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Hitfem ewig venkwürdigen Tag Cie Ehre zu haben, den Festtoast anSjubringen, sicher von den auf der Straße zahlreich versammelten Soldaten mit Enthustas- MS ausgenommen wurde. Hier spielte die Musik des Regiments bei prachtvollem KrühlingSwetter bis spät in die Nacht hinein. Nichts trübte die kameradschaft- liche Feier dieses großen Tages.

Laibach, 26. März. Die Auflösung einer zugeselliger Abendunterhaltung" btstimmten Versammlung der Mitglieder des deutschen Turnvereins durch die Lan- Megierung hat hier große Ausregung hervorgerusen.

Wien, 28. März. Laut einem Telegramm derPresse" aus Bielitz ist in ttr Nacht vom 25. zum 26. d. in Saybusch ein Judenkrawall ausgebrochen. DüS zur Unterdrückung desselben aus Krakau requirirte Militär marschirte Vor- «lttagS in Eilmärschen auf den Schauplatz. Es sind ein Todesfall und mehrere Lcrvundungen vorgekommen, indem ein bei dem Krawalle betheiligtcs Weib durch rincn Schuß in den Kopf getroffen und andere Personen sonst verletzt wurden; tit Brüch'sche Tuchfabrik wurde demolirt.

Konstantinopel, 25. Marz. Angesichts der russischen Vorkehrungen zur Wi-derherstellung der Flotte im Schwarzen Meere und zum Wiederaufbau der ßeftung Sebastopol hat die türkische Panzerflotte, die soeben den Arsenalhafen mließ, Ordre erhalten, sich in Sinope und im Archipel zu stationiren.

. Telegraphische Depeschen.

+ München, 2. April. Dem Erzbischöfe von Bamberg wurde das zur Ankündigung und zum Vollzüge der ConcilSbeschlüsse, insonderheit des Unfehlbar- keitsdogma's erforderliche Placet durch ausführlich motivirte königliche Ent- ftließung verweigert.

4- Stuttgart, 1. April. Der SchwäbischeMerkur" enthält eine an- scheinende oWelle Depesche aus Berlin vom i. April folgenden Inhalts: Sollte Frankreich bei den Friedensverhandlungen die Erneuerung des Handesvertrages Mvcigern, so wird Deutschland unter Androhung von Repressalien den Tarif »erlange«, welchen England und Belgien genießen.

4- Berlin, 2. April. Der Kaiser empfing heute Mittag um 1 Uhr die "Deputation des Deutschen Reichstages zur Überreichung der Adresse

/X Paris, 31. März Abends. In Folge des Eingreifens der Commune |n Privatverhältnisse hat sich das Bedenkliche der Situation gesteigert. Die Com- Pgnie des Credits Lyonnais fand sich veranlaßt, zu erklären, daß sie ihre BüreauS Meße. Alle andern gefährdeten Banken dürften heute diesem Beispiel folgen.

/x Paris, 31. März Abends. Die Commune hat ein Gesetz in Vor­schlag gebracht, wonach Wechsel unter 500 FrS. erloschen seien, Wechsel von 500 |i# 2000 gn?. um die Hälfte, von 2000 bis 5000 um ein Drittel redvcirt, über 5000 voll gezahlt werden sollen. DasMot d'Orvre" fordert die Auflösung und den Verkauf der Kirchen und Klöster. In Paris herrscht düstere Ruhe.

4- Paris, 31. März, 7 Uhr Abends. Die Postoerbmdung ist gänzlich unterbrochen; weder Briefe noch Journale trafen in Paris ein. Auch die Ver- bindung zwischen Paris und Versailles mittelst der Bahn auf dem rechten Seine- User ist ebenfalls unterbrochen. Alle Thore im Westen von Paris sind geschloffen. Is geht das Gerücht, daß diese Maßregel durch die Ankunft von Truppen aus Versailles in Neuilly veranlaßt worden sei.

-l- Paris, 31. März, Mittags 1 Uhr. Paris ist still und düster. Die »ußer Stadt bestimmten Journale und Briese werden nicht mehr befördert.

Allgemeine

Lhullier hat brieflich bestätigt, baß er verhaftet worden sei, weil er dem Comite Mäßigung angerathen habe.

4- Paris, 31. März. Die Commune hat angeordnet, daß die Almoseniers in den Gefängnissen keine Messe mehr lesen sollen. Peuple FranyaiS zufolge sollen mehrere Verhaftungen von Bonapartisten erfolgt sein.

4* Paris, 1. April, Mittags. Man sagt, daß zwischen der Commune und dem Central-Comite Streitigkeiten ausgebrochen sind, weil die Haltung des Co- mite's den Anschein gibt, als wolle .es sich als eine rivalisirende Macht neben der Commune behaupten. Es geht bas Gerücht von einem Gefechte, welches gestern zwischen Nationalgarden und Truppen aus Versailles bei dem Walde von Co- lombes stattgefunden hätte. Man sagt, daß gestern Abend mehrere Bataillone Nationalgarden in ver Richtung von Neuilly, Passy und Auteuil ausgerückt seien. Das neue focialistische Journal verlangt, die Commune solle die Abschaffung des Erbrechtes proclamiren. DerCri du Peuple" schließt sich diesem Vorschläge an.

4- Brüssel, 31. März. Baron Blochausen ist mit besonderen Aufträgen ver großherzoglich luxemburgischen Regierung hier eingetroffen.

4- Brüssel, 31. März. Die Conserenz wirv keine Sitzung mehr halten; Alles soll durch schriftliche Noten abgemacht werben, um Controversen zu ver­meiden ; die Fragen wegen der genaueren Gränzbestimmungen wie die Handels­fragen sollen durch specielle Delegirte entschieden werden.

A Versailles, 2. April. Abends. Paris unbeleuchtet. Die Lebensmittel mangeln. Mac Mahon commandirt die Versailles-Armee.

A London, 1. April. DerDaily-Telegraph" berichtet aus Versailles: Dos 13. Regiment wurde zur RecognoScirung an die Seoresbrücke gesandt. Es desertirte in Masse nach Paris.

4- London, 1. April. Aus Versailles wird derTimes" gemeldet, ThierS habe am Abend des 31. März 500 Millionen FrcS. an die Deutschen auszahlen wollen, um sich dadurch in den Stand zu setzen, Verstärkungen aus dem Norden des Landes kommen zu lassen.

4- London, 1. April. Die englische Postverbindung nach Paris ist ein­gestellt.

A London, 3. April. Ueber die Abtretung Luxemburgs an Deutschland sind außer der Schulvenvertheilung und Domainen noch weitere unbekannte Ab­machungen getroffen. Die Königin Victoria besucht heute Chiselhurst.

A Florenz, 31. März. In mehreren italienischen Orten fanden Ver­haftungen französischer Emissäre statt, welche von der aufständischen Regierung ab­gesandt waren. Der Kronprinz Humbert kommt Samstag hier an. Das Panzer- geschwaber bleibt armirt.

A Kopenhagen, 1. April. Ehe der Reichstag am Mittwoch geschlossen wurde, schickten die gesummten Parteien eine Deputation an die Regierung mit dem Ersuchen, über die Situation Auskunft zu ertheilen. Der Conseilspräsivent und die Minister des Aeußeren antworteten: Es hat in letzter Zeit keine Ver- änoerung in den Verhältnissen des Landes zum Auslande stattgefunden. Es liegt auch nichts vor, daß eine Veränderung stattfinden würbe. Alle Gerüchte darüber stnb unbegründet.

Wir machen auf das im heutigen Anzeigentheile angekündigte National-Pracht- wcrk von Fcchncr über den französischen tirieg aufmerksam und empfehlen dasselbe unsern Lesern bestens. Das Werk ist vortrefflich geschrieben, tüchtig illustrirt und solide und gut ausgestattct, so daß es in keiner Familienbibliothek fehlen darf.

r Anzeiger.

Besondere Bekanntmachung.

Holzabfuhr aus dem Gießener Stadtwalde.

1263) Mit Bezug auf unsere Bekannt- luchung im Anzeiger Nr. 48 vom laufenden . )«hre eröffnen wir den Holzsteigerern ans iDistrict Wanne, daß die Abfuhr des . ötljee aus diesem District wieder ge- ' talket ist.

Gießen, den 1. April 1871.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt.

Versteigerungen.

1'050) Dienstag den 25. April, Nachmittags 2 Uhr, sOll auf dahiesigem Rathhause die zum C:<tulbeniDefen des L. Weimar gehörige Mühle mit 4 .Wahlgängen und dem dazu- pGrigen Gelände gegen Baarzahlung metst- kliömd versteigert werden, als: Mv Ar. oKtftt.

XTv> 112 Acker auf dem Hamm, zehnt­frei, auf die Lahn,

"Ä 34 Acker daselbst,

LFa 98 Hofraithe, Mühle, die Neu­

mühle,

v,h 139 Acker bei der Neumühle,

zehntfrei,

zi 278 Wiese zwischen der Mühl­

bach und der Lahn,

% 163 Wiese daselbst,

%u.7b 431 Wiese daselbst,

% 102 Acker am Hamm, zehntfrei,

% 136 Acker daselbst,

"/iß 92 Wiese daselbst,

m 58 Wiese daselbst,

r in 58 Wiese daselbst,

igz j Acker daselbst,

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284 Acker u. Wiese am Hamm.

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«Um, den 21. März 1871.

Müller, Ortsgerichtsmann.

Die Anschaffuug der Dienstkleider für die Feldschützen.

1224) Die hierzu nöthigen Arbeiten und Lieferungen, nämlich:

1) die Lieferung von 38 Ellen rohgrauem Tuch, veranschlagt zu 76 st-,

2) die Lieferung von 48 Ellen grau- melirtem Baumwollbieber, veran­schlagt zu 9 ff. 36 fr.,

3) die Lieferung von 78 Stück neusilber­ner glatter Knöpfe, veranschlagt zu 3 ff. 54 fr.,

4) das Decatiren von 38 Ellen Tuch, veranschlagt zu 2 fl. 32 fr.,

5) die Fertigung von 6 Paletots, veran­schlagt zu 33 fl.,

6) die Fertigung von 6 Hosen, veran­schlagt zu 9 fl. 36 fr.,

7) die Fertigung von 6 Kappen, veran­schlagt zu 12 fl.

sollen im Submissionswege vergeben werden.

Desfallsiye Offerten sind in den nächsten 8 Tagen bei der Bürgermeisterei abzugeben, woselbst auch Einsicht vom Kostenvoranschlag genommen werden fann.

Gießen, den 28. März 1871.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. __Vogt. ________ 1280) Mittwoch den 5. April k I., Nachmittags 2 Uhr,

soll aus Antrag des A. Stein dahier ein braunes Pferd (Wallach) in dem Hofe des Herrn Ludwig Herbert auf der Mäus- burg nleistbietcnd versteigert werden.

Gießen, den 1. April 1871.

__________Semmler, Ortsgerichtsmann.

Versteigerung von Streulanb.

1250) Dienstag den 4. April 1871, von Nachmittags 2 Uhr an, sollen in dem Gießener Stadtwalde, Di­strict Hochwarte, Abtheilnng Blumenberg, Aue ?c.:

100 Haufen Streulaub versteigert werden.

Zusammenkunft am Lnmpemnannsbrmmen.

Gießen, den 1. April 1871.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen-

Vogt-

1272) Mittwoch den 5. April, Nachmittags 2 Uhr,

soll im Bürgerhospital dahier eine Parthie Bierfässer, Lager- und Transportfässer an den Meistbietenden versteigert werden.

Fr. Müller.

Holzversteigerunq.

1182) Mittwoch den 5. April l. I., von Morgens 9 Uhr an,

soll in dem Leihgesterner Gemeindewald, District Vogelheerd, nachverzeichnetes Holz, und zwar:

20 Stecken Buchen-Scheidholz,

47 Eichen-

22 Buchen-Prügclholz,

67V4 Eichen-

5 Nadel-

26 Buchen-Stockholz,

154 Eichen-

2 Nadcl-

2100 Wellen Bnchen-Reisholz,

3600 Eichen-

1100 Nadel-

37 Eichen - Stämme von 9 23 Aoll Durchmesser und 1545 Fuß Länge = 2333 Cubikfuß enthaltend, versteigert werden.

Das Stammholz wird präcis um 11 Uhr zur Versteigerung gebracht.

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Credit bis zum Michaelitag d. I. gestattet. Leihgestern, am 28. März 1871.

Großherzogliche Bürgermeisterei Leihgestern Heß.

1 Darmstadt.

Mittw ch den 3. April, Vormittags 9 Uhr, soll nachverzeichnctes sehr gut erhaltenes Schlosserwerkzeug, als: Drehbänke, Bohr­maschinen, großes Schwungrad, Schraub­stöcke ?c. ic., eine Partie Messing, Kupfer und Zink, gegen Baar versteigert werden.

Fr. Sonnthal,

Hofschlosser, Elisabethenstraße 49.

Holzverkauf.

1285) Dienstag den 11. d. Mts., von Morgens 8 Uhr ab, werden auf dem Rathhause zu Atzbach aus dem dortigen Gemeindewalde versteigert:

84 Kiefern-Stämme = 663 Cubikfuß,

107 Stangen, 4 bis 6 Zoll stark,

10 Eichen-Stämme = 165 Cubikfuß, 14 Klstr. Derb-, 28A Klftr. Stock-, 32 Klftr. Buchen-, Eichen- u. Kiefernholz.

Krofdorf, den 2. April 1871.

Der Bürgermeister: Colnot.

Holzversteigerüng.

1271) Mittwoch den 5. April, von Vormittags 9 Uhr an,

soll in dem Freihcrrlich v. d. Hoop'schen Walde bei Rodheim nachverzeichnctes Holz öffentlich versteigert werden, als:

24 Stämme Eichen-Bauholz, 15 bis 28 Fuß lang,

60 Kiefern-Stangen, 25 bis 30 Fuß lang,

18 Stecken Kiefern-Prügelholz,

14 Stockholz,

120 Haufen Reisholz.

Die Zusammenkunft ist im Hermannthal.

Schmitte, den 3. April 1871. z

Die Verwaltung.

Holzverstcigerung.

1267) Mittwoch den 5. April I. I., von Morgens 8 Uhr an,

soll in dem Albacher Gemeindewalde, Di- stricten Kreuzholz und Stangcnhe^, nach­verzeichnetes Holz öffentlich mefftbietend versteigert werden, und zwar:

22 Stecken Buchen-Scheidholz, W/4 Prügelholz,

11 Vs er ,/ Stockholz,

7O/2 Eichen - Prügelholz,

20 Stockholz,

671/4 Nadel Prügel holz,

2Vr ,, ,, Stockholz,

9 Birken - Prügelholz,

3925 Wellen Bnchen-Reisholz,

1975 Eichen-

1650 Radel-