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Preis Liecteljährlg I fl. 12 kr. nit Jrtngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig l ff. 27 kr.
Erscheint täglich, mti Aus» nähme MontagS.
Expedition: Lanzleiberß Lit. B. Rr. 1.
Anzeige- und Amtsölalt für den Kreis Kießen.
Samstag den 8. Inti ' isyi.
B-OMung-n auf »en Gie«e,,-7
Bro-preife vom 8. bis 14. Juli 1871,
. m nach eigener Erklärung der Bäcker •
g^'schtts Brod 10-/2 1 Pfund Roggenbrot, 18 kr. 2 Pfund Roggenbrot 9 kr.
ab?"
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I. II
sr -ts Vorstand des Oberhess. Bienenzüchter-Vereins.
best-ht aus ÄÄÄ Ä Secrctär. Rödelsperqer, Rechner.
Sammtcassier Taudmann, Stali°nsassist°nt Hofmann, Ä. Volkmar und^Districts -Eimwhme^Koos"^"' ^ammtrath Schaum, V. Struth, Lrtseinnehmer Nagel,
5 Cm emfa*C8 SDiltta8Sma6t' ro,l4cä' sich recht Viel-daran b-IH-ilig-n, nicht über 42 Kreuzer kosten soll, wird gesorgt
Der Präsident des Oberhess. Bienenzüchter. Vereins : ’
___ Deichert.
„ k. Nrogra m m
für d.e 10. Wanderversammlung des Oberhessischen Bienenzüchter.Vereins zu Lauterbach
9f AQ <x r m . am 19» Juli 1871»
io U6r\^Ugröff^“/se%bn'nÄr- ®'Mti0Un« bet Ausstellung und Vornahme praktischer Demonstrationen an Stocken -c.
J ÄÄte*n| bt§
d- SÄSWÄ*11 Gegenstände,
efrUndie ÄS 187%71 Zur Verhandlung kommen di- Frage:
3 Woran^a^es bisbe^" f Erfahrungen die Haupt" Vortheile des Mobilbaü'esvordem"2m"mobllban°"^ Cmtr gUten U-b-rwinterung
3- eS btsher gefehlt, das V-remsleden in unsrer Provinz zu heben, und dadnÄ °i7 LgemeL Interesse für di- rationelle Bienenzucht zu
Statutenmabige Wahl des nächstjährigen Versammlungsorts.
«-■ —Men. Hofmann zu
ben auä0CftEat racrbenbcn @E8tn=
UbeÄAiÄ fÄft Freunde der B.-n-nzucht und Gönner des Vereins
Lollar"dm lIMiS?!." »-itoerbund-n-n Vereinen durch Abgeordnete beschickt m
r. ©cfunibcate <S c a e n ft a n i> e •
und ein Hefner e^eIUn0, Wtcmonna,e m,t 29*/2 tou3ern' cin 0ro6cr Schlüssel, ein in ein Goldrähmchen gefaßtes Glas, anscheinend zu einem Medaillon gehörend später zu Gunsten ber^me^^ 2ßodjen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben oder
Zu geflogen : Ein Canarienvogel.
Gießen, den 7. Juli 1871.
- Groyherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen.
___ N o v e r.
n ■? «^"nkretch beginnt sich wieder zu fühlen!» Kein verständig Urthe.lender kann den Franzosen dieses wieder erstarkende Selbstgefühl verargen, ebenso wenig werd er sich aber der Erkenn,niß verschließen können, daß ein wahrer Freudenrausch sich mfeit» der Maas breit macht, der zwar zur Reit noch ganz
w ff UbCrr “K" Kt,nfcqui"iin man st-b l-doch einigerBesorgniß Rn/eben 'n ° F"Nj°sen thun gerade, als seien sie mit dem Ereigniß des 27. Juni, ihr. Ä?*?9 rVÄ"'8*'1’ ynIti6t' aü» finanziellen Bedrängnisse wie mi ttNkm Zauberschlage uberhoben.
Am bedenklichsten aber ist, daß jener Freudenrausch unverkennbar begleitet Ist »on einem Ruckfall in die alte Krankheit, in die Prätenston einer Art Supre- »atie über ganz Europa. Oesterreich, als die Katastrophe »on 1866 es nieder- fletvorfen hatte, verzichtete »oll und ganz auf die Hegemoniebestrebungen in Deutsch- land und »erlegte sich allein auf die Heilung seiner inneren Gebrechen; wer aber n fl,"n8ran?1£l*„etln 'lnem Entschluß gehört? Innere Schäden sind n Hülle und Fülle »orhanden allest, steht denn etwa die Frage ihrer Beseitigung lm Vordergründe der öffentlichen Diseusflon? Bewahre! Die Hauptsache - fa ein?aV?/^b|t «»«gesprochen — ist die Armee; darum hat er e« denn auch X?' w ' "Europa zu zeigen", denn dem Auslande Respeet oder Neid einzuslo^en, das ist es, woran man in Frankreich immer zuerst denkt.
einen h 16 «»4 höchst charaeteristisch, daß die Franzosen gegenwärtig
«redila im-'" ^rfl« ',orauqf,6en übcr bie glänzenden Erfolge des französischen kä lia lNbl^,"! d - Franzosen nicht stockblind vor Haß, so mußten sie die augenfällige Absurdität dieser Annahme einsehen; allein diese Blindheit ist nun einmal
Ä» Gefährlichkeit wird durch Aufregungen, wie jene der letzten
Alochen, bedenklich gesteigert. Hoffen wir, daß das französische Tolk in der bevor- flehenden Ernuchterungsperiode von den verderblichen Pfaden bei Zeiten ablenkt, jn diesen Lagen ist e» ein Jahr, daß Herr v. Gramont seine »erhängnißvollen Bravaden gegen Deutschland schleuderte; die Erinnerung daran könnte unseren Nachbarn jederzeit eine heilsame Lehre fein.
... t ®raf Beust, der im Herbst 1867 in Salzburg Napoleon III. feine Unter- llußung im Falle eines deutsch-französifchen Krieges zusicherte und bei Ausbruch be« letzten Krieges auch in der That Miene machte, cin Obscrvationscorps an der oohmtfchen Grenze aufzustellen, hat sich wieder einmal gedrängt gefühlt, die Herz- Uchsien Freundschaftsbetheuerungen gegen das deutsche Reich vom Stapel zu lassen. Der österreichische Reichskanzler hat aber zugleich die Gute, uns darüber nicht im Zweifel zu lassen, was es mit dieser Freundschaft eigentlich auf sich hat, indem er "1 u $arlf0Un8 der österreichischen Politik des Auswärtigen die Erklärung adgab, daß zwischen Frankreich und Oesterreich keine Mißverständnisse bestehen, Frankreich vielmehr an Oesterreich einen aufrichtigen Freund habe. Aber nicht nur mit Deutschland und Frankreich, sondern auch mit Rußland will Oesterreich Freundschaft halten, weil — Preußen der Freund Rußlands ist. Welcher Humbug!
Der Unmuth über die Politik des Cultusmtnisters v. Mühler hat selbst in -öeamtenkreisen solche Dimensionen angenommen, daß der Mann nicht länger mehr zu halten ist. Die Ueberzeugung ist eine allgemeine geworden, daß die clerikale Agitation durch die Begünstigung der Orthodoxie wesentlich gekräftigt wurde. Kur weil man noch keinen Ersatz für Herrn v. Mühler hat, ist derselbe noch im Amte belassen worden. 1
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