linken Seite de- Hauses vertreten.
linken Seite de« Haus-« vertreten. Jedenfalls wird die nationalliberale Partei! l-genbeit über die Pariser Streitkräfte erlangen, daß letztere zur U-bergabe der den Einheit-gedank-n am meisten pflegen und das föderative Element bekämpfen,!Hauptstadt gezwungen sind. Nach den letzten telegraphischen Nachrichten sollen die „berechtigten Eigenthümltchkeiten" nicht schonen, während die Fortschrittspartei! nun zwar bedeutende Truppenconeentrationen bei Versailles stattqefundcn haben dem Bedürfniß nach Freiheit bei jeder passenden Gelegenheit den lautesten Aus- so daß eine entscheidende Katastrophe in den nächsten Tagen iu erwarten ist- in'. druck gilbt. Die konservative Partei, deren Stellung zur Regierung als bekannt dessen derartige Ankündigungen sind schon oft von Versailles aus gemacht worden
Seine Königliche
Telegraphische Depeschen
Die Aufständischen halten die Forts und die Dörfer Jssy und Vanvres,
Dombrowski soll gestern in Neuilly gegen die Versailler kräftig vor-
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der polytechnischen beginnen Montag
Majorität Adresse zu Sympathie beschlossen, Kirche eine
Es war vielfach die Befürchtung in Straßburg laut geworden, daß viele Familien von dort wegziehen würden, wenn Elsaß unv Lothringen deutsch würden, und besonders den dortigen Geschäftsleuten hatte diese Möglichkeit große Sorge gemacht. Aber diese Sorge hat sich, wie die Straßburger Zeitung vom 13. April meldet, als vollständig unbegründet erwiesen. Die Zustände Frankreichs sind der Art, daß von Auswanderungslust jetzt und sicher auch in nächster Zukunft nichts zu bemerken ist. Man fängt an, sich unter deutscher Verwaltung heimisch zu fühlen. Es zeigt sich dies am besten darin, daß die Mietypreise der Wohnungen, statt billiger, im Gegentheil theurer werden als sie waren, was den sich hier häuslich niederlaffenden Beamten gerade nicht angenehm ist.
M. Die Zahlung der Kriegskosten-Entschäbigung seitens Frankreichs wird aller Wahrscheinlichkeit nach noch sehr lange auf sich warten lassen, obwohl eine Beschleunigung der Angelegenheit für unsere Finanzen nicht unerwünscht wäre. Bis zum 1. April sind bereits 284 Millionen Thaler verausgabt, also mehr als die Milliarde Francs, welche die Franzosen noch tm Laufe dieses Jahres an uns zahlen sollen, und mit den 120 Millionen Tyalern, welche aufs Neue von dem
vorausgesetzt werden darf, bildet für die nationale Politik des Reichskanzlers selbst« verständlich kein Hinderniß, ja sie wird sogar durch den Druck derselben je mehr und mehr zu liberalen Anschauungen hinübergedrängt, so daß sie sich heute nicht
den als dringlich gestellten Antrag angenommen, an Döllinger eine richten, worin die dankbare Anerkennung für fein Verhalten, sowie die der wiener Bevölkerung ausgesprochen werden soll. Gleichzeitig wurde wegen der gesetzlichen Regelung der Verhältnisse zwischen Staat und bezügliche Petition an das Gefammtministerium zu richten.
ohne daß dadurch an der Lage der Dinge etwas geändert wurde.
Die durch die Zeitungen laufende Mittheilung von einer kaiserlichen Verfügung, bezüglich eines sogenannten RetablissementSgelves, das allen mobilen Offizieren, Aerzten und oberen Beamten des norddeutschen Bundcsheeres ausgezahlt werden soll, während der Mannschaften nicht mit einer Silbe gedacht ist, hat in parlamentarischen Kreisen eine gewisse Sensation erregt. Die darüber gepflogenen Verhandlungen haben noch zu keinem definitiven Resultate geführt, eö gewinnt jedoch den Anschein, als dürfte schon in den nächsten Tagen eine dies bezügliche Interpellation an den BundeSrath gestellt werden.
Aus Oesterreich ist heute die Thatsache zu melden, daß alle Ausgleichsversuche des Ministeriums Hohenwart mit den Ezechen, auf deren Erfolg man in ministeriellen Kreisen mit Bestimmtheit gerechnet zu haben scheint, definitiv gescheitert sind. Ob die österreichische Regierung sich nun bei ihren ferneren Operationen auf das deutsche Element stützen wird, bleibt abzuwarten.
Schule betreffend. Die Vorlesungen des Sommer-Semesters den 24. April d. I.
XI. Abwesenheitserklärung.
+ München, 16. April. Der König verlieh dem Kronprinzen von Sachsen das Großkreuz des militärischen Max-Joseph-OrbcnS und begleitete die Sendung mit einem eigenhändigen Schreiben.
A Bern, 17. April. Die Bunvesrevisionscommission, welche heute zusam- nengetrettn, beschloß den Antrag „der Bundrevision" dem Volke zur Abstimmung vorzulegen. Ferner beschloß dieselbe, die Bekleidung des Bundesheere« und dessen Ausrüstung dem Bunde zu überlassen.
A Paris, 14. April. Der „Salut Public" berichtet: 6000 Mann Truppen, die tm Lager von Satdonay cantonnirt waren, sind am 12. April nicht nach Versailles, wie das Gerücht wollte, sondern nach Arden zwischen Auxerre und Versailles abmarschirt, wo sich eine' sehr große Menge von Truppen anhäuft, gestern Abend ging ein Linien-Regiment, das von Marseille kam, durch Peronne. Dasselbe ist nach Auxerre selbst bestimmt. Die Ergänzungswahlen zur ltommune sind auf Sonntag den 16. d. ausgeschrieben. Unter den Candidaten befinden sich einige sehr angenehme Männer, u. A. Graf d'Alton, unter Ludwig Philipp Pair von Frankreich, Victor Considerent, Mr. Reclus, ein bekannter Mitarbeiter der „Revue dis deux Mondes", Jules Claretrn, der Dramatiker und Historiker, Ro- geard, de.- berühmte Verfasser des „Propes de LabimuS", Dr. Miquet, Pro- feffor der Chemie und andere Fachmänner von.bedeutendem Rufe.
+ Paris, 16. Apnl, Morgens 8 Uhr, Im Süden von Paris ist die
einmal mehr den auf Freiheit der Presse gerichteten Bestrebungen des Reichstages ernstlich entgegenstemmt.
Unter diesen drei Parteien herrscht vollständige Klarheit über die Ziele ihrer Bestrebungen, was man dagegen von den beiden neu gebildeten Reichsparteien, der „deutschen Reichspartei" und der „liberalen Reichspartei" , nicht behaupten darf; wie schon der Name dieser Parteien nichts prätendirt und nichts regiert, so zeichnen sich die Männer derselben durch Unklarheit ihrer Ziele, durch Energielosigkeit ihres Strebens aus. Die „deutsche Reichspartei", die ehemals Frei- conservativen, zählt 31 Mitglieder, 'darunter als das einzige süddeutsche den württemdergischen Exminister v. Wagner, und mit Ausnahme dieses sowie des hannoverschen Oberpräsidenten Grafen Stolberg und des Grafen Münster sind die Herren sämmtlich aus Altprcußen. Wodurch sich diese Partei von 'hrer Mutter, der conservarioen, unterscheidet, ist nicht leicht zu definiren; diejenigen Mitglieder derselben, welche durch ihre amtlichen Würden von vornherein nicht ganz unabhängig sind, wie v. Keudell, v. Lindenau, Graf Stolberg u. a., stimmen in allen Fragen mit der Regierung, und die übrigen opponiren grundsätzlich nicht, höchstens, daß sie hie und da in kirchlichen Angelegenheiten das freisinnige Mänlelchen um- hängen. Die freiheitliche Entwickelung Deutschlands wird durch die Existenz einer solchen Partei gewiß nicht gefördert, wiewohl sie sich niemals za dem Gedanken eines ernstlichen Widkistandes gegen die nationale Politik des Fürsten Bismarck wird auffchwingen können.
Letzteres darf leider kaum von der sogenannten „liberalen Reichspartei" behauptet werden. Diese wunderbare Partei, die aus den verschiedenartigsten Ele- menten zusammengesetzt ist und eine Anzahl preußischer und deutscher Exminister, sächsische Partikularisten und mehre Mitglieder der bayerischen Fortschrittspartei in sich vereinigt, wird dem in der deutschen Reichsoerfaffung so stark vertretenen Föderativ-Elemente zum hauptsächlichsten Stützpunkt dienen, unv die „berechtigten Eigenthümlichkeiten", d. h. der PartikulariSmuS in Bayern, Sachsen, Württem- berg unv verschiedenen norddeutschen Kleinstaaten, werden an diesen Herren ihre eifrigsten Fürsprecher finden. Wie die nationale Entwickelung durch die „liberale Reichspartei" nur gehemmt werden kann, wird auch der freiheitliche Ausbau der Reichsverfassung mindestens nicht gefördert werden, denn die Herren vertreten in allen Dingen das emäßigte" Element, d. h. sie bekämpfen jedwedes energische Streben auf allen Gebieten des Staatölebens.
Mehr oder weniger gilt dies auch von der Centrums- oder clericalen Partei, deren Führer sich zwar den Anschein geben möchten, als ob sie alle anderen Parteien an Freisinnigkeit unv nationaler Begeisterung weit überragen. Die Clericalen trauern, vaß in der Reichsoerfaffung keine Grundrechte ausgenommen sind, daß Deutschland zerstückelt unv Oesterreich aus demselben ausgestoßen sei; indessen ist doch Niemand darüber in Zweifel, daß ihre Ziele auf ganz anverm Gebiete liegen und daß es sich für sie nur darum handelt, der Kirche dem Staate gegenüber eine solche Selbstständigkeit zu geben, welche die Zwecke des letztern wesentlich einschränken würde und den Priestern eine viel größere Macht und viel größern Einfluß wie den Beamten des Staates sichert. Diese Partei, gegen welche ein großes Mißtrauen auf allen Seiten des Reichstags herrscht, steht fast ganz rfolirt da und hat nur die Unterstützung der Polen, welche lediglich als deutsche ReichSstatisten figuriren.
Darmstadt, 15. April. Das heute erscheinende Regierungsblatt Nr. 13 enthalt:
I. Bekanntmachung der Großherzoglichen Ministerien des Innern und der Justiz, die Geltung des Gesetzes über die Verpflichtung zum Kriegsdienste vom 9. November 1867 in Württemberg, Baden und Hessen südlich des Mains betreffend.
II. Bekanntmachung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Bestätigung von Schenkungen an bas Diakonissenhaus „Elisabethenstist" in Darm- stadt betreffend.
IU. Bekanntmachung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern, Schenkungen an verschiedene Wohlthätigkeits-Anstalten betreffend.
IV. Bekanntmachung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Erbauung einer Eisenbahn von Offenbach nach Hanau betreffend.
V. Bekanntmachung des Großherzoglichen KrtegSministeriumS, den Verlust von Jnvaliden-Woblthaten wegen ftrafgerichtlicher Verurtheilung betreffend.
VI. Bekanntmachung der Großherzoglichen Provinzialdirection Starken- bürg, die Wahl der Geschworenen m der Provinz Starkenburg für das Jahr 1872 betreffend.
VII. Bekanntmachung der Großherzoglichen Provinzialdirection Rhein- besten, die Wahl der Geschworenen in der Provinz Rheinhessen für 1872 betreffend.
VIII. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Darmstadt, die Ec- Hebung einer Umlage zur Bestreitung der Gemeinvebebürfnisse in der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt für 1871 betreffend.
IX. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Offenbach, die Auf- dringung der Bedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinde zu Offenbach für 1871 betreffend..
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XII. Ermächtigung zur Annahme eines fremden Ordens. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 15. März dem Führer der zweiten Colonne ves Offenbacher freiwilligen Sanitätscorps Georg Friedrich Leschmann zu Offenbach die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ibm von Seiner Majestät dem Deutschen Kaiser König von Preußen verliehenen eisernen Kreuzes zweiter Klasse zu ertheilen.
Wien, 15. April. Der Gemernvcrath der Stadt Wien hat mit eminenter
, X* Bekanntmachung der Großherzoglichen Direction der polytechnischen Schule, die Eröffnung der Vorlesungen des Sommer-Semesters
Reichstag zu bewilligen verlangt werden, sind schon über 400 Millionen Thaler absorbirt worben, mithin nahezu ein Drittel der gesammtcn Kriegsentschädigung. Ueber die Verwendung der alSvann noch verbleibenden 900 Millionen Thaler soll, nach der Verheißung der Thronrede, der Reichstag mit dem Bunvesrathe zü be- schließen haben; bis auf den heutigen Tag hat jedoch noch keinerlei Meinuügs- austausch innerhalb der parlamentarischen Kreise über diese hochwichtige Angelegenheit stattgefunden, ja es ist sogar angesichts der unsicheren und schwankenden Lage, in welcher sich Frankreich befindet, nicht unwahrscheinlich geworden, daß in dieser Session hierüber gar nicht berathen und beschlossen werden wirv. Erst wenn eine feste und dauernde Regierung die Geschicke Frankreichs leitet, wenn der weitaus größte Theil unserer Truppen in die Heimath zurückgekehrt ist und die Franzosen von der ungeheuren Last der Verpflegung dcr deutschen Truppen wenigstens in etwas erlöst o sich mit Sicherheit beurtheilrn lasten, cd Frankreich in nicht allzu ferner ! • £ ^^»,o^^^"6^verbindlichkeiten wirb völlig erfüllen können. Der Sommer wird herüber jedenfalls hisgehen unv diese Angelegenheit darnach erst in der näch. stm Herbflsession bk» Reichstages ibre Erledigung finden.
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; gaben bafi „orb im Ä Är??b »°rr-sp°ndenz-n zufolge, sich dahin g-äuficrt Stellung der feindlichen Parreien zur Zeit folgende: Di- Versailler Truppen S8Ä2 w rd Regung den Pariser aalien Sceaur, Plessi«.Piquet, Robinsonf Chevilly, l'Hay und !a Croip Ba
haben Grund, eine solch- Auslassung zu be. besetzt. Die Aufflandischen halten die Forts und die Dl '
U tt vÄ"rSMUUnMr<rben''h3Ufiäl,V' T ”eUe Wi‘ Barrikaden gesperrt sind, desgleichen die Ortschaften in der
nderseitS in uns ren mil tfi ch-nKre fen ^i unC *£i‘ 92',i,e Cer 5ürl6 S:c?l,c und Montrouge, und bei Moulin Saquel und Haute
unast u»u n n°<b »Mtarfot, daß d-e Regie, öruyeres. Dombrowski soll grsteru in Neuilly gegen die Versailler kräftig vor-
eungStruppen noch o-deul-neer Verstattungen bedürfen, ehe sie eine solche Ueber- gegangen sein und sie aus den Häuern bei der Kirche vertrieben haben wobei
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