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Marseille, 14. Febr. Garibaldi ist hier eingetroffen unv wird «ch Caprera einschiffen.
Nizza, 15. Febr. Zehntausend Mann sind hier eingetroffcn. steten sind auf einer Panzerfregatte nach Toulon gebracht worden, liaftr deS Blattes „Boix de Rice" wurden verhaftet, das Blatt selbst
Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln Mindener nnd Oberhesstsche Eisenbahn, sowie fammtliche zollaintlicben ^Lrirratare. iind rn haben bei W. Klee, am Markt.
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Katholische Gemeinde.
Nichts angcmeldet.
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Madrid, 15. Febr. Die Königin von Spanten ist heute von Turin abge- uw sich nach Spanien zu begeben.
London, 15. Febr. In der heutigen Sitzung des Untrrhaufes kündigte laylor einen Antrag gegen die Aussteuer für die Prinzessin Louise an.
(E i n g e s a n d t.)
Theater.
Wir bei den meisten Dühn-o jetzt eingeführt, fo veranstaltet auch Herr Director de Nolte am Sonntaa den 19. eine „Nachmittagsvorstellung für Kinder", für welche er eine Repititwn des mit so großem Beifall aurgenommenen Stückes „Für König und Vaterland" gewählt hat. — Wir glauben. daß diese Vo>stellung hier denselben Anklang finden wird, wie überall, und ein zahlreicher Besuch deS heiteren Lebensbildes, welches den Kindern Stoss zum Lachen in Fülle bietet, die Bemühungen des Herrn Director Nolte lohnen werde. — Die Abendvorstellung bringt uns ein hier noch nicht gegebenes romantisches Schauspiel „Der Graf von L> t. Germain", welches, nach einem Sue scheu Roman bearbeitet, überall die größten Erfolge erzielte und auch gewiß hier se-ne Anziehungskraft bewähren wird. Wir halten es für unsere Pflicht, auf diese beiden Vorstellungen ganz besonders aufmerksam zu machen und deuten noch ganz besonders darauf hin, daß die Vorstellung für Kinder „Nachmittag- um 3</8 Uhr" die Abend-Vorstellung aber wie gewöhnlich ihrep Anfang um 7>/, Uhr nimmt.
tikel, in welchem er zeigt, wie dieser Mann, welcher nie aufgehört hatte, Paris über den wahren Zustand der Dinge in Frankreich zu täuschen, bis zur letzten Stunde an Dem System einer strafbaren Doppelzüngigkeit festgehalten hatte.
A Bern, 16. Febr. Von dem eidgenössischen 15 Millionen Anlehen sind 11 Millionen gezeichnet.
+ Wien, 16. Febr. Von gut unterrichteter Sette wird versichert, daß das neue Ministerium der bisherigen auswärtigen Politik Oesterreichs vollkommen beipflichtet, auch gute Beziehungen mit dem Reichskanzler aufrecht zu erhalten gewillt ist.
4- Brüssel, 17. Febr. Der Appelhof in Brüssel hat In Sachen der französischen Jnternirten dahin beschieden, es sei nicht gestattet, daß die Regierung gehandelt habe, als seien ihre Maßregeln außer aller Controle der Gerichte; aber da die Maßregeln des Kriegsmintsters wesentlich militärischer Natur, so sei die Civilgerichtsbarkcit incompetent. Die „Jndependance beige* tadelt diese Auffassung scharf.
4- Florenz, 16. Febr. Die „Gazzetta Uffijiale" meldet: Die junge Königin von Spanien unterbrach in Folge Unwohlseins ihre Reise in Alassio. — Die Deputirtcnkammer setzte die DiScussion über das Garantiegesetz fort und vertagte die Fortsetzung der Berathung bis 1. März.
4- Bucharest/ 16. Febr. Der Kammer-Präsident Costakoru hat abgedankt und die Kammer seinen Rücktritt genehmigt. An Steege's Statt ist General Ghika zum rumänischen Geschäftsträger in Wien ernannt. Der Senat hat den Beschluß gefaßt, dem Fürsten Karl seine treueste Ergebenheit auszusprechen und seine vollste Unterstützung zuzusagen.
4- London, 16. Febr. Cochrane kündigt eine Interpellation an, ob die britische Regierung bemüht sei, den Einzug der Deutschen in Paris zu verhindern. Dilke kündigt eine Interpellation an, ob die Negierung von dem angeblichen Abschlüsse eines preußisch-russischen Vertrages Kenntniß habe. Hay interpellirt, ob Odo Russell ermächtigt gewesen, dem Grafen Bismarck am 20. November mitzu- theilin, England müsse Die willkürliche DertragSlösung Rußlands als Kriegsfall auffaffen. Gladstone erwidert, er beklage diese Aeußerung Russell's nicht, trotzdem habe die Regierung Russell nicht dazu ermächtigt. Herbert interpellirt, ob Frankreich in jüngster Zeit die guten Dienste Englands behufs Erlangung mäßiger Friedensbedingungen nachgesucht habe. Gladstone erwidert, Tissot habe im Namen der französischen Regierung die Hoffnung ausgesprochen, daß die britische Regierung die behufs Friedensförderung neu erwählte französische Regierung schleunigst anerkennen werde. Granville habe ihm geantwortet, die britische Regierung müsse sich vorerst ihre Meinungsäußerung vorbehalten, werde aber jede Erklärung oder Aufforderung zu Freundesdiensten bereitwilligst aufnehmen.
4- Petersburg, 16. Febr. Dem Vernehmen nach findet die nächste Confe- renzsitzung in London erst in einigen Tagen statt. — Nach der unmittelbar bevor- stehenden Bildung der neuen französischen Regierung wird das Eintreffen eines französischen Vertreters hier mit Sicherheit erwartet.
Ehrenbürgerrechts Der freien und Hansestadt Hamburg eine Auszeichnung verliehen, deren ganzen Werth ich mit dem freudigsten Dank zu schätzen weiß. Hat man auch im Laufe des Krieges meinen Bestrebungen um ehrenvolle Durchführung unseres gerechten Kampfes in verschiedenster Weise die wohlwollendste Anerkennung geschenkt, so erfüllt es mich doch mit besonderer Genugthuung, Ehrenbürger Der Stadt Hamburg geworden zu fein, dieser alten Metropole unseres überseeischen Handels, Der beständigen Vermittlerin deutschen Wesens und deutscher Bildung nach Der neuen Welt. Die Zustimmung Der Bürgerschaft erhöht für mich Den Werth der Auszeichnung und nur mit Stolz werde ich Bürger unseres Freistaates sein, dessen Söhne jüngst in hervorragender Tapferkeit mit Den besten Truppen dcr großen Deutschen Armee gewetteifert haben. Ein hoher Senat und Bürgerschaft wollen mit Dem Ausdrucke des herzlichsten Dankes Die aufrichtigen Glück- und Segenswünsche für Hamburgs Wohl und ferneres Gedeihen entgegennehmen von deren ganz ergebenstem Graf v. Moltke, Gene/al der Infanterie und Chef des Generalstabs deutscher Armee, Ehrenbürger der freien und Hansestadt Hamburg. Versailles, 11. Februar." — Auch Graf Bismarck hat ein Dankschreiben einzesandt; es lautet: „Der Senat der freien und Hansestadt Hamburg hat mir unter Zustimmung Der Bürgerschaft die hohe Ehre erwiesen, mich unter Die Zahl seiner Bürger aufzunehmen. Ich nehme Diese Auszeichnung mit aufrichtiger Freude entgegen und fühle mich durch Die mir vom Gemeinwesen Der freien Stadt dadurch gewährte Anerkennung meines politischen Wirkens zu lebhaftem Danke Der- pachtet. Ich begrüße es als Gewähr Der Zukunft, daß Das Deutsche Reich im Viirgerthum und namentlich in der freien StaDt, welcher cs, Dank Der Intelligenz und Thatkraft ihrer Bürger unD Leiter, gelungen ist, Die Traditionen und den Gedanken Der alten Hansa in sich lebenDig unD wirksam zu erhalten, eine breite, sichere Grundlage gewonnen hat. Ihre Seeleute werden Die Ersten sein, auch aus ferneren Meeren zu verkünDen, daß Deutschland ferne Einheit und feinen Kaiser wieder gefunden hat. Versailles, Den 11. Februar. Bismarck."
Straßburg, 15. Febr. Die Gründung einer neuen Bibliothek in Straßburg, em Unternehmen, das vor allen anderen geeignet ist, Die geistige WieDer- vcreinigung des Elsasses mit Dem deutschen Vaterlande zu fördern, tritt mehr und wehr aus dem Stadium Der Vorbereitung in Das Der regelmäßigen und systematischen Ausführung. Die deutschen Behörden, Die Vertreter der deutschen Wissenschaft und des Buchhandels und zahlreiche Privatpersonen haben sich zu einmüthi- gem, kräftigem Handeln vereinigt, und auch von Seiten des Auslandes sind be- trächtliche Unterstützungen zugesagt. Auf Grund der von dem kaiserlichen Com- wisar mit Bereitwilligkeit gegebenen Aufschlüsse über die thatsächlichen Verhältnisse tust Die zunächst in Betracht kommenden Ziele ist Der bei Der Gründung einzu- schlagende Weg vorgezeichnet und in dem neuesten Circular des Hofbibliothekars Ir. Barack bestimmt dargelegt. Es besteht nämlich nicht die Absicht, eine neue statische Bibliothek zu schaffen, sondern Die eingehenden Beiträge sind bestimmt, die noch vorhandene AcaDemie-Livliothek von etwa 40,000 BänDen zn vcrvoll- ständigen und dieselbe auf Den Standpunkt einer Deutschen Universitäts-Bibliothek zu bringen, wie ja auch die Umgestaltung Der bisherigen Facultät von Straßburg zu einer Hochschule nach Deutschem Muster bestimmt in Aussicht genommen ist. la also ein Grundstock für Die neue Bibliothek bereits in Straßburg vorhanden ist, so kann Die eigentliche Schaffung Derselben auch nur in Straßburg vollzogen werten. Die amtlich bestellte Commission im Verein mit Der Verwaltung Der Lcodewiebi'oliothek wird zu entscheiden haben, was schlt, und die Auswahl der auszunehmenDen Bücher nach einem einheitlichen Plane vornehmen. So wird fo- tro>l die Zufuhr unbrauchbarer Bücher als auch Die Häufung von Doubletten »ermieden. Das GründungScomite wirD daher zunächst Verzeichnisse Dcr Bucher liefern, Die man Der neuen Bibliothek zuzuwenden bereit ist. Wie groß und reichet! ig diese Beträge sein werden, ist schon jetzt zu Übersehen. So hat Das prcu- tzische Cultusministerium seine Zustimmung gegeben, daß Die Doubletten aller kgl. -stetitlichen Bibliotheken für Straßburg zur Verfügung gestellt werden, unD man tirD Die BeDeutung Dieses Geschenkes würdigen, wenn man weiß, Daß allein Die LönigSberger Bibliothek nach amtlichem Bericht 40,000 DoublettenbänDe liefern fann. Von Seiten aller übrigen Deutschen Universitätsbibliotheken ist Dieselbe Frei- jfbigfeit zu erwarten und auch zahlreiche gelehrte Gesellschaften, so namentlich Die Icatemten von München und Wien, unterstützen Das schöne Unternehmen, indem je Der neuen Bibliothek alle ihre Veröffentlichungen als Geschenk anbieten. Auch ,vn vielen Privatpersonen sind bei dem GründungScomite Geschenkverzeichniffe ein- gangen. Dor Allen aber hat Der Buchhandel seinen patriotischen Sinn auf das liuhmlichste bewährt. Fast alle bedeutenderen Deutschen VerlagShandlungen haben i|re Kataloge zur Auswahl mitgetheilt oder zugesagt. Auch in der Schweiz, in laierifa und England findet das Unternehmen in Folge Der eifrigen Bemühungen einzelner Firmen erfreulichen Anklang. Möge bald der Frieden Dem schonen Werke ßLereS Gedeihen geben, Damit von Straßburgs Wunden diejenige zuerst vernarbe, «tlche Deutichland am schmerzlichsten miiempfunden hat. (Str. Z.)
Auszug aus den Kirchenbüchrrn der Stadt Girhen.
a. Evangelische Gemeinde.
Getaufte.
Den 12. Februar. Dem Bürger und Gesellschaftsdiencr, Jakob Laudon, ein Sohn, Heinrich Martin, geboren den 6. Januar.
Denselben Dein Ortsbürger in jllt 'Bufccf und Arbeiter an der Cöln- Gicßener Bahn dahier, Heinrich Vogel, ein Sohn, Heinrich Karl Christian, geboren den 25. Januar
Denselben. Dein OrtSbürger in Sinkershausen und Taglöhner dahier, Jost Burk, ein Sohn, Georg Adam, geboren den 31. Januar
Denselben. Dem Burger in Lauterbach und Taglöhner dahier, Johannes Dahmer, eine Tochter, Maria, geboren den 29. Januar. „
Denselben. Dem Bürger und StalionSassistenten an der Main^Weser-Bahn dahier, Karl Friedrich Kirstein, eine Tochter, Johanna Katharine Christine, geboren den 30. Januar.
Denselben. Dem Bürger und Rothgerbermcistcr, Franz Plank, eine Tochter, Auguste Karoline Susanna, geboren den 13. Januar.
Denselben. Dein Bürger und Schuhwaarenbändlcr, Daniel Scknnall, eine Tochter, Bertha Margarethe Henriette Luise Sophie, geboren den 5. Januar.
Beerdigte.
Den 13. Februar. Ein todtgeborener Sohn des Bürgers und Schuhmachcr- meisters, Martin Fuhr, geboren den 11. Februar.
Denselben. Eine todtgeborcne Tochter des OrtSbürgers in 9ködgen und Handelsmanns dahier, Wilhelm Heinrich Brück, geboren den 12. Februar.
Denselben. Ein todtgeborener Sohn des Bürgers und Lohndienerü, Christian Henkel, geboren den 12. Februar.
Den 16. Februar Luise Karoline Friederike Emma Wilhelmine Schellen berg, des Bürgers in Braunfels und Instrumentenmachers dahier, Jakob Schellenberg, eheliche Tochter, alt 7 Monate, gestorben den 14. Februar.
Telegraphische Depeschen.
△ Versailles, 16. Febr. Die Proklamation Napoleon's hat hier einen uzunstlgen Eindruck gemacht.
4- Versailles, 16. Febr. Der Maire von Paris hat Das Kilogramm BroD l|f 50 Centimes festgesetzt. Aus BorDeaux, 15. Febr., wüv genulDct: Gestern nllLrtt Die Assemblee 300 Wahlen für giltig.
A Havre, 15. Febr. Die Preußen haben Bienfaito mit einer Contribu- iirn von Fr. 18,000 unD Lachapelle-sur-Hoon von Fr. 16,000 belegt. In Cal- Wto«S wurDen Die Maires Der Gemeinden, welche Die Contributionen nicht zahlten, 9‘angtn ahgefübrt.
A Bordeaux, 16. Febr. Der „Courrier De la Gironde" veröffentlicht
gOanD. Der Aufstand der Italiener ist vollständig niedergeworfen. Zwei P'nzer-
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