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wiverung auf Vie gereizten und leidenschaftlichen Stimmungen Frankreichs. In

Gras Arnim ist

Stuttgart, 18. Oktober. DerStaatsanzeiger" bestätigt, daß in dem näch-

auf diese W.'ise auch äußerlich an der Spitze ihrer Fraktionen zu marfchiren resp.

S? Agram, 14. Oktober. Die Pacification von Rakovica ging nach sofortiger

fenstrelkung der Aufständischen ganz ohne Widerstand vor sich. Auf die um-

zwei hervorragende Mitglieder der StarcevicS-Fraction hier Nachts verhaftet. Deren

OrganHervatska" hat zu erscheinen aufgehört.

(Pr-)

*) Man abonnirt zu diesem Preise bei allen Postanstalten und Buchhandlungen.

das geräumte Terrain wieder besetzt. Dasselbe bleibt in militärischer Beziehung neutral. Frankreich darf daselbst nur eine zur Aufrechterhaltung der Ordnung völhige Macht halten. Die Ratification erfolgt binnen acht Tagen. Die Ueber- einkunft über die elsässisch-lothringischen Zollverhaltniffe bestimmt: Die in Elsaß- Lothringen fabricirten Produkte werden an Frankreich zugelaffen, und zwar vom 1. September bis zum 31. December 1871 zollfrei, bis zum 30. Juli 1872 gegen

der heutigen Sitzung des Reichstages waren 201 Abgeordnete anwesend; das Haus war mithin beschlußfähig. Die nächste Sitzung, in welcher die Präsidentenwahl

vollzogen werden soll, findet morgen 1 Uhr Mittags statt, gestern nach Paris abgereist.

diese Zeitschrift auf eine ebenso rasche und sichere, als verschwiegene Weise. Dem Banquier bietet sie der Vortheil, alle Verloosungen sofort nach Erscheinen in handlichem Format vollständig beisammen zu haben, wobei die Zuverlässigkeit des Ab­drucks der in dieZiehungsliste" aufgenommencn Verloosungen nicht hoch genug an­zuschlagen ist. Für städtische, gerichtliche re- Kassen, in deren Besitz sich Slaatspapiere befinden, ist die Anschaffung derZiehungsliste" als Controle für die Verloosungen fast zur Nothwendigkeit gewordiN. Für die Zuverlässigkeit und praktische Brauch b arkci t derZiehungsliste" liefert übrigens die ungemem große Verbreitung, deren sie sich nicht nur in ganz Deutschland, sondern noch weit über dessen Grenzen hinaus erfreut, den eklatantesten Beweis.

(Eingesandt.)

-n. Seit 16 Jahren erscheint im Verlage der Buchhandlung von W- Levysohn in Grünberg in Preu ß. Schlesien eine Zeitschrift:Ziehungsliste sämmtlicher in- und ausländischen Staatspapiere, Eisenbahn-Actien, Renlenbriese, Lotterie-Anleihen"

sterne schimmern Vie beiven grünen Urnen auf Vem Prästvententlsche. Mit dem neuen glänzenden Hause scheint aber der alte Streitgeist nicht gewichen zu sein und wieder ist es das Centrum, welches die Rolle des Hechtes im Karpfenteiche sich octroyirt hat. Ais der Präsident Vie Beschlußunfähigkeit des Hauses constatirt hatte uyd die Abtheilungen einlud, sich morgen früh zu consiituiren, protcstirte Windthorst zum Erstaunen aller Anwesenden dagegen, indem er die Behauptung aufstellte, auch die Abtheilungen konnten erst nach ver Beschlußfähigkeit des Hauses zusammentreten. Präsident Sirnson fertigte ihn derb ab:der geehrte Herr Vor­redner hätte sich doch die Muße nehmen sollen, die Geschäftsordnung anzusehen," entgegnete ihm unter großer Heiterkeit des Hauses und als Windthorst sich zur Duplik anschickte, schnitt er ihm mit vem Schluß ver Sitzung das Wort ab. Bleibt Herr Windthorst so bei, dann wird es an angenehmer Aufregung gewiß nicht fehlen.

f Berlin, 17. Oktober. Deutscher Reichstag. 2. Sitzung. Präsident Dr. Sirnson eröffnet die Sitzung um 1^ Uhr vor spärlich besetzten Bänken. Am Tische des BundeSrathS: Fürst Bismarck, Delbrück, v. Mittnacht, v. Bülow rc. Nach

fchrittspartei so geantwortet, wie ein Ministerium ver Fortschrittspartei nicht anders hätte antworten können. Die Arbeit, aus der Feder des Ministers v. Lutz, ist ausgezeichnet in Inhalt und Form, und fast 2J/2 Stunde lang hing die linke Seite des Hauses mit gespanntester Aufmerksamkeit an der Verlesung, welche um der Wichtigkeit ihres Inhalts willen .nur selten von fast unwillkürltchcn Beifalls­bezeigungen unterbrochen wurde. Wir haben selten einen so entschiedenen Beweis für das Wort gehabt, daß der äußerste Beifall in der stillen Aufmerksamkeit be­steht. Die Ultramontanen waren wie angedonnert. Nach dem Worte des Dichters verlernten sie jeden Spott". Es muß ihnen die Überzeugung gekommen fein, daß heute das Tafrltuch zwischen dem deutschen Königreiche Bayern und der römischen Curie endgültig zerschnitten worden ist. In der Fortschrittspartei, Vie nicht geneigt war, mit bloßen Worten sürlieb zu nehmen, herrscht allseitige, ein­hellige Anerkennung für diese mannhafte That des Gesammt-Ministeriums, in dessen Namen Herr v. Lutz geantwortet und geredet hat. Auflösung der Kammer und Neuwahlen, bet denen jetzt das deutsch gesinnte Volk in Bayern seine Schuldigkeit

Herzog v. Ujest, Dr. Weigel und v. Lindenau; und 7. Abtheilung: v. Dengin, Dr. Friedenthal, Dr. Rosch und Lentz. Der Präsident theilt mit, daß ver größte Theil der Anlagen zum Reichshaushalts-Etat eingegangen sei.

Auf der Tagesordnung sieht die Frage, an welchem Tage die Präsidenten­wahl erfolgen soll; es kann jedoch hierüber kein Beschluß gefaßt werden, weil nur 175 Mitglieder anwesend sind, das Haus mithin abermals beschlußunfähig ist. Der Präsident beraumt in Folge dessen die nächste Sitzung auf heute Abend 8 Uhr an. Schluß 2 Uhr.

Berlin, 18. Oktober. Die vom Fürsten Bismarck und Grafen Arnim einer-

+ Berlin, 16. Oktober. Die Reichsboten habe» heute ihren Einzug in Der deutsch.französischr Vertrag über die Fabrik- und Handelszeichen tritt wieder das neue Parlamentsgebäude gehalten, und wenn der eiserne Präsident Sirnson in Kraft. Die Ratification erfolgt binnen Monatsfrist. DieProv.-Corresp." von seinem hohen Sitze herab auch noch Viele sah,welche nicht da sind", so sagt bei der Veröffentlichung der beiven Conventionen: Dieselben seien ein neues sprach sich doch in dem Antlitz der wenigen Getreuen, die auf den ersten Ruf der Zeichen des Vertrauens Deutschlands auf eine stetige, ruhige Fortentwicklung der

Schelle des Präsidenten herbeieillen, die unverholcnste Freude über die Metamor- inneren Zustände Frankreichs. Ohne dies Vertrauen hätte die veutsche Regierung

phose des Sitzungssaales und eine unverkennbare Genugthuung über die endliche weder aus politischen, noch aus finanziellen Rücksichten in die Räumung der sechs Gewährung der langjährigen Forderung nach einem sitzungsfähigen Hause aus. Departements willigen können, sie würde auch die jetzt festgesetzten Bürgschaften

Und in der That, die Abgeordneten haben sich nicht zu beklagen, nach allen Rich- als solche nicht anerkannt haben, wenn sie nicht dem redlichen W.llen, der Kraft

tungen hin erstreckt sich der Comfort in praktischster Bequemlichkeit; ist doch sogar und dem Bestände der jetzigen Negierung Frankreichs vertraute. D.ese thatsäch- auf die Staatshämorroivarien, die sich so ost über Vie früheren harten Rohrsitze liche Bewährung ver ruhigen. Zuversicht Deutschlands auf die weitere Gestaltung beklagten, durch Aufstellung lederner Sessel Rücksicht genommen. Die Einrichtung unserer Beziehungen zu Frankreich ist zugleich Vie würdigste und wirksamste Er« der Sitzplätze, die strahlenförmig vom Pulte des Präsidenten ausgehen, ermöglicht eine strenge Scheidung ver Fraktionen des Hauses, die sich traditionell von rechts nach links gruppirt haben. Heute war die Masse noch zu sehr im Fluß, um die Plätze der einzelnen Abgeordneten genau zu fixiren, es läßt sich aber wohl an­nehmen, daß vieFührer" die ersten Plätze am Präsivententisch belegt haben, um

Local-Notizen.

Gießen, 19. October. (Elftes Eoncert der Gesellschaft Sauvlet.) (Sin Kunstgenuß sel­tener Alt ward uns gestern Abend im Saale deS LahnsteinS nach langer Musik- und Kunstpause durch die Gesellschaft deS Hrn. Sauvlet zu Theil. Die Ankündigung einesKünstler-EoncertS" berechtigte zu höheren Anspiüchen, die in jeder Beziehung nicht nur erfüllt, sondern übertroffen wurden. Jedes Mitglied der tüchtigen G-sellschaft bemühte sich, den Anwesenden nur Gediegenes vorzutragen, wofür rauschender Applaus jede einzelne Piirce belohnte. Zunächst glänzte durch <r< actzPi Vortrag und vorzügliche Technik im Spiel Fräul. Anna de Blanck als Violinistin. Be< kanntlich ist die Geige eins der undankbarsten Instrumente; wenn nun ihre großen Schwierigkeiten

zu reven. Wie im Abgeorvnetenhause hat Hr. Windthorst auch hier seinen Platz sten Etat drei Gesandtenposten (und zwar die in Paris, Karlsruhe und Bern) unmittelbar dem Präsidenten gegenüber genommen; hinter ihm ergießt sich der entfallen. Der württembergische Handelsverein verwirft die provisorische Lösung nicht unbeträchtliche Schweif der Tonsuren bis zur gegenüberliegenden Wand. X):e ver Münzfrage, wünscht ein möglichst baldiges Definitivum mit einer Goldwährung Kampfhähne der Conservativen und die revedürstigen Koryphäen der Freiconser- und erklärt einstimmig seinen Beitritt zu den Lübecker Resolutionen. Die Anhänger vativen schienen heute Quecksilber in den Beinen zu haben, nur Moltke saß natur- ves Frankensystems verzichteten auf Anträge, weil sie dieselben als aussichtslos lich schweigend, mit unerschütterlicher Ruhe auf dem Eckplatz der zweiten Reihe, erachteten. Graf Beust hat das Großkreuz des Kronenordens erhalten.

unverwandten Auges auf ven für den Reichskanzler reservirten Sessel blickend, der München, 14. Oktober. Der heutige Tag verdient in Ver politischen Ge- an der Spitze der rechten Bundesraths-Seite seinen Platz gefunden. Drüben auf schichte Bayerns gleich neben jenen denkwürdigen Momenten numerirt zu werden, der linken Seite erblickte man im Vordergrund die alten Stutzen der Fortschritts' wo im vorigen Jahre die Abgeordnetenkammer dem Königsrufe zum Kriege gegen Partei, Hagen, v. Hoverbcck, Klotz, Duncker, Runge rc., die sich in dem weiten Frankreich in deutscher Treue zustimmte und am 21. Jan. d. I. der inneren Frucht glänzenden Hause nicht recht wohl zu fühlen schienen, leicht begreiflich, denn ves großen Freiheitskampfes, dem Vertrage über den Eintritt Bayerns in das alles erinnert hier an den Schöpfer des deutschen Reiches, Couleur de Bismarck Deutsche Reich, ihre Billigung gab. Nicht Koma locuta est, sondern eine deutsche sind Wände, Tische, Sessel, Teppich, und wie zwei verheißungsvolle Hoffnungs- Regierung in Bayern hat heute gesprochen und auf die Interpellation der gort-

rc., die allen Capitalisten bestens empfohlen werden kann. Das Bedürfniß einer solchen .. Zeitschrift, welche über die Verloosungen aller an den Börsen Europa's kursirenden ein Viertel, bis zum 31. December 1872 gegen die Hälfte des Zolles. AuSge- Papiere rascke und zuverlässige Auskunft giebt, hat sich schon seit längerer Zeit fühlbar schloffen sind ErnährungSwaaren. Falls in Frankreich neue Steuern auf Rohstoffe gemacht- Bisher war nämlich der Capitalist gezwungen, bei jeder Ziehung eines ...,.M, M «WM».»» Ää

"'egt werden, so dürfen entsprechende Zuschlagszolle erhoben werden. Französische (bd regelmäßig wöchentlichem Erscheinen vierteljährlich nur 15 Sgr. oder 54 kr. Produkte, welche in Elsaß-Lothringen veredelt werden, haben zollfreien Elngaug. rhein.)^) beträgt. Den Vortheil einer genauen Controle verschafft ihm mlßerdem Veredelte Produkte zahlen bei der Wiedereinfuhr nach Frankreich eine entsprechende Zollquote. Französische Produkte, welche in Elsaß-Lothringen zur Fertigmachung von Fabrikaten gebraucht werden, sind bis zum 31. December 1871 zollfrei und tragen bi« 30. Juni 1872 ein Viertel, bis 31. December 1872 die Hälfte des Zolles. Die bis zur Wirksamkeit dieses Vertrages bei den bezüglichen Productea gezahlten Zölle werden zurückerstattet. Zur Verhütung von Defraudationen wer­den in Elsaß-Lothringen Ehrensyndicate und Handelskammern eingesetzt. Die vor oder während des Krieges geschlossenen LieferungSverträge genießen die vurch diesen Vertrag zugesicherte Zollfreiheit, ebenso französische Produkte, welche zu derselben Zeit in Frankreich bestellt sind. Deutschland tritt die Gemeinden Raon les Seaux Raon für Plaine und Jgney ab und theilweise den Gemeindebezirk Aoricourt.

seit« und Pouyer-Quertier andererseits am 12. d. M. geschlossenen Conventionen von einer Dame derart überwunden worden, wie in diesem Falte, so ist ein Beifall, wie er nur über dir Räumung wril-rer D-partem-n!«, sowie über die Zvllverhäliniffe in Elsaß. ©»o.ibt.Bibo °d«r Eharlott- Deck«« ,» Th-il wu,d. 9«e4ffedigt JRi<bt mmber btim-t. o « u. ef r , c r w X. . . . Herr I. Bapt. Sauvlet als vorzüglicher Flötist. Athemlose Stille herrschte, als der Virtuose

Lothringen, welche zufolge besonderer Abmachung von einander untrennbar sind, [fjnem Instrument die herrlichsten Töne unter schwierigen Variationen entlockte. Durch muntere so daß die Wirksamkeit jever durch die Bestätigung der anderen bedingt ist, haben Lieder und Duellen erfreuten Frau Sauvlet und Fräul. Schöbel, deren frische Stimmen bei dem folgenden Inhalt: Die erstere bestimmt die Räumung der Departements Aisne, starken Cigarrendampf leider nicht zu rechter Geltung kamen. In Herrn W. de Blanck lernten Aub-, Gote d'or, Huuie Saone, Doubs und Jura und die Reduciiou der Occu-lrin,n -'M tüchtigen G-ig« kennen w-ck-r bereitet v°n Henn H°b,rt de Blnnch Allen A.if nnn sro» a s Musikfreunden kann der Besuch des nächsten Concert.s nur empfohlen werden, bei welchem der

pationötruppen auf 50,000 Monn binnen 15 Tagen nach erfolgter Ratificatwn. ®afttünom ,n M jovialen Wermingboffs vortrefflichem Bier eine angenehme Zugabe finden wird. Frankreich zahlt die vierte halbe Milliarde sowie 150 Millionen Zinsen vom 15. Schließlich wäre im allgemeinen Jnterrss^zu wünschen, daß das lebte Concert in einem großen Januar bis zum 1. Mai 1872 in vierzehntagigen Raten. Bei Nichtzahlung wird Locale, wie Wen;el's Saal im Busch'schen Garten, ftatlfände. 8. S.

thun und die entschlossene Regierung unterstützen muß, sind nach Erledigung der Erledigung mehrerer Urlaubsgesuche proklamirte der Präsident das Resultat der vringlichstcn Geschäfte durch den im December wieder zusammentretenden alten vor der Sitzung stattgehabten Constituirung ver Abtheilungen. Zu Vorsitzenden« Landtag die natürliche Confequenz der heutigen Erklärung. Möge mit dem neuen deren Stellvertretern, Schriftführern und deren Stellvertretern sind gewählt: H'^ahre eine neue Kammer unv in ihr ein neuer Geist in das bayerische Parlament der 1. Abtheilung: Graf zu Eulenburg, v. Brauchitsch, v. Watzdorff und'Freiherr elnziehtn!

v. Landsberg; 2. Abtheilung: v. Rönne, Runge, v. Zedlitz - Neukirch und Windt­horst (Berlin); 3. Abtheilung: Fürst v. Hohenlohe-Schillingsfürst, p.^Benda^ v. Schöning und Richter; 4. Abtheilung: v. Bonin, Freiherr Schenk v. Stauffen- stäaV8chen Aussagen gefangener Empörer hin wurden Dr. Starcevics und noch berg, v. Bülow, Dr. Lucius (Erfurt); 5. Abtheilung: v. Bennigsen, Wiggers, Dr. Buhl und Gras v. Frankenberg; 6. Abtheilung: v. Frankenberg-LudwigSdorf,

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