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Centimes). Kurz, man kann beliebig in Vasvolle Menschenleben" hineingreifen: Darmstadt, 29. Juli. Die Ausführung des Reichsgefetzcs vom 14. Junk

überall confiatirt man venJammer ves Daseins". Die Auswanderung nach laufenden Jahres, die Gewährung von Beihilfen an ausgewiesene Deutsche be­tet Provinz nimmt Venn auch unglaubliche Dimensionen an. Die Herren Pariser treffend, ist nach verDarmst. Ztg." für das Großherzogrhum einer besonderen

werden noch geraume Zeit an den muthwilligen Bubenstreich vom Juli 1870 zu Commission, bestehend aus dem Provinzialvirector Dr. Goldmann als Vorsitzenden,

denken haben! Dem Commerzienrath Fink und dem Legationsrakh o. Werner, übertragen worden.

Nach einem Telegramm derN. Z. Ztg." hat Garibaldi Caprera verlassen, Gestern Abend verließ die Kaiserin von Rußland nebst Gefolge 'das Schloß

um Victor Hugo zu besuchen. Heilig^nberg bei Jugenheim, um nach Petersburg zurückzureisen. (F.J.)

__________________ Berlin, 31. Juli. Der Bischof von Ermland hat gestern über Dr. Woll- mann die große Excommunication von allen Kanzeln seiner Diöcese verkündi-

* Gießen, 1. Aug. Um dem Dank für das segensreiche Wirken des frü- gen lassen.

Heren ObtrzollinspcctorS in Gießen, retzigcn Obersteuerraths, Herrn Müller in Berlin, 1. Aug. Der Vorsitzende des Maurerstrikccomite's, Maurergeselle Darmstadt, Ausdruck zu geben, haben fämmtliche Mitglieder des hiesigen Handels- Lange, wurde heute verhaftet. DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" bemerkt ftandeS demselben eine Adresse überreichen lassen. dazu, die Staatsbehörde werde den Strike als in den Gesetzen gestattet frei ge-

Gießen. (Fortsetzung der Rede des Reichstagsabgeordneten Ketteler in der währen lassen, zugleich aber jedem Excesse mit fester Hand entgegentrelen. Lange 10. Sitzung am 3. April 1871): hatte in öffentlicher Versammlung aufgefordert, den nichtstrikenven Gesellen das

Der Herr Abgeordnete Treitschke hat ferner gesagt, die Erfahrung habe ja Handwerkszeug zu stehlen.

gelehrt, daß seil Erlaß dieser Verfassungsbestimmungen unzählige Streitigkeiten München, 28. Juli. Wie es heißt, wird während der Durchreise des entstanden seien. Nichts ist unrichtiger wie das. Es sind seitdem vielmehr deutschen Kaisers durch Bayern ein Zusammentreffen desselben mit unserem König und dadurch haben sich die VerfaffungSbestimmungen bewährt, dadurch hat sich de. ftattfinden, indem sich der Letztere hiezu von hier nach Regensburg begeben würde, währt, daß alle die Recht gehabt haben, die seil zwanzig Jahren im preußischen Vom Comite ver katholischen Action geht derAllgemeinen Zeitung" nach- Abgeordnetenhause von der einen tote von der anderen Seite, von der katholischen stehende Erklärung zur Veröffentlichung zu:Da2 unterfertigte Comile erklärt wie von der protestantischen Seite für diese VerfaffungSbestimmungen eingetreten gegenüber den theilweise unrichtigen und tdeilweise unvollständigen Miktheilungeu find eS sind ja settvem die religiösen Streitigfeilen tn Preußen fast ganz aus m der Presse und zur Richtigstellung der Thatsachen, daß Se. Excellenz der Herr dem politischen Leben verschwunden. Die Controversen bleiben bestehen, meine Minister v. Lutz sich nicht geweigert habe, die Deputation der Alrkatholiten zu Herren, sie werden auch in Zukunft bestehen bleiben, sie dürfen aber nicht in un- .mpfangen, daß er aber auch erklärte: Er sei gegenwärtig nicht in ver Lage, eine serem Reichstage vorkommen, sie dürfen nicht m unserem öffentlichen Leben vor- bestimmte Antwort auf die Anfrage derselben zu ertheilen. Auf Viesen Bescheid kommen, va müssen wir zusammen arbeiten auf den Grundlagen derselben Freiheit hin beschloß Vas unterfertigte Cvmtte, von ver Absendung einer Deputation vorerst und derselben Gerechtigkeit. Darum erinnere ich mich noch immer mit Freuden, Umgang zu nehmen. München, den 25. Juli. Das Comite der katholischen

wie vor Jahren in einer Debatte em früherer Jugendbekannter von mir, Georg Action."

von Vincke, als man eine religiöse Controoerse einmischen wollte, mit großem Nach- München, 30. Juli. Kürzlich wurden bei u.rS an 800 Kreuze der vom

druck dem Grundsatz Ausdruck gab, daß religiöse Debatten nicht in ven Landtag König für ausgezeichnete Leistungen in Krankenpflege und sonstiger Fürsorge für

gehörten. Ich glaube nicht, daß der Geist, aus dem diese Auffassung hervorge- ote Truppen gestifteten Dekoration vertheilt. Wie es leider bei derlei Gelegen» gangen ist, ver Kinderzeit der Freiheit angehörte, sondern daß es Wersheirsgcunv- heilen öfter zu gehen pflegt, so war es auch hier nicht selten der Fall, daß Solche, sätze rechten, echten ManneSalterv waren, und ich glaube, daß es sich jetzt darum welche bei den Arbeiten der Vereine mit ihren Namen, weniger aber mit ihrer handle, ob diese alten, bewährten und darum feit 20 Jahren die religiöse Frei- Thätigkcit glänzten, die Dekoration empfingen, während Andere, die in bescheidener heit garantirenven Grundsätze auch auf Deutschland ausgedehnt werden sollen, Stille die Arbeit thaten, leer ausgingen oder höchstens mit einer Belobung abge- ooer ob man sogar in Preußen Rückschritte machen und auf ganz andere Systeme speist wurden. Einer dieser Uebergangenen schrieb einem Freund eben so witzig übergeben will, die uns in bodenlose Zerwürfnisse bringen. als treffend:N. N. war so freundlich, mein Kreuz auf sich zu nehmen."

Ich bitte Sie daher, meine verehrten Herren, nehmen Sie unsere Anträge Colmar, 26. Juli. Das JournalL'Alsacien" enthält folgende Bekannt- an! Sie werden dadurch, wie ich glaube, Deutschland ein großes Gut darbringen: machung des Präfekten v. d. Heydt:

den wahren religiösen Frieven, soweit er in unfern Händen liegt. Ich bitte auch,Aus vielfache Anfragen bringe ich zur Kenntniß der Wähler, daß die An- wenn Sie mir das noch gestatten wollen, in die Debatte doch nicht allerlei Neben- nähme der Wahl in den Munikipalrath der späteren Entscheidung für die fran- dinge hineinzuziehen, sondern auf diese Hauptgrundsätze ernzugehen. Der Reichs- zösische Nationalität nach Maßgabe des Friedensvertrages nicht präjudicirr. Auch tag hat nicht Vie Competenz, über religiöse Anschauungen zu entscheiven; mag wirv vor dem 1. Oktober 1872 von den Gemeindebehörden ein politischer Eid unser konfessioneller Standpunkt Ihnen unangenehm sein oder nicht, darauf kommt nicht gefordert werden. Vielmehr sind dieselben wie folgt zu verpflichten:Ich eS ja gar nicht an! Wir wollen zusammenleben in Frieden nach den Grundsätzen gelobe, daß ich alle mir vermöge meines Amtes obliegenden Pflichten nach meinem der Gerechtigkeit und wollen dann, jeder auf seinem Gebiete, kämpfen für das, besten Wissen und Gewissen genau erfüllen will."

was wir für wahr annehmen. Wir erheben ja auch nicht den Anspruch, daß alle Straßburg, l.Aug. In Mühlhausen, Thann und Altkirch kam aus Mangel Ihre Grundsätze in religiöser Hinsicht uns gefallen müssen. Das ist ja gerade an Betheiligung keine Wahl zu Stande. Die Betheiligung bei den übrigen Ge- Vie Fre heit, daß man auch seinen Gegnern Freiheit läßt. meinden war befriedigend, in den niederrheinischen Landgemernven stimmten bis

Wenn Sie, was ich nicht hoffe, in tiefe Debatte alle möglichen Dinge hin- zu 80 pCt., tn Hagenau fast 50 pCt., in Bifchweiler nicht ganz 30 pCt. In einziehen würden, worüber es verfchieDene Ansichten giebt, welche von dem Einen Colmar siegte die liberale Partei, in Metz wurden gemäßigte Franzosen gewählt, so von dem Andern so gedeutet werven, wenn Sie auf allerlei Gefahren hindeuten in Chateausalinö kamen fämmtliche Canoidaten der OrdnungSpartei mit großer und durch willkürliche Interpretation katholische. Principien Schrecken zu verbreiten Majorität durch. Viele Nachwahlen sind nöthig.

versuchen sollten, so ziehen Sic hier in die Debatte Dinge hinein, die nicht vor Paris, 29. Juli. In Nancy sind Erleichterungen im Belagerungszustände Ihr Forum gehören. Ich werde auf keinen, auch nicht au-f einen einzigen dog- eingetreten. Man darf jetzt wieder nach 10 Uhr auf der Straße sein und die malischen Angriff Antwort geben, weil ich hier Niemanden zu einem solchen An-Kaffeehäuser dürfen wieder bis Mitternacht offen bleiben. Ein Deutscher, der in griff für kompetent halte. Ich verzichte gänzlich darauf, diesen Weg auch Ihnen Monaco als Croupier angestellt war, wurde von Blanc, der auch der Pächter der gegenüber einzuschlagen. Ich könnte Ihnen auch, wenn ich mir Mühe gebe, bald Spiele von Homburg ist, seiner Stelle entlassen. Die in Monaco sich aufhalten- aus diesem bald aus jenem Buche von diesem oder von jenem Verfasser verletzende ven Franzosen hatten seine Verabschiedung unter der Drohung verlangt, vaß sie, Dinge sagen; ich werde mich wohl davor hüten! wenn man ihn nicht wegschaffe, abreisen würden.

Mit Jubel würde von vielen Deutschen ein Beschluß in unserem Sinne auf- Der Kriegsminister hat an die Generale und Corpscommandanten folgendes

genommen werden. Ich habe noch nie daran verzweifelt, Vaß dieses Princip der Circularschreiben gerichtet:

Gerechtigkeit auch uns Katholiken gegenüber zum Durchbruch kommen wird in In Folge eines zwischen der französischen und der deutschen Behörde erzielten

Deutschland, und daß Sie, meine Herren, zuletzt doch Ihres Gerechtigkeitsgefühls Einverständnisses ist beschlossen worden, daß die französischen Unteroffiziere unv wegen gezwungen fein werven, trotz mancher Vorurtheile, uns diese Stellung zu- Soldaten in Zukunft genötigt sinv, die deutschen Offiziere zu grüßen. Aber e« zuerkennen in Deutschland. Sie können nicht verkennen, daß wir berechtigt sind, ist wohl verstanden, daß dieses Zeichen des Respektes seitens der deutschen Unter­en Deutschland zu existiren, nach unferm Glauben zu existiren, nach diesen Prin- offiziere und Soldaten unseren Offizieren in Uniform gegenüber obligatorisch ist. cipien unserer Kirche zu existiren innerhalb der allgemeinen wahren Principien So werden alle Unteroffiziere und Soldaten Der beiden Nationen gehalten sein, im Staate. Und diese Grundsätze müssen Sie anerkennen: uns gegenüber wie die Offiziere der beiden Nationen zu grüßen; ihrerseits werden sich die Offiziere allen Anderen gegenüber, cs mag Ihnen lieb sein oder nicht. Auch darüber bitte ver beiden Armeen gegenseitig grüßen.

ich noch um einige Worte, und ich bitte, sie mit dem Wohlwollen aufzunehmen, Pans, 1. Aug. DerGazette des Tribunaux" zufolge sollte den Auge- wie ich sie mit der redlichsten Absicht auSspreche. Es wirv gewiß diese Debatte klagten gestern die Anklageschrift überreicht werden.

auch mit unendlicher Aufmerksamkeit verfolgt werden im Elsaß; verletzen Sie nicht London, 31. Juli. Ein Befehl des Ministerialraths ertheilt den Behörden die religiösen Gefühle im Elsaß! Ja, man kann doch religiöse Gefühle ver- Der Seestädte Vollmacht, alle nöthigen Maßregeln zur Verhinderung der Ein­letzen ! schleppung der Cholera in England zu ergreifen. Eine Zuschrift des persischen

Abgeordneter Freiherr zur Rabenau: Sie verletzen sie durch das, was Sie Gesandten an die hiesigen Blätter dementirt die Mittheilungen über die Hungers-

sagen wollen.

Abgeoroneter Freiherr von Ketteler (Baden): JchV

Präsident: Darf ich bitten, sich mit der Rede an das Haus zu wenden, nicht an ein einzelnes Mitglied!

Abgeordneter Freiherr von Ketteler (Baven): Ich weiß nicht, wie ich die religiösen Gefühle der Elsässer verletzt haben sollte.

Abgeordneter Freiherr zur Rabenau: Das werde ich Ihnen nachher Nach­weisen, wenn ich zum Worte komme.

Präsident: Ich bitte, den Redner nicht zu unterbrechen.

Abgeordneter Freiherr von Ketteler (Baden): Ich denke, meine Herren, Darauf sollten Sie in wohlwollender, gerechter Weise Rücksicht nehmen. Die El­sässer sind ihrer großen Majorität nach ein ihrer Kirche und ihrem Glauben treu onbangenDes Volk; treten Sie diesem unberechtigten Urtheil entgegen , daß man mept mt. Deutschland verbunden werden kann, ohne in religiöser Hinsicht in irgend einer Beziehung, wenn man Katholik ist, beeinträchtigt zu werden, treten Sie dem dadurch entgegen, daß Sie innerhalb der allgemeinen Gesetze die Selbstständigkeit und Freiheit Der kirchlichen Bekenntnisse proklamiren, und Sie thun dies, wenn Sie unfern Antrag annehmen. (Fortsetzung folgt.)

noth und Pest in Persien.

Vermischtes.

Londorf, 26. Juli. Gestern, Nachmittags gegen 5 Uhr, zeigte sich bei dem Fiiiaidvrf Geilshausen, eine in unserer Gebirgsgegend sehr seltene Naturerscheinung. Äine Windhose, von Süd-West narb Nord-Ost wirbelnd, welche bis in die tiefgehenden Wolken reichte, riß Alles mit sich und richtete große Verwüstung an, jedoch nur auf einem sehr schmalen Striche. 3n ihrer Begleitung war eine so hohe Rauchsäule, daß die Bewohner hochgelegener Ortschaften glaubten, daö in der Richtung liegende Dorf Odenhausen stehe in Flammen. In den Freiherrlich von Nabenauischen Waldungen wurden etwa 40 starke Buchen, von welchen einige einen Durchmesser von 2 Fuß hatten, theilS mit der Wurzel hcrauSgeriffen, theils einige Schuh über dem Boden abgebrochen, wobei daS starke Holz in etwa hundert Fasern gedreht und zersplittert wurde. Andere Bäume wurden ihrer sämmtlichen Aefte beraubt. Man rechnet in einem kleinen District, den berührte, etwa 50 Stecken Holz. An der, von Grünberg nach Londorf führenden Staatsstraße, welche das Naturereigniß quer durchschnitt, waren fußdicke Obstbäume stumpf abgerissen, oder, der Länge nach, in der Mitte gespalten, wie von einem Blitzschlag. Die lvSgerissenen Stücke wurden weit in das Feld geschleudert. Ein von Grünberg kommender Wagen, weicher die gefährliche «Stelle der Straße bereits passirt hatte, wurde vom Luftzug ergriffen und die Böschung hinab­geschleudert, so daß der Kutscher und ein Mitfahrender stark verletzt worden sind. Gin. Trupp 'Waldarbeiter, welcher sich flüchtete, aber von den weithin geschleuderten Aesten noch erreicht wurde,

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