Darmstadt, 8. März. Auch das
2. Infanterie-Regiment wird, wie
ver.
und mit je 1 Bataillon dem 1. und 3.
Aus dem Fel
Zeit war es dort
zu Reibereien zwischen den
41
haben
Darmstadt, 3. März.
Eisen- ab die
Lob
Ihr
2
6
4
2
14
Eicher m ' und Eubi Stec!
vollstes welchen ig-
d e.
der Schauplatz sehr trauriger
Segnungen des Friedens, Das walte Gort!
(gez.) L u d w
Die Zusami vor dem Disti Vetzberg, de
Die Fahne des 2. Bataillons des Infanterie-Regiments Nr. 61 hat Me- notti Garibaldi nach Versailles, wie der „Thorner Zeitung" gemeldet wird, für das Bataillon zurückgeschickt, weil dieselbe aufgefunven und nicht erobert worden ist.
Kerf
812) Monti ssgs 2 M, i Hofrath Jh" 6 Zahre an d werben- Die - selbst-
daS Gerücht, der Papst wolle Rom verlassen, nach im Vatikan eingezogenen Er- kundigungen durchaus nicht begründet ist. Es ist vielmehr beschlossen worden, daß der heilige Vater so lange daselbst verbleiben wird, als keine Aussicht auf drohenoe Gefahr vorhanden ist. Die Frage der Abreise kam zwischen dem Papste und Cardinal Antonelli auf Anstiften der Jesuiten zur Sprache, aber der Papst beschloß zu bleiben wo er ist, hauptsächlich weil er meint, daß wenn er den Vatikan verließe, derselbe wie der quirinale Palast von der italienischen Regierung unverzüglich confiscirt werden würde. Er ist wegen mißlicher Gesundheit auch nicht geneigt ins Ausland zu gehen. Die Römisch.Katholiken würden Ls auch allgemein bedauern, wenn der Papst ins Exil ginge, da manche dann sagen würden, das Papstthum habe durch die europäische Situation eine Niederlage erlitten.
Die Dynastiefrage in Rumänien kann wohl als beseitigt angesehen werden. Im Großen und Ganzen hat sich die Lage der Rumänen nach der Kapitulation von Parts bedeutend geklärt und gebessert. Alle garantirenden Mächte haben den Fürsten Karl ihres Wohlwollens versichert und ihm den Wunsch ausdrücken lassen, daß er auf seinem für die Ruhe Europa's so wichtigen Poften verbleiben möge. Ebenso wie das Ausland hat aber auch das Inland dem Fürsten deutlich ausgesprochen, welchen großen Werth es darauf legt, baß Fürst Karl den Thron und das Land nicht verlasse. Abgesehen von zahlreichen Versicherungen der Treue und Anhänglichkeit, welche der Fürst in letzter Zeit von Privatpersonen erhielt, sind es besonders die Erklärungen der Kammer und des Senates, welche den Fürsten um- gestimmt und mit seiner allerdings höchst schwierigen Aufgabe versöhnt haben dürften.
Darmstadt, 8. März. Seine Königliche Hoheit der Großherzog nachstehenden Tagesbefehl an die Großherzogliche Division erlassen:
811) Montag joll in dem xellmchausn Sortimente ir
1) K ■
27 Mei Durch Länge, l'/r Stecke
26 „
bewahrt — das Vaterland wird nie vergessen, was es ihnen schuldet und ihren Hinterbliebenen Hort und Stütze sein.
Es gereicht Mir zur höchsten Gcnugthuung, Euch Allen Mein zu Theil werden zu lassen.
Möchte es Euch vergönnt sein, die mit erkämpft, noch lange zu genießen!
Die bayrische Armee hat nach einer amtlichen Zusammenstellung in der Zeit vom 4 August 1870 bis 22. Februar 1871 einen Gesammtverlust von 730 Offizieren und 11,497 Unteroffizieren und Soldaten gehabt. Hiervon sind geblieben: 159 Offiziere und 1494 Unteroffiziere und Soldaten; verwundet wurden 571 Offiziere, 10,003 Unteroffiziere und Soldaten, von den ersteren sind bis jetzt 108, von den letzteren 465 an den erhaltenen Wunden gestorben.
Unter militärischer Begleitung kehrten am 4. d. über Harburg die bisher in Frankreich gefangen gehaltene» Matrosen (400 Mann) nach Hamburg zurück. Nach ihren Schilderungen hat man sie in Frankreich nur als Verbrecher angesehen und auch so behandelt. Dagegen hatten sie sich in Versailles eines glänzenden Empfanges zu erfreuen. Der Kronprinz und Graf Bismarck gab ihnen dort den tröstlichen Bescheid, daß ihnen voller Schadenersatz gewährt werden sollte. Als Viaticum ließ der Bundeskanzler ihnen außerdem ein Privatgeschenk von 700 Thlr. auszahlen. Der König ließ ihnen sagen, daß er nur durch Unwohlsein verhindert sei, sie zu inspiziren.
Außer den schon bezeichneten sind noch nachfolgende Truppenthcile für die künftige Besetzung der von Frankreich abgetretenen GebietStheile bestimmt: Das 3. schlesische Dragonerregiment Nr. 15, drei Felo-Artillerie-Regimenter, nämlich 2 Fuß- und eine reitende Batterie von dem rheinischen Regiment Nr. 8 und von dem hessischen Regiment Nr. 11, ferner je zwei Compagnien des rheinischen Festungs- Artillerie-RegimentS Nr. 8, sowie von der Hannoverschen und der hessischen Ar- tillerie-Abtheilung Nr. 10 und 11, zwei Pionier-Bataillone von den Nieder- schlesischen Pionieren Nr. 5 und den Schleswig-Holstein'schen Nr. 9.
Bei der Rückkehr unserer Truppen vom Kriegsschauplätze findet eine Eisen- bahnbeförderung auf dem französischen Gebiete nicht statt; nur die für Elsaß und Lothringen bestimmten Truppenteile, ferner das Kriegsmaterial, die Landwehrinfanterie und Vie Festungsartillerie werden innerhalb Frankreich per bahn befördert; alle anderen Truppen werden erst von der Landesaränre Eisenbahn benutzen.
Spanier, »eue:
frankf. Bsnh Frankl. Vere Darmsl Banl Wien Bank» Galizien 23/
Die Stadt Angers war vor einigen Tagen Vorfälle. Schon seit einiger
Ä Dienj
15. trnjJ
E
Nit
7 Neu Dilch
Durch, m •nit 17 Nerftn
Hol ^6) 'Dlonti , „ von Wen in den f rieten j?opf !22d Wellen
11# Sfcd 2125 '2 " J Ml
Mel Ö“ Baulnstai
Mietend n
toK bett ^'oßherzc
lautet, als solches zu bestehen aufhören
Infanterie-Regiment zugetheilt werden. Das 1. (Leibgarde-)Regiment wird in seinen We-bbezirk nach Darmstadt zurückoerlegt werden.
Berlin, 7. März. Graf Bismarck, der die Friedensverhandlungen in Brüssel nicht persönlich leitet, dort vielmehr durch Herrn v. Balan, dem Gesandten de- veutschen Reiches am Brüsseler Hofe vertreten wird, wird Samstag Abend hier eintreffen.
Franktireurs der Sarthe und denen des bekannten Legitimisten Chatelineau ge. kommen. Am letzten Montag nahmen diese Reibereien nun einen ernsten Charakter an. Zahlreiche Gruppen, darunter viele Militärs, standen auf dem Platze vor der Mairie und verhöhnten die Officiere Chatelineau's welche vorbeikamen. Plötzlich ertönten Hülferufe aus einer anliegenden Straße. Zwei Officiere Chatelineau's zu Pferde chargirten nämlich die Menge und hieben auf sie ein. Zwei Personen wurden schwer verwundet. Der Maire eilte herbei, fiel einem der Pferde in den Zügel und ließ die Officiere von Gendarmen verhaften. Nun fand sich aber ein dritter Officier Chatelineau's mit gezogenem Säbel ein, um seine Kameraden zu befreien. Die Franktireurs de la Sarthe stürzten auf ihn zu und entwaffneten ihn. Der Officier ergriff nun seine Pistole und schoß einen der Franctireurs nieder. Die Menge gerieth in wilde Wuth, und der Officier wäre wohl sofort getödtet worden, wenn ein Gendarm ihn nicht geschützt und nach dem Gefängniß gebracht hätte. Die Aufregung in Angers war natürlich groß. Die Fenster des Hauses, wo die höheren Officiere Chatelineau's wohnten, wurden eingeworfen und die Volkshausen durchzogen die Straße mit dem Rufe „Nieder mit Chatelineau" und sangen die Marseillaise. Die großen Vorsichtsmaßregeln, welche man ergriff, verhinderten jedoch, daß es zu weiteren Ex- ceffen kam.
VflX <4*0^ §. 3'1* hfiSS- 4°/°
i f**688 5« In
■ ” 3‘/2°/' uyer. 5ö/o ■ L"--
v papierr ’ 5°'o M1 wds
Berlin, 7. März. Dir erste Rate der Kriegsentschädigung, 70 Centn» und Silber, traf gestern Abend in Begleitung eines Commando's von 2 Offizieren und 20 Mann mit der Anhalter Bahn hier ein. y Fer allverchrte Komponist der „Wacht am Rhein", Musikdirektor Wilhelm liegt, in voriger Woche vom Schlag getroffen, in Schmalkalden lebensgefährlich darnieder. w
Berlin. Der Magistrat von Berlin ist soeben mit dem Gedanken an die Oeffentlichkeit getreten, den beiden Männern, welche sich in diesem Kriege die mtj. iifn Verdienste erworben haben, dem Grasen Bismarck und dem Grafen Moltke den Dank der deutschen Bürger durch die Votirung de« Ehrenbürgerrechtes aller deutschen Städte abzutragen. Sein Plan, diese Idee zu verwirklichen, geht dahin gemeinsam mit der Stadtverordnetenversammlung an Die preußischen Haupt- Re.' stdenz- und Provinzialhauptstädte, an die Haupt- und Residenzstädte der übrigen deutschen «tauten, an die deutschen StäDte von 20,000 und mehr Einwohnern und endlich an die Städte, welche am l. Januar 1792 im Besitze der Reich,.' unmtttelbarkett waren, die Einladung zu richten, dem Grasen Bismarck und dem Grasen Moltke da« Ehrenbürgerrecht zu ertdeilen; auch soll jeder im Vorstehenden nicht bezeichneten Stadt der Beitritt offen gehalten werben. Der Beschluß wegen Ertheelung de« Ehrenbürgerrecht« wird von jeder einzelnen Stadt in der versus, sungsmäßigen Form gefaßt, urkundlich an den Magistrat zu Berlin eingesand und über die Ernennung „zum Ehrenbürger der Städte des deutschen Reiches" für jeden der beiden Männer nur eine Urkunde im Rumen sämmtlicher bethciliuter Städte ausgefertigt. Diese Urkunden sollen geeignet sein, ein dauernde« Familien- besitzthum zu bilden, mit reichem und bedeutsamem kün tlerischem Schmuck in edlem Metall ausgeferttgt werden, und die Namen der betheiligten Städte in geeigneter Weise auffuhren. Diejenigen Städte, welche beiden Männern bereit« Da« Ehren- burgerrecht verstehen haben, können sich dem gemeinsamen Acte anschließen Di- Stadt Berlin Übernimmt die Herstellung der beiden Urkunden, überläßt’iebo* jeder dethnstgten Stadt da« Rech,, ihren repartirlichen Köstenantheil >u trugen D'- U-bcrrcichung der Urkunde ist durch Vertreter sämmtlicher Städte in Anösichi genommen. Zur Bewältigung der Vorarbeiten, sowie zur Herstellung der Utfun- Dcn «erlangt der Magistrat einen offenen Crebit von 50,000 Thaler.
Trier, 4. März. Unter den mit dem Eisernen Kreuze Decorirten unserer stabt sind auch fünf Brüder, die Herren v. Poremskp. Es sind Vie« 1 ) Kurl »■ Poremskp, Rittmeister im litthauischen Uianen-Regiment Nr. 12 21 Fern v/ Por-mskv, Rtttmeister im 15. Manen-Regiment, (brachte in der Schlucht bei MarS-la-Tour nach Niederreitung zweier feindlichen Bataillone nur 17 Mann feiner Schwadron zurück und erhielt dabei einen Schuß in'« Bein und Bavon. netstich m Den Rucken), derselbe ist jetzt Präfect de« Departement« Eure zu Evreur. 3) Franz v. Porem-ky, Premier-Lieutenant und Compagniesührer im 44. Jnfunterie-Regtment, (demselben wurde bei Noiffeville ein Pferd erschollen em zweite« verwunde,). 4) Fritz v. Poremskp, Premier-Lieutenant im 70 V ,anterie-R«giment und Adjutant der 29. Jifanterie-Brigabe, (verlor bei St Quintin ein Pierb) 5) Peter °. Poremskp, Seconde-Lieutenant und Adjutant des 2. Bataillon« 77. Jnfanterte-Regim-nts. Der Vater dieser Tapferen Maior v. Poremskp, ist Etappen-Commundant in Soissons r
Telegraphische Depeschen.
er- Mainz, 8. März. Die Mainzer Z-itung meldet: „Graf Bismarck pussirt Nachmittag« 4 Uhr 40 Minuten mittel« Extrazuge« von Bingerbrück nach Utl £rt ® a$t" ^ur Begrüßung de« Reichskanzler« hat sich ein Comite Ui VllUv I •
j + Wien, 7. März. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses interpelllrte der Abgeordnete Fachs und Genossen die Regierung wegen des Verbotes der deukfchen Sieges- und Friedensfeier. 9 9
s».+.Ä •syto'jSwÄ
?‘l[" ^al mit seinem Generalstube deute früh Versailles verlussm°unb sich nach Ferrteres begeben. Bi« zum 11. d. Mittags wird die Stadt Ve". failles von den Preußen geräumt fein, die Umgegend bis zum 19 f Die Rin.
^ar'8 oorruckenden französischen und die abziehenden deutschen Truppen zu ordnen, zur Vermeidung eine« Zusammenstoßes. - Da« Der et h,,/* L.rV.« p°ll°n °bgesetzt wird, wirb in allen Gemeinden angeschlagen.' 4 * *
f b + q CriIm 7*- .^bgkn gestörten Eisenbahnbetriebes bei Ferneres und ÄwSÄSÄF* *"Ä* ---»'s- »Ä “£
~ Soldaten!
ffuer ur ^« Friedens drängt es Mich, Euch Meinen Dank für
roie iaee HuHalr Ärie» r fahrend dieses Feldzuges auszusprechen. Ein lang- ' „ar KÄrtt8 Uegt hinter Euch, und mit dem erhebenden Bewußtsein, an demselben genommen zu haben, kehrt Ihr als
T ®ure Ausdauer, Tapferkeit und Hingebung in
Benebln nrnt iik ®ure altbewährte Mannszucht und Euer
koll nl 7 k" ^uldlvsen, durch Die Drangsale de« Kriege« har. be' troffenen Landeseinwohnern habe» die allgemeine Anerkennung Eurer Fubrer und unserer Bundesgenossen gesunden. Mit Stolz und Freude begrüße Ich Euch - crtUst 6hU* ^5 bankbure Heimathlund! Denen aber, welche in treuer Pflicht- ttsttlung teil He.beutod starben, fei ein geheiligte« Andenken in unseren Herzen


