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Pr-eis vierteljährig 1 fl. ^2 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr.

Gießener Anzeiger.

Erscheint täglich, mit Aus­nahme Montags.

Expedition : Canzleiberq 9it. D. Nr. 1.

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Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Hießen

Freitag den 17. Februar

Nr. 41

Ierfe^t, und seither gestattete vie Vernichtung der Bourbaki'scken Armee ven Preußen IAr flRfUnrt nrtrh »rhrhlirfi ui verstärken, -hast täalick werten Sturm-

16. Februar.

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t'stische Restauration zu begünstigend , ,.nf-

DiePruntruter Zeitung" bringt folgende (natürlich aus sranzostichcn Quellen stammende) Berichte von der Belagerung Belforts. Dte Belagerer scheinen Altes anstrengen zu wollen, um Belfort rasch zur Uebergabe zu zwingen, beschütze schwersten Kaliber-, deren Schüsse in Pruntrut bio in fest geschlossene unausgesetzt in Thät'gkeit. Die Landwehr- -----^juxa>aH ..«r> in den dret-

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längerung des Waffenstillstandes kaum zu zweifeln sein.

Das ..Echo du Parlament" sagt: Die Mittheilungen, welche uns von m- schiedenin Seiten zugchen, begründen die Hoffnung, daß eine friedliche dosung der gegenwärtigen Krisis bevorsteht. In ganz Frankreich protcstirl man gegen die Uebertreibungen ter Rothen. Endlich ist Alles, was wir über die Wahlbe- wegung erfahren, einer friedlichen Gestaltung ter Dinge günstlg. In Borteaur hat der Präfcet mit energischen Worten gegen die Consttluirung eines Wohlfahrts- Ausschusses protestirt. Alles scheint aus gutem Wege. Die fremden Eorrespon- deuten schildein die S'tuation in der nämlichen hoffnungserwcckendcn Weise. Auch dieTimes" ist der Ansicht, daß sich der öffentliche Geist in Frankreich wehr und mehr zu Gunsten des Friedens ausspreche. Rach einer Corresponvenz dieses Blattes aus Dieppe, wäre das Losungswort:Heute der Friede um jeden Preis. Spater die Revanche um jeden Preis."

----------- werden noch fortwährend iowobl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch 'Bcffcttttnßcn (Ulf Des? Gießener Anzeiger bei allen Post-Expeditionen und den Vanb^oftboten entgegen genommen.

KriegSnachricdten.

Der PariserFigaro" enthält folgende Mittbcilung: Seit dem Waffenstill stände sinvet aus der anderen Seite der preußischen Linien ein mehr oder minocr LLLLuTaa kommen eine große Anzahl Personen mit

die Truppen vor Belfort noch erheblich zu verstärken. Fast täglich werten Sturm­angriffe versucht; bei einem derselben gelang es den Preußen, sich der Basses- Pcrches zu bemächtigen, die Artillerie der Festung zwang sie aber, diese Stellung wied.r zu räumen (was bekanntlich nickt der Fall ist). Jnteffen wurde die Loge der Belagerten immer schwieriger. An Lebensmitteln scheint es nicht zu mangeln, wohl aber schwiutct der MunitionSroiratb und die Truppen leiden durch Krank- heilen: namentlich die Blattern und der Typhus lichten ihre Reihen, und ganz besondere Sckwilrigkciten macht iduen die Beerdigung ibrer Tottln. Wie sehr es den Belagerern'darum zu lhun ist, diesen Schlussel des Qberelsaß tn ihre Hand zu bringen, zeigt der Umstand, daß sie jüngst dem E.ommandanten der Festung einen Waffenstillstand von zwei Stunden, den er zur Beerdigung der Ge- fallen en verlangt batte, abschlugen. Die Bevölkirung von Belfort nimmt alle Leiden, welche die Belagerung der Stadt zufügt, Mit bewundernSwcrther Geduld aus sich und unterstützt, obwohl die Zerstörungen, die das Bombardement an- richtet, m ter Stadt sehr beträchtlich sind, die Truppen in der Dertheidigung. Im Fort des Perchcs zeichnete sich eine Frau aus- durch ihr geschicktes Richten der Grschütze. Dem Eommandaruen Dcnfert sollen die Preußen 4 Millionen ge­boten haben, wenn er dre Festung übergebe (L); seine Anewort fti glwcsen:Re­publikaner kerkaulen sich nicht." Ob es sich mit diesem Ausspruch verhalt, wie mit dem Worte Eambronne's bei Waterloo, kann ich nicht v.ci bürgen; in jedem Faste aber hält sich dieser alle Nipublitamr besscr, als alle Marschälle deS Korser- rcicheS, und rerthudigt, obwohl er von der EapUulation von Pcttis, von dem Waffenstillstand u. f. w. durch preußische Mittheilungcn in Kenntniß gesetzt ist, cen 'hm anvntiauten Platz mit einer Ausdauer, welche auch die Achtung des

Nr 1F wr:* x~ *. *T®Wit trgt m 3utrm zur Kt

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Wbrnnenten wl*e Mn 8ltWr bei »er Erx»nw «bb»ku laff.n, rrballtn »enfelben für di- M°»al- F-i'rmr >n,d März 1871 zu 40 fr.

Die französische Nationalversammlung ist in der Tha« noch zur festgesetzten Zeit zusammrngetrcten. Die vorbereitende Sitzung wurde am Abend de« 2 «r öffnet m Benot, d'Az», der al« Alt-ropräsitent den Vorsitz führte, traf sogtn» bic Ansicht der ungefähr drerhunderl Abgeordnete, die sich ^al*en' JJ1'

Km er die sofortige Constituirung beantragte. Obwohl een Mitglied der Re- gieruug, Emanuel Arago, sich gegen diese Eile erklärte, da tu Resultate der Wahlen von etwa dreißig Departements noch nicht bekannt seien, so wurde d e frforiige Eonsti,uirung gleichwohl obne Wid.rspruck angenommen Auf den An- trag de« Präsidenten wurde au» die Ernennung der Secrelare für das Bureau vollzogen. Gestern, am 13., sollte die zweite Sitzung stanfindem Nach diesem Anfang zu schließen, wird man einer baldigen Eröffnung der Hauptfrage, mit welcher sich die Versammlung zu beschäftigen bat, der Frt-cen-krage, entgegensehen f°nntl3nuntr zweifelloser tritt die Energie hervor, mit welcher der Norden Frank- Nich« den Frieden verlang,; im Süden ist es hauptsächlich das flache Land, welches gegen die Fortsetzung des Krieges ist. Nur wenige Tage noch und wir werden Tdatsachen vor uns haben, die uns der Vermulhungen und bloßen Naisonucmenis

Feindes verdient.

Der Nachricht derK. Ztg." über den gleich nach FrtedenSfchlusz zu er­wartenden Rücktritt dcS Kriegsministers v. Roon und seine Ersetzung lurch den General v. Pvtbulskp wurde von derKrzztg." widersprochen. DerB. B.C." erfährt nun, daß dieser Widerspruch nur insofern dcachtenewerth ist, als Herr v. Podbielskv nickt zum Ncichfolg'r des Herrn v. Roon ausersehen ist. Der Rück­tritt des Herrn v. Roon (lebt fest, tca> erfolgt derselbe wcnigcc wegen der eigenen Krankheit, als wegen der Krankheit Anderer, und in zweiter Linie, weil der Stand der Marineverwaltung die Bildung eines selbstständigen Ntarineministcriums, wel- »er Herr v. Roon bisher grundsätzlich wlderstrebic, zur unabweisbaren Noth-

überbeben. , .

Aus Bern, den 12 , kommt eine Nachricht, die auch den allgrmelnkn Wunsch nach einer baldigen Lösung bezeugt. Nämlich 150 Mitgliidkr der National-^ vktsammlung, die in Ostfrankreich gewählt wurden, sind tn Bern und Genf nach Bordeaux durchgcreist. Sie sind größtkntheils der Ansicht, zur Beschleunigung der Verhandlungen sei cS empfehlungSwerth, daß die Nationalversammlung den Beschluß fass., daß rie mehrfach Giwählten zur Ersparung der zeitraubenden Rack- wahlrn sämmtlicke Mandate onnetmen und ebcnso viele Stimmen reprasentlren, als ihnen Mandate übertragen wurden. Danach hätte zum Beispiel der tn acht- zthn Departements gewählte Thiers achtzehn Stimmen in der Nationalver.

und militärischem Genie organisirt hatte, Frankreich die größten Dienste zu er weisen, wurde ihm, sowie dem General Bourbaki, von der Regterungsgewalt, die in Bordeaux herrschte, seine Stellung durch Widerlichkeiten und Beleidigungen vergällt. General d'AurelleS de Paladine hat nicht darauf verzichtet, seinem dande die Mitwirkung seines militärischkn Talentes zu widmen, sondern er hat, als Antwort auf Vie spät gekommene Genugthuung, welche ihm nach absurdem unv gefährlichem Mißtrauen geworden ist, die Erklärung abgegeben, daß er nur von einer regelmäßigen Regierung ein Commando annehmen wolle."

DerInternational" möchte, wie man sieht, daß d-e Dinge mtlitari ch an- gepackt werden; das würbe jedoch noch nicht hinreichen, die sv markirte BorU.ve für den General d'AurelleS de Paladine zu erklären. DerInternational i| bekanntlich ein imperialistisches Blatt; sollte er nun irgend einen Grund Haven, zu glauben, daß dieser General mehr als ein Anderer geneigt sei, eine bonapar-

sommlvng.3ntcrnatjcncl |fl f(ton bei ter Hand, dir National-Vkrsammlung einen militärischen Ordnungs- und Sickerheitswäcktcr an die eeite zu stillen. Die erste Sorge der National Versammlung", sagt er,wird ohne Zwitsel die sein, ihr die vollständige Unabhängigkeit der B'rathungen zu sichern und den EmigungSgedanken zu beweisen, von welchem sie beseelt ist. Das Bureau wir diejenigen Meinungen repräsentiren, welche die hcrvortretendsten Frankreichs sind. Wenn nun die Vertreter der exaltirtcn Partei der Republik sich von der Ruhe, ter Mäßigung, deren diese Versammlung bedarf, entfernen, wenn sie schon anlatz. sich der Bildung des dlfinitiven Bureau's direct oder indircct an die Leidenscha'ten außerhalb des Berathungsfaales oppclliren, rofnn sie vor aller Berathung de, Versammlung einen Ruf, eine Formel, die noch nicht tiecutirt, noch nickt votirt werden, ouszunöthigen versuchen sollten, so wissen wir, daß unverzüglich ter An­trag gestellt werden wird, vorerst über tie W^hl deS Generals abzustimmen, we cter beauftragt werden soll, die Ordnung in der Stadt aufrecht zu halten, und glaubt man allgemein, daß einem der drei Generäle: Ehanzy, Faidberve und d'AurelleS de Paladine, die Ehre oder die Verantworliichkeit Vorbehalten sei, die vollständige Ruhe des Departements und die absolute Ausrechthaltung deS sicher- heit unv der Unabhängigkeit der Nationalversammlung zu wahren. Da es nun wahrscheinlich ist, daß die Generale Ehanzy und Faidherbe es vorziehen, ihre

Division.

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Der Umschwung der öffentlichen Meinung Luxemburg« zu Gunsten Deutsch- landS giebt sich m>hr und mehr kund. Schon ist der französische Consul von un« geschieden und wohl aus Nimmerwiederkehr, ob freiwillig oder von unserer Re­gierung höflichst darum ersucht, wissen wir noch nicht. Die Landsleute desselben sind seitdem viel schweigsamer geworden. Sie schreien weit weniger über die deut­schenBarbarenhorden", die ihr schönes Land,das erste der Welt , so lich verwüsten und veröden, und zwarohne allen Grund". Kurz, das Blat hat sich gewendet, und die Luxemburger beginnen zu begreifen, daß unser Heil nicht ferner bet Frankreich, sondern bei Deutschland liegt. Unser ^^rtotischeS Eomitö" ist seit einiger Zeit Mäuschen. Nur dasWort für Wahrheit und Reckt" spritzt noch seine Galle auf alle, die nicht mit ihm für Robert Macatre schwärmen. DieLuxemburger Zeitung" weiß davonein > siegen.