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1846 k- 30 st, 15 kr, D; VrimtkserklÄrzüi '-vohl von Lixiii- tungtn, ü!H .gibnträge sind gch dri itdinungsniQBig äuukn -Atsave zrn für alle aus ia iralr haftbar.

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TTuaSRü"*' Wir machen oinem verehrlichen Publikum hiermit bekannt, daß Inserate, welche m den Abends erscheinenden Anzeiger Ausnahme finden sollen, bis spätestens 9 Uhr Vormittags bc» der brved. abgegeben werden muffen. Inserate, die nach dieser Zeit eintreffen, muffen bis zur nachficn Nummer Zurückbleiben. Die Expedition desGießener Anzeigers."

PretS rwctrljährig 1 12 fr.

mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierjährig 1 ff. 27 fr.

Eichener Anzeiger.

Erscheint täglich, mit AuS nähme MontagS.

Ervedition: Canzleiberg Pit B. Nr. 1.

Anzeige- und Amtssilatt für den Kreis Kießen.

Nr. Mittwoch dm 4. Octobcr 1871.

BefteAurrgen auf -en Gießener Anzeiger beTallen Post-Expeditionen un^ dm Land^oftboten entgegen genommen.

Amtlicher TheLl.

Gießen, den 2. October 1871.

Betreffend: Die Erhebung der Domanialgefälle, sowie der Feldstrafen von der 4. Periode 1871 bei dem Großh. Rentamte Gießen.

Das Großherzogl ich e Re n t a m t Gieße n

an fämmtlidje Großhrr^ogiiche Bürgermkistereikn des Rcntamtsbrzirks.

Die Ende September d. I. fällig gewesenen Heugras- und Holzgelder, sowie die Feldstrafen von der 4. Periode d. I., können bis zum 15. d. Mts. ohne Mahnung hierher bezahlt werden.

Zn Behinderung des Rentamlmanns: Roth, Finanzaccessist.

Thal sind denn auch dcutscherscNS ttnsie Boistellun,ze» gegen die.de genügen, um de» Au-bruch einer bvnapar.istisch-n Erhebung zur Re.se zu . * rx i.' m ...f.T...//Ltken mnrbfh. hr 1 nflcn.

bringen.

Durch die Zeitungen geht die Nachricht, daß über die in Gastein getroffenen Vereinbarungen zum Schutze der gesellschaftlichen Interessen gegen die Umtriebe der anarchischen Partei in Europa, schriftliche Abmachungen zwischen den beiden

f Die Republik in Frankreich, die kaum ihr erstes Lebensjahr hinter sich hat, scheint bereits ihrem Untergange entgegen zu gehen. Zwar ist die liberale Bourgeoisie dieser StaütSform sehr zugelhan, und sie wird voraussichtlich alle Hebel in Bewegung setzen, um sie zu erhalten; allein die Arbeiterklassen und die Bauern stehen tn ihrer Mehrheit der Negierung des Herrn Thiers so offen feind- selig gegenüber, daß die bonapartiflischen Umtriebe bei ihnen immer mehr Boden finden. Die Aufrechterhaltung des Belagerungszustandes, die Einsperrung von dreißig und einigen Tausend Communisten, unter denen cs zum mindesten zwölftausend Unschuldige gibt, die feindselige Haltung der Regierung gegenüber den Interessen der Arbeiter haben natürlich die Unzufriedenheit unter den niederen Gesellschaftskreisen noch bedeutend erhöht, und dazu kommt, daß die französische Armee, wenigstens in ihren höheren Sphären, dem BonapartiSmuS viel mehr er­geben ist, als die heutigen Gewalthaber in Frankreich sich einzugestehen getrauen. Es ist mithin durchaus nicht nöthig, daß die Imperialisten so sehr conspenren wie ihnen die französischen Regierungsblätter nachsagen; die Verhältnisse conspiriren vielmehr für sie und einiges Koquettiren des BonapartiSmuS mit dem SocialiSmnS

* Der Krieg im Frieden.

Als die Franzosen den Krieg gegcn Deutschland begannen, setzten sie sich in die Verfasiung, demselben den Charakter eine« Verhekrunssfrieoes zu geben : sie thrilttn ihre barbarischen Wüflensöhne dem Mac Mahon'schen CorpS zu, wel­ches zunächst zum Einfall in Deutschland bestimmt war, und schufen sich zum Voraus einen Entschuldigungsgrund für alle vorbedachten Gräuclthaten, indem s'.e die badische Regilrung beschuldigten, daß sie ihre Truppen mit Explosivgeschossen versehen hätten, deren Anwendung das Völkerrecht verbietet.

Die Dinge kamen anders. Die deutschen Heere drangen siegreich in Frank­reich ein und die Franzosen rächten sich für ihre Niederlagen unwürdiger Weise an den deutschen Individuen, welche sich in Frankreich eine friedliche Heimath ge- gründet hatten; sie wurden ausgetrieben.

In welcher Weise unter Gambetta'S Inspiration der Krieg geführt wurde, nachdem das kaiserliche Heer vernichtet worden war, ist weltbekannt; alle Grund- sätze des Völkerrechts wurden mit Füßen getreten. Aber damit waren die Fran­zosen noch nicht zufrieden, es wurden Prämien für die Ehrlosigkeit ausgesetzt und bis zum heutigen Tage ist noch kein Kriegsgericht eingesetzt worden, um über die Generale und Officiere zu richten, welche unter Bruch ihres Ehrenworts sich der Gefangenschaft entzogen, um wieder in Dienst zu treten. .

Warum wir an diese traurigen Dinge wieder erinnern ? Weil der inzwischen mit Frankreich abgeschlossene Friede durchaus noch keine normalen Beziebungen zuiucktzefiihrt hat, französischer S-iiS vielmehr die F-inds-ligkeiien in der gehässigsten Weise fortgesetzt werden.

Es würde uns wenig kümmern, daß Redner und Schriftsteller um Die öffentliche Gunst buhlen, indem sie die nationale Eitelkeit auf einen Revanchekneg vertrösten. Kein verständiger Politiker zweifelt daran, daß Frankreich den Frieden brechen wird, sobald e- sich wieder stark genug zum Kriege glaubt, und d:e deutsche Politik bestand ja hauptsächlich deshalb auf den neuen Territorial.Abgrenzungen, weil dieselben unsere VerthetvigungSkraft gegen einen Nachbar verstärkten, welchem gegenüber jeder Friedensvertrag nur die Bedeutung eines Waffenstillstandes in

öffentlich der Nachricht widersprochen, daß Hr. v. Remusat, wie er dem deutschen Vertreter zugesagt hatte, den Verein aufgelöst habe, »nb Hr. Chcrv, der Heraus-

L-sAnti.Prussien", kündigt an, vaß er zwar der Regierung zu Gefall«« den Titel seines Blattes abändern und dasselbe künftigChatlment" nennen, im Uebrigen aber bei seiner bisherigen Tendenz belassen werde!

Man fügt zu der Feindseligkeit noch den Hohn!

Aber der Hohn gilt nicht bkoS Deutschland, er trifft auch die gegenwärtige französische Regierung, welche nach solchen Erfahrungen sich unmöglich darauf be­rufen kann, daß ihre Autorität im Lande sich befestige, also noch weniger daraus den Anspruch herleiten kann, daß Deutschland im Vertrauen auf eine consolidirte Regierungsgewalt und deren Bürgschaft irgend welche materielle Bürgschaft aus den Händen gebe, deren Besitz die Erfüllung der Friedensbedingungen sichert.

Und doch würde es, nicht bloS für die Regierung des Herrn Thiers, sondern für Frankreich von größter Wichtigkeit sein, ein solches Vertrauen einzuflößen und dadurch in Gemäßheit des Art. III des Präliminarvertrags vom 26. Februar er., welchen der definitive Friedensvertrag in Kraft gelassen hat, die so heiß ersehnte gänzliche Räumung noch vor vollständiger Abtragung der Kriegsentschädigung herbeizuführen.

Aber wo soll das Vertrauen zu einer Regierung Herkommen, welche nicht Den Willen oder die Kraft besitzt, um Tendenzen zu steuern, die sie selbst für völkerrechtswidrig erklärt und welche zugleich wie ihre eigene Leichtfertigkeit durch ihr Verfahren in der elsässischen Zollfrage einen so abschreckenden Beweis ge­liefert hat?

Wir wissen nicht, was deutscherseits geschehen wird, um sich gegen völker­rechtswidrige Beeinträchtigungen zu schützen; aber die Ueberzeugung wird wohl jetzt allgemein getheilt werden, daß Frankreich gegenüber jede Procedur um so wirksamer sein wird, je schärfer und rücksichtsloser sie sein wird!

Duldung des Elsaß - Vereins und des LyonerAnti - Prussien" erhoben worden, und Hr. v. Resumat hat die Beschwerden, als durch das Völkerrecht begrünet,

Anspruch nehmen kann. ,, , , . . -

Auch die Lästerungen und Verleumdungen, mit welchen wir ln der sranzo- fischen Presse überschüttet werden, können wir uns ruhig gefallen lassen, oa lte nur das Urtheil bestärken, welchem dieses Volk verfallen ist, das seinen eitlen Anspruch auf civilisatorische Führerschaft durch Bloßstellung seiner sittlichen Roh­heit parodirt. Wenn aber Vereine gebildet werden, um in den soeben abgetretenen Provinzen die Mittel zur Empörung zu verschaffen, und wenn Organe geduldet werden, deren einziges Geschäft es ist, ruhige Deutsche, welche Frankreich a s ihrem Acoptiv-Vaterlan.de angehören wollen, Dem Haß und der Verfolgung zu empfehlen und sie Der Möglichkeit, in Frankreich einen ehrlichen Erwerb zu finden, zu berauben und wenn dies Alles geschieht, während Frankreich noch von deutschen Truppen besetzt ist, ja theilweise sogar unter dem Bereich ihrer rischen Herrschaft, so ist dies wohl ein Beweis, daß mit diesem Volke nicht andrs zu verhandeln und zu verkehren ist, als daß man Ihm die Zahne zeigt, vertrauensvolle Großmuth auf dasselbe nur den Eindruck der Schwache macht.

anerkannt; auch Abhilfe zugesagt. f

WaS ist aber der Effect gewesen? Der Secretar d.s Elsaß-VereinS hat