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6? Besuch wüchsen,

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Erscheint täglich, mit Aue» nähme Montags.

SxPedition : Canzletberg Ltt. B. Nr. 1.

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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kietzen.

Nr 103. Dounerstng den 4. Mai ~~

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Bestelleingen auf de« «icßener Anzeiger

Abonnenten, ^velch^ den^Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate Mai und Juni zu 40 kr.

Amtlicher T h e i i.

ohne mm n Bäcker

fleisch,

Betreffend: Die Visitation der Feuerstätten in 1871. am 29. April 1871.

Das Großheriogliche Kreisamt Gießen

an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Albach, Allendorf a. d. Lahn, Burkhardsfelden, Daubringen, Dorf-Gill, Ettings­hausen, Groß-Linden, Grüningen, Holzheim, Klein-Linden, Lollar, Oppenrod, Steinbach und Watzenborn.'

Mit Bezugnahme auf unsere VersÜMig vom 15. März v. I. in Nr. 34 des Anzeigeblattes von 1870 erinnern wir Sie an die

alsbaldige Ruchendung der Ihnen mit insccibirtem Jnsinuationsauftrag zugegangenen Feuervisttationsprotokolle von 1871

In Verhinderung des Kreisraths:

KekulS, Kreisassessor.

an« «in« '«« «ii ...» ...

Polit ifche r T h e i l.

kn Gedanken zittern, dem russischen Reiche, das seit einem Jahrhundert seine , T" T Tetc" ücr !n^£n Negicrui Bevölkerung mehr al« vervierfachte, tm Laufe des nächsten Menschenalters 30 bis ® °fn nad?^cn ^ogen 9 k sch eh

m werde.

iMttCtl UJ Mete und die Befreiung der Slaven im Südosten Europa's von der musel- t »ännischen Herrschaft gerichtet ist.

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In dieser Concentrirung der gewaltigen Kräfte der russischen Weltmacht liegt eben die Gefahr für die Unabhängigkeit der abendländischen Staaten, sie ist die Voraussetzung für den Erfolg der panslavistischen Bestrebungen; der practische Politiker verfolgt immer nur die nächsten Ziele mit Energie, wenn auch sein Blick 'kN entfernten Endzweck nie verliert. Die russische Politik kann unmöglich vor

Es ist vollkommen richtig, was die ossiciöfePetersburger Zeitung" sagi: ^Eiu Theit unseres Publikums erwartet in nicht ferner Zukunft die Vereinigung aller slavischen Länder und Stämme unter den Scepter Rußlands. Dieser Ge­danke hat für Viele einen bezaubernden Reiz und erfüllt ihre Seele mit süßer Hoffnung und übertriebener Erwartung.... Wir sind überzeugt, daß die Regierung sich nicht mit panslavistischen Plänen trägt, denn ein panslavistisches Reich wäre ein Monstrum. Auch ist in Betracht zu ziehen, daß die Befreiung (!) und Annccli- mng der der österreichischen und türkischen Herrschaft unterworfenen 30-40 Mil- Honen Slaven Ströme von russischem Blut und Milliarden von russischem Gelve, die wir nicht haben, kosten würden.... Ein so riesiges Unternehmen würde uns nur schwächen. Rußland kann nur gedeihen und zu großer Macht gelangen durch Loncentrirung seiner geistigen und materiellen Kräfte, die bis jetzt noch winig ent- wickelt sind."

Die badische Regierung hat einen neuen Beweis ihrer patriotischen, der Ver­wirklichung des Einheitsgedankens zustrebenden Haltung gegeben: sie hat ihre bei den fremden Hofen accreditirten Gesandten abberufen und ausdrücklich auf jedwede Ausübung des diplomatischen Hoheitsrechtes verzichtet. Möchte dies Beispiel auch bei den anderen süddeutschen und norddeutschen Bundesstaaten recht bald Nach­ahmung finden; der Ausschuß für die auswärtigen Angelegenheiten im Bundes- rathe könnte ja noch immer bleiben, wenn nur die Vertretung des deutschen Reichs ausschließlich durch die Gesandten der Bundesregierung bejorgt würde.

Dr. Strousberg und Genoffen werden jetzt mit einer wahren Fluth von Prozeffcn überschüttet. Jetzt sind die genannten Finanziers auch von der rumäni­schen Regierung bei dem Berliner Stadtgericht auf Schadenersatz von 5*/2 Mill. Thaler verklagt worden. Wie mau sagt, hat der Anwalt der rumänischen Regie­rung einen Kostenvorschuß von 20,000 Thaler eingezahlt, so daß der Einleitung dieses Monstreprozesses nichts mehr im Wege steht.

Zur Münzfrage wird gemeldet, daß Versuche gemacht worden sind, um sich mit England über eine gleichmäßige Munznform zu verständigen. Als Basis hätte dabet das frühere Anerbieten des Schatzkanzlers Lowe an Frankreich ge­dient, gegen Frankreichs Uebergong zur reinen Goldwährung den Souvercigne mittels Einführung eines Schlagfchatzes auf den genauen Werth des Fünfund- zwanzigfrankenstücks zu reduciren. Die Antwort soll indessen nicht günstig ausge­fallen fein, da Gladstone von Eifersucht auf den Fürsten Bismarck aufgezrhrt wird, und Lowe durch das ungewohnte Defizit in England augenblicklich an Einfluß verloren hat. Das verunglückte Projekt der Zündhölzchensteuer an Stelle der üblichen Uebcrschüsse hat die Engländer etwas verschnupft.

DieGermania" bleibt trotz aller Berichtigungen bet der Behauptung stehen, der Kaiser habe der Deputation der schlesischen Granden in Versailles die Ver- sicherung gegeben, er werde nach Beendigung des Krieges in Gemeinschaft mit ven anderen Fürsten Schritte zur Reconstituirung des weltlichen Papstthums in Betracht ziehen. Merkwürdig bleibt dabei nur, daß diese interessante Enthüllung

Die Derpflegungsgelder für die Occupationsarmce in Frankreich sind in letzter Zeit von ver Versailler Regierung pünktlich bezahlt worden, so daß die vom Fürsten Bismarck angekündigte Eventualität der Requisition nicht zur Ausführung kommen wird. Die fällige Rate der Kriegsentschädigung von 500 Millionen Francs ist bis jetzt zwar noch nicht an die deutsche Bundesregierung abgeliefert worden, indessen ist von Seiten der französischen Regierung die bestimmteste Erklärung ab-

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Courier" in Straßburg:Dieser Wunsch scheint uns schief ausgedrückt zu fein, man bat wohl sagen wollen, die elsässische Jugend möge so lange als rhunlich dav"'< bewahrt.bleiben, eventuell gegen ^ckreich i n Felde zu stehen, eine Bitte, die so respektabel ist, daß sie ihrer Erhörung vollkommen sicher sein kann." selbstverständlich kann die deutsche Bundesregierung nicht entfernt daran denken, die Wehrkraft der neuen Provinz gegen Frankreich zur Verwendung zu bringen; ^»gegebenen Falle würden die elsässischen Truppen zur Besetzung der rheinischen Festungen und weiter rückwärts concentrirt werden. Wie wir übrigens bestimmt ^'sichern können, werden die Einstellungen der Rekruten aus dem Elsaß für die Grade schon im Herbst dieses Jahres, diejenigen für die übrigen Truppentheile zu Anfang des nächsten Jahres beginnen. In Bezug auf die Freiwilligen wird man denselben Modus, den man früher nach der Annexion von 1866 in Frankfurt und in Schleswig-Holstein einführte, auch im Elsaß zur Geltung bringen, d. h. von der für die alten Provinzen vorgeschriebenen wiffenschaftl'chen Prüfung vorerst abstehen.

Daß Rußland dieses Ziel verfolgt, wird Niemand leugnen wollen; hat es chlbe erreicht, wird es weiter gehen. Sobald Rußland die Consequenzen der 'ontusconferenz gezogen, einen erfolgreichen Handstreich auf Konstantinopel unter- ommen hat, wird es sich auch an der untern Donau festsetzen wollen und, damit icht zufrieden, in Warschau und Riga Vorbereitungen treffen, um in die Geschicke n abendländischen Nationen entscheidender als bisher eingreifen zu können. Dazu 'darf es natürlich in hohem Maße der Entwicklung und Concentrirung feiner käste; dieser Aufgabe hat es sich in Congreßpolen und in den Ostseeprovinzen ,jit einer Rücksichtslosigkeit und Energie unterzogen, welche mindestens dar uf Meßen lassen, daß es seine politischen Endziele nicht bloS im Orient und in der

<0 Millionen Slaven einzuverlciben; für sie handelt es sich jetzt nur darum, die fennWL^, Il^tel zu gewinnen, um den Widerstand der fremden Mächte gegen diese Einver- {ibut,9 zu brechen. Rußland muß sich noch viele Jahre der Arbeit der Samm- ung und Concentrirung seiner Kräfte hingeben, ehe e« daran denken kann, eine ction einleiten und durchführen zu können, welche auf die Erwerbung Konstan-

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kevolkerung mehr

ivtlisirung Asiens sucht, wie seine Staatsmänner ja auch früher schon ganz un- >m»unt)en erklärten, Rußlands Armee sei den westeuropäischen Heeren nicht mehr Wachsen.

Dazu kommt, daß der Deutschenhaß in Rußland täglich größere Dimensionen ,iiimmt, daß der Thronfolger selbst auf alle mögliche Weife die deutschfeindliche chtung begünstigt, welche in nicht allzu ferner Frist für die leitenden Kreise Ruß- nds die maßgebende sein wird. Bis jetzt haben diese Dinge noch keine Gefahr k UNS, weil dem nordischen Reiche noch die Macht abgeht, um unseren Bcstre- hgrn entgegenzutreten; nichtsdestoweniger wird es gut sein, wenn die deutsche kkffe bei Zeiten auf die vom Osten her aufsteigenden Gewitterwolken hinweist.

f Die panslavistischen Bestrebungen, | f 3n Bezug auf den Wunsch, reu cie Elsäff-e in der »ielbereg.eu Versaw«,

die in der russischen Presse sich geltend machen, haben zur Zeit ebenso wenig Be-^ung vom 16. April d. I. ausgesprochen haben, daß die elsässische Jugend möa- deutung, als das Dementi, welches die russische Regierung denselben ertheilcn läßt,Achst lange von der Militärpflicht befreit bleiben möge, schreibt derNiederrhein üb-r die eigentlichen Ziele der russischen Politik Deutschland und Europa zu täu-< - ...... - - -

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Mdvocat.

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