1 116) Ein junges
Politischer
T h e i l.
aufgegebkn
nicht allzuferne Zeit uns
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na^ legen, was wlr — ganz abgesehen von TurcoS — von einem bewaffneten Einbruch französischer Truppen ' ?IIK ~ ^arteten Nachbar gegenüber kann nur das
Dein Bestände der neuen eonstitutionellen Aera vorherrschend; u.v 7, ba man keineswegs für berechtigt halten konnte, die Aufrichtigkeit der kaiserlichen Zugeständnisse ein besonders großes Vertra
Aber die neu- Aera brachte den Krieg. Napoleon, unfähig, sich in die ne“en, 8.J9C iu finden, suchte die Aufregung des französischen Volkes nach Außen zu lenken. Es gelang ihm nur allzu gut, die chauvinistischen Leidenschaften der Franzosen zu entflammen. Unter dem wilden Beifallsjubel der Nation begann er den Krieg mit dem friedlichen aber starken Nachbar. Ändert- halb Monate genügten, um die militärische Macht des Kaiser,hums zu brechen. Der Gefangenschaft des Kaisers folgte unmittelbar der Sturz de« Kaiserthums. Paris proclamirte tue Republik und Gambetta wurde, soweit die deutschen Heere e« gestatteten, der unumschränkt gebietende Dictator Frankreichs.
Die unmittelbaren Wirkungen der Niederlagen Frankreichs auf Europa waren gewaltig. Italien fühlte sich von einem Drucke befreit, den man feit fahren schwer empfunden, von dem sich zu befreien man all- Kunstgriffe einer schlauen, leider aber energielosen und nirgend« Vertrauen erweckenden Politik per- 9°b7» n «nwendung gebracht hatte. Der Fall des französischen Kaiserthums patte Jtalten die Wege geebnet, und man säumte nicht, t ' "
M.n0IBne,n|U^en» ®in Wohlfeiler Sieg, der für Italien ohne Zweifel noch die Quelle großer Verlegenheiten werden, aber schwerlich die Macht und das Ansehen des lungen Staates erhöhen wird. Macht ist in der Politik der Lohn einer großen Kraftentfaltung, und besondere Kraftproben hat Italien bis ietu noä) nicht abgelegt, am wenigsten in der römischen Frage.
Äen' m ,DernUeb^riCU.8un8' M tie Fortdauer des Provisoriums in einer Perlote gewaltigster Erzchutterungen und Mach,Verschiebungen dem Lande «77^7.7^ VT77 mU,T«'.. bat feclnC Anstrengungen, einen König zu suchen, t$in\p„PPh ' 68-7 tE" Äo"!8 Sekunden. Möge es dem neuen Herrscher ge-
L*"8"' bte Schwierigkeiten und Gefahren zu überwinden, die seiner harren. Da«
8Qni 6u^*’a i abcr J*11! .tini9” Zuversicht wagt Niemand, eine glückliche Entwicklung der spanischen Verhältnisse vorherzufagen.
8elc3cn gefunden, einen ihm lästigen, seiner maritimen Entwicklung enge L-chranken setzenden Vertrag zu kündigen. Die 2h= aber b wird ^77 Conserenz gezogen werden; im W.s-Ntlichen
aber wird Rußland ohne Zweifel seinen W.Uen ohne Kampf und Krieg ourchjetzen. 0
,Krieg "»d die europäische Lage. Der Beginn de« Jahres 1870 fand Napoleon beschäftigt, das französische Kailerthum mit parlamentarischen Formen zu umgeben: das kaiserliche Frankreich sollte in die Reihe der constttu-
Kriegsnachrichten.
®icjjeil. 12. Jin. Mehrere Briefe von Angehörigen unseres zweiten Re- giments bestätigen da« in dem vorgestrigen Anzeiger erwähnte scheußliche Der. fahren französischer Truppen gegen tue in ihre Hände gefallen.n Verwundeten und geben da ur weitere Beispiele Ein Augenzeuge beschreibt den Befund der Leicht des Hauptmanns Weber. Wir wollen diese Schilderung als zu schaudererreaend ük» f°nrCrn bef4ränf<n uns auf die Bemerkung, daß man franzt
sifchcifelt» dem Grundsatz gefolgt zu sein scheint, die Verstümmelung de« durch Waff-n^ 7 '&aIfe ^rwundeten durch jede der bei ihm Vorgefundenes die 93eoh7*h™abC' Un° Keffer, auszuführen, wie denn auch mehrfach
die Beobachtung gemacht wurde, daß die Franzosen unsere Verwundeten mit deren unten >n> Walde nicht gesunden hatten und den wir anderen Tag« zurückbrackten n seiner Nahe habe ein am Bein Verwundeter um Parton gebeten, die Kerl» halten denselben aber ausgelacht, wären um ihn herumgetanzt hätten ibn ver stummelt und schließlich erschossen/' Eiefe Mittbeilungen, an (?Ooper'« er,£nfl7n von Kannibalen erinnernd und uns doch so nahe angehend,. mögen al« weiterer ^l7Z9«'‘"?k!"rZ,"^nUn8 Ctr 8rande notion, die den Anspruch erhebt,
.. Darmstadt, 10. Jan. Die weiter eingelangten Verlustlisten von Truvven. theilen der Großherzoglichen (25.) Division veröffentlichen wir nachstehend:
2. Infanterie-Regiment.
o m ;c ™8no6tirun8 bei (io«ne am 27. Dec. 1870
2. Comp. Gefr. Wilhelm Perron au« Vilbel,
Ludwig Schultze aus Friedberg,
Musk. Conrad Stamm au« AngerSbach,
„ Heinrich Renker aus D.ri^^.n. fÄmmuu. ... . _
'n 3an" zuverlässigen Nachrichten sind die nach dem 1 b ^ontbarrai« am 24. November v. I. vermißten, in der 4 Schwadron 1 ~ Jint”r‘'8,m£ni8 .^henden Lieutenant Freiherr v. Rievefel, mehrfach verwundet Freib,7v^"' »erkundet und Sergeant Neumann, sowie die Chevauxleg.rs Freihe r v. Jungenfeld, Schneider, Jnnewein und Herge, wahrscheinlich , " lranzosizche Gefangenschaft gerathen. Chevauxleger Ebgenschiev ist im Hospital ,n Bois commun am 24. Nov. v. I aeüorben . V- ,
'77’' O <.2an. Die Erstürmung Danjoutin's seitens der Deutschen, welche Äen Se'S tfrJ'1 ®UrD?' dürfte das Schicksal Belfort« e.,,schied?» haben. W,e man de« Näheren vernimmt, wurde dieser Ort in Folge einer Um. gelang gestern Mittag erstürmt, nachvem schon Vie Nacht vorher ein heftiger Kamvs "7 Belfort sta .gefunden hatte. Mit der Einnahme dieser Position oll der »oll- standigen Beschießung Belfort« kein Hinderniß mehr im Wege stehen. (K I )
Haup'stuamer Conncrre, 11. Jan., Abends 8 Uhr. Nach gestriger Ueber. schre.tung de« L'Huisne-Bache«, nördlich von Le Mans, heute heftwe aber Ü 7 B ?ull?° bd Vt’"lbr7 U"° Ehspelle. Fast 10,000 Gefangene, geringe
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England, von Neuem von Amerika wegen der Alabamafraze in die Enge »e. rieben, hat einigermaßen das Vertrauen auf seine insulare Unangreifbarkeit ver- loren. Ca roirp von unbehaglichem Mißtrauen beherrscht, welches nicht frei isi von dem Gefühl der Beschämung über die untergeordnete Rolle, die es gegen- ®a7 8 QU t Unu6 eort ®e®'ITen8bi|fen über Fehler, durch die c/sich
,n die demu.h genve Lage gebracht hat, in der es sich gegenwärtig befindet.
Die weitaus wichtigste Frage des noch nicht zum Abschluß gekommenen Kriege« ist aber die Einigung Deutschlands unter Preußens Führung, die nahe Wieder- Herstellung des deutschen Reiche« auf Grundlage der preußischen Suprematie
V°c den Thoren ver ftinvlichen Hauptstadt, sind Vie Verträge abaekcbloll7 w7d ' $Mn.of,n h,n gen Freunden, Bewunderern oder Bemftleidern der
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bas alte Nei-b seiner Erneuerung entgegen; nicht ;u gewärtigen hätten.
das alte Reich mit seinen weltumfassenden Ansprüchen, die iu der tnner/n 2*r bedinate k.» "ä .......vwuw^.ul rann nur das un*
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H-ute freilich noch dauert ver erbitterte Kampf des neuen Deutschlands mi, bem alten Feinde fort. Aber wir sehen mit °°llem Vertraue, bem N? .>7, v ? s-lben entgegen, und mit der sicheren Hoffnung, daß nur noch ein?
2.7 uns von dem ersehnten Frieden trennt, von einem Frieden der im steht zu den schmerzlichen Opfern, die wir gebrach, haben um ihn m r-
f X ^efle wenigsten« einen Le.l Vn was F?a eiL R 7b'
Wickelung kurz charak.erisirt, namentlich in Verbindung mit neuen ErledigunaS. projeeten, die gerüchtweise von Washington hierher gemeldet werden, zur Erörte- ? ®effntlid’c" laufen diese Vorschläge auf Folgendes hinaus-
tionellen Staaten eintreten. Paris zog ivieoeT einmal ‘in vollstem^Ma'ß' dftAuft Ö^wen^iner' sörmo7"9 K°"r/!"^^'8'"'8"' für °>ittelbare Verluste und da« mrrksamkeft der Welt auf sich. Denn nicht blo« Frankreich« Geschick sondern werdenDaaeaen »N h ®7KulD'8un8 ,ür England« Verfahren
8riet>en der Welt schien ja von dem Gelingen oder Scheitern des kaiser- Nachlässigst ^7er dieffei, aen''Bebö°/ ^"^^ f“r .®d,q0,n' tcn die durch MenJSTpenment« abzuhangen. Allerdings war das Gefühl des Zweifel« an sandel ae.ban auskom? n r n tnUo"nene Alabama dem amerikanischen dem Bestände der neuen eonstitutionellen Aera vorherrschend; und dkser Zweifel muü.e um7t?'si, 7 1 foClea d'e Ausgaben, welche die Union machen
war um so erklärlicher, da man sich keineswegs fü° berechtig halten f° nU u Ä ” 7 ä vernichten, der englischen Regierung auf die Rechnung
sääää sjwä LD-LW T”-** * *** " Ä.ÄS lÄ'ÄÄ'Ä SS* enthusiasten gebracht St ' M lci°tnf4af,lid,cn SrieDen«. Zahlung der Entschädigung-Felder
u ~ vt<i r Fnnnsii 4* k l.l ... «...
3Ä de^ A^la^S de°r^^7am7sich “ ,7“ , babefn' aufgefordert werten, mit der Union«;
welch- aus ewige Zeiten die Ver. en lL>atzungen anerkennt, von deren Verletzung die an.- ;• , u kin schweigenves Zugeständniß in sich schließt.
,,W. können nicht behaupten - sagt die „Times" bezüglich dieser^Punkte - daß in den genannten Vorschlägen irgend etwa« liegt, was so unvernllnftia wäre daß es keine diplomatische Erörterung zuließe. In der That, alle könnten passenver' weise von einem richtig ziisammengesetz.en Schiedsgerichte erwogen werden Lord U,nb E>-neral Schenck werden zu entscheiden haben, wie viel jede von beiden Pa>te,en nachzeben muß. General Schenck ist wahrscheinlich einer der ?r"± rE77 We'7 »u l-tziger Zeit nach E/g,7nd scLen könnt7 W.r wollen hoffen, daß es zu einer Erledigung kommt, welche, ohne unsere Ehre 77'777’ 8-n' ~en "-b'wäßigen Ansprüchen der V-r. Staaten Genüge leisten ®'r b,SJ hin;? me'le'. 77" fi"6 wir fest Überzeugt, liegt nur Da« Verlangen 77'7 8 Nachgiebigkeit und offene Zugestänvniffe Die Schlichtung eines
©treue« ,u erzielen, der zwei große Nationen, welche durch da« Blut zowobl wie durch Charakter und Sympathien verwandt, einander entfremdet hat Oie stürmischen Borwurfe sind allmälig verstummt. Warum follie die Versöhnuna
, . , länßcr hinauSgeschoben werden *5o frdiit Herr Adams in 9?pmhnrF r
»irr. '4 W,r7.,j «M,
,.n° 'S>«K0“r ’unaii fo t'effeno anfuhrte, verkörpern in diesem Augenblicke Die ^ifu^le aller denkenden Manner in England uno Amerika. Diese unausgesetzten Vermutyungen, diese Annahmen von der Möglichkeit eines Kriege« sind nur halb 0 Wjm- 6,8 der Krieg selbst. Was wir nöth g haben, Da« ist Der feste Frieden uno Die Ueberzeugung, daß der Friede dauern wird, bis eine gerechte und ver- nunztige Ursache für Den Krieg vorliegt." 8


