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Verlegenheit, daß sie des äußeren Anstandes wegen gegen die Insurrektion sein beschießen die neue Versailler Batterie auf dem südlichen Abhange des Mont Va- müssen, während es doch ihren Interessen entspricht, daß der Aufstand sich noch lerien, 1300 Meter von der Citadelle, die Batterie der Porte Maillot beschießt eine Zeitlang hinschleppe und die Ordnungspartei nicht allzuschnell mit eigenen die von Courbevoie, welche das Feuer erwidert. Das Quartier der TerneS leidet Kräften siege. Die Leute wollen noch immer nicht erkennen, daß die Ereignisse stark. Das Hauptquartier Dombrowskis ist noch in Asnieres, aber es liegen ihren vorgezcicbneten Weg zu gehen und sich nicht nach den Wünschen interesstrter augenblicklich dort wenige Föderalisten, da die Posten um das Holz und die Parteien zu richten pflegen. Brücke von Neuilly stark besetzt sind. Um den Besitz der Brücke wird fortwährend
Versailles, 16. April. Heute hat sich nichts von Bedeutung auf dem gestritten.
Kriegsschauplätze ereignet; nur zwischen den Vorposten wurden einige Flinten- △ Paris, 17. April. Die „Union republicaine für die Rechte von Paris" schliffe in'S Blaue hinein gewechselt. Die Regierungstruppen hatten nur einen bat ihr Bureau constiluirt. Es besteht aus drei Mitgliedern, von welchen Eines Verwundeten. Die Behauptung der Organe der Commune, Dombrowski hnbc Präsident ist. Die gewählten Mitglieder sind: Charles Floquet, D. Villeneuve zu Neuilly 400 Gefangen- gemacht, wird, als jeglicher Begründung entbehrend, und Loiffeau-Pinson. Secretaire: Andre, Lefevre und G. Bambert. Schatzmeister bezeichnet. Bonvalet.
Versailles, 17. April. Eine Depesche der Regierung rechtfertigt das bis- /X Versailles, 17. April. Aus Orleans wird berichtet, daß sich die Arbeiter berige Verhalten der Negierung. Dasselbe bezwecke, abzuwarten bis genügende der Compagnie Orleans dort der Abfahrt der für Versailles bestimmten gepanzer- Streitkräite vorhanden, um den Widerstand ziemlich unblutig zu bekämpfen und ten Eisenbahnwagen widersetzt haben. Es sei beinahe zu einem Conflict mit den den Rebellen Zeit zur Besinnung zu lassen. Die Negierung beabsichtige nicht, Truppen gefommen. Dem Zureden ves Generalcommandanten der Subdivision die Republik zu stürzen, vielmehr nur den Bürgerkrieg zu beendigen, die Orv- war schließlich es gelungen, die Arbeiter zu beschwichtigen. Die Eisenbahn wurde nung, den Crevil, die Arbeit herzustellen und Vie Kriegskosten zu bezahlen, da- auf eine lange Strecke militärisch besetzt und die Wa^en konnten fahren. Eine mit d'e Deutschen das Land verlassen. Die Depesche wiederholt die Ansicherung Oepesche des Gaulois zeigte die Abreise dreier Individuen von London, denen der Verzeihung für Alle, welche die Waffen niederlegen. Die Depesche erklärt schlimme Absichten unterlegt worden. Diese Individuen, deren Zweck die Ermor- schließlich, die Insurgenten gäben jeden Kanonenschuß für einen Kampf aus, düng des Prinzen von Orleans gewesen sein soll, sind auf Befehl des ProcuratorS in Wahrheit jedoch fei die Situation seit einer Reihe von Tagen unverändert, der Republik verhaftet.
_ Eingetroffenen Nachrichten zufolge haben sich die Truppen der Regierung des △ Versailles, 17. April. Die Municipalwahlen sind auf den 30. d. fest- SchloffeS Brcon, des wichtigen, Asnieres beherrschenden Punktes, bemächtigt. gesetzt. — Die Truppen der Negierung haben heute angeblich das Beconschloß, Kopenhagen, 14. April. Aus Kairo ist die schreckliche Kunde einge- welches Asmöres beherrscht, eingenommen. — Die „Daily N Ws" b uchten aus laufen, daß der dänische Consul daselbst am 22. v. M. nicht allein an dem Fest- Paris vom 17. b.: Nach Berichten aus Versailles ist die Nachricht von einer essen der Deutschen zur Feier des Geburtstages ihres Kaisers Theil nahm, son- Plünderung der Häuser von Gallifet und Thiers und Anderer unrichtig. ES dern sogar ein Hoch auf die deutsche Armee ausbrachte. Darob natürlich furcht- seien nur Dokumente weggenommen worden.
bare Erbitterung im nationalen Lager, welche auch dadurch nicht beschwichtigt △ Sedan, 17. Avril. Ein preußisches Truppeneorps von 30—40,000 wird, daß der Betreffende ein Deutscher von Geburt ist unv der bekannten Fa- Mann, welches aus dem Rückmarsch, hat hier auf. höheren Befehl Halt gemacht milie Müller angehört. Herr Müller ist allerdings tn einer recht bedenklichen und vor der Festung ein Lager bezogen.
Lage; als dänischer Consul ist er verpflichtet, sich über die Machtstellung des A London, 18. April. Die „Times" meldet aus Paris vom 17. d., daß Deutschen Reiches zu ärgern, als Deutscher hat er alle Veranlassung, sich darüber noch immer mit der Errichtung von Barrikaden in Belleville und Menilmontant
zu freuen — welchem Gefühle soll er den Vorzug geben? fortgefahren werde. Diese Barrikaden sollen zur Vertheidigung gegen die Re-
Brüssel, 16. April. Die „Independance" veröffentlicht einen Brief dcS gierungstruppen dienen, sobald sie einzudringen versuchen. — Die Föverirten haben Grafen Platcr, worin derselbe erklärt, daß die Polen jede Verantwortlichkeit für Neuilly bis zur Peronnestraße, jenseits der Kirche, wenige Schritte bis zur Brücke, das Verhalten des Platzcommandanten von Paris ablehnen müßten. genommen. Die Versailler halten die Brücke noch besetzt. Das Feuer dauert
Florenz, 16. April. Der österreichische Gesandte Baron v. Kübeck ist beständig fort. — In St. Denis erklärte ein preußischer Stabsoffizier, Preußen
heute in Familienangelezenheitkn von hier abgereist. — Der König hat diesen werde nicht gestatten, daß die Commune den Sieg erlange. Für den Fall, daß Morgen den Grafen Brassier de St. Simon, welcher seine Akkreditive als Ge- die Commune die Oberhand gewinne, werde Preußen sofort interveniren und die sandter des deutschen Kaisers überreichte, in besonderer Audienz empfangen. zuständige Negierung einsetzen. *
Constantinopel, 14. April. Essad Pascha ist mit einem eigenhändigen 4- London, 18. April. Pariser Telegramme melden: Die Commune nahm Schreiben des Sultans an den Kaiser von Deutschland nach Berlin abgereist. den Jndustriepalast in Beschlag. Eine preußische Okkupation von Paris von St.
Nach einer längeren Unterredung mit dem Patriarchen ernannte Aali Pascha Denis aus wird als unwahrscheinlich bezeichnet. Dic Versailler Regierung besitzt eine Commission aus zwei Bulgaren und zwei Griechen, um zwischen den Bul- die verfallene Abschlazssumme und verzögert die Zahlung nur, weil dann die garen und Griechen in der Kirchenfrage eine Versöhnung zu erwirken. Ignatiew deutschen Truppen bis RheimS zurückgezogen würden. Die Preußen haben ihre setzt alle Hebel in Bewegung, um einen Abfall der Bulgaren von der orthodoxen Position bis Aubervillicrs vorgerückt.
Kirche zu verhüten. (W. Pr.) A Wien, 18. April. Der hiesige amerikanische Gesandte Say ist nach
* Constantinopel versetzt worden.
A WidN, 17. April. Der Kaiser Franz Josef ist von seiner Reise nach
Telegraphische Depeschen.
△ Paris, 16. April, Abends. Cluscret hielt in der Commune eine Rede, worin er darlcgte, daß durch festes Vertrauen und eine energische Offensivergreifung die Föverirten den endlichen Sieg erringen würden. — Die Föverirten sind noch nicht im vollstänvigen Besitz von Neuilly, indem noch immer um die Neuillybrücke ein hartnäckiger Kampf stattfinvet. Die auf der Jalte-Jnsel eingeschloffenen Versailler Truppen sind wirklich in der letzten Nacht gruppenweise von da entflohen. Es werden von der Versailler Regierung starke Truppenzusammenziehungen vor genommen und es wird daher ein Gesammtangriff derselben erwartet. Die preu- ßisch'N Truppen, nachdem die Jkltervention angezeigt, ziehen Verstärkungen von 18,000 Mann an sich und bewegen sich nach Creteil, Sussy en Brie. In Parts alle Lebensmittelpteise steigend.
△ Paris, 17. April. Ein Befehl der Commune ordnet an, daß feine Requisition mehr gemacht werden dürfe ohne Autorisation der Kriegsdelegation. In einigen Quartieren von Paris hat der Verkauf von Pferdefleisch wieder begonnen. Die Straße Morny, welche nach dem 4. September den Namen Mac Mahon erhalten batte, ist neuerdings in Straße der Commune umgetauft worden. Emile Pereire befindet sich außerhalb Paris. Isaac Pereire ist geblieben, doch wohnt er nicht in seinem Hotel. In letzterem hat letzthin durch Nationalgarven eine große Weinrequisition stattgefunven. Auf Dombrowski wurde geschossen, die Blätter der Commune melden, daß der Thäter, ein Verrückter, in ein Irrenhaus verbracht worden sei.
4- Paris, 17. April, 8 Uhr Morgens. Cluser-t meldet vom gelingen Tage, die päpstlichen Zuaven, Vie in die Gefechtslinie gekommen, seien in der Kirche von Neuilly umzingelt worden und ein erbitterter Kampf, Mann gegen Mann, sei darauf gefolgt; schließlich sei Vie Fahne der Commune auf Der Kirchc aufgehißt worden. Dombrowski meldet von gestern Nachmittag 3 Uhr: „Wir halten das ganze neue Quartier besetzt; wir haben Drei Barrikaden, Die Fahne Der päpstlichen Zuaven unD die Fahne Der Linien-Jnfanterie genommen. Der Geist Der Truppen ist gut, die Nationalgarve macht Fortschritte und zeigt viel Eifer und Muth.
+ Paris, 17. April, 6 Uhr Abends. Das Ergcbniß der gestrigen Wah- len gilt in 13 Arrondissements als Niederlage für Die Commune. In 4 Arron- dissements nur haben einige Candidaten Das nötbige Achtel Der in Den Listen stellenden Wähler erhalten, in allen übrigen wurde kein Candivat mit Der nvthigen Stimmenzahl gewählt. Menotti Garibaldi erhielt 6076 Stimmen.
Das Journal Officiel meldet, daß einige Nationalgarden des 248. Ba- laillons gewagt hätten, gestern in die belgische Gesandtschaft einzudringen. sei sofort eine Untersuchung eröffnet worden; einige Gardisten seien bereits verhaftet worden, andere würden es noch werden. Die Commune hat ein Kriegsgericht von 6 Mitgliedern eingesetzt; Die TodeSurtheile Dieses Gerichts sind zur Bestätigung dem Executivausschusse vorzulegen.
Heute ward ein ununterbrochener Kanonendonner von Neuilly und Ternes vernommen, Der sich Paris zu nähern scheint. Point-Vu-Jour und Trocadero
Tyrol wieder zurückgekthrt.
A Florenz, 16. April. Die „Internationale" meldet aus Rom, daß Cardinal Antonelli Demnächst die projectirte Rundreise an alle europäische Höfe antreten werde.
A Madrid, 16. April. Dem Herzog Montpensicr, sowie den Generalen, welche auf den Balearen internirt waren, ist die Rückkehr nach Madrid gestattet.
A Bucharcst, 17. April. Der neue rumänische Vertreter in Constantinopel setzte mit dem türkischen Großvezier alle Maßregeln fest für Den Fall, daß eine Occupation Rumäniens durch türkische Truppen nothwendig erscheine.
A Constantinopel, 15. April. Der päpstliche Legat Franchini ist hier angekommen und von Seiten Der Geistlichkeit empfangen worden.
Borsenuachricliten.
ls. April 1871
Freust 41/2°<j Oblig. 935/g Frankf. 3\'2% Obi. 82*/4 Nass. 4V2o o Obi. 93% Kurhess- 4% r 85 Gr. Hess. 5% Obi. 101
„ n 4% n 92
» n r -
Bayer. 5°/o » —
n 41/2% 1 jährige 95% „ 4"/o 1 jährige 891/2
Würtemb. 4V2% Obi. 94 Baden 41/2% Obi. c. E. L. 94*/4 Oesterr. Silberrente 555/8 „ Papierrente 47t/2 „ 5% M. steuerf. —
Amerik. Bonds 1881 r 1001/2
„ „ 1882r 97
„ „ 1885r 967/8
„ „ 1887r 97
Spanier, neuest. 3% 303/j
Actieii.
Frankf. Bank 1331 2
Frankf. Vereins-Kasse 1037/ö Darmst. Bankact. 330 Wien Bankactien 713 Galizien 2521/4
Actien.
Oest. Creditact. 2641/4
50/0 östr. F. St. E. B. 390 V4 Lombard. Bahn 1711/2 Lud wigsh.-Bexbach 1681/2 Maxbahn 113 .
Bayer. Ostbahn 127“ b
liess. Ludwigsb.-Act. 146 Alsenzbahn-Actien 85 Oberhessen „ 69'/^
Prioritäten.
3°/0 öster. Stsb.-Prior. 56 V4 30/q öst. s. Lombard 727/s 30/g Livorneser 321/4 5% Toscaner 50:i 4
5% Elisabeth.-Prior, 773/j do. II. Emiss. 75i/2_________
Änlelienaloose.
Kurh. 40 Thlr. Loose 651/4 Nassau 25 fl. 38
4"/o bayr. Präm.-Anl. 107Ve /Vnsbaohar 7 fl. 12
4% badische Loose 1061/2 Badische fl. 35 Loose 601/4 Oestr fl. 250 v. 1854 70'2 1858r Prioritätsloose 154*/» 18G0r Loose 773/4 1864r n 1163/4 Braunschweiger 17 Stadt Madrid 217/8
Wechsel.
Amsterdam
k. 8.
100
Augsburg
k. S.
997s
Berlin
k. S.
105
Bremen
k. S.
97
Cöln
k. S.
1047g
Hamburg
k. S.
887g
Leipzig
k. S.
1V4-/2
London
k. S.
1191/2
Lyon
k. S.
—
Paris
k. S.
94'2
Wien
k. S.
943/4
ditto
m. S-
—
ditto
1. S.
—
Diseonto
3120/ 0
G.
GeldMorten.
Pr. Cassen-Soh. 1 447/8-451/e
Sachs. n —
Div. Cassen-A. —
Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 45—47
„ doppelte 9 48—50 Holl. fl. lOSt. 9 54—56 Ducaten . . 5 35—37 20 Frankenst. 9 27—28 Engi. Sover. 11 54—58 Russ. Imper. 9 45—48 Dollar in Gold 2 27—28
Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhcsslsche Eisenbahn, sowie fa'mmtliche zollamtlichen Formnlare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt.


