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Anzeige- und Amtsölatt für den Kreis Hießen.

Nr. 1U

Mittchoch bei 17. Mai

1871.

die

PretS Lkcleljührtg 1 st. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post oezogen vierteljährig i fl. 27 kr.

vannah, Soi rc. mit hn ", bcr Haiikz- e über die W

icren Plätze N«, Auskünfte, G-

tLrjchctnt täglich, mU LuS- nähme Montags.

Expedition: Canzleiberg Ltt. B. Nr. 1.

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Bejiltellungen auf beit ©iefteitee Änreiner Ä?pI^»0«taä^nb 'owoIl1 b" ®rpM«»n, ©<^1^0 ®.i, oi«au<& '" bei allen Post-Expedtttonen unb den Land-Postboten entgegen genommen

Bekannt m a ch u n q.

Betreffend: ordentliche Versammlung des Bezirksraths für 1871.

Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß

v, E., , , Mittwoch den 3l. Mai d. I., Vormittags 10 Uhr,

dießsahrige ordentl.che Sitzung des BczirkSraths in dem Rathhaussaale dahier statifinden wird.

Gießen, den 15. Mai 1871. Großherzogliches Kreisamt Gießen.

_______________ v. Starck.

zm Neicbs-Gest'tzblattes des Deutschen Reiches, ausaeaeben ru Berlin am S Mai 1S71 enthält

©legen,6t?enl2.eÄf187L,a6 1871, b'"ff'nbim ®etnlfle' 1,011 3'700000

______________ v. Starck.

bedeuteno erhöbt.

Aber sie haben leere

it von den

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Böhme aus Königsberg in eintr Petition, in welcher er sich alsWeltreformator

iller Art

ml und zu btn i Zeitungen be-

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Ml'ttlttNg Hlon oder ir die ver-

Die Details, welche uns über ten Inhalt des Friedens sowohl von deut­scher wie französischer Seite zugehen, rechtfertigen das Vertrauen vollkommen, wel- lhes wir auf den Charakter und die staatsmännische Klugheit un|eres Reichskanzlers sltzten, als man auf anderer Seile dem Gang der Verhandlungen mit schlecht verhehltem Mißtrauen sollte. Fürst Bismarck hat bei dem definitiven Friedens, schluß nicht nur nicht auf ein Recht, das uns Deutschen in dem Präliminarsrieden zugefichert war, verz'chtet, sondern die für uns günstigste Auslegung der in letzte- nm enthaltenen einzelnen Bestimmungen durchgesetzt.

War ja schon seit Monaten hin Zweifel mehr; aber daß uns nunmehr auch die Knegskoft-n o^ogano-g «p ----ll._ o__0 <ts_.

_ . Statt das Proletariat zu emancipiren, haben sie cs auf

d,e Schlachtbank geführt, und der Wohlfahrtsausschuß blieb eine Demonstration. Die heutigen Dantons und RobeSpierrcS von Paris bringen es nur zu Demonstra­tionen, aber zu keiner That. Sie haben vielleicht insgeheim ermorden lassen, aber daß sie die Consequenz ihrer Doctnn praktisch zogen, daß sie die Guillotine auf offenem Markte ausstcllen und einen Kopf vom Rumpfe trennen ließen, daß sie die Parodie so weit trieben, dazu fehlte dieser ideenlosen, armseligen Bande von Besessenen der Muth.

D«e Dinge haben indessen in Paris eine Wendung genommen, welche eine baldige Entscheidung erwarten laßt. Die Commune, welche in den letzten Wochen von ihrem ursprünglichen Programme völlig abgewichen war, sich zu einem viel­köpfigen Schreckcnsregimcnte herauSgebiltet und die Freiheiten, in deren Namen sie zur Insurrektion geschritten, mit Füßen getreten hat, ist seit einigen Tagen im Zustande der vollsten Auflösung. Eine fanatische Minorität trotzt der Versamm­lung im Stodthause die tollsten Beschlüsse ab, und neben dem Centralcomite der Internationale" und dem ExecmivauSschuß der Commune, neben dem faktischen D'etator Rossel, war in ten letzten Tagen ein Wohlfahrtsausschuß erstanden, dessen Aufgabe sein sollte, die Köpfe der Verräther fallen zu machen. Diese trost- lofen Gefellen von der Commune haben nun Alles der Form nach erschöpft, was ihnen die Revolution von 1793 an Vorbildern geboten. Sie haben die Eman- cipation der Gemeinde, des Proletariats proclamirt, sie haben ihre Generale unter die Controle der kcnventspielenden Commune gestellt; sie haben einen Wohlfahrts-

iWlidluns, a. M. Aufträgen en!-

t Der definitive Frieden, dessen Ratficotion bis zum 2o/d. l'1'' soll, hat die Dortheile, r * * ~

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lond hohe Befriedigung empfintet. Für die Franzosen wird lS allerdings keine leichte Arbeit sein, arßer den Verpflegungskosten für unsere Armee noch vierhundert Millionen Tbaler bis zum December d. I. aufzubringen; indessen durch Vie letzten Frankfurter Abmachungen ist die zwingende Nothwendigkrit an sie herangetreten, auch in dieser Beziehung die Frietenebedingungen prompt zu erfüllen, wenn anders sie nicht die ganze Existenz Frankreichs in Frage sttllln wollen. Die Franzosen müssen jetzt das Bewußtsein empfangen hab.n, daß Deutschland unter allen Um­standen auf der vollen Leistung der Kiiigekosten Entschädigung besteht, und daß keine Staotskunst und keine Jntn'gue im Stande ist, hieran auch nur das Ge­ringste zu ändern. Cs ist freilich hart für die Franzosen, daß sie jetzt im Schweiße ihres AngisichtS für Deutschland arbeiten müssen, allein nicht nur Deutschland und Europa, sondern auch Frankreich wird an dem daraus erwachsenden Dortheil porticip'ren ; das deutsche Reich wird in den nächsten Jahren einen kaum geahnten Aufjchwung nach Innen und Außen nehmen, und Europa kommt dieses Erstarken

t Die Angelegenheit der Rumänischen 7^ procentigen Eisenbahn-Obliga­tionen beginnt sich zu klären; aus dem Staub, den dieFrage" auswirbelte, tritt nichts mehr und nichts weniger als eine Zinsreduction hervor. Den Obli- gationsbefitz'rn wird gegenwärtig die Convcrtirung des ^/zproccntigen Papiers in ein bprvcent'ges als ein ganz vorzügliches Geschäftchen angepriesen, weil sie da­durch aus dem unsichern RrchtSverhältniß, in welchem sie sich zur Zeit befinden, heraustreten und die unbedingte Haftung der Regierung, die auch die Bahn selbst und deren Weiterbau in die Hand nehmen würde, für Kapital und Zinsen ein- tauschen, vielleicht auch noch einen Anspruch auf etwaige Ueberschusse der Bahn erwerben. Interessant ist bei diesem Vorschläge zweierlei: erstens mit welcher Nonchalance die Vetrübniß der Obligationsbcsitzer betrieben wird, und zweitens, daß die Concefsionäre die rumänische Regierung, trotz der prekären Lage derselben, immer noch für sicherer halten wie sich selber.

Was dem Reichstage nicht alles angesonnen wird! Da stellt ein Landmann

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wesentlich zu gute, denn wir u erden unsere Errungenschaften niemals zur Unter- trüdung, sondern immer nur zum Schutze der Übrigen Nationen verwerthcn. Woö aber Frankreich onlangt, so wirb ihm die Lust vergehen, je wieder sich an uns zu ausschuß wie zur Zeit der ersten Revolution 'eingesetzt. CL.. .....

vergreifen, alle Klassen skiner Bevölkerung werten den Gedanken, einen neuen Krieg Formen erneuert, sie haben nirgends die Energie gesunden, diesen Formen irgend mit uns zu beginnen, m t Cnt.üstung zuiückweisen wenn sie im Lause ter nächsten einen Inhalt zu geben. Statt das Proletariat zu emancipiren, haben sie cs auf Jahre die Gewißheit erhalten, daß unsere Machtstellung seit dem letzten Kriege^"' *** ------------------"-<-<-« ----- -- -

stch noch ganz bedeutend gehoben, taß die Schlagfertigkeit unserer Armee derart gesteigert ist, daß unsere Heere sich eher unter den Pe'auern von Paris fammeln können, um hier die Entscheidungsschlacht zu liefern, als die französischen Truppen ihre Conccntration um die Hauptstadt zu bewerkstelligen im Stande sind. Wir dürfen uns daher mit dem Reichskanzler der Hoffnung hingeben, daß der Frietcn ein ebenso dauerhafter als segensreicher werden wird. .

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Mit dem am 10. d. M. erio gtcn Friedensschluß hat der gewaltige zwischen lieutschland und Frankrcrch geführte Krieg erst völkerrechtlich fein Ende gesunden. ' 'st jetzt Friede hcff.ntllch auf lange, lange Zeit. Die Wunden, welche ter Krieg geschlagen, werden verharrfchen, die Thränen, welche er so manchem Auge i "preßt, werten von der Alles heilenden Zeit getrocknet, aber die aus dem Schlachten- ! donner emporgestiegene Macht und Größe des geeinten deutschen Vaterlandes wird bleiben. Das Friedensmstrument, welches Fürst Bismarck und Jules Favre unter- ....... ...... y.....v.., ... .. |IW

^kichnkten, ist der Markstein zweier geschechtlichcn Epochen, der französischen und bezeichnet, das Ultimatum, entweder 30 Radikalgchtze einzubiingen, oder die Dic- ..'ch. bj unnützem tatur Europas auf feine Schultern zu legen, allenfalls will er sich auch damit . . . u u o o gstkn Mißachtung Begnügen, wenn der Reichstag ihm seine Schrift über Weltreligion für 30,000

oue« öffentl'chen Rechts benutzt; hoffen wir, baß bie deutsche Higenvmie eine Zeit Thlr. abkauft. Ist bei solcher Vorbereitung dieallgemeine Heiterkeit" im N Friedens und der Geiechti^keit begründe. Plenum zu verwundern

Die Versailler Regierung scheint jetzt wirklich alle Energie anzuwenden, um/ Die sog. elsässische Commission des Reichstages hat am Freitag Abcno ihre m den Besitz von Pans zu gelangen. Mit der am 9. Mat stultgehabten Be-lBcrathungen beendet; als wichtigstes Resultat derselben ist der Beschluß zu be-

r tr ^butschen Hegenomic in Europa. Frankrelch hat sein Uebergewl'cht zu

1'1 uf kriegerisch'N Ponp, zu schnören Eioberungszügen und zur ärgsten M

sltzung des Forts Jssy war das letzte Hinderniß, das der Einleitung einer ent-

«WW, kaum uuhr Ung. wähnn, bi- di- N-g.-ruug" truppen die innere Enceinte Cer Stadt sprengen und sich zu Herren von Paris Ä' t'ifKSi,iL!?itL"2ie.611"ßft fortar»

setzt wird.

fels jun.

', mit guten tjudit Don

Ferd. @ail

v-eißgelbkr jmr n 3iü(fgabe dchla? Ji'r. 5, eelftrilni!

gefllli-en wo^r genommen roerÄ arl Gutbub, zuhmrndrmcher