eines Krieges zwischen Deutschland und Rußland zurückkommen. Wir haben bei Besprechung dieses Toastes darauf hingewiesen, daß diese jüngste Kundgebung des russischen Kaisers sich sowohl auf die Gegenwart wie auf die Zukunft beziehe. Von gewisser Seite wird diese Zukunft mit dem Ableben oeS Kaisers Alexander begrenzt; sein Nachfolger — selbst wenn er die Politik seines Vaters befolgen wollte — könne sich nickt dem Deutschland feindlichen Einflüsse der allrussischen Partei entziehen und müsse den Kampf mit dem einig gewordenen Deutschland aufnehmen. Diese Argumentation hat jedenfalls ihre Berechtigung, da man am russischen Hose diese Eventualität selbst tn'S Auge gefaßt zu haben scheint Wie nämlich dem „Standard" aus St. Petersburg tclegraphirt wird, hat die dortige Regierung, nachdem sie sich überzeugt, daß die Erbitterung der moskowitifchen Partei gegen Deutschland zunimmt, Maßregeln adoptirt, welche mit denjenigen während des Krieges von 1870 ergriffenen Ähnlichkeit haben.
tncL 562 am weiß-n Bande. C. Marine 16 Kreuze, und zwar 1 Kreuz 1. Klaffe und 15 2. Klaffe, md. 2 am weißen Bande.
Behufs Widerlegung der von französischen Zeitungen erhobenen Insinuation, die deutsche Postverwaltung verletze das Briefgeheimniß der aus Frankreich nach Elsaß-Lothringen gelangenden Correspondenz, ja es sei zu diesem Zwecke ein eigenes Cabinet zu Straßburg errichtet, verweist die „Nordd. Allgem. Ztg." aus den postalischen Geschäftsgang zwischen beiden Gebieten. Die postalischen Beziehungen zwischen Elsaß-Lothringen und Frankreich sind durch einen Postvertrag bisher nicht geregelt, was hoffentlich in naher Zukunft der Fall sein wird. Die Correspondenz im gegenseitigen Verkehr unterliegt dem Francozwange, eS resultirt keinerlei Abrechnung aus diesem Verkehr. Werden unfrankirte oder mit sranzösischen Marken versehene Briefe im Bezirk Elsaß-Lothringen eingeliefert und ist der Name des Absender- nicht aus der Adresse zu ersehen oder sonst bekannt, so erübrigt nur, zur Eröffnung der Briefe zu schreiten, um sie zurückzusenden. Dies geschieht bei der Retour-Brief-Oeffnungscommission, welche sie mit ihrem Dienstsiegel versieht, oaS die Inschrift trägt: „Retour Brief-Oeffnungscommission der Oberpostdirection für Elsaß" (in Metz „für Deutschlothringen"). Die Absendung derartiger Briefe zu dem Zwecke, damit der Adressat das Porto berichtige, könnte jiur unter Ver- zichtlelstung auf den Portoertrag seitens der deutschen Postvcrwaltung stattfinden. Das nochgezahlte Porto flösse in die sranzöfische Kaffe; eine Verrechnung zwischen dieser und der deutschen Verwaltung findet eben nicht statt. Zu einem solchen Verzicht fehlt eS selbstverständlich an jedem Anlaß. — Weiter theilt die „Nordd. Allgew. Ztg." mit, daß das deutsche Gene^alpostumt sich an den Generaldirector der Posten mit der Bitte wandte, sich in der Redaction der Pariser „Liberte" nach drei Briefen zu erkundigen, welche jenes Blatt angeblich am 19. November mit dem Poststempel „Straßburg" erhalten haben wollte. „Diese Briefe, sagte die Llbcrte, habe ihr Correspondent in Wien am 14., 15. und 16. November aufgegeben, sie wären ursprünglich mit dem Poststempel „Wien" versehen gewesen, müßten also in Straßburg eröffnet worden sein." Herr Plampont le Chin versprach in seiner Rückantwort vom 2. Dccember unter Berufung aus die Ehren- Hastigkeit der französischen Presse, unverzüglich die erbetene Untersuchung etnzu- leiten und das Resultat derselben in der „Liberte" zu veröffentlichen; bis heute, also im Verlauf von vierzehn Tagen, hat die „Liberte" aber keinerlei Erklärung über diese Sache von sich gegeben. Den Schluß daraus kann Jeder mit Leichtig-
Aus München erhält das „Franks. Journ." die M.tth-ilung, daß >m Reichs- militärpeußonsgesetz ein wenig beachteter Paragraph (96) exijllrt, welcher bestimm, ta6 Bat'r oder Großvater, Mutter oder Großmutter eines im Kriege Gefallenen emc monatliche Beihilfe von 3>/, Thalern au« Re-chSmitteln erhalten sollen wenn nachaiwiesen werden kann, daß der Gebliebene ihr einziger Ernährer gewesen ist. Auffallinberwe-sc sind bi« jetzt wenig- oder gar keine Personen m.t Ansprüchen aus dies. Bezüge °ing'k°mm-n, worau-^u schließen, daß die^ b-pugl.che Best.mmi »g Ä A' ^Snve ÄlLreLter meiden wird, weiche sie' ganz gut brau-
Der Präsident der französischen Republik hat in seiner jüngsten Botschaft in verschiedener wichtiger Punkte eine Stellung eingenommen, die mit derjeni- gtnr”t Majorität der Nationalversammlung keineswegs zosamm-nsällt, so namentlich in der militärischen Resormfrage: da« Projekt einer aus die wirkliche allgemeine Wehrpflicht gegründeten Armeeorganisation hat nicht nur da« Centrum und die Linke für sich, sondern zählt auch unter den Mitgliedern ter Rechten viele An- Hänger, wie schon daraus hervorgeht, daß die Militäreommission der Rational- Versammlung, welche au« 45 Mitgliedern besteht, einstimmig einen in >inem Sinn- gehaltenen Entwurf angenommen hat. Und trotzdem übernimmt es Perr Thier«, gerade in dieser Frage, in Wilcher er weniger al« in irgend einer andern Aussicht auf eine ihm günstig- Entscheidung hat, sich persönlich in der weitgehendsten W-'s- iu -ngagiren und mit aller Energie -in System zu befürworten, da« von dem b,r- herigen kaum anders als durch den Namen abweicht. Thier« scheint eben bi« zu seinem Sturze die lebendige Repräsentation aller hartnäckigen Vorurtheüe de« Alt- franzosenthum« bleiben zu wollen. Eine Vermittlung zwischen dem Thier-> scheu Vorschlag und dem von der parlamentarischen Eommission ausgearbeiteten gilt al« unmöglich, man steht also an der Schwelle eine« Confliet«, denn Thier« hat durch sein Projekt seine besten Freunde im Gentium und in der Linken irre geführt, sie werden ganz gewiß gegen dasselbe stimmen, wa« auch tue Folg- sein mag. Sehr b-merüE-rth -st'namentlich, caß e.n Organ, welche« b-Sher in er engsten B-- riebuna stand ter Soir", offen dem Präsidenten den Absagebrief schreckt für den ü daß er'seine Plane aufrecht zu erhalten gedcnkt. - Vom deutschen Stan . punkt au« verUenen die sehr energisch ausgesprochenen Fr.edensbeth-uerung-n ° Boischaft besondere Beachtung, wenngleich mit dem Frudensprogramw die rn Aus sicht gestillte Vermehrung dcr Armee und dcS Armeebudgets nicht recht zusammen- paßt. Während das Kaiserreich nur etwa 375 Millionen Francs auf die Armee tvitrnnbfp verlütNat Herr Thiers trotz der verminderten Einwohnerzahl Frankreichs un7 trotz' der' d?°Ln Finanzlai- d.ss-ib-n ein Budget von 450 MMon-n für da« Heer. Vorerst sind die Franzosen bereit, ihm ohne Feilschen diese eumm L bewilligen; ob sie aber diese Bereitwilligkeit bewahren werden, wenn sie "nmal ein Jahr laug den vollen Druck der neuen Steuern ertragen haben, bleibt ab-
$ 11 Da« eiserne Kreuz besitzen nach ter Rang- und Quarii-rliste der preußischen Armee und Marin- pro 1870-71 im Ganzcn 11,970 Offizier-, «erzt- und Beamte. Davon kamen A. aus die Linie 8853, und zwar 7 Großkreuze, 6oJ Jlteuie 1. Klaff- und 8187 Kreuze 2. Klaffe, incl. 853 am weißen Baude. B. Landwehr 3101 Kreuze, worunter 9 Kreuz- 1. Klaffe und 3092 Kreuze 2. Klaffe,


