Harteu-
PreiS tiedel; ä^xig 1 fl 12 fr. mit Bringnlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig
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«cjcheint täglich, mit Lu». nähme Montags.
6;#eblilon : Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Sichen.
Nr. 162. Sonntag den 16. Juli ~ 1871.
BeffeUungen auf Pen Gießener Anzeiger
Amtlicher T heil.
"" w äme= '“fünfte, gib,
Ns Jon.
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innen Thater. innen T Haler, n und billigen SedmgunM. - isichming unter
Imnittelung von
i Gießer, nstcdl.
)en Sinitn M ttrchl, bitjtlbt nm, welche bei oollständig kol- d, unmittelbar xibeföxbtrunß^ it Tepefche dein rbtn ist.
dem ccrreipon» rrecten lieber» nur der lelegtt- rfahrungsmakig Mfbtn, muth- bit cißtntlify I zu Meten, sich । nöchig ist, — chr das Recht Uwabn ist und iB der Auigebn iraphengebietks a Tepejche be- ^lammttate j« mein stehenden (tnimg). deren
7 Stiche ihren «rort ic- wird irmnun^n des “n allen bei der onirt werden- in die Hande Tniaen können, die repW
, bri unreconp
enthält:
foroie die Bewilligungen für
Ikeichs-Gesetzblatteö des Deutschen Reiches, ausaeaeben zu Berlin am 4 Juli 1S71 ontkiilt. lAr. 669.) Gesetz, betreffend die Gewährung von Beihülfen an Angehörige der Reserve und Landwehr 91 nm 99 10-1 71 ' b^^alt.
(9te. 6,0.) Allerhöchster <SrIa6 uom 15. Ium 1871, betreffend die Lfchaftsführung der Len ÄarLb-hö^n 18'L
... ^r- 31 des Reichs-Gesetzblattes des Deutschen Reiches, ausaeaeben ru Berlin am 7 ^uli 1871
die $er,or6un8 bcr Militärpersonen des Reichsheeres und der K-if-rUchen M°ri!/,
32k bed ^^-Gesetzblattes des Deutschen Reiches, ausgegeben zu Berlin am 5. Juli 1871 enthält •
Ur- M.) Verordnung betreffend den Diensteid der unmittelbaren Reichsbeamten. Vom M. -funi 1871 ' enlValt •
über die J'khaberpe?pi-?e'mit"PrLn°' Vom^ttJuli bCm 3uni b' 3' -iassenen Vorschriften zur Ausführung des Reichsgefetzes oom 8. Juni d. I
Licekonsuln des Deutschen Reichs. ü' ' ööanerc' *9U*eo und St. Thomas zu Generalkonsuln und bezw. Konsuln und
®iJfe,n75'L^V6e41u," 8, Exequatur an den Konsul der Republik Chile zu Frankfurt a. SD?.
Sieben, den 14. Juli 1871. Großhcrzogliches Lisamt Gießen.
___v. Starck.
Gefundene G e g e u st a « - e :
Em Portemonnaie mit 10 fl. Geld, einig- Schlüssel, -in kleines Notizbüchlein und -in weißes Taschentuch, g-z. B. F.
IpätaweuÄ ®od,m 6ei zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände aus Verlangen an di- Finder zurückgegeben oder
Zugelaufen: Ein kleiner Hund.
Gießen, den 15. Juli 1871. ,n f
__________________________ Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen.
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P v t » t i s eh e r LH HL
i&re Thecknahme. Diese Entwicklung nimmt, wie sie bemerkt, fort und fort die
Die Regierung, welcher Frankreich durch diese Wahlen aui's Reue em unverkenn- bares Zeichen des Vertrauens und zugleich die Vollmacht zur Wiederherstellung i"r J0?1! 9 erschütterten Zustände gegeben hat, wird jetzt mit größerer Selbstständigkeit, zugleich aber mit größerer Verantwortlichkeit an die schwierige Aufgabe der Wiedergeburt des Landes herantreten müssen. Jetzt, nachdem die vorläufigen Schwiingketttn der neuen Regierung überwunden sind, werden die Häupter der- jelven zu bewähren haben, in wie weit sie der Große und der Tiefe dieser Auf- gabe gewachsen sind. Nachdem sie dafür gesorgt Haden, daß Frankreich sich wieder zu suhlen beginne, werden sie das Selbstgesühl hoffentlich vor Allem in die Bahnen der rechten Selbsterk.nntniß zu lenken und dadurch die Kraft zur sittlichen Er» Neuerung zu starken suchen. Deutschland wird der neuen Entwicklung des großen und an äußeren Gütern so reich ausgestatteten Nachbarlandes mit voller Ruhe und mit unbefangener Theilnahme folgen. Der innere Aufswwung Frankreichs wird uns keine Sorge bereiten, da wir gleichzeitig mit voller Zuversicht einen Itctigcn und immer kräftigeren Aufschwung des neuen Deutschen Reiches erwarten duifen. Um so aufrichtiger aber wird der Wunsch ganz Deutschlands sein, daß Frankreicy m seiner ernsten inneren Wiedergeburt nicht blos den eigenen Frieden, sondern auch em ehrenvolles Verhältniß zu den übrigen Mächten wiedcrfinven welches ihm um des gemeinsamen Friedens und der gemeinsamen Cultur- cntw.cklung willen überall gern gegönnt würde. — Der wohlwollende Schlußsatz entspricht ganz den Gesinnungen der deutschen Nation, der es unendlich fern liegt, für ’v™, in der Schwäche der Nachbarn die angenehmste, möglichst zu erhaltende Bürgschaft zu suchen.
Di- „Provinzialrorrespondenz" bezeugt der inneren Entwicklung Frankreich« füchte^"^wck^kaugenblickliche,, Zuständen einzuflotzen ihre Thecknahme. Diese Entwicklung nimmt, wie ste beme.kt, fort und fort die .^r„Ä m cictoteUung der fetzigen Regeerung wefentlich befestigt:
Beachtung aller pol,tifchen Kreise in hohem Matze in Anspruch, nicht so sehr, weil g künde >5" Nationalversammlung haben den Willen der Nation
«an etwa in naher Zeit eine unmittelbare Einwirkung derselben aus die allqe. u -raufrich,tung Frankreich« zunächst auf dem von der Regierung
«einen kuropäischen Verhältnisse zu erwarten hatte, al« nm de» allgemeinen polt. ÄeSiriÄÄhT« Parteikämpfe zu gefährden.
„Dresdener Journal" veröffentlicht den Wortlaut des Allerhöchsten Schreibens des Deutsch, n Kaisers, wodurch Se. Majestät den Kronprinzen von Sachsen zum Gcneral-Feldmarschall ernannt hat: .
Ew. Königs. Hoheit habe ich bereits wiederholt meinen Dank und meine volle Anerkennung für Ihre hervorragenten Leistungen während des verflossenen Krieges auszusprechen Gelegenheit gehabt. Der heutige Tag des Einzuges ter braven Truppen des 12. königlich sächsischen Armeecorps in die heimathliche Haupt- statt gibt mir auf's Neue Veranlassung, der Verdienste zu gedenken, welche sich Ew. Konlgl. Hoheit an der Spitze dieses Corps und demnächst als Oberbefehls- Haber der Maas-Armee um die Erfolge unserer Kämpfe und um das Vaterland erworoen hab-n. Es ist Ew. Königl. Hoheit gelungen, diese große Hecresabthei- m't sicherer Hand wiederholt zum Siegen zu führen und in den Truppen das Gefühl des unbedingten Vertrauens zu dem Obetfeldherrn zu erwecken. Ew. ^on.gl. Höhnt haben Sich deshalb einen Anspruch auf die höchsten militärischen Wurden erworben, und es gereicht nur zur besonderen Freude, Ihren Vndiensikn um das Deutsche Reich eine ehrende öffentliche Anerkennung zu Thctl werden zu
Un$ ^l'chen Interesses willen, das sich an die Neugestaltung eines großen Reiches und Volkes nach einer Zeit äußerer und innerer Zcrrüttung knüpft, und irtr Deichche folgen mir um so lebendigerer Theilnahme, als wir selbst am An- lange dieses Jahrhunderts vor einer ähnlichen Aufgabe gestanden haben. Freilich daltet zwischen dem Preußen von damals und dem heutigen Frankreich zunächst t-r g-otze Unterschied, daß, während in Preußin die Beziehungen zwischen Fürst .. Volk durch da« Unglück sich nur noch inniger gestaltete, Frankreich dagegen . d-m ersten tzereinbrerden re« Unglück« den Thron umstürzte, welchen kur, zuvor ^ Vertrauensabstimmung von sieben Millwnen dauernd befestigt zu haben schien, leahrend somit tie eine Grundlage unserer früheren Wiedere,Hebung, die enge in« feste Verbindung zwischen Regierung und Volk, in dem gegenwärtigen Frank, tttch nicht vorhanden und nach Cer, ganzen geschichtlichen Entwicklung cc« Lande« wch nicht tn Aussicht zu nehmen ist, während vielmehr die verscheedenen Parteien
T ClC m A'S"rungsgewalt nur im Hmblick auf die unmittel- i-rsten Ausgaben und Bedürfnisse de« Lande« einstweilen vertagt haben, - wird da« «,-l.ng.n einer wahrhaften uno dauernden Wiederaufrichtung Frankreich« um so "l" °°°°n ubhangen, ob die leckenden Geister sich selbst uno die Ration von der j'nzen Große ch,er politischen uno sittlichen Ausgabe durchdrungen zeigen, ob ' mmtlich bet den Machthabern und beim Volke der sittliche Ernst zur Geltung klangt, dessen Mangel vor Allem den jähen Sturz de« Lande«, sowie der früheren kgierung «erbe,geführt hat. Aber auch da scheint e« in Frankreich noch viel zu 1-n. E« fehlt dort n'cht an ernsten Männern, welche da« Volk zur Einkehr in t ma nen; aber anderseits treten auch Anzeichen hervor, welche von vornherein Iw,.sein dessen, daß e« mit der Einkehr und Sinnesänderung der Franzosen 'ntwre Ernst werden könne. Richt bloß die offentttchen Blatter sind na» kur er o t der B sonnenhett mehr und mehr zu dem Tone der Leichtfertigkeit, Eitelkeck m Ueberbebung zuruckgekehrt, welcher die harten Lehren De« letzten Jahre« in Rtr teirfhtten Seseutung vergessen läßt, - selbst von Seiten der Regierung 1« tinzelne Aeutzernngea gefallen, welche geeignet erschienen, die Seibsttäuschungen . 1 französischen Volkes in bedenklicher Weise zu befördern, ja, selbst neue Kriegs- I« anlrn anzursgen. Indeß man darf — so lautet der Schluß dcS Artikels — i ' ver Wunhe.lung dieser blfremdlichen Kundgebungen mit in Betracht ziehen, ■“ ougenblickl che Regierung Frankreichs, indem sie sich bemühte, den Muth liisn^ « k ,"ungen der Nation neu anzufachen und zu beleben, zunächst wohl ihre Vi, LfhVJ h Unm “n?uÖe batte. Der Bestand der republikanischen Regierung LJ.10 r.;f" />dr,tnfn in der Nationalversammlung gegenüber noch zu wenig Mlyert, al- daß sie nicht ihre Stütze vor Allem in ter öffentlichen <5tunmund fiirff i ? muffrn, —- und ste mochte wähnen, das Vertrauen zu ihr"r eigenen ^rqamtnt zu erhöhen, indem ste dem Volke wieder ein thatfächlich freilich noch


