Einzelbild herunterladen

f

< $

mr 17 sWestfalens Nr 22 (Dbcrfcbteilcn), Nr. 25 (Rheinisch), Nr. 30 selben nicht, wie sie dies bei ihrem Einzüge gethan, sondern marschirten gerade n i 31 sTbürinaisch), Nr. 47 (Niederschlcsien), Nr. 60 (Brau- unter dem Bogen durch, nachdem die Hindernisse aus dem Wege geräumt, und (Rheinisch), )Vc. Ji (^uringt^j, 1 V die Löcher im Boden ausgefüllt worden waren. Wieste, die Triumphirenden,

Mit der Entlassung der Landwehren wird bereits in dieser Woche begon- vor dem Denkmal von Frankreichs Triumphen anlangten, zogen die berittenen nen und zwar kommen zunächst die ältesten Jahrgänge zur Entlassung. Die Offiziere an der Spitze der einzelnen Bataillone auf einen Augenblick die Zugel ncn' u a . 8 r . c-t. tMnrfpn e inen ptnitflpti Blick auf die oben einaemeike ten Sleaesrealüer. einen

der Garnisonbataillone erfolgt, sobald dieselben nur irgend dispo-

ien

'thc

mi ?ib

Fe nahmen schen Ar dem quartier

s

4) Zr ?at 9? bei

Auflösung nibel sind.

In

Md

Regierung der Republik dankt ihnen, sie wird immer auf sie zählen, um zu machen, daß Paris eine der ersten Städte der Welt bleibt.

Einen Heldentod, der wohl einzig in diesem für die deutschen Waffen so glorreichen Feldzuge wie in der Geschichte überhaupt stehen dürste, starb der Pre- mierlieutenant im Magdeburgischen Dragonerregiment Nr. 6, Gustav v. Trotha. Er war nach der Schlacht von le Mans mit seiner Escadron zur Verfolgung des Feindes detachirt, griff denselben den 17. Jan. in dem stark besetzten Dorfe Force an, und fiel mitten in der feindlichen Infanterie von 40 Kugeln durchbobrt. Der Kaiser hat das Andenken des tapfern Kriegers, der eines so schönen Heldentodes gestorben, dadurch geehrt, daß er dem Gefallenen noch nachträglich das eiserne Kreuz und den HauptmannScharacter verliehen.

Berlin, 6. März, lieber den am 3. März erfolgten Ausmarsch der deut- schen Truppen aus Paris liegen bereits die ausführlichsten Berichte in englischen Blättern vor, denen wir Folgendes entnehmen: Die Besetzung und Räumung von

Paris ist ohne Massacre und sogar ohne Blutvergießen vorübergegangen. Der Pöbel hatte sich hinter den Barrieren aufgestellt und gezischt, ein paar Steine wurden geworfen, als der Feind den Rücken gekehrt hatte, der eigenen Regierung wurde mit Revolution gedroht, und selbst jetzt ist es noch eine Frage, wie die Geschütze wieder zu erobern sind, welche die Bewohner von Belleville sich ungeeignet haben; aber die von deutschen Offizieren oft wiederholten Worte haben sich be- WahrheitenKeine Furcht! Sie werden sehen, daß diese Leute trotz all ihrer Prahlerei nicht das Mindeste ausführen werden." Die Nacht vom Donnerstag auf den Freitag war in aller Stille verlaufen, zum Theil vielleicht deshalb, weil von dem Abzug der Deutschen im Allgemeinen wenig bekannt war, und so kam es denn auch, daß bei Beginn der Räumung Vie Zahl der Zuschauer noch unbe» deutender war, als beim Einzüge. Erst nach und nach, wie die Kunde sich ver­breitete und das klingende Spiel der Mustkcorps sie weit hinauStrug, sammelten

dichtere Haufen von Neugierigen sich an, um den Durchzug des Feindes unter dem Arc de Triomphe anzusehen. Schon gegen 6^ Uhr hatten die Besatzungstruppen sich zum Appell versammelt und zogen in vollständiger Marschordnung längs der Nordseite der Avenue veS ChampS Elysees ber. Cavallene und Artillerie gingen vorauf und die Trottoir zu beiden Seiten waren von preußischer und bayerischer Infanterie mit Front nach der Straße zu besetzt. Um 8y4 Uhr setzte dann die Spitze der Colonne aus bayerischer Infanterie bestehend sich mit fliegenden Fahnen und klingendem Spiel in Bewegung und eine Viertelstunde später waren die ersten Mannschaften unter dem Triumphbogen durchpassirt. Sie umgingen den-

an, warfen einen einzigen Blick auf die oben eingemeißelten Siegesregister, einen Blick zurück auf ihre Leute und dann, indem sie ihre Helme hoch über dem Kopfe chwenkten, gaben sie das Zeichen für ein begeistertes Hurrah; in einer Secunde war jeder Helm in der Luft; die Pferde an diesen plötzlichen Lärm nicht ge- wöhnt bäumten sich; die Reiter, von der allgemeinen Aufregung fortgerissen, mit geröthetem Antlitz und blitzenden Augen, schwenkten noch immer ihre Helme, während die Leute ihre Kehlen mit nie enden wollendem Triumphgeschret anstreng- ten. Die Begeisterung war ansteckend, und kein Wunder daher, wenn die Zu­schauer wehr Scheu als Groll an den Tag legten. Keine Spottrufe entrangen

Im N»ent als W in Winz

Sei kein bcllin derselbe i: 18. d. hie zum W Beit in A ' Verl tion an de seine Lerm KndeStrau treten zu 1 aber trotzd unterbleibe) wieder zu ( der SBolfee freuen, wc hW zu D Voll Todten w Einheit zu

Die Sonntag i vorgeßern taget und läiM A zur to mäßigte

M mann" if Wtittoitn

Aus dem Felde.

Epernay. DemFr. I." meldet man vom l.März: Unsere ziemlich fried- lich gewordene Lage ist durch ein kriegerisches Ereigniß unterbrochen worden. Heute sollte ein Detachement vom 8. Landwehrregiment, aus 42 Mann und 2 Officieren bestehend, die schon vor Abschluß des Waffenstillstandes beigetriebene (Kontribution der Stadt Montmirail von circa 200,000 Fr. über Epernay nach Rheims transportiren. Im Walde zwischen Montmirail und Epernay stürzte das Pferd eines nicht mit Geld beladenen Wagens. Der Zug gerieth ins Stocken und die Colonne trennte sich. Die Offiziere zogen mit je einem geldbeladenen Wagen weiter und nahmen nur 6 Mann zur Bedeckung mit sich, während die übrige Mannschaft zurückblieb. Kaum eine Viertelstunde vom Halteplatz entfernt, wurden sie von einer Franctireurabtheilung überfallen. Der Offizier des ersten Wagens wurde von demselben herabgeschossen; er war gleich todt. Dasselbe Schick­sal theilten zwei seiner Begleiter, während rcr dritte durch einen Schuß in den Hals schwer verwundet wurde. Der Offizier des zweiten Wagens war so glück­lich, sich mit dem Wagen und seinen drei Mann durch schleunige Flucht zu retten.

Sühne für altes und neues Unrecht. Erkennt es dies, dann wird es sich mit seinem Schicksal und seinem Gegner versöhnen. Und dann wird es auch die edlen, kostbaren Güter gewinnen, nach denen es bis jetzt vergebens getrach­tet hat. ______________________

> tnt

Der

Nachdem die Franktireurs den Wagen, der circa 130,000 Fr. enthalten haben soll, ausgeplündert hatten, verschwanden sie im Dunkel des Waldes. Soeben rückte eine Compagnie vom 2. Reserve-Jäger-Bataillon zu ihrer Verfolgung aus.

Nach dem Abzüge der Deutschen aus Paris wurde folgende Bekanntmachung an den Mauern von Paris angeschlagen:

Die deutsche Armee räumte heute Morgen um 11 Uhr die Stadtviertel, in welche sie eingedrungen war. Während ihres Aufenthaltes war die Haltung von Paris über alles Lob erhaben; überall wurden die öffentlichen Orte, die Läden aus freien Stücken geschlossen. Linien- und Nationalgardenabtheilungen bildeten zwischen den deutschen Truppen und ber Bevölkerung provisorische Grenzen, denen sie Achtung verschafften. Die sich selbst überlassenen Occupationstruppen haben begreifen können, daß, wenn das Recht zuweilen durch die Gewalt zu Grunde geht, es nicht so leicht ist, die Geister zu bändigen, und daß die Kriegstortur nicht allein die Welt beherrscht. W.r zollen den Bewohnern der Arrondissements, welche die Anwesenheit der Fremden ertragen haben, ein verdientes Lob; sie haben ihre Mitbürger zurückgekaust, die Stadt vor namenlosem Unglücke bwahrt und Frankreich Belfort gerettet. Die Gemeinderäthe des 8., 16. und 17. Arrondisse­ments haben ihre Pflicht mit ebenso viel Eifer als Selbstverläugnung erfüllt. Paris wird niemals genug Achtung für diese ergebenen Magistratspersonen haben, die es in allen Stunden der Gefahr und des Schmerzes neben sich findet. Die

Nk

Nunbe l 5uw60]

ich ihren Lippen, fein Ausdruck der Befriedigung über den Abzug des Feindes. Das Benehmen des Volkes schien anfänglich ein würdevolles zu sein, aber es war den Deutschen nicht gestattet, diesen Eindruck von den Parisern mit nach Hause zu nehmen. Schon während noch zahlreiche Regimenter unter dem Triumph­bogen durchzupassiren hatten, krachte plötzlich ein Schuß. Ein Schauer fuhr durch das versammelte Volk. Aber es war nichts; die Deutschen marschirten ruhig fort. Als aber die lange Colonne ihrem Ende nahe kam, und die Occupation von Paris schon fast vorüber war, begann der Pöbel übermüthig zu werden. Er drängte vorwärts auf eine Schwadron von den 15. Dragonern zu, denen die Aufgabe gestellt worden war, ganz Paris zurückzuhalten, bis die Avenue von dm übrigen deutschen Truppen frei sei. Der Pöbel schrie, schimpfte und pfiff, aber nach dem Triumphgeschrei Der Deutschen klang alles dies sehr erbärmlich, und die paar Dragoner behaupteten Den Grund mit aller Gemüthlichkcit. Sie sprengtet! auf die Volksmaffen zu, und die muthigen Großmäuler stoben auseinander. In­zwischen war Der größere Theil der Nachhut gleichfalls unter Dem Bogen berge- sprengt; eine bloße Handvoll blieb noch übrig, als die Straßenbuben und der Abschaum des Pöbels neuen Muth schöpfte. Das Pfeifen wurde lauter, hie und Da hob Einer, Der sich in sicherer Distance hinter seinen Genossen befand, einen Stein aus und schleuderte ihn, ohne jedoch zu treffen, aber Die Dragoner ließen sich dadurch nicht aus dem Humor bringen, sie patrouillirten im Halbkreise herum, und hielten das Volk zurück. Bald darauf kam ein Wagen mit einigen Offizieren in Jnterimsunisorm aus einer Seitenstraße heran. Die Offiziere sahen so ver- theidigungSlos aus, daß der Pöbel nicht zögerte, sie mit Steinen und Schmutz zu bewerfen; aber ruyig fuhren sie weiter, zwei oder drei Dragoner jagten um den Wagen herum, und als der Wagen durch Den Triumphbogen fuhr, warfen Die Offiziere Der eroberten Stadt Kußhände zu. Einige Minuten, nachdem die letzten feindlichen Truppen aus Sehweite verschwunden waren, kam französische GenS-

^esonde 788)

Men@erii ^ogen w , V Die H scheid', y,Qnuar l. fe ^7

veni Berichte des früheren franzöflscktcn Mttttärbevollrnächttgten am preußischen Hofe, Obersten Stoffel, an die französische Regierung über die Schlag, fertigkcit der norddeutschen Armee befindet sich u. a. ein Passus, in welchem er seine Persönlichen Bemerkungen über die politisch- Lage kurz vor Ausbruch des Krieges niederlegt. Veranlaßt durch die direkte Krage des Kaisers Napoleon an ibn welche Ansicht er über die Chancen eines Krieges mit Preußen habe, stellt Oberst Stoffel folgende vier Punkte auf: 1) Der Krieg ist unvermeidlich und von einem unbedeutenden Umstand abhängig; 2) Preußen hat nicht die Absicht, Krankreich anzugreifen, cs wünscht keineswegs den Krieg und wird alles Mög­liche thun, um ihn zu vermeiden; 3) ober Preußen hat einen hinreichend klaren Blick um zu erkennen, daß der Krieg, den es nicht wünscht, unfehlbar zum Aus- bruch kommen wird, und es bietet alle feine Kräfte auf, um nicht überrascht zu werden, wenn der verhängnißvolle Zwischenfall eintreten wird; 4) Frankreich hat tttgen [einer Sorglosigkeit. Unbedachtsamkeit und vor allem wegen seiner Unkennt- niß der Lage nicht denselben klaren Blick. Wie richtig!

|aa ft' D Pn»js11 ,«i»

3"ie 2romm*'n prussiens empereurs die Deutsct W 8rti,ta auMerhc Mag« all und W vir Paris«

Eine beDeutungSvolle Erläuterung zu Dem Telegramm Des Kaisers Alexan- Der an Den Kaiser Wilhelm nach Versailles bringt Der brüsselerNord." Dieses Den officiellen Kreisen Petersburgs nahestehende Blatt schreibt nämlich:Der Kaiser hat sich in seiner AntwortSDepesche nicht über einen grausamen uno Frank­reich bedrückenden FrieDen, sondern über Den FrieDenSschluß gefreut, Der Dem Blutvergießen, Der Anhäufung von Unheil und Der Zerrissenheit Europas ein Ende machte. Wenn ein Souverän Dazu Das Recht hatte, so ist es sicherlich Der Kaiser Alexander, Der einzige unter allen Regenten Der sechs Großmächte von Europa, welcher während seiner sechszehnjährigen Regierung nie Die Initiative zu einem Krieg ergriff. Er war Der gekrönte Friedensstifter, Dessen persönliche Intervention in Der luxemburger Angelegenheit mittels einer ehrenvollen Trans- action Den DrohenDen Ausbruch eines Conflicts verhinderte und auf Dtefe Weise von Frankreich eine Katastrophe abwendete, die ihm später so verderblich ward, und welche die wiederholten freundlichen Vorstellungen des Petersburger Eabrnets DieseSmal nicht zu beschwören vermochten. Möchten Doch Die Durch Das Unglück ihres Landes geläuterten Gemüther in Frankreich eine nützliche Lehre aus per Vergangenheit ziehen. Nach dem italienischen Kriege und nach Der Annexion von Savoyen und Nizza bereitete sich eine Koalition, Deren Urheber England und Oesterreich waren, gegen Frankreich, Das Der Gegenstand Der Beunruhigung und Der Eifersucht Dieser beiden Mächte geworden. Die Koalition erwartete, um in« Leben zu treten, nur Die Zusage Der Zurückhaltung Rußlands ab. Die Weigerung De« Kaisers verscheuchte dieses furchtbare Gewitter. Napoleon Ul. constatirte in seiner am 5. November 1863 gehaltenen Thronrede den ihm vom Kaiser Alexander geleisteten ungeheuren Dienst mit Den Worten:Ich zögere nicht, zu erklären, Daß während des Kriegs in Italien wie gelegentlich der An­nexion von Nizza und Savoyen Der Kaiser Alexander mir Die aufrichtigste und cordialst. Unterstützung zu Theil wereen ließ." Wie hat nun der Kaiser Na- poleon Diese aufrichtige und cordiale Unterstützung gelohnt < Im Moment Der polnischen Insurrektion regte er einen Diplomatischen Aufruhr gegen Rußland an. Das Umschlagen Desselben in einen allgemeinen Krieg gegen Den Monarchen zu verhindern, Dem Der Kaiser Napoleon Den frieDlichen Genuß Des Erwerbes seiner Siege zu verDanken hatte, hing nicht mehr von Dem Kaiser Der Franzosen ab. Dagegen hat Die Neutralität Des Kaisers von Rußland jetzt hingereicht, um Den entscheidensten Ereignissen ihren freien Lauf zu lassen und zu gestatten, daß Die ausgedehntesten Modificationen Der europäischen Verhältnisse sich consolidiren können. Frankreich kann heute klar sehen, was Dieentente cordiale werth war, Die seit Dem Krimkriege Die Wurzel aller napoleonischen Combinationen ge- wesen und welcher stets Die guten Beziehungen zu Rußland geopfert wurden."

Ein berliner Corresponoent DerKgsb. H. Ztg." hat berechnet, tote theuer Den Franzosen Das zweite Kaiserreich gekommen ist. Der Krimkrieg hat Die Staatsschuld um mehr als 8 Milliarden Franken vermehrt, Der italienische Krieg fügte dazu 1V2 Milliarden, Die Expedition nach China und Mexiko eine weitere Milliarde, so daß die Gesammtkosten Der kriegerischen Unternehmungen Frankreichs vor 1870 sich ohne llebertreibung auf 11 MilliarDen berechnen lassen. Veran­schlagt man nun Die Kosten Des gegenwärtigen Krieges auf 4 bis 5 Milliarden unD rechnet Dazu Die 5 Milliarden Entschäd'gung, welche binnen 3 Jahren an Deutschland gezahlt werden sollen, so findet man, daß Frankreich seine Gloire unter Der Führung Napoleons III. mit runden 20 Milliarden bezahlen muß.

Zur Besetzung von Elsaß-Lothringen sind Dem Vernehmen nach vorläufig bestimmt: Die Ulanenregimenter Nr. 4 und 15, Die Dragonerregimenter Nr. 10 und 14 und Die Jnsanterieregimenttr Nr. 5 (Ostpreußen), Nr. 14 (Pommern),