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E,«Mission zu ratisiciren. Der Vertrag wird den Namen „Vertrag von Washington" führen. — Zum Schiedsrichter in der St. Juan - Angelegenheit ist der deutsche Kaiser gewählt.
Nom, 7. Mai. In mehreren politischen Cirkeln wird ein Protest vorbereitet, der gegen eas Verbot der Polizeibehörde gerichtet ist, welche die den 30. April angesetzken Demonstrationen unterdrückte.
Florenz, 7. Mai. Nach der Versicherung des Ministers des Aeußern, Dinosta, hat derselbe an die accreditirten Gesandten im Auslände eine Circular» depesche gerichtet, in der er sich beklagt über die Beleid.-gung, welche der italienischen Regierung durch die von dem Papste empfangenen Deputationen Englands, Oesterreichs, Bayerns und Belgiens widerfahren sei. Dieser Schrift ist zur Erläute» rung der Text der Adresse an den Papst betgesügt.
Cattaro, 8. Mai. Der Staatspräsident und Vicepräsident erhielten den russischen Stanislausorden.
Belgrad, 7. Mai. „Jedinstvo" meldet, daß der Sultan den russischen An- dreasorden, der Großvezier den Alexandernewsky-Orden erhalten haben.
Constantinopel, 9. Mai. Es gelang der Pforte, den Patriarchen für die Losung der bulgarischen Kirchenfrage zu gewinnen. Der Exarch wurde von dem Patriarchen geweiht und erhält durch denselben den Berat. Der Patriarch bleibt Oberhaupt der Kirche. Der bulgarische Congreß opponirt gegen die Octroirung eines Oberhauptes. — In Serbien ist ein Aufstand ausgrbrochen. Der Kratemtschi- Stamm revoltirt und belagert Diakovitz auf das Energischste.
Telegraphische Depeschen.
4- Paris, 10. Mai, Abends. Das Commune-Mitglied Allix ist verhaftet Worden; es heißt, er sei verrückt geworden. Cluseret sollte heute vor t>cr Commune erscheinen. Das Journal Bermorel's berichtet, die Commune habe gestern durch Abstimmung beschlossen, Rossel zu verhaften, es wurde jedoch dieser Beschluß nicht zur Ausführung gebracht, und Rossel ist noch in seinem Amte.
Die Versailler errichteten gestern Batterien bei Jssy gegen die Wälle von Paris. Der Zustand des Forts von DanvreS ist sehr schlecht und die Räumung desselben bevorstehend. Die Verbindungslinie der Födcrirten zwischen dem Dorfe Jssy und Vanvres soll noch gesichert sein. Die Batterie von Montretout hat heute nicht geschossen, der Mont Valerien nur selten. Das Feuer im Westen war schwach.
+ Versailles, 10. Mai, Abends. Die Kanonade gegen die Positionen der Aufständischen dauert fort. Favre und Pouyer Quertier werden morgen hier zurückerwartet. DaS Fort Vanvres hat sein Feuer eingestellt und ist wahrscheinlich geräumt.
+ Versailles, 11. Mai. Die Kanonade gegen die Positionen der Aufständischen dauert immer fort; sie hat bereits zerschmetternde Wirkung gcthan. DaS Fort Vanvres ist noch von den Aufständischen besetzt. Ein Bataillon unserer Truppen nahm diese Nacht eine Barrikade vor Bourg la Reine, wobei etwa 100 Aufständische getödtet und 43 Gefangene gemacht wurden.
△ Constantinopel, 10. Mai. Die Antwort des Khedive wurde von Moer Pascha hierhergebracht. Die erzielten Resultate sind: Die Auslieferung der Armstrongkanonen, die Beschränkung des ArmeebestandeS auf nicht über 18,000 Mann. Der Conflict über die erhöhten Steuern hat in Folge der mit dem Abgesandten des Sultans stattgefundencn Verhandlungen einen acuten Charakter an- genommen. — Die Uebergabe des russischen Ordens an den Sultan hat unter großem Pompe stattgehabt. — Unter den Christen herrscht große Erbitterung.
△ Constantinopel, io. Mai. Mithav Pascha ist, um dem Aufstand in Irak cm Ende zu machm, mit einer Expedition nach dem Gebiete des Nezar- stammes abgegangen. Die Expedition wird von Nasis Pascha befehligt.
(E i n g e s a n d t) *
i Es soll ganz kürzlich an namhafter Stelle hier, wirVlauben gern,
in unbedachter Welle behauptet worden fein, das alte Judenthum habe das Gebot „Liebe Deinen Nächsten roie Dich selbst", nicht gekannt; erst mit dem Chriftenthum sei es in die Welt gekommen. Dem entgegen erlaubt man sich, aus 3. Buch Moses Cap 19 Vs. 18 hinzuweisen, wo es ausdrücklich steht, und auf Vs. 35 desselben Capitels wo sogar geboten ist: „Du sollst den Fremdling lieben wie Dich selbst; denn Ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Aegyptenland."
Und nicht blos jenes Gebot selbst, sondern sogar seine bekannte Erklärung „was Du willst, daß man Dir thue, thue auch Andern", gehört nicht dem Christen- thume, sondern dem älteren Judenthume an. Schon Rabbi Hillel, der mehr als 100 Jahre vor Christus gelebt hat, erwiederte einem Heiden, der muthwillig zu ihm sagte er wolle das Judenthum annehmen, wenn man es ihn lehren könne, so lange er auf einem Beine stehe: „Das will ich, mein Sohn: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst, oder was Du nicht willst, daß Andere Dir tbun, thue ihnen auch nicht: das ist der ganze Inhalt des Gesetzes; alles Andere ist nur seine Erklärung. Gehe hin und forsche weiter." Dieser, das Schriftgebot erläuternde Satz findet sich auch bereits rm Tohias Cap. 4, Vs. 16, welches Buch ebenfalls älter ist als das Chnstentbum. Daher nochmals suum cuique.
Frischbäckrr ; u G i r ß e n.
, . Sonntag den 14. Mat. Emil Noll in der Löwengasse, Wilhelm Hartmann rn der Neustadt und Jakob Vogt in der Wallthorstraße.
rmriWorw-l I ■ I1L., .. — farWFrFTTf?W-aM^..i—ü tl M tM
Kirchliche Anzeige
der evangelischen Gemeinde zu Gießen.
Gottesdienst.
Am 14. Mai- ! Morgens: Pfarrer vr. Seel.
) Nachmittags: Pfarrer Landmann.
Am Himmelfahrtöfcste, den 18. Mai.
Morgens in der Sladtkirche: Pfarrer Landmann.
Nachmittags in der Friedhofskirche: Parrer Dr. Seel.
Die Pfarrgeschäste für die Woche vom 14. bis 20. Mai besorgt
Pfarrer Dr. Seel.
Allgemeiner Anzeiger.
L. Hahn, Bezirksbauaufseher.
Ruhrkohlen
£-
Buchen-Werkholz,
Stecken
Wellen
Wagner.
.Dünner, Viehsalz in Säcken, ä 100 Pfd lunb 50 Pfd., empfiehlt Emil Pi stör.
2
19
104
20
31
3375
Scheidbolz, Prügelholz, Stockholz, Neisholz,
ist -ur bestimmten
1950) Vucernev, rothen und weisten Kleesamen, GraSsamen, künstliche
3) Pflasterarbeit am Wege hinter dem Friedhöfe, veranschlagt zu 200 fl.,
4) Stein- und Sandfahren daselbst, veranschlagt zu 88 fl.,
5) Grabenarbeiten, Steinklopfen rc. daselbst, veranschlagt zu 195 fl.
Trais a. der Lda., am 11. Mai 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei
Trais a. d. Lda.
ArbeitSversteigerung.
1992) Montag den 15. Mai, Vormittags 10 Uhr,
sollen auf dem Nathhause zu Trais a. d. Lda. nachfolgende Arbeiten öffentlich wenigstneh- mend in Accord gegeben werden, als:
1) Pflasterarbeit am Wege nach dem Friedhöfe, veranschlagt zu 108 fl,
2) Stein- und Sandfahren daselbst, veranschlagt zu 50 fl. 42 fr.,
versteigert werden. Die Zusammenkunft , _ Stunde im Districte selbst.
Groß-Buseck, am 11. Mai 1871.
Grobherzogliche Bürgermeisterei Groß-Buseck.
sollen in dem hiesigen Gemeindewalde, Di- ftrict Hoherberg:
" Stämme Eichen-Baubolz,
©cifarbeit,
auf's Feinste gerieben, roth, gelb, braun, weiß, grün, blau rc>, von 16 bis 36 fr- das Pfund; ferner alle Sorten trockene Farben, Terpentinöl, Leinölfirnis zum Einölkn, sämmtliche Ingredienzien zum Wichsen der Fußböden, Pinsel und Firnisse in allen Sorten, Prima Cöluer Leim, Land-Leim, sowie alle übrigen Material- und Farbwaaren zu möglichst billigen Preisen, empfiehlt
(1986) Ernst Hermes.
Versteigerungen.
Arbeitsversteigerung.
1993) Dienstag den 16. d. Mts., Vormittags 10 Uhr,
«erden auf dem Rathhause zu Beuern nachfolgende Arbeiten öffentlich in Accord gegeben, als:
1) Maurerarbeit am Backhause, veranschlagt zu 5 fl. 42 fr.,
2) Weibbinderarbeit an der Kirche, veranschlagt zu 31 fl. 33 fr.,
3) Weißbinderarbeit an den Schulgebäuden, veranschlagt zu 22 fl.,
4) Schreinerarbeit im ersten Schullokal (Anfertigung von Subsellien), veranschlagt zu 44 fl. 51 fr.,
5) Steinsahren, Steinsetzen, Steinschla- aen rc. zur Unterhaltung der Ortsstraßen und Wege, veranschl. zu 237 fl.
Beuern, den 12. Mai 1871.
Großherzogliche Bürgermeisterei Beuern.
I. A.:
L. Hahn, Bezirksbauaufseher.
Holzversteigerung.
1983) Dienstag den 16. d. Mts., von Morgens 9 Uhr an,
Feilgebotenetz.
1996) Ccmcnt und Stukkatur-GypS empfehlen____________Flick & Kröll.
2002) Ein Sessel steht zu verkaufen. Näheres bei der E^ped. d. Vltts.
für Schmied- und Ofenbrand, sowie auch Braunkohlen, werden sowohl in ganzen und halben Waggonladungen, als auch in kleineren Particen, abgegeben von _____________Georg Unverzagt.
Künstliche Düngemittel
der chemischen Fabrik Griesheim auf Lager bei I. G. D. Bapst. (1978)
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1 Georg Vogt, Seltersweg, empfiehlt seine Baumwoll-, Kittel- und Druckzeuge, sowie fertige Arbeits- und Metzgerkittel und blaue Hemden; ferner für Damen Tuch., Lustre- und Druckzeug-Jäckchen, Alpacca- und Kattun-Stepp- rocke, weiße Shirting-, bordirte und Zupfelzeug-Nocke, Crinolinen und Corsetten. Auch empfehle ich eine große Auswahl von Glace- und Sommer-Handschuhen, Kragen und Manschetten, sowie Shlipse für Herren und Damen u. s. w.
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Flanellhemden, Unterjacken, Unterhosen in Wolle, Baumwolle und Seide; Glace- und Sommer-Handschuhen; Weißwaaren, Hosenträgern, Socken, Halsbinden, Kragen und Manschettenknöpfen; Brochen, Ohrringen, Zahnbürsten und Seife rc.
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Mäusburg Lit. D. Nr. 9, empfiehlt sein Lager in Herrn-Wäsche, als: Hemden in Leinen und Shirting, Kragen und Manschetten, Chemisetten, wollenen Hemden, Jacken und Unterhosen, Sommer-Unterhosen und -Jacken, Glace-, Wildleder- und Sommer-Handschuhen; das Neueste in Shlipsen und Cravatten, Hosenträgern, Socken, Kragen- und Manschetten-Knöpfen, sowie Papier-Kragen, -Manschetten und -Chemisetten zu 18 fr. pr Dutzend, in reicher Auswahl.
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1980), Tafel-, Dessert- und Tranchir - Bestecke , sowie alle Haushaltungs-Gegenstände, soweit sie das Messerschmiedefach betreffen, empfiehlt in großer Auswahl
I. Schellenderg, Seltersweg.
1990) Stückstecken empfiehlt
S. Katz en st ein (Holzhandlung.)
1963) Ein noch gut erhaltenes (Klavier ist wegen Ntangels an Raum billig zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bl.»


