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kehrt. Die Verpflegung ist so geregelt, daß sie mit 800,000 Mann beginnt und, je nach Rückmarsch der Truppen, bis auf 150,000 abnimmt und endlich mit 50,000 abschließt. In den occupirten französischen Departements bleiben Theile des zwölften und siebenten Armeecorps, so wie die württembergische Felddivision zurück.

A Straßburg, 15. März. Die Straßburger Handelskammer benachrichtigt die Industriellen des Elsasses, daß Herr I. Favre der Deputation des Nieder­rheins versprochen hat, die im Namen der elsässischen Industrie ausgesprochenen Wünsche zu unterstützen. Sie läßt daher an diejenigen Herren Industriellen, welche Interesse daran haben, ihre Fabrikate während eines gewissen Zeitraumes zollfrei nach Frankreich einzusühren, die Einladung ergehen, sich für jeden Industriezweig zu vereinigen und sich unter einander zu verständigen und ihr unter der Adresse ihres Präsidenten die Materialien zu üderschicken, die sie zur Wahrung ihrer resp. Interessen für nützlich erachten, wie auch ihr anderseits die Mittel (Ursprungs- certificate) anzudeuten, die ihnen am practischsten und wirksamsten erscheinen, und bei der Einfuhr nach Frankreich die Echtheit der verschiedenen Erzeugnisse elsässi-

Act len.

Frankf. Bank 134

Frankf. Vereins-Kasse 104' 4

Darmst. Bankaot. 3293/4

Wien Bankaktien 689

Galizien 2411 /2

A Bockeuhmu(im Elsaß), 14. März. Das Frühjahr belebt Handel und Wandel. Schon sangen unsere Strohhutfabriken in Panama und Palmina an, mehr Ar­beiter zu engagiren, um den Nachfragen zu genügm. Man findet sich bereits in Deutschland, treibt die deutsche Sprache schon eifriger und ist voll Vertrauen gegen eine gerechte Regierung. An der Eisenbahn wird hier fleißig weiter gebaut und hofft man, daß sie noch in diesem Jahre in Gang kommt.

A London, 14. März. Dem Vernehmen nach hat Graf Bismarck eine Depesche an die englische Regierung gerichtet, in welcher er in Hinsicht auf KriegS- contredande vorschlägt, daß den Neutralen verboten werde, die Kriegführenden mit

rinleiien lassen.

Bucharest, 2 März.Romanul" das Organ der Rothen ist heute mit großem schwarzem Trauerrande erschienen,um auch äußerlich dem tiefen Schmerze Ausdruck zu verleihen, der bas Herz eines jeden Rumänen zusammen- prrßt wegen des barbarischen Einmarsches ter reutonischen Horden in das Centrum der Civilisation, der Cultur und der Generosität." Mit dem Ende des Monats Fchruar ist die ordentliche, dreimonatliche Kammersejsion Rumäniens gleichfalls zu Ende gegangen. Da aber weder bas Budget vourt, noch die Anleihe beratden, noch sonst irgend eine der wichtigen Vorlagen der Regierung erledigt worden ist, so wurde d.e Session bis zum 28. März verlängert.

Telegraphische Depeschen.

4- Saarbrücken, 15. März. Der Kaiser und König traf, begleitet vom Kronprinzen und den Prinzen Friedrich Karl und Adalbert, heute Vormittag 11 Uhr hierseldst in hocherfreulichem Wohlsein ein, wurde am Bahnhose vom Generalgouverneur Herwarth v. Bittenfeld, dem Oberpräsiventen der Rheinprovinz und den städtischen Behörden empfangen und von einer unabsehbaren Volksmenge mit unablässigem Jubelrufe begrüßt, trat dann in die Mitte der in der Bahn­hofshalle versammelten Deputaten der Rheinischen Stände und Landgemeinden, rrwiedertc die Ansprache des Oberbürgermeisters der Stabt Köln in längerer und mit großer Wärme gesprochenen R4.be und nahm die ihm von den rheinischen Gemeinden gewidmete Dankadresse und Den Lorbeerkranz entgegen und setzte nach eingenommenem Dejeuner um 12 Uhr die Reise fort.

A Berlin, 14. März. In Rücksicht der in Frankreich herrschenden Stim­mung und Zuständen ist angcoronet worden, daß mit Ausnahme der Landwehr vorläufig alle disponiblen Truppen auf französischem Boden verbleiben.

4- Berlin, 15. März DerPcovinjialcorrespondenz" zufolge gedenkt der Kaiser am Freitag den 17. d. M., Nachmittags 4 Uhr, in Brrlrn wieder einzu- trejfen. Der Kaiser hat sich in der Residenz jeden feierlichen Empfang Seitens Der Behörden und Commune für jetzt ausdrücklich verbeten, um feiner Zeit erst mit den heimkehrenben Truppen, vorauSstchtllch Anfangs Mai, Den festlichen Ein­zug in die ^Hauptstadt zu halten.

-4- Ferneres, 13. März (über Saarbrücken) Favre ist gestern Abend nach Abschluß der Verhandlungen mit General v. Stosch wieder nach Paris zurückge-

Bayer. 5% «

4/2% 1iährise 96 V4

40/0 1jährige 903/4 Würtemb. 41/2 u, 0 Obi. 94', 2 Baden 4*/26/u Obi. c. E. L. 943/ö Oeaterr. Silberrente 5 > *, 4

Papierrente 471/2

&0/0 M. steuert.

Amerik. Bonds 1881 r 99r*, b

1882r 96 V2

1885r 96

n 1887r 96%

Spanier, neuest. 3% 293/4

4- Wien, 14. März. In Der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses beantwortet Der MinisterpräsiDent die Interpellation Fux' und Genossen, betreffend Verbot Der Feier Der Deutschen Siege folgenDer Maßen:Die Untersagung ü(( Feier ging von mir im Einoerständniß mit dem gesammten Ministerium für Dje jm Reichstage vertretenen Königreiche und Länder aus. Die Untersagung zündet sich auf die allgemeine Verpflichtung der politischen Sicherheitsbehörden, ?vr die Aufrechthaltung Der öffentlichen Ordnung zu sorgen, auf die beoorsteben- den polizeilichen Vorschriften und speciell auf das Gesetz vom 15. Nov. 1867 ÜM bas Versamwlungsrecht. Im vorliegenden Falle mußte die Regierung von tem ihr zustehenden UntersaguugSrecht um so mehr Gebrauch machen, als die öffentliche Meinung in der Presse und in der Bevölkerung sich bereits sehr ent- schieden gegen eine solche Feier ausgesprochen hatte, Gegen-Demonstrationen be- [eite angeordnet waren und schließlich genügende Erfahrungen darüber Vorlagen, wohin derlei nationale Kundgebungen in unserem von so verschiedenen Volks­stämmen bewohnten Staate führen. Die Regierung hat cS bereits als eine ihrer vorzüglichsten Aufgaben erklärt, das österreichische Bewußtsein in der Bevölkerung möglichst zu beleben. Sie wirb mit ollen gesetzlichen Mitteln jedem Versuche

Actlen.

Oest. Creditact. 249l/2 5u/o östr. F. St. E. B. 3791 2I Lombard. Bahn 17O3/4 Ludwigsh.-Bexbach 16972 Maxbahn 112

Bayer. Ostbahn 128

Hess. Ludwigsb.-Aot. 1411 4

Alsenzbahn-Actien 851 4

Oberhessen 69 1/4

Prioritäten.

3u/q öster. Stab.-Prior. 553/ti 30 0 öst. s. Lombard 73 3°/q Livorneser 317/a 5°/0 Toscaner 5O3/4

5% Elisabeth.-Prior. 78-i/8 do. II. Emiss. 75i/2_________

Aiilelienslooee.

Kurh. 40 Thlr. Loose 645/e

Nassau 25 fl. 37t/2

40/0 bayr. Präm.-Anl. 107%

Ansbacher 7 fl. 12Vs 4% badische Loose 1073/4 Badische fl. 35 Loose 60 Oeatr. fl. 250 v. 1854 70V. 1858r Prioritatslooae 157 1860r Loose 77- h 1864r II6V2

Braunschweiger 16 1 4 Stadt Madrid 217/e

Hörseanacürichten. 15. März 1871.

Freust- 4V2° 0 Oblig- 94- < Frankf. 3i,2U q Obi. 815 h

Nass. 41/2° 0 Obi. 94 Kurhess. 40/o 85l/4

Gr. Hess. 59/o Obi. 1017/s

Munition zu verseben.

A Rom, 14. März. Die Stadt hat zum Erstenmale Den DoppelgeburtS- tag des Königs und des Kronprinzen gefeiert. Der Letzt-rc hiett eine Revue über Die Nationalgarben ab. Am Abend fand eine Illumination statt. Dupanloup bat sich dem Dogma der Unfehlbarkeit unterworfen. Die Eröffnung Der mari­timen Ausstellung in Neapel rourDe auf Den 10. April vertagt.

schen Ursprungs bewähren.

mtaeäentreten V die öffentliche Meinung künstlich ln .«igegeng.se,,. Richtung zu A Straßburg, 15. März. Di-Straßburger Zeitung" sagt: Die Be° Ifiten Di- Deutung welche bi- Interpellanten der Depesche de« Grasen Beust fürchiunzen, die man hinsichtlich der Bierbrauerei hier bat, sind mindesten« über- «um 26 Dec 1870 geben ist eine ganz unrichtige. Ich setzte mich in Vieser trieben, Frankreich wird schwerlich so bald im Stande fern, feinen Bedarf an Buchung mit dem Minister De« Aeußern in« Einvernehmen und ich erwiedere gutem Bi-r selbst zu erzeugen, und wenn -« früher schon au« Bayern, der Rhein, biernach daß die Neutralität, welche von der Regierung während de« letzten prooin, und von Wien her sich mit Bier versah, so wird e« auch in Zukunft sich Kriege« biovachtet wurde, nur dann einen inneren Werth behaupten und Die ohne Zweifel wieder an die Straßburger Brauerei wenden, mit der -« so lange »olle Würdig ng rückhaltloser Loyalität beanspruchen kann, wenn ihr eine g wisse in Geschäftsverbindung »and

Stetigkeit über die Kri-g«dauer hinaus verliehen wird. In diesem Sinne gab A Muhlhäusett, 14. Marz Die der neuen Muhlhaufer Zeitung der- d,e Dep-sche vom 26 Deeember dem Gedanken Ausdruck, da« Selbstbestimmung«, öffentlichte, das Hausiren mit Druck,chryten betreffend- Prasecturalverorvnung vom rrwt Deutschlands beiüalid) seiner Neugestaltung anzuerkennen und mit dem 24. Februar bat wie eine Bombe unter die vielen hiesigen Z-itungs-erkauser ein- bratschen Kaiserreiche die b-sten, freundschaftlichsten Beziehungen anzubahnen und geschlagen. Die Menge, die sich de« Zeitungsverkaufs in den Straßen bemächtigt in befestigen Diese Beziehungen können die gewissenhafte Wahrung der in der hatte, war offenbar zu groß, unv es wird gut fein, wenn mehr Ordnung in Diesen staatlichen Individualität beider Theile liegenden Pflichten nicht stören, fl- fordern Handel kommt und nicht jede« offenkundige Lugenblat, auf der Straße verbrette, sogar, was insbesondere die österreichisch-ungarische Monarchie anbelangt, die zar- werden kann. ,

te e sorgfältigste Auffassung des Nationalitaten-PrinripS, welche allein die Emi- A Zadcrn, 14. Marz. Eine Compagnie württembergische Infanterie, die auna an Die Stelle politischen WlDerspruchs zu setzen vermag. Die Regierung früher hier einquartirt war, kam aus Frankreich zuruck, um wteDerum auf kurze lick sich somit bei Der Erlassung Des Verbotes nur von Der Pflicht Der Fürsorge Zett hier unD in Mauermünster einquartirt zu werDen. Die braven Deutschen iür die Ordnung und den Frieden im Innern der diesseitigen ReichShälsre leiten. Truppen batten sich hier ein ehrendes Andenken erworben. Viele Fenster wurden Die Regierung ist der vollsten Ueberzeuzung, daß die Regierung des d-utfchkn geöffnet und die Mannschaft begrüßt, und wo sie früher einquarttrt waren, .Inge- Reiches einen weit höheren Werth der Freundschaft eine« Staates beilegen dürfte, laden, doch ja einen Besuch abzustatten. K .

welch» sich selbst zu achten und die Ordnung im Innern aufrecht zu erhalten lvtiß, al« Den Sympathieen einer Regierung, die sich selbst diesen ersten Aufgaben gegenüber zu schwach erweisen würde."

Prag, 10. März Gegen Diejenigen czechtschen Studenten, welche gestern den Professor Linker beim Beginne des Vortrages insultirtcn und in Der Aohal taug des Vortrages störte«, hat der Univcrsiläterector Die strengste Untersuchung

Weclisei.

1 Amsterdam

k. s. 1001/4

1 Augsburg

k. S. 997/8

Berlin

k. S. 105

Bremen

k. S. 97

Cöln

k S. 1047,

Hamburg

k. S. 88 */4

Leipzig

k. S. 105

London

k. S. 119%

Lyon

k. S.

Paris

k. S. 94i,2

Wien

k. 8. .951/4

ditto

m. S.

ditto

1. S.

Disoonto

318o/o G.

tieldsorteei.

Pr. Cassen-Soh. 1 447.b-451/&

Sachs.

Div. Gassen

-A.

Pr. Friedrdor 9 5859

c Pistolen .

. 9 45 -47

n doppelte 9 48 50

Holl. fl. 10St. 9 5456

Ducaten .

. 5 3537

2 20 Frankenst. 9 2728

Engi. Sover. 11 54 58

Hass. Impe

r. 9 45 48

Dollar in Gold 2 27 28

Versteigerungen.

Holzversteiqerunq.

1'49) Donnerstag den 23. und Freitag den 24. März L I.,

Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in der Freiherrlich von Zwterlein'- schen Försterei Winnerod, in den Districten Äuchwald, Eichwald, Petersgrund u. Burg, nachstehende Holzsortimente, als:

225 Stecken Buchen-Schtfidholz,

43 Prügelholz,

132 Stockholz,

1 EichenScheidholz,

3 Prügelholz,

3 Stockholz,

Allgemeiner Anzeiger.

19 Stecken Nadel-Prugelholz,

H'z Stockholz,

21360 Wellen Buchen , Eichen^ und Nadel- Durchforstungsholz,

100 Stück Eichen , Buchen und Nadel- Stämme von 4 bis 20 Zoll Durch messer und 15 bis 80 Fuß Länge öffentlich meistbietend versteigert werden.

Die Zusam i'cnfunft ist in dem Frciherr- lich von Zwierlein'schen Hof dahier.

Winnerod, am 15. März 1871.

Sänger, Förster.

Feilgebotenes.

950) Brat Bückinge sind wieder ein getroffen. I- A- Busch Söhne.

Restles Kindermehl (farine lactee ) ai$i Ersatz der Muttermilch.

Haupt-Niederlage für Oberheffen zu G i e H e n in der pirsch- apotbeke vou l>r. Hempel.

Preis der Schachtel, ä ein Pfund, fünfundvierzig Kreuzer. (876)

Kl) .tzäckselmasckinen, Dickwnrznrühlen, Oelkucken- bredber der verschiedeusten neuesten Constrnetion, stets vorrätdiq bei Georg Renzel (Maschinenfabrik.)