Lnzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kichen
srr. 113
Dienstag den 16. Mai
BeÄeüUNlLeN dtlf den (Bicfäeiter AnreiLSV ^^rtwährmd kowobl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch bei allen Post-Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen.
aftscurator:
P *(«(t6en h,n 9fi Wh .f ,ft7l Briefe, welche in versiegelten, zugenähten oder sonst verschlossenen Palleten bcsör-
tz n, den 26. April^187 l. Ctrl werden, sind den verschlossenen Griefen gleich w achten. Es ist jedoch uc-
bafi 9f m“ " ®r“le fP dl-Nachricht dahi-r eingetroffen, lilttt, versiegelten, jugrnähttn ober sonst verschlossenen Packeten, welche auf anbat
baß der auf seiner nahe bevorsiehenben Reise nach Sm- durch Franlfua Weife, al» durch die Post befördert werden, solche nnvcrfchloffcuc Briefe, Äacturen
’ m" DI,?rl2.8l9m)a,uL,."l|,"l‘ nrLm,n let,C'r" ^dalfache ist, dass Prciecourants, Rrchnungen und ähnliche Schriftstück« btijufugcn, welche den Inhalt ein Th'il de« Ameublements Sr. Majestät heute Abend in dem Postgebäube, wo!be« Packeis betreffen." — 2 der Regierungsvorlage lautet: Die Beförderung
— §• 2 ter Regierungsvorlage lautet: „Die Beförderung
1 verstorbne: renf teste«
onnerstag teil
reu; ist $od 2 bis 6 UM
Preis vfreteljährtg 1 fL 12 fr. mit Brtngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig f fl. 27 fr.
Mögen unsere Pflegerinnen also ihre Belohnung vorzugsweise in dem De- wutztsein, eine große, schöne, ächt weibliche Handlung heroisch zu Ende geführt zu haben und in dem Danke so vieler Leitenden, denen sie ihre Leiten erleichtert haben, sowie dem der Acrzte, denen sie eine treue, werthvolle Stütze waren, finden.
marck hier dem Herrn Thiers und seinen Bauersleuten giebt. Der Fürst-Kanzler hat übrigens Recht; er ist — und dies ist nicht die letzte Schande unserer Zeit — hundert Mal vorgeschrittener als all' diese Leute; er kennt kein wirksameres Mittel, die Sympathieen der Bevölkerungen von Elsaß uuv Lothringen zu gewinnen , als ihnen in reichem Maße alle jene Gemeindefreiheiten zu gewähren, deren bloße Erwähnung Herrn Thiers die Haare zu Berg sträubt unv alle Mumien der Majorität von ihren Sitzen aufspringen läßt. So zwar, daß, wenn Paris in diesem fürchterlichen Kampfe nicht siegt, die Elsässer und Lothringer, welche uns durch die Eroberung entrissen worden sind, in diesem Mißgeschick wenigstens den Trost haben werden, mehr Freiheit zu besitzen, als wenn sie unter der Sichel der Versailler geblieben wären."
)län}cnta f
>cr, Breslau März 1870. irup hat bickn nder gewirkt, rzt gab mcktl heftigen Lm- ag, schon flanj lbnach berSoc (tun,! Dtrbtnikn , räurhakl.
f am J?rcuj/
tie Zimmer der ersten Etage für ein kaiserliches Quartier eingerichtet wurden, ab- geladen worden ist.
t Berlin, 12. Mai. Deutscher Reichstag. Die heutige 33. Plenarsitzung eröffnete Präsident Dr. Simson um 11J/2 Uhr mit kurzen geschäftlichen Mitthei- lungen, dann tritt das Haus sofort in die Tagesordnung ein.
1) Erste und zweite Lesung des Gesetzentwurfes, betreffend die Declaration des §. 1 dcs Gesetzes vom 4. Juli 1868 (Gencffcnschüftsgcsttz). Ohne Debatte öcschliißt das Haus, Vic dritte Lesung des Gesetzes am Schluffe der heutigen Sitzung rorzunehmen.
iSrjchewt täglich, mit Sm«- nähme Montags.
Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.
Brodpreife vom 13. bis 19. Mai 1871,
nach eigener Erklärung der Bäcker:
4 Pfund gemischtes Brod 21 kr. 2 Pfund gemischtes Brod 10y2 fr. 4 Pfund Roggenbrot 18 kr. 2 Pfund Roggenbrod 9 fr.
15. Mai.
Zu den Aeußerungkn des Fürsten Bismarck im Reichstage über die kommunalen Bestrebungen der Eommune bemerkt das Mot d'Ordre: „Unsere Leser werden ohne Zweifel den boshaften Scitenhicb bemerkt haben, welchen Herr v. Bis-
1871,
2) Abstimmung über das Haftpflichtgchtz, die ebenfalls ohne Debatte mit einstimmiger Annahme des Gesetzes endigt. Dazu werden folgende Resolutionen angenommen: Don Lasker: „Der Reichstag wolle beschließen, den Reichskanzler auszufordern, jedenfalls in der nächsten Session unter Mittheilung des bis dahin zu beschaffenden Materials, den Entwurf eines Gesetzes vorzulegen, welche- Nor- mativbestimmungen für die Errichtung von Kranken-, Hilfs- und Sterbekassen für Gesellen, Gehilfen und Fabrikarbeiter anordnet." — Don Dr. Hammacher und v. Bernuth: „Der Reichstag wolle beschließen,- an den Reichskanzler die Auffor- d'rung zu richten, Erhebungen zu veranstalten, welche die GrunUagen für Die Gestaltung gegenseitiger Versicherungen der gewerblichen und landwirthschaftlichen Beamten und Arbeiter gegen die wirthschastlichen Folgen der Kcrperveilctzung in ihrem Berufe, sowie die Bildung vvn allgemeinen AlterversorgungS- und Invaliden- lassen umfassen." — Zwei weitere Resolutionen werden abgelehnt.
3) Zweite Lesung te# Gesetzes über das Postwesen des d-utschen Reiches. . Die Abgeord. Dr. Elben und Dr. Gerstner (Württemberg) wünschen den obliga- torischen Zeitungsvertrieb seitens der Post, wogegen sich Dr. Seelig (Schleswig- Holstein) gegen das Postmonopol erklärt. — Generalpostdirector Stephan entwirft ein Bild von dem Postzeitungsvesen, das an Promptheit und Billigkeit allen Ländern veranstehe. Im vorigen Jahre feien 3112 verschiedene Zeitungen und über 200 Millionen Exemplare von Moskau bis Newport, Lerma und London durch unsere Postanstalt verbreitet worden, und zwar, wie Redner aus einem anstellten Vergleich deducirt, zu einer billigeren Taxe, als in anderen Ländern. Der billige Satz sei in Deutschland eben nur möglich, weil der Postzwang besteht, und bittet er deshalb, das bewährte Institut des ZeitungSdebitS in feiner jetzigen Gestalt bestehen zu lassen.— Duncker: Die Freigebung beü Postdebits birgt nicht die mindeste Gefahr für die Postverwaltung, wohl aber liegt die Gefahr nahe, daß einmal eine weniger milde Praxis der Post platzgreift und das Zeitungswesen arg schädigt. — Dr. Gerstner kann keinen Grund dafür erkennen, daß man den Postzwang für Zeitungen in Württemberg und Bayern wieder einführen will, wo sich die Freigabe des Postdebits trefflich bewährt hat.
(Der Reichskanzler Fürst Bismarck tritt in den Saal; das ganze Haus erhebt sich zu seiner Begrüßung.)
Bundesbevollmächtigter bayerischer Handelsminister v. Schlör: In Bayern besteht freilich nicht das Monopol der Post für Zeitungen, aber sie hat auch keine Pflicht zur Beförderung derselben, trotzdem aber ist noch keiner Zeitung der Poft- debit entzogen worden (Hört, hört! links), vielmehr hat die Regierung mit gleicher Sorgfalt diejenigen Zeitungen befördert, welche es sich zur Aufgabe machten, sie anzugreifen. (Bravo!) Eine Schädigung des Zeitungswesens wird durch den Postzwang nach meiner Meinung nicht herbeigeführt, wohl aber wird das Bestehen des Instituts der Post dadurch gesichert, ganz abgesehen davon, daß es wunschens- wcrth ist, die gesetzlichen Normen über das Postwesen im ganzen Lande gleichmäßig durchzusühren. — Freiherr v. Hoverbeck: Wir können dem Herrn Bundesbevoll- mächtigten nur dankbar fein, denn er bewies, daß die Abwesenheit des Postzwanges in Bayern das ZeitungSgewerbe nicht nur nicht schädigte, sondern es sogar forderte. — Generalpostdirector Stephan: Wenn in dem Gesetze der Postzwang für Zei- tungen nicht ausgenommen wird, hat die Post keine Pflicht, den ZeitungSdcbit aufrecht zu halten. — Duncker: Diese Aeußerung des BundcSeommissarS wird das Haus gewiß veranlassrn, das Postmonopol nicht auSzufprechen. — Bei der Abstimmung wird §. 1 nach der Regierungsvorlage angenommen; er lautet: „Die Beförderung aller versiegelten, zugenähten oder sonst verschlossenen Briefe, aller Zeitungen politischen Inhalts gegen Bezahlung von Orten mit einer Postanstalt nach anderen Orten mit einer Postanstalt des In- und Auslandes auf andere Weise, als durch die Post, ist verboten. Wenn Briese und Zeitungen vom Auslande eingehen und nach inländischen Orten mit einer Postanstalt bestimmt sind, oder durch das Gebiet des deutschen Reichs transitircn soll, so wüsten sie bei der nächsten inländischen Post zur Weiterbeförderung eingeliefcrt werden, llnverfchlosscne
kmil Pists:
griffe
Gießen. Wir entnehmen der Darmstädter Zeitung Nr.-121 folgenden Artikel, welcher von den Aerzten des hiesigen akademischen Hospitals unterzeichnet ist: Nachdem die Verwendung des hiesigen akademischen Hospitals als Militär- Neferve-Lazareth aufgehört hat, finden sich die Aerzte desselben verpflichtet, die dankbare Anerkennung, welche sie den bei demselben bis zu Ende thätigen Pflege- rinnen für deren ungemein große Aufopferung und nützliche Hülfe haben zugehen lassen, auch öffentlich bekannt zu geben.
Das akademische Ho'pital hat während der genannten Zeit außer seinen Civilkranken nahezu an 1200 Militärkranke, vorwiegend Schwerverwundete, auf» genommen. Die Pflegerinnen haben sich der Pflege derselben mit unermüdlichem Eifer, mit der zuverlässigsten Treue und Gewissenhaftigkeit und vollendetem Geschick und Anstelligkeit, angenommen. Wir haben unter der großen Zahl Schwerver- wundeter viele erschütternde Zustände gesehen, welche das Gemüth auch eines geprüften Arztes schmerzlich berühren konnten, und vielfach sind uns Krankheits- zustände vorgekommen, welche für jeden abschreckend oder durch Ansteckung Gefahr bereitend waren. Allen diesen sind unsere Pflegerinnen mit wahrem Heroismus und gleich unerschütterlichem Eifer entgegengetreten. Wir dürfen endlich hinzu- fügen und thun es ausdrücklich, weil wir wissen, daß Handlungen von Frauen, welche aus dem Kreise des allergewöhnlichsten Lebens hervortreten, nur zu gerne eine böswillige Auslegung finden, daß da-Benehmen unserer Pflegerinnen jederzeit durchaus würdig, rein und untadelhaft war.
Dienste wie die, welche unsere Pflegerinnen geleistet haben, können der Natur der Sache nach keinen äquivalenten Lohn finden. ES sind Handlungen, welche der wahren christlichen Menschenliebe und dem Patriotismus entsprungen sind, die in einer Zeit, in welcher eine ganze Nation alle ihre Kräfte mit Enthusiasmus anstrengt, um einen frechen Angriff abzuwehren, auch Frauen antreibt, ter großen Bewegung nicht unthätig zuzufthen, sondern ihre Kräste ihrem Stande und Ge- schlechte entsprechend sür das große Ganze zu verwenden.
Wozu konnte dies besser und der Stellung des Weibes entsprechender ge- schehen, als zur Krankenpflege!
Das Sitcle sieht mit Ingrimm auf das Entgegenkomwen der Deutschen und ihre Zusagen an die Elsässer hin: „Die Elsässer haben alle Tugenden und alle Weisheit; Bismarck nennt sie die Aristokratie von Frankreich!" schreibt Siccle, das trotz alledem der Hoffnung lebt, „daß ter Besitz von Elsaß und Lothringen, das man uneigentlich Deutsch-Lothringen nennt, nicht ewig dauern werde; man könne nicht wissen, was in drei Jahren geschehe". „Das Deutsche Reich", setzt Siccle hinzu, „wird, das können wir Vorhersagen, fallen, wie so viele andere Ka'serthümer, früher oder später, und Elsaß, das uns Franzosen so sehr liebt und uns treu ist, wird zurückkehren." Das Siccle ist überhaupt wieder sehr hoffnungs- voll: die jrtz'ge Noth sei viel geeigneter, der Republik Wurzel zu geben, als ihr zu schaden.
Das Mot d'Ordre hat ein Schreiben von einem Laternenanstecker erhalten, der sich beschwert, daß er Nachts Dienst habe, und die Commune bittet, zu de- cretiren, daß doch er und seine Collegen gleich den Bäckern nur Tagdienst hätten.
le bei * München.
Mister
JS
^"chschief^
Comp, r 'mvfiehit m 1 ^eltersweg.
W L für Männer F I iU4er m4 l
Urende Mitt ' m befreien M
!
S-?!ä|
^siillUNS' ^2001
Ee, SanmWk
'd Mansches »d Seife n
-Laged
bestens.


