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in meiner diese- Reich vertretenden Stellung in allen Gauen de- großen Vater-, lande- kürzlich zu Theil geworden ist und der mich mit freudiger Genugthuung,!

vor Allem aber mit Dank gegen Gott für den Segen erfüllt hat, der unserem

da- die Versammlung begeistert ein*

Wechsel.

k. 8. 105

78

Oberhessen

Geldsorten.

fl.

kr.

Spanier, neueat. 3% 327/s

13 Wz

1864r

R.

Mittel Mittel Mittel Mittel

k.

k. k. k.

des Reichstages wurde um 2*/2 Ubv Simfon übernimmt den vorläufigen

aus aus aus aus

8. 985/a

8. 993/4

8. 105

8. 96Vt

8. 9 2 Vs

S. 871/a

Braunschweiger 18s/8

Stadt Florenz 82

Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto

Dis conto

ßdrgeüüachrichtea.

16. October 1871.

1. 8.

4%

8. 118V1

8. 90i/3

8. 99 t/t

8. 983/4

8.

der Kaiser darauf den Saal verließ, brachte ein dreimaliges Hoch auf denselben aus, in stimmte.

Berlin, 16. Oct. Die erste Sitzung

n . 5% M. Amerik. Bonds

steuerf. 1881r 99/2 1882r 951/2 1885r 96 1887r 96

Aeilest.

Oest. Creditaot. 2821/4 50/g östr. F. St. E. B. 3791/2

Lombard. Bahn 1913/<

Ludwigsh.-Bexbach 192

Maxbahn 138 Vr

Bayer. Ostbahn 1403/<

Hess. Ludwigsb.-Act. 1631/4

Rhein-Nahebahn-Act. 401/2

gterungen und die Volksvertretungen Italiens und der Schweiz haben die Ausführung, dieses großen Unternehmens bereitwillig unterstützt. Ich bin gewiß, daß die mit < demselben verbundenen wirtschaftlichen und politischen Interessen von den deutschen s Regierungen und dem deutschen Reichstage nicht geringer werden gewürdigt wer* ( den, als die- in den beiden anderen Ländern geschehen ist. Dis Gewährung einer . billigen Au-gleichung für die Beschränkungen, welche» die in den Bereich neuer oder erweiterter Festungsanlagen gezogenen Grundstücke unterworfen werden müssen, , ist von den verbündeten Regierungen von Neuem zum Gegenstände der Berathungen , gemacht worden. Al- Ergebniß derselben wird Ihnen eine Gesetzesvorlage zu- gehen. Auch der Entwurf eine- Gesetzes über die Reichsbeamteu wird, wie ich hoffe, Ihnen vorgelegt werden können. Die von Frankreich bisher gezahlte und in den ersten Monaten des künftigen Jahres zu zahlende Kriegsentschädigung wird zu einem Theile zur Tilgung der Anleihen verwendet werden, welche der nord­deutsche Bund für die Kriegsführung gemacht hatte. Für einen Theil dieser An­leihen ist die Tilgung bereits erfolgt oder durch Kündigung vorbereitet, für einen Theil bedarf sie Ihrer Zustimmung. Es wird Ihnen deshalb eine Vorlage zu- gehen. Im Vertrauen auf eine stetige Fortentwickelung der inneren Zustände Frankreichs im Sinne der Beruhigung und Befestigung habe ich es für thunlich gehalten, die Räumung der Departements, deren Besetzung nach den Friedens­bedingungen bis zum Mai künftigen Jahres in Aussicht genommen war, schon jetzt eintreten zu lassen. Die Bürgschaften, welche an Stelle de- aufgegebenen Pfandes treten, werden Sie au- dem am 12. d. M. darüber geschlossenen Ab­kommen ersehen, und mit demselben wird Ihnen zu Ihrer Prüfung und verfassungs­mäßigen Genehmigung eine Convention über die Zugeständnisse vorgelegt werden, welche von Deutschland für die der Industrie Elsaß-Lothringen- zu sichernden Er­leichterungen zu machen sein werden. Auf dem Gebiete der auswärtigen Politik hat meine Aufmerksamkeit der Ausbildung und Befestigung des mit Frankreich neu geschlossenen Friedens um so ungetheilter gewidmet fern können, als die Beziehungen Deutschlands zu allen auswärtigen Regierungen friedliche und von gegenseitigem Wohlwollen getragen sind. Meine Bemühungen bleiben dahin gerichtet, das bf- rechtigte Vertrauen zu stärken, daß das neue deutsche Reich ein zuverlä siger Hort des Friedens sein will. In dieser Richtung ist eS eine besonders wichtige, aber mir auch vesonderS willkommene Aufgabe, mit den nächsten Nachbaren Deutschlands, den Herrschern der mächtigen Reiche, welche dasselbe von der Ostsee bis zum Bodensee unmittelbar begrenzen, freundschaftliche Beziehungen von solcher Art zu pflegen, daß ihre Zuverlässigkeit auch in der öffentlichen Meinung aller Länder außer Zweifel stehe. Der Gedanke, daß die Begegnungen, welche ich in diesem Sommer mit den mir persönlich so nahe stehenden Monarchen dieser Nachdarreiche gehabt habe, durch Kräftigung de- allgemeinen Vertrauens auf eine friedliche Zu» kunft Europas, der Verwirklichung einer solchen förderlich fein werden, ist meinem Herzen besonders wohlthuend.

Das deutsche Reich und der österreichisch-ungarische Kaiserstaat sind durch ihre geographische Lage unv ihre geschichtliche Entwickelung so dringend und so mannichfach auf freundnachbarliche Beziehungen angewiesen, daß die Befreiung der letzteren von jeder Trübung durch die Erinnerung an Kämpfe, welche eine uner­wünschte Erbschaft tausendjähriger Vergangenheit waren, dem ganzen deutschen Volke zur aufrichtigen Befriedigung gereichen wird. Daß eine solche Befriedigung der Gesammtentwickelung des deutschen Reiches gegenüber von der großen Mehr­heit der Nation empfunden wird, dafür bürgt mir der herzliche Empfang, der mir

Gesetzentwurf, betreffend die Verwendung des Ueberschuffes. 2) Gesetzentwurf, betreffend die Bildung eines ReichökriegsschatzeS. 3) Gesetzentwurf, betreffend Rück- zahlung der auf Grund des Gesetzes vom 21. Juli 1870 aufgenommenen Anleihe. 4) Gesetzentwurf, betreffend Controle des Reichshaushalts von 1871. Darauf folgte die Verloosung der einzelnen Abheilungen. Durch Namensaufruf ergibt sich die Anwesenheit von 153 Mitgliedern, mithin ist das Haus beschlußfähig. Nächste Sitzung morgen 1 Uhr.

München, 14. Oktober. In der heutigen Sitzung der Abgeordnetenkammer beantwortete der Cultus - Minister Lutz im Auftrage und Namens des Grsammt Staatsministeriums die Interpellation Herz in sehr ausführlicher und eingehender Rede. Er constatirte, daß eine nicht unwesentliche Uebereinst.aimung zwischen dem Standpunkte der Interpellation und demjenigen der Staatsregierung vorhanden sei, wahrt dem Staate das Recht, sein Staatskirchenrecht zu ändern, so bald die Kirche selbst die Grundlagen verrückt, auf welchen das bisherige Verhälln'ß zwischen Staat und Kirche beruhte. Er führte ferner aus, daß der Lehrbegriff der katho- lischen Kirche durch das Dogma geändert wird und die Concilsbeschlüsse staats- gefährlich sind. Der Minister führt eine Reihe ton Zeugnissen der Concilsoäter selber an, nach welchen die Katholiken bisher nicht an Cie Uniehlban'eit des Papstes geglaubt haben. Die Staatsgefährlichkeit betreffend, erinnert der Minister an das Schreiben des Erzbischofs von München, worin derselbe ganz offen sagt, cS sei dem Staate nur so lange zu gehorchen, als derselbe vom-tlichen Gesetze nicht abfällt, wobei selbstverständlich die Kirche sich vorbehalte, zu entscheiden, ob und wann der Staat von göttlichen Gesctz-n abgefallen. Der Minister legt ferner aus­führlich dar, daß das Placet, über welches die Bischöfe sich hinwegietzten, in jeder Beziehung in Kraft und zu Recht besteht und bewies endlich durch vielfache Cttate, daß jedes Concordat nach dem Begriffe der Curie lediglich eine jeden Augenblick Widerrufbare Bewilligung Roms fei. Nach diesem Expo',6 von mehr als zwei­stündiger Dauer gelangte der Minister zur eigentlichen Beantwortung der Inter- pellatiousfragkn. Die Antwort lautet:

nicht auszusetzen gebraucht. Tragikomisch in dieser Beziehung ist es jedoch jeden­falls, daß die Franzosen jetzt alle Deutsch lernen, aber keine deutsche Profesioren mehr haben wollen. DasOrdre" bringt eine Reihe von Artikeln, welche nach dem Staatsstreiche in dem Journal desDebatS" erschienen, und worin derselbe gebilligt wird. Für dieDebatS" ist dies jedenfalls unangenehm, da sie heute den Staatsstreich laut verdammen und dem Ex-Kaiser feinen Eidbruch vorwerfen.

Paris, 14. October. DasJournal osficiel" veröffentlicht das Resultat der Wahlen. Gewählt sind 94 Bonapartisten, 194 Legitimisten, 201 Radikale, 494 Republikaner, 867 Conservativ-Liberale, welche die Republik offen und ehrlich annrhmen. Für die Regierung sind im Ganzen 1361 und in dringenden Fälle» sogar 1605. Dasselbe Blatt wendet sich in scharfen Ausdrücken gegen eine gewisse rührig-. Partei und sagt: Frankreich wisse, wem es sein Unglück zu verdanken habe und wolle nicht durch dieselben Leute nochmals darein gestürzt werden.

Ordnung zu finden, uno der Umstand, daß der Verhaftete ein Deutscher sei, ihm vollständig hinreichend, um ihm seine Papiere abzunehmen und sie einer genauen Durchsicht zu unterwerfen. Zuletzt mußte der Polizeicommiffar den Bayer seine Verhaftung hatte jedoch ziemlich lange gedauert über doch freigeben, uno dieser fuhr nun sofort nach Paris, um sich auf der bayerischen Gesandtschaft zu beklagen. Herr Rutharo, der als Geschäftsträger derselben vorsteht, fuhr heute morgen so­fort zum Minister des Aeußern, dem Grafen Remusat, um Beschwerde zu führen. Graf Remusat empfing Herrn Ruthardt sehr zuvorkommend und berichtete über den Fall sofort an den Minister des Innern, der den Polizeioiener absetzen unv dem Polizei-Commissar einen scharfen Verweis ertheilen ließ. Zugleich bat Graf Remusat Herrn Ruthard, bei ähnlichen Vorkommnissen sich unverzüglich an ihn zu wenden, damit er einschrciten könne. Was die hiesige bayerische Gesandtschaft an­belangt, so zeichnet sich dieselbe vor der, welche vor dem Kriege hier war, vortheil- haft aus. Während e- damals äußerst schwierig war, zu einem der Secretäre, geschweige denn zum Gesandten zu gelangen, wird dort jetzt Jeder, ja, selbst der einfachste Arbeiter, von dem Geschäftsträger aufs Freundlichste empfangen und ihm mit Ruth und That an die Hand gegangen. Die deutsche Diplomatie scheint also endlich eingese-hen zu haben, daß man sie nicht zu ihrem Vergnügen unterhält, sondern damit sie die Interessen Deutschlands und die der Deutschen, die sich im Auslande befinden, auf das Eifrigste vertreten. Einem deutschen Professor, Namen- iFeld, der früher im College Stanislaus angestellt war, und vor einigen Tagen ! nach Paris zurückkam, um feine Stelle wieder einzunehmen, wurde von dem Director die Thür gewiesen. Er hätte die- jedenfalls voraus wissen können und sich dem

Pr. Friedrdor 9 5859

Pistolen . . 9 4042 doppelte 9 4042

Holl. fl. 108t. 9 5254

Ducaten . . 5 3436 20 Frankenst. 9 1819 Engi. Sorer. 11 4648

Buss. Imper. 9 4244 Dollar in Gold 2 241/z25^2

Actien.

Frankf. Bank 133

Frankf. Vereins-Kasse 110

Darmst. Bankaot. 41 73/4

Wien Bankaktien 755

Galizien 253 >/4

k. k. k. k. k.

ad 1. Die Staatsregierung ist gewillt, allen katholischen Staatsangehörigen, geistlichen und weltliche» Standes, welche die Lehre von der Unfehlbarkeit de- Papstes nicht anerkennen, den vollen, in den Gesetzen des Landes begründete« Schutz gegen den Mißbrauch geistlicher Gewalt zu gewähren und sie, soweit ihre Zuständigkeit reicht, in ihren wohlerworbenen Rechten und Stellungen zu schützen.

ad 2. a) Sie ist entschlossen, da- religiöse Erziehung-recht oer Eltern gegenüber dem Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes anzuerkennen; b) wenn von den Anhängern der alten katholischen Lehre Gemeinden gebildet werden, so gedenkt die Staatsregierung, wie sie den Einzelnen fortwährend als Katholiken betrachten zu wollen erklärt hat, auch die Gemeinden als katholische anzuerkennen und folglich denselben, so wie ihren Geistlichen, alle jene Rechte einzuräumen, welche sie gehabt haben würden, wenn die Gemeindebilvung vor dem 18. Juli vor sich gegangen wäre.

ad 3. Fest entschlossen, jeden Eingriff in die Rechte des Staate- mit den verfassungsmäßigen Mitteln abzuwehren, erklärt sie sich zugleich bereit, die Hand zu Gesetzen zu bieten, durch welche die volle Unabhängigkeit sowohl des Staates, als auch der Kirche begründet wird, da auch nach ihrer Ansicht allein auf diesem Wege die Herstellung des religiösen Friedens unv dessen Erhaltung für die Zu­kunft gesichert werden kann.

Eine Discufsion hierüber fand nicht statt.

Paris, 12. Oktober. Einem Bayer, der gestern Versailles besuchte, wäre es beinahe schlimm ergangen. Derselbe nahm nämlich, als er auf dem Bahnhofe anzekommen war, einen Wagen und bat den Kutscher, ihn nach dem Palais zu fahren, wo der Deutsche Kaiser während der Belagerung von Paris resivirt hatte. Dort angekommen, trat er in das Gebäude, um dasselbe zu besichtigen. Kaum hatte er dasselbe verlassen, als ihn ein Polizeidiener mit den Worten anfiel:Sind Sie ein Deutscher?" Auf die bejahende Antwort erklärte er ihn für verhaftet und führte ihn unter dem Zusammenlauf einer großen Menschenmenge zum Polizei- Commissar. Dieser schien das Auftreten des Polizeidieners vollständig in der

gemeinsamen redlichen Streben auch in Zukunft nicht fehlen wird.

Berlin, 16. Oktober. Die feierliche Eröffnung des Reichstages fand um 1 Uhr (5 Min. statt. Der Kaiser war begleitet von dem Kronprinzen, den Prinzen Karl, Friedrich Karl und Adalbert unv wurde mit lebhaften Hochrufen, die der Präsident Simfon ausbrachte, begrüßt. Die Thronrede wurde bei dem Passus über die Aussöhnung mit Oesterreich durch großen Beifall unterbrochen. Nach Verlesung der Thronrede erklärte der Reichskanzler den Reichstag eröffnet. Als der bayerische Minister v. Psretzschner

Sommertemperatur 1871 in Gießen.

Juni, Juli, August 1871 . . . = 12,77°

früheren Jahren.......= 13,75

Mai bis September 1871= 11,66

früheren Jahren.......= 12,47

in dem neuen ReichstagSgedäuve eröffnet.

Vorsitz. Vier Regierungsvorlagen wurden eingebracht, nämlich: 1) Uedersicht der Einnahmen und Ausgaben des norddeutschen Bundes im Jahre 1870 mit einem

Preuss. 41/2% Oblig. 993/8 Frankf. 31/2% Obi. 833/4 Nass. 41/z 00 Obi. 977/8 Kurhess. 4°/0 92 Gr. Hess. 5<V0 Obi. 103 V« n n 4-Vo 96 Vs

» 31/2% » 913/p

Bayer. 50/0 lOOVg

W 4/2% 1jährige 100 Vs n 4% 1jährige 943/4

Würtemb. ^1/2% Obi. 99 Baden 4V2% Obi. o. E. L. 99Vs Oesterr. SHberrente 57 n Papierrente 471/2

PrioritAten.

30/o öster. Stsb.-Prior. 573/a

3°/0 öst. s. Lombard 767/g

3% Livorneser 343/4

50/g Tosoaner 54

50/g Elisabeth.-Prior. 803/4

do. II. Emiss. 801/4_________

Anleheusloose.

Kurh. 40 Thlr. Loose 67$/2

Nassau 25 fl. 403/4

40/g bayr. Präm.-Anl. 113

Ansbacher 7 fl. 12

40/g badische Loose 111 Badische fl. 35 Loose 683/4

Oestr. fl. 250 v. 1854 1858r Prioritätsloose 180 1860r Loose 84

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H. Bau-, Werk- un v Rabel-Mmme mi. !-? Stangen , ueZusMmenkunftistai . innen.

heften vorschriitsm^ia, AntzsM M A.sst'a dir HMnzvMm k umü^tnben Orte w intzren Gemeinden öekan Men, den 16. Octob Bürge Vog,